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Re: "Getroffene Hunde bellen"

geschrieben von: HFy

Datum: 27.07.26 13:55

ICE schrieb:Zitat:
In D gibt es so etwas nicht

Das wundert doch wohl hoffentlich niemanden.
Jene die das im ZDF MedialstreammeinungsBILDungsprogramm präsentiert, ist nach meiner Meinung nach, genauso zuverlässig & vertrauenswürdig wie jene über die sie hier wie gewünscht berichtet.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!

Meinung und Gegenmeinung

geschrieben von: E 44 051

Datum: 28.07.26 07:02

Pio schrieb:
Jene die das im ZDF MedialstreammeinungsBILDungsprogramm präsentiert, ist nach meiner Meinung nach, genauso zuverlässig & vertrauenswürdig wie jene über die sie hier wie gewünscht berichtet.
Jene, die das im ZDF MedialstreammeinungsBILDungsprogramm präsentiert, ist meiner Meinung nach genauso zuverlässig & vertrauenswürdig wie jene, über die sie hier wie gewünscht berichtet.

Jene, die das im ZDF MedialstreammeinungsBILDungsprogramm präsentiert, ist, meiner Meinung nach, genauso zuverlässig & vertrauenswürdig wie jene, über die sie hier, wie gewünscht, berichtet.

Hallo Pio,

ich habe mir mal Deine Meinung übersetzt, damit ich sie verstehe. Das habe ich geschafft. Trotzdem teile ich Deine Meinung nicht, da hätte ich schon gern von Dir konkreteres erwartet. Für mich (Achtung! Meinung) steht Dunja Halali für seriösen Journalismus, die Reaktion der DB war eher hilflos. Kritiker kommen für mich eher aus einer, nun ja, zweifelhaften Richtung, wobei ich da das BILD in "MedialstreammeinungsBILDungsprogramm" noch nicht verstanden habe...

Freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf

Meine Reiseberichte: [www.drehscheibe-online.de]

Re: Der TV-Beitrag war unseriös

geschrieben von: Anbeku

Datum: 28.07.26 12:37

Andreas Schulz schrieb:
Neue ESTW und Ks-Signale als "50 Jahre alte Technik" zu bezeichnen, ist auch von einem Fachmann wie Hans Leister dilletantisch. In einem ESTW läuft auch nichts analog. Nur die "bunten Lichter" draußen sind eben so wie immer (mal abgesehen vom Ks-Signalsystem gegenüber H/V-System). Für mich ist das "digital".
Das wurde stark vereinfacht dargestellt und etwas reißerisch das Wort digital benutzt, aber letztendlich ging es doch um etwas ganz anderes. Der Punkt war doch: Wir stellen jetzt bei der Korridorsanierung pro Strecke hunderte Signale für zig Millionen neu auf. Hätte man stattdessen einen Bruchteil des Geldes rechtzeitig in die Fahrzeugausrüstung gesteckt, hätte man sich das sparen können und wir hätten für weniger Geld moderner ausgerüstete Strecken. Auch das mag vereinfacht sein, aber da scheint mir schon etwas wares drin zu tsecken.

Re: Vollfunktionsfähige Rückfallebene

geschrieben von: Anbeku

Datum: 28.07.26 12:45

ReneRomann schrieb:
Weil ETCS L1 LS nicht besser als die PZB ist. Damit hätte man also nur sehr hohe Ausrüstungskosten, aber keinerlei Sicherheitsgewinn.
Man hätte vielleicht das Henne-Ei Problem gelöst, wie in der Schweiz, in dem man ganze Korridore ETCS-fähig gemacht hätte und das vielleicht sogar recht zügig zu vertretbaren kosten. Damit wäre es wirtschaftlich sinnvoll, in ETCS-Fahrzeugausrüstung zu investieren, weil man braucht dann ja ggf nichts anderes mehr. Heute bestellt keiner ETCS im Fahrzeug weil es keine Strecken dafür gibt und es gibt keine Strecken, weil L2 oS nicht ohne flächendeckende Fahrzeugausrüstung geht.

