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Re: RLP-Landtagsfraktion wendet sich von Merz ab

geschrieben von: 74632-45

Datum: 27.07.26 23:19

Herr Schnieder hatte überhaupt kein bundesweites Profil. Höchstwahrscheinlich hatte er auch keine fachbezogenen Ideen. Er war und blieb vermutlich ein typischer CDU-Politiker aus der Provinz, einer dieser ländlichen Honoratioren, der sich ohne irgendeine fundierte Fachkompetenz aus der allerhintersten Eifel bis ins Bundesministeramt gekungelt hatte.
Als Baden-Württemberger kann ich das beurteilen, denn unser früherer Landesverkehrsminister Winfried Hermann hatte Fachkompetenz. Hermann hatte es verstanden, den Spielraum eines Verkehrsministers voll auszureizen, er hat auf der Klaviatur der Medien gespielt, er hatte einen gewaltigen Sympathievorschuss durch das Stimmvolk wegen S 21, und Ministerpräsident Winfried Kretschmann gab ihm den Raum dafür, hielt ihm den Rücken frei. Hermann hatte eine Vision von Verkehr, die von mehr Menschen im Ländle geteilt wurde, als CDU und SPD je für möglich gehalten hätten. Der Mann war als ÖPNV-Pusher einfach spitze. Seine Nachfolgerin ist für Durchschnittsbürger wie mich dagegen gar nicht wahrnehmbar, denn sie wird durch die maßgeblichen Medien (glücklicherweise, vermutlich) kaum wahrgenommen.Was ich damit meine: Verkehrspolitik und damit Bahnpolitik lebt von ambitionierten Zielen, die Schritt für Schritt erst propagiert, dann formuliert und schließlich umgesetzt werden. Die Bürger lieben sogenannte „Macher“ und die allermeisten würden den ÖPV nutzen, wenn er denn doch nur wirklich bequem zu nutzen wäre. Da müssen wir hin, das ist das Oberziel! (Bin übrigens kein Grüner, die sind mir inzwischen viel zu gutbürgerlich.)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.07.26 23:21.
Stammstrecke 4 schrieb:
Pesa Link schrieb:
Antwort auf [www.drehscheibe-online.de]

Papierfahrkarte schrieb:
Dass Merz über das Jahr 2026 hinaus Bundeskanzler bleibt, ist ja allmählich infragezustellen.
Er klebt doch sinnbildlich an seinem Stuhl, den wird er nicht ohne Weiteres räumen.
Wenn die 3 Wahlen für die CDU zum Desaster werden sollten (für die Mitregierungspartei SPD werden sie es ggf.) und in einem Bundesland, das das 1. Land ist, in dem gewählt wird, die dortige CDU über ihre Brandmauern (Betonung auf Mehrzahl) nachdenken müsste oder ggf. gar nicht mehr dazu kommen würde hier nachdenken zu müssen, könnte es für den Sauerländer "sauer" werden. "Fehlender Rückenwind aus Berlin" könnte es in Magdeburg dann in die dortigen Mikrophone am Wahlabend heißen.
Taktisch ungeschickt auch noch in der Sommerpause alles für Merz. Denn nach demr Sommer steht die 1. der 3 Wahlen an. Und zwar die kritischste für die CDU. Und dass ein Landesverband ihren Bundesvorsitzenden, der auch noch Kanzler ist, auslädt, ist mir bisher auch nicht bekannt.

Zurück zum Verkehrsministerium: Das war von Merz handwerklich schlecht gemacht. Der Neue dort geht dann als 2. Wahl dort an den Start. Die 1. Wahl hat ja per SMS abgesagt.
Dass ein Bundeskanzler ausgeladen wird, kennen wir zu genüge von seinem Vorgänger.. erinnern wir uns gar nicht mehr dran, wie der denn hieß..

Merz selbst erklärte, er gehe davon aus, dass sich die Wogen bis September wieder etwas glätten würden – und dass er dann selbstverständlich die Landtagsfraktion aus Rheinland-Pfalz sehen werde. Er bedauere die Situation sehr. Persönlich gebe es aber keine Probleme zwischen Schnieder und ihm.

https://www.deutschlandfunk.de/wegen-umgang-mit-bisherigem-bundesverkehrsminister-schnieder-cdu-landtagsfraktion-sagt-geplantes-tre-102.html

und ein hier gewiss noch bekannter Fahrgastzähler kommentierte mit,
Bei Bayern München funktioniert die D-Lösung.

und überhaupt.. im Rahmen seiner Regierungsbildung hagelte Merz sich auch etliche Absagen ein.

Ein Bundeskanzler kann nicht einfach so hinschmeißen und er ist es dann nicht mehr.
Das geht nicht, aus guten Gründen.
Wir erinnern uns an Bundeskanzler Schröder am Tag nach der verlorenen Landtagswahl 22. Mai 2005 mit seinem Getöse einer Bundestagsneuwahl.
Angela Merkel wurde am 22. November 2005 zur Bundeskanzlerin gewählt.
Im Rahmen einer Neuwahl des Bundestages wird Kanzler Merz also in diesem Jahr sein Amt nicht mehr verlieren.
Im Rahmen eines konstruktiven Misstrauensvotums ist dieses auch nicht absehbar.

