einfach auf die DB draufhauen ist zwar Mode und allgemein anerkannt, löst aber nicht die Probleme, die die DB selbst gar nicht beeinflussen kannDie Bahn könnte ja mal die Probleme angehen, die sie selbst beeinflussen kann, ohne sich auf andere herauszureden. Was sie hier wieder veranstaltet, ist aus dem Handbuch "was man alles bei public relations falsch machen kann".
Wenn die Medien aber sachliche Fehler machen, darf die Bahn durchaus dazu sagen, was sie selbst für richtig hält.Darf sie. Aber wer anderen den Mund verbieten will, setzt sich dem Verdacht aus, etwas zu verbergen zu haben, selbst wenn es objektiv nicht der Fall ist. Das war ungeschickt, um nicht zu sagen, amateurhaft. Welchen Eindruck man als Fahrgast ebenfalls hat, wenn das auch ein anderes Thema ist.
Ich weiß gerade nicht, worauf Du mit Deiner Antwort speziell auf meinen Beitrag hinauswillst. Berücksichtige, daß ich auf einen anderen Beitrag geantwortet habe!Mit anderen Worten: Auch Du hast sie nicht einmal gesehen. Wie so manch anderer hier, der starke Meinungen zu ihrer Fehlerhaftigkeit bekunden. Das passiert heute leider ständig. Dass Du die Meinung privat und außerberuflich veröffentlichst, macht es nicht besser oder richtiger.
Zentral ist aber: ich bin kein Journalist, der mit solchen Dingen sein Geld verdient, und veröffentliche keine Beiträge im Rundfunk; alleine das ist ein Unterschied. Aus der Unabhängigkeit und der besonderen Bedeutung der journalistischen Tätigkeiten werden besondere Rechte abgeleitet; hieraus entstehen aber eben auch Pflichten.
Es ist ein Unterschied, ob ich in meiner Freizeit meine private Meinung in einem Forum kundtue oder ob ich eine journalistische Arbeit veröffentliche, die geeignet ist (und sogar darauf abzielt), die öffentliche Meinung zu beeinflussen.
Wenn nun offenkundige Fehler enthalten sind in einem Beitrag – und das war hier der Fall, denn das ZDF hat nachträglich Korrekturen angebracht und damit zugegeben, daß sie Fehler gemacht haben –, dann hat man nicht gut genug geprüft, was man veröffentlicht hat.
Das passiert heute leider ständig, bei allen Nachrichtenproduzenten, auch bei der Tagesschau, allen Sendern und allen möglichen Zeitungen. Macht es aber nicht besser oder richtiger.
geschrieben von: Pesa Link
Datum: 31.07.26 22:56
HSB Tw 44 schrieb:Abgesehen davon, dass es hier nichts zur Sache tut: Hast Du Belege für Deine Behauptung?
ZitatIch weiß gerade nicht, worauf Du mit Deiner Antwort speziell auf meinen Beitrag hinauswillst. Berücksichtige, daß ich auf einen anderen Beitrag geantwortet habe!Mit anderen Worten: Auch Du hast sie nicht einmal gesehen. Wie so manch anderer hier, der starke Meinungen zu ihrer Fehlerhaftigkeit bekunden. Das passiert heute leider ständig. Dass Du die Meinung privat und außerberuflich veröffentlichst, macht es nicht besser oder richtiger.
Zentral ist aber: ich bin kein Journalist, der mit solchen Dingen sein Geld verdient, und veröffentliche keine Beiträge im Rundfunk; alleine das ist ein Unterschied. Aus der Unabhängigkeit und der besonderen Bedeutung der journalistischen Tätigkeiten werden besondere Rechte abgeleitet; hieraus entstehen aber eben auch Pflichten.
Es ist ein Unterschied, ob ich in meiner Freizeit meine private Meinung in einem Forum kundtue oder ob ich eine journalistische Arbeit veröffentliche, die geeignet ist (und sogar darauf abzielt), die öffentliche Meinung zu beeinflussen.
Wenn nun offenkundige Fehler enthalten sind in einem Beitrag – und das war hier der Fall, denn das ZDF hat nachträglich Korrekturen angebracht und damit zugegeben, daß sie Fehler gemacht haben –, dann hat man nicht gut genug geprüft, was man veröffentlicht hat.
Das passiert heute leider ständig, bei allen Nachrichtenproduzenten, auch bei der Tagesschau, allen Sendern und allen möglichen Zeitungen. Macht es aber nicht besser oder richtiger.
Viele Grüße,
gezi
(Entschuldige bitte, daß ich hier nur summarisch antworte, auf dem Handy ist die Zitierfunktion von DSP bekanntermaßen unbrauchbar)Hallo,
die Würdigung meiner persönlichen Leistungen oder auch meines Unvermögens oder gar (nicht vorhandene) strafrechtlich relevante Verfehlungen tut hier absolut nichts zur Sache. Dafür fehlt meinem Aufgabengebiet doch ein wenig die Relevanz. Wenn ich in solch einer herausgehobenen Stellung tätig wäre, wie es als Vorstand einer großen Aktiengesellschaft im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland oder als zuständiger Minister der Fall ist, müsste ich mich allerdings der öffentlichen Diskussion in den Medien stellen. Auch wenn ich mich dadurch ungerecht behandelt fühlen würde oder die vorgetragene Kritik fachlich widerlegbar wäre.