Re: Der TV-Beitrag war unseriös

geschrieben von: sachsenring_z

Datum: 28.07.26 13:00

Anbeku schrieb:
Andreas Schulz schrieb:
Neue ESTW und Ks-Signale als "50 Jahre alte Technik" zu bezeichnen, ist auch von einem Fachmann wie Hans Leister dilletantisch. In einem ESTW läuft auch nichts analog. Nur die "bunten Lichter" draußen sind eben so wie immer (mal abgesehen vom Ks-Signalsystem gegenüber H/V-System). Für mich ist das "digital".
Das wurde stark vereinfacht dargestellt und etwas reißerisch das Wort digital benutzt, aber letztendlich ging es doch um etwas ganz anderes. Der Punkt war doch: Wir stellen jetzt bei der Korridorsanierung pro Strecke hunderte Signale für zig Millionen neu auf. Hätte man stattdessen einen Bruchteil des Geldes rechtzeitig in die Fahrzeugausrüstung gesteckt, hätte man sich das sparen können und wir hätten für weniger Geld moderner ausgerüstete Strecken. Auch das mag vereinfacht sein, aber da scheint mir schon etwas wares drin zu tsecken.
Aber genau das ist nicht zu Ende gedacht.
Ein Verzicht auf ortsfeste Signale bedeutet zugleich ein Einsatzverbot aller Triebfahrzeuge ohne ETCS-Ausrüstung. Eine solche Umrüstung ist eben auch sehr teuer und insbesondere bei den EVUs des Güterverkehrs mit überregionalem Einsatz wäre eine solche Aufrüstung dann zwingend.
Ich halte eine Doppelausrüstung für eine gute Lösung. Diese schließt keine Fahrzeuge aus.

Re: Die Sendung

geschrieben von: Anbeku

Datum: 28.07.26 13:19

WorldwideKreiseisenbahn schrieb:
M.E. ist es eben gerade nicht so, dass für 70 Mio € ALLE Fahrzeuge, die potentiell die Strecke nutzen könnten, ausgerüstet werden könnten, da die Ausrüstung pro Fzg auch im sechsstelligen Bereich liegen dürfte.....
Das ist ein interessanter Punkt. Für 70 Millionen Euro könnte man wohl 100 bis 200 Fahrzeuge umrüsten nach den Zahlen, die man im Netz findet u.a. Schätzung des VCD. Für Berlin - Hamburg sollte das gut reichen um alle Personenzüge, die diese Strecke nach Fahplan befahren umzurüsten, zumal viele ICEs das schon haben. Darüber hinaus dürfte die strecke damit auch günstiger zu betreiben sein. Problematisch sind die Güterzüge, die wohl gut 80% der Einzelfahrzeuge ausmachen. Da habe ich aber eh keine Ahnung wie das laufen soll.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.07.26 13:22.

Re: "Getroffene Hunde bellen"

geschrieben von: Anbeku

Datum: 28.07.26 13:31

ICE schrieb:
- Es gbt in Belgien einen Masterplan für ETCS, der 2011 beschlossen und dann konsequent umgesetzt wurde. Der Blick auf Openrailwaymap (Auswahl Leit- und Sicherheitstechnik) sagt alles. In D gibt es so etwas nicht, da herrscht "Rein aus den Kartoffeln/Raus aus den Kartoffeln".
Es gab diverse Anläufe, zumindest die Korridore zeitnah auf ETCS umzustellen. Die Srategie hat man allerdings mehrfach zwischendrin gewechselt und ist immer im Ansatz stecken geblieben.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.07.26 13:31.