Rumpöbeln und schwurbeln kann man natürlich viel..., vor allem wenn man nicht geimpft ist.. ;))

Mit Bahn hat das eh alles nichts zu tun, siehe Überschrift!

Re: RLP-Landtagsfraktion wendet sich von Merz ab

geschrieben von: Signal

Datum: 28.07.26 08:26

74632-45 schrieb:
Herr Schnieder hatte überhaupt kein bundesweites Profil. Höchstwahrscheinlich hatte er auch keine fachbezogenen Ideen. Er war und blieb vermutlich ein typischer CDU-Politiker aus der Provinz, einer dieser ländlichen Honoratioren, der sich ohne irgendeine fundierte Fachkompetenz aus der allerhintersten Eifel bis ins Bundesministeramt gekungelt hatte.
Als Baden-Württemberger kann ich das beurteilen, denn unser früherer Landesverkehrsminister Winfried Hermann hatte Fachkompetenz.
Du kannst dir "als Baden-Württemberg" ein Urteil über die Fachkompetenz von Schnieder erlauben, weil Hermann fachkompetent war? Komisch Logik.

Zunächst mal sind beide von verschiedenen Parteien. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Berührungsunkte zwischen Grün und Bahn meist größer sind als zwischen schwarz und Bahn.

Schnieder war im verkehrspolitischen Ausschuss aktiv und nach dem, was ich mitgekriegt habe, für einen Politiker seiner nicht unbedingt leidenschaftlich bahnaffinen Partei ungewöhnlich gut mit der DB und vielen eisenbahnspezifischen Themen vertraut.

Was bleibt, ist einzig: ja, ein Politiker aus der Provinz ohne bundesweites Profil. Kein "Politprofi", der sich darum kümmert, was er tun muss, um seine Karriere nicht zu gefährden. Dementsprechend finde ich dein "vermutlich hochgekungelt" eine ziemlich böse Unterstellung. Ich kenne ihn als einen der weniger Politiker, der mir nie den Eindruck machte, sich um seine "Karriere" irgendeinen Gedanken zu machen.

Gruß vom Signal

Re: RLP-Landtagsfraktion wendet sich von Merz ab

geschrieben von: bauigel

Datum: 28.07.26 08:59

Signal schrieb:
Zitat:
für einen Politiker seiner nicht unbedingt leidenschaftlich bahnaffinen Partei ungewöhnlich gut mit der DB und vielen eisenbahnspezifischen Themen vertraut.
Das spricht aber nicht für Schnieder, sondern gegen seine Partei...

Mal ganz abgesehen von seinem "Fehlstart" bei der Nachfolge von Richard Lutz, bei die schlechte Performance von Schnieder relativ wenig mit dem Wissen oder Nichtwissen bei DB-spezifischen oder eisenbahnspezifischen Themen zu tun hatte. Und da gilt eben ganz brutal: es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck...
Henrik schrieb:
Ein Bundeskanzler kann nicht einfach so hinschmeißen und er ist es dann nicht mehr.
Das geht nicht, aus guten Gründen.
Wir erinnern uns an Bundeskanzler Schröder am Tag nach der verlorenen Landtagswahl 22. Mai 2005 mit seinem Getöse einer Bundestagsneuwahl.
Angela Merkel wurde am 22. November 2005 zur Bundeskanzlerin gewählt.
Im Rahmen einer Neuwahl des Bundestages wird Kanzler Merz also in diesem Jahr sein Amt nicht mehr verlieren.
Im Rahmen eines konstruktiven Misstrauensvotums ist dieses auch nicht absehbar.
Hä?

Selbstverständlich kann ein Bundeskanzler jederzeit zurücktreten, wie jeder andere Amtsträger auch. Dann übernimmt kommissarisch der Vizekanzler, bis der Bundestag einen neuen Kanzler wählt. In der Geschichte der Bundesrepublik schon mehrfach vorgekommen.

Was Du meinst, ist der Fall, dass die ganze Bundesregierung am Ende ist und ohne Neuwahl (des Bundestages, nicht des Bundeskanzlers!) auch keine Mehrheit für eine neue Regierung absehbar. Das sehe ich im Moment aber nicht - zumindest nach außen zeigen Union und SPD eher weniger Kabbeleien als zuvor die Ampel. Die Kritik richtet sich wirklich nur gegen Merz und seine Amtsführung.
kariadsko schrieb:
Henrik schrieb:
Ein Bundeskanzler kann nicht einfach so hinschmeißen und er ist es dann nicht mehr.
Das geht nicht, aus guten Gründen.
Wir erinnern uns an Bundeskanzler Schröder am Tag nach der verlorenen Landtagswahl 22. Mai 2005 mit seinem Getöse einer Bundestagsneuwahl.
Angela Merkel wurde am 22. November 2005 zur Bundeskanzlerin gewählt.
Im Rahmen einer Neuwahl des Bundestages wird Kanzler Merz also in diesem Jahr sein Amt nicht mehr verlieren.
Im Rahmen eines konstruktiven Misstrauensvotums ist dieses auch nicht absehbar.
Hä?