Die Freiheit der Medien ist unverzichtbar in einer offenen Gesellschaft. Ein journalistischer Beitrag muss auch nicht den Ansprüchen an eine wissenschaftliche Arbeit genügen, sondern darf durchaus pointiert eine Auffassung zu einem Thema vertreten, so wie es in der Sendung ja durchaus getan worden ist. Wenn sich in einem Beitrag die Rechte von Unternehmen oder Personen verletzt werden sollten, steht dazu das ganze Instrumentarium des Rechts und der ordentlichen Gerichtsbarkeit zu Gebote. Und in keinem Fall zu ersetzen ist die Rolle der kritischen Öffentlichkeit. Auch dieses Forum ist ein Teil dieser Öffentlichkeit.
Was in keinem Fall trägt, ist die Unsichtbarmachung unliebsamer Positionen. Das ist die Vorgehensweise autoritärer Systeme. Das gab es in diesem Lande schon zur Genüge. Das darf sich nicht noch einmal wiederholen. An dieser Stelle setze ich ein klares Haltsignal. Deshalb darf einer Forderung nach Löschung nicht entsprochen werden, bevor dies in einem rechtlichen Verfahren durchgesetzt worden ist.
Beste Grüße
adriatic 2-6-4
LIW schrieb:Wenn ein Gericht feststellen sollte, dass der Bericht den Grundsätzen widerspricht, wäre da zunächst nichts dran auszusetzen.Wenn die Medien aber sachliche Fehler machen, darf die Bahn durchaus dazu sagen, was sie selbst für richtig hält.Darf sie. Aber wer anderen den Mund verbieten will, setzt sich dem Verdacht aus, etwas zu verbergen zu haben, selbst wenn es objektiv nicht der Fall ist. Das war ungeschickt, um nicht zu sagen, amateurhaft. Welchen Eindruck man als Fahrgast ebenfalls hat, wenn das auch ein anderes Thema ist.
geschrieben von: jsbach
Datum: 01.08.26 08:12
Die Ausrüstung in Belgien ist etwas völlig anderes als das in Deutschland vorgesehene ETCS L2 ohne Signale.Ein anderer Teilnehmer schreibt:
Daher ist die Branche sehr erleichtert gewesen, dass Berlin – Hamburg nicht auf ETCS ohne Signale umgebaut worden ist, denn das ist eine wichtige Strecke für sehr viele Verkehre.Was gilt denn jetzt?
geschrieben von: jsbach
Datum: 01.08.26 08:26
Und wenn es bspw. Fehler der Politik oder Behörden sind, dann wäre es auch Aufgabe der Meiden, insbesondere des ÖRR, genau darauf hinzuweisen.Und was hat das ZDF gemacht? Auf Fehler der Deutschen Bahn und auf Fehler der deutschen Politik in Bezug auf die Bahn hingewiesen.
HSB Tw 44 schrieb:Und wenn es bspw. Fehler der Politik oder Behörden sind, dann wäre es auch Aufgabe der Meiden, insbesondere des ÖRR, genau darauf hinzuweisen.Und was hat das ZDF gemacht? Auf Fehler der Deutschen Bahn und auf Fehler der deutschen Politik in Bezug auf die Bahn hingewiesen.
Ob da jetzt jedes Detail ("ETCS") einer wissenschaftlichen Arbeit gleichkommen muss, verneine ich mal.
Wir haben (zumindest noch) das Glück, dass es in diesem Land keine willkürliche Beeinflussung/Zensur der Medien gibt. Auch wenn einer Partei oder einem Unternehmen unliebsame Berichte nicht passen.
Und wie gezi hier schon feststellte gab es einige Jubelschreiber, die den Bericht wohl gar nicht gesehen haben und nur via DSO darauf aufmerksam wurden und trotzdem ihre vermeintliche Meinung zu der ZDF-Reportage breittreten.
Und ich meine, dass sich einige hier schon aufgrund des Namens der wie ich finde guten Journalisten Dunja Hayali angesprochen fühlen dagegen zu schlagen/tippen.
geschrieben von: jsbach
Datum: 01.08.26 21:53
Si tacuisses, philosophus mansisses (Wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben).Ob der Bahn bewußt ist, daß sie genau damit Öl ins Feuer gießt und das Thema am Laufen hält?
dass die Bahn den Beitrag löschen lassen will, ist ein klassischer Rohrkrepierer, vulgo Schuss in den Ofen oder ein Eigentor.Es ist mal wieder ein klassischer Streisand-Effekt. Das Verhalten der Bahn zeigt aber, daß es im Vorstand nicht an Selbstbewußtsein mangelt, wenn es auch mit allem Anderen hapert.
Die Bahn könnte ja mal die Probleme angehen, die sie selbst beeinflussen kann, ohne sich auf andere herauszureden.Und die wären? Nenn mal konkrete Beispiele.
Was sie hier wieder veranstaltet, ist aus dem Handbuch "was man alles bei public relations falsch machen kann".Dazu allerdings Zustimmung. Die DB sollte sich mal mit dem Streisand-Effekt vertraut machen.
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