Re: Vollfunktionsfähige Rückfallebene

geschrieben von: ReneRomann

Datum: 28.07.26 14:16

Anbeku schrieb:
ReneRomann schrieb:
Weil ETCS L1 LS nicht besser als die PZB ist. Damit hätte man also nur sehr hohe Ausrüstungskosten, aber keinerlei Sicherheitsgewinn.
Man hätte vielleicht das Henne-Ei Problem gelöst, wie in der Schweiz, in dem man ganze Korridore ETCS-fähig gemacht hätte und das vielleicht sogar recht zügig zu vertretbaren kosten. Damit wäre es wirtschaftlich sinnvoll, in ETCS-Fahrzeugausrüstung zu investieren, weil man braucht dann ja ggf nichts anderes mehr. Heute bestellt keiner ETCS im Fahrzeug weil es keine Strecken dafür gibt und es gibt keine Strecken, weil L2 oS nicht ohne flächendeckende Fahrzeugausrüstung geht.
Das ist kein Henne-Ei-Problem...
Schau dir mal bitte die Situation in der Schweiz (oder auch in Belgien) vor ETCS-Einführung an, was die Zugbeeinflussung anbetrifft -- das war -gelinde gesagt- absolute Katastrophe.
Dort gab es auf großen Teilen des Netzes überhaupt kein ähnlich sicheres System wie die PZB, welches eine Bremskurve überwacht hätte.
Oder schau dir Großbritannien an - AWS ist signaltechnisch nicht sicher, ATP hingegen nur auf einem kleinen Bruchteil der Strecken installiert -- da würde eine Umstellung auf L1 LS einen echten Sicherheitsgewinn bringen.

Und ETCS L1 LS macht halt -wo die PZB liegt- keinen Sinn, außer das man die -für Deutschland derzeit noch zwingend geforderte- PZB-Ausrüstung weglassen könnte, sofern alle Strecken mit L1 LS (oder besser) ausgerüstet wären.
Nur sind die Kosten für diese Ausrüstung unter dem Hintergrund, dass L1 LS keinerlei Mehrwert bringt, nicht sinnvoll investiert -- da investiert man halt lieber in die Ablöse der Stellwerke hin zu L1 FS oder L2 FS ohne Signale, weil dies mittel- bis langfristig günstiger ist, als jetzt einen Schnellschuss mit L1 LS zu machen, der bei abgängigen Stellwerken keinerlei Mehrwert aber deutliche Mehrkosten mit sich bringt.

Re: Die Sendung

geschrieben von: Traumflug

Datum: 28.07.26 22:29

Matthias Muschke schrieb:
Warum Belgien nicht als Beispiel taugt, wurde hinreichend erläutert. Warum die Schweiz ebenfalls nicht als Beispiel taugt und es trotzdem ganz anders gemacht hat, ebenso.
VDE 8 oder CH (KRM stimmt nicht mal=, sind Einzelstrecken mit absolut wenigen Fahrzeugen - daran ändert auch die Spielerei von TXL in Thüringen nichts.
Genau das ist das Problem mit der Eisenbahn in Deutschland: lauter Ausreden. Ausreden lassen sich natürlich immer finden.

Da fehlt eigentlich nur noch die Story, warum es unvermeidlich 8 Jahre braucht, um nach dem Beschluss zur Umstellung auf ETCS auch ein Gutachten zu beauftragen, wie man das in der Praxis angehen kann (siehe Ende der Reportage). Defektes Faxgerät? Verzögerte Lieferung ministeriumsgerechten Papiers? Computer hatte Fristablauf? Das konnte doch gar nicht schneller gehen!

Hätte man in diesen 8 Jahren alle neu gekauften Lokomotiven und Triebzüge schon mal mit ETCS ausgerüstet, wäre rund ein Drittel der insgesamt ~15.000 Fahrzeuge (vgl. [www.bmv.de] ) schon fit für die Zukunft. Kosten 1-2 Milliarden, für ein Bundesministerium durchaus finanzierbar.

Hallo,

die Bahn verlangt nun, dass die vor über einer Woche ausgestrahlte Doku über den Zustand der Bahn aus der ZDF Mediathek gelöscht wird:

[www.dwdl.de]

[www.bild.de]

Es werden wohl auch schon rechtliche Schritte in Betracht gezogen.

Gruß
Christian aus Lindhorst
Ja, wenn die Bahn auch nicht viel hinbekommt, aber das Verklagen können Sie immer noch sehr gut.

Das muss diese maximale Transparenz sein …

geschrieben von: Adriatic 2-6-4

Datum: 31.07.26 09:37

von der die Chefin so gerne redet. Es wäre wohl angemessen dem DB-Konzern eine qualifizierte Mehrheit in allen relevanten Gremien der Rundfunkanstalten zuzubilligen, damit solche Beiträge gar nicht erst gesendet werden.

Re: Die Sendung

geschrieben von: HSB Tw 44

Datum: 31.07.26 12:33

Traumflug schrieb:
Matthias Muschke schrieb:
Warum Belgien nicht als Beispiel taugt, wurde hinreichend erläutert. Warum die Schweiz ebenfalls nicht als Beispiel taugt und es trotzdem ganz anders gemacht hat, ebenso.
VDE 8 oder CH (KRM stimmt nicht mal=, sind Einzelstrecken mit absolut wenigen Fahrzeugen - daran ändert auch die Spielerei von TXL in Thüringen nichts.
Genau das ist das Problem mit der Eisenbahn in Deutschland: lauter Ausreden. Ausreden lassen sich natürlich immer finden.

Nein, das Problem sind angebliche Fans und angebliche Experten, die nicht einmal in der Lage sind, die Dinge sachlich zu betrachten und Reaktionen einzuordnen. Wenn alles immer nur als „Ausrede“ zählt, ist man nämlich schnell fertig mit der Reaktion, hat richtig toll ausgeteilt – und wirklich überhaupt gar nichts zur Lösung der Probleme beigetragen.

Ich bringe mal ein Beispiel: An der Situation der EIsenbahn ist Traumflug (oder bollisee oder sonstwer hier, der gerne so schreibt) Schuld!

Fertig. Mehr brauche ich nicht zu sagen. Wenn Du jetzt sagst: „aber ich kann das doch gar nicht ändern, weil…”, dann kann ich einfach antworten: „lauter Ausreden, Ausreden lassen sich natürlich immer finden!“

Merkt ihr etwas?
Das ist das unkonstruktivste, was man machen kann. Das hilft einfach überhaupt nicht.

Das heißt nicht, daß man Probleme nicht benennen sollte. Auch Probleme, die rein intern bei der DB sind, dürfen und müssen benannt werden. Aber es reicht nicht ein Blick. Man muß halt schauen, wer wofür zuständig ist – und wenn es Vorgaben des EBA oder der BNetzA gibt oder andere rechtliche Vorgaben, dann muß sich die DB daran halten und dann bringt es einfach nichts, wenn ihr dagegen jammert, wie doof die DB ist.

Da gibt es genug Beispiele für, seien es theoretisch konstruierbare Trassen (müssen vergeben werden, auch wenn man weiß, daß sie nicht fahrbar sind) oder auch Sonderlocken des EBA (was dazu führen kann, daß ein und die selbst Bauausführung nicht baubar ist durch die DB, wenn dann aber der Briefkopf einer NE drübersteht, genehmigt der gleiche Mitarbeiter diese Planung problemlso) oder auch des Ministeriums (was mich dann immer lachen läßt, wenn hier gefordert wird, der Bund solle mehr direkten Einfluß nehmen: dann wäre sehr schnell das Licht aus).

Nehmt solche Sachen doch zur Kenntnis und adressiert eure Einwendungen an die Stelle, die das jeweils überhaupt ändern kann! Alles andere bringt nämlich nichts, ist aber irgendwann nur noch nervig zu lesen.

---
Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit

Re: Das muss diese maximale Transparenz sein …

geschrieben von: HSB Tw 44

Datum: 31.07.26 12:38

Adriatic 2-6-4 schrieb:
von der die Chefin so gerne redet. Es wäre wohl angemessen dem DB-Konzern eine qualifizierte Mehrheit in allen relevanten Gremien der Rundfunkanstalten zuzubilligen, damit solche Beiträge gar nicht erst gesendet werden.
Ich finde, das ZDF sollte mal einen Beitrag machen über Deine ganzen Straftaten und was Du schon alles falsch gemacht hast.

Völlig egal, ob das stimmt, was der Beitrag enthält. Nachher in der Mediathek kann man ja immer noch drunterschreiben, daß Du eigentlich gar keine 25 Straftaten begangen hast und es einen redaktionellen Fehler gab. Dann ist ja alles okay.
Oder nicht?

Wer toller Journalist sein will, muß halt, gerade bei kritischen Beiträgen, sehr genau arbeiten. Es gab mal das Mantra von „Check, double-check, and re-check!” Das hat man hier offenkundig ausgelassen, denn uns hier sind ja einige Fehler und Ungenauigkeiten aufgefallen.
Und ja, das läßt mich dann auch an der Qualität anderer Beiträge zweifeln, bei denen ich mich nicht so gut mit dem Thema auskenne.

Aber das ist ja die Gefahr, die über das Thema hinausgeht: mehr Zweifel und damit im Extremfall sogar noch Futter für Schwurbler.
Darum ist es ja so wichtig, genau zu sein, sich niemals auf eine einzige Quelle zu berufen und sich alle Facetten anzuschauen – eben gute journalistische Arbeit.

---
Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit

Re: Das muss diese maximale Transparenz sein …

geschrieben von: gezi

Datum: 31.07.26 13:14

HSB Tw 44 schrieb:

Zitat
Es gab mal das Mantra von „Check, double-check, and re-check!” Das hat man hier offenkundig ausgelassen, denn uns hier sind ja einige Fehler und Ungenauigkeiten aufgefallen.
Hast Du die Sendung denn selbst gesehen? Oder ist Dir das tatsächlich allein deshalb offenkundig, weil andere User hier es postuliert haben - und dabei gelegentlich gleichzeitig mitgeteilt haben, sie hätten sie selbst nicht gesehen?

Im letzteren Fall würde ich meinen, Du legst an Dich selbst nicht die gleichen Maßstäbe an, deren Einhaltung Du von anderen forderst.

Viele Grüße,
gezi

Re: Das muss diese maximale Transparenz sein …

geschrieben von: HSB Tw 44

Datum: 31.07.26 15:36

gezi schrieb:
HSB Tw 44 schrieb:

Zitat
Es gab mal das Mantra von „Check, double-check, and re-check!” Das hat man hier offenkundig ausgelassen, denn uns hier sind ja einige Fehler und Ungenauigkeiten aufgefallen.
Hast Du die Sendung denn selbst gesehen? Oder ist Dir das tatsächlich allein deshalb offenkundig, weil andere User hier es postuliert haben - und dabei gelegentlich gleichzeitig mitgeteilt haben, sie hätten sie selbst nicht gesehen?

Im letzteren Fall würde ich meinen, Du legst an Dich selbst nicht die gleichen Maßstäbe an, deren Einhaltung Du von anderen forderst.

Viele Grüße,
gezi
Ich weiß gerade nicht, worauf Du mit Deiner Antwort speziell auf meinen Beitrag hinauswillst. Berücksichtige, daß ich auf einen anderen Beitrag geantwortet habe!

Zentral ist aber: ich bin kein Journalist, der mit solchen Dingen sein Geld verdient, und veröffentliche keine Beiträge im Rundfunk; alleine das ist ein Unterschied. Aus der Unabhängigkeit und der besonderen Bedeutung der journalistischen Tätigkeiten werden besondere Rechte abgeleitet; hieraus entstehen aber eben auch Pflichten.
Es ist ein Unterschied, ob ich in meiner Freizeit meine private Meinung in einem Forum kundtue oder ob ich eine journalistische Arbeit veröffentliche, die geeignet ist (und sogar darauf abzielt), die öffentliche Meinung zu beeinflussen.

Wenn nun offenkundige Fehler enthalten sind in einem Beitrag – und das war hier der Fall, denn das ZDF hat nachträglich Korrekturen angebracht und damit zugegeben, daß sie Fehler gemacht haben –, dann hat man nicht gut genug geprüft, was man veröffentlicht hat.
Das passiert heute leider ständig, bei allen Nachrichtenproduzenten, auch bei der Tagesschau, allen Sendern und allen möglichen Zeitungen. Macht es aber nicht besser oder richtiger.

--

Ein weiterer Punkt noch zur Frage des Entfernen des ZDF-Beitrages: was hier auf DSO nicht geschrieben wurde, ist die Grundlage, auf der die DB das verlangt.
Die DB beruft sich auf die BGH-Entscheidung Az. VI ZR 346/24 (https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Zivilsenate/VI_ZS/2024/VI_ZR_346-24.pdf?__blob=publicationFile&v=1?__blob=publicationFile&v=1):

Zitat:
Liegt es nahe, aus mehreren mitgeteilten Tatsachen eine bestimmte (ehrverletzende) Schlussfolgerung zu ziehen oder die entsprechende Schlussfolgerung des Verfassers nachzuvollziehen, so ist eine bewusst unvollständige Berichterstattung rechtlich wie eine unwahre Tatsachenbehauptung zu behandeln, wenn die Schlussfolgerung bei Mitteilung der verschwiegenen Tatsache weniger nahe liegend erscheint und deshalb durch das Verschweigen dieser Tatsache beim unbefangenen Durchschnittsleser ein im Kern falscher Eindruck entstehen kann

Ob das nun verfängt, bleibt einer möglichen Verhandlung vorbehalten. Es ist aber nun einmal das Recht der DB, diese mögliche Rechtsverletzung geltend zu machen.

--

Am Ende komme ich aber auf mein altes Mantra zurück: einfach auf die DB draufhauen ist zwar Mode und allgemein anerkannt, löst aber nicht die Probleme, die die DB selbst gar nicht beeinflussen kann. Das zu durchdringen, ist aber den meisten Leuten deutlich zu komplex, wie man auch hier im Forum immer wieder merkt, wo man eben die Rolle und den Einfluss von EBA, BNetzA, Bundes- und Landesministerien, Aufgabenträgern und Lobby-Vereinigungen sowie NIMBYs immer ganz gerne ignoriert und sagt „die DB ist Schuld!“
(Und ich sage es nochmal explizit: das heißt nicht, daß es nicht auch rein DB-interne Probleme geben kann, die ausschließlich dort gelöst werden müssen!)

---
Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit

Halt für autoritäre Forderungen

geschrieben von: Adriatic 2-6-4

Datum: 31.07.26 17:30

Hallo,

die Würdigung meiner persönlichen Leistungen oder auch meines Unvermögens oder gar (nicht vorhandene) strafrechtlich relevante Verfehlungen tut hier absolut nichts zur Sache. Dafür fehlt meinem Aufgabengebiet doch ein wenig die Relevanz. Wenn ich in solch einer herausgehobenen Stellung tätig wäre, wie es als Vorstand einer großen Aktiengesellschaft im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland oder als zuständiger Minister der Fall ist, müsste ich mich allerdings der öffentlichen Diskussion in den Medien stellen. Auch wenn ich mich dadurch ungerecht behandelt fühlen würde oder die vorgetragene Kritik fachlich widerlegbar wäre.


Die Freiheit der Medien ist unverzichtbar in einer offenen Gesellschaft. Ein journalistischer Beitrag muss auch nicht den Ansprüchen an eine wissenschaftliche Arbeit genügen, sondern darf durchaus pointiert eine Auffassung zu einem Thema vertreten, so wie es in der Sendung ja durchaus getan worden ist. Wenn sich in einem Beitrag die Rechte von Unternehmen oder Personen verletzt werden sollten, steht dazu das ganze Instrumentarium des Rechts und der ordentlichen Gerichtsbarkeit zu Gebote. Und in keinem Fall zu ersetzen ist die Rolle der kritischen Öffentlichkeit. Auch dieses Forum ist ein Teil dieser Öffentlichkeit.

Was in keinem Fall trägt, ist die Unsichtbarmachung unliebsamer Positionen. Das ist die Vorgehensweise autoritärer Systeme. Das gab es in diesem Lande schon zur Genüge. Das darf sich nicht noch einmal wiederholen. An dieser Stelle setze ich ein klares Haltsignal. Deshalb darf einer Forderung nach Löschung nicht entsprochen werden, bevor dies in einem rechtlichen Verfahren durchgesetzt worden ist.

Beste Grüße

adriatic 2-6-4
Hat das Palla abgesegnet gegen die Berichterstattung eines öffentlich-rechtlichen Senders rechtlich vorzugehen..? Getroffene Hunde bellen. Und manche ganz laut.
Peinlich für die DB einen ÖR wegen einer Berichterstattung so anzugehen wie es z. B. die AfD gerne macht ("Lügenpresse") wenn einem ein Bericht nicht passt.

DB/Fr. Palla/Nagl etc.: Die "Aktuelle Kamera" aus Adlershof gibt es nun mal nicht mehr im (ost-) deutschen TV. Pech gehabt. Wer zu spät kommt...

Christian aus Lindhorst schrieb:
Hallo,

die Bahn verlangt nun, dass die vor über einer Woche ausgestrahlte Doku über den Zustand der Bahn aus der ZDF Mediathek gelöscht wird:

[www.dwdl.de]

[www.bild.de]

Es werden wohl auch schon rechtliche Schritte in Betracht gezogen.
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