Selbstverständlich kann ein Bundeskanzler jederzeit zurücktreten, wie jeder andere Amtsträger auch. Dann übernimmt kommissarisch der Vizekanzler, bis der Bundestag einen neuen Kanzler wählt. In der Geschichte der Bundesrepublik schon mehrfach vorgekommen.

Was Du meinst, ist der Fall, dass die ganze Bundesregierung am Ende ist und ohne Neuwahl (des Bundestages, nicht des Bundeskanzlers!) auch keine Mehrheit für eine neue Regierung absehbar. Das sehe ich im Moment aber nicht - zumindest nach außen zeigen Union und SPD eher weniger Kabbeleien als zuvor die Ampel. Die Kritik richtet sich wirklich nur gegen Merz und seine Amtsführung.
Ich stimme Ihnen weitgehend zu. Nur der Ablauf wenn der Bundeskanzler zurücktritt ist nach meinem Kenntnisstand etwas anders. Nach Artikel 69 Absatz 2 letzter Teilsatz endet nämlich die Amtszeit aller Minister mit jeglicher Erledigung des Amts des Kanzlers, also auch bei dessen Rücktritt. Gemäß Artikel 69 Absatz 3 hat jedoch der (zurückgetretene) Kanzler auf Ersuchen des Bundespräsidenten seine Amtsgeschäfte bis zur Ernennung (Wahl) eines Nachfolgers weiterzuführen, ein Minister dasselbe auf Ersuchen des Bundespräsidenten oder des Bundeskanzlers. Der Bundespräsident hat im Fall eines Kanzler-Rücktritts also ein Ermessen, ob er den zurückgetretenen Kanzler um Weiterführung der Geschäfte ersucht, oder den zuvor vom Kanzler gemäß Artikel 69 Absatz 1 zu seinem Stellvertreter ernannten Bundesminister mit dieser Geschäftsführung betraut.

Zu Henrik: Selbst eine Neuwahl des Bundesages und hernach eine neue Kanzlerwahl müsste innerhalb des Jahres 2026 noch leistbar sein; Willy Brandt stellte am 20. September 1972 die Vertrauensfrage, und wurde am 15. Dezember 1972 vom neugewählten Bundestag erneut zum Kanzler gewählt. (Auch ich halte allerdings das Szenario von Neuwahlen noch im Jahr 2026 für absolut unrealistisch.)


Viele Grüße

WDM

Hinweis: Alle Beiträge, welche ich hier im Forum veröffentliche, geben meine private Meinung wieder und nicht zwangsläufig die meines Arbeitgebers,
und auch nicht unbedingt die Meinung der Gesellschaft für Rationale Verkehrspolitik e.V., in deren Vorstand ich bin

Re: RLP-Landtagsfraktion wendet sich von Merz ab

geschrieben von: Signal

Datum: 28.07.26 10:35

bauigel schrieb:
Mal ganz abgesehen von seinem "Fehlstart" bei der Nachfolge von Richard Lutz, bei die schlechte Performance von Schnieder relativ wenig mit dem Wissen oder Nichtwissen bei DB-spezifischen oder eisenbahnspezifischen Themen zu tun hatte. Und da gilt eben ganz brutal: es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck...
Das Desaster bei der Personalbesetzung ist unbestritten (und wie das passieren konnte, würde mich wirklich mal interessieren, auch wenn wir es wohl nie erfahren werden), war aber nicht letzte Woche...

Gruß vom Signal

Re: RLP-Landtagsfraktion wendet sich von Merz ab

geschrieben von: WernerS

Datum: 28.07.26 10:51

Als Stuttgarter kann ich jedem Deutschen nur wünschen, so einen zuverlässigen, pünktlichen, umweltfreundlichen, preiswerten, öffentlichen SEV zu haben wie ich direkt vor meiner Haustür.

Re: RLP-Landtagsfraktion wendet sich von Merz ab

geschrieben von: bauigel

Datum: 28.07.26 11:16

Signal schrieb:
bauigel schrieb:
Mal ganz abgesehen von seinem "Fehlstart" bei der Nachfolge von Richard Lutz, bei die schlechte Performance von Schnieder relativ wenig mit dem Wissen oder Nichtwissen bei DB-spezifischen oder eisenbahnspezifischen Themen zu tun hatte. Und da gilt eben ganz brutal: es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck...
Das Desaster bei der Personalbesetzung ist unbestritten (und wie das passieren konnte, würde mich wirklich mal interessieren, auch wenn wir es wohl nie erfahren werden), war aber nicht letzte Woche...
Das war auch eher als Beispiel gedacht, dass Schnieder auch mit allgemeinen, nicht-fachlichen Kompetenzen Probleme hatte. Insbesondere bei der Kommunikation sowohl innerhalb der Regierung als auch nach außen hat es immer wieder gehapert, zuletzt auch im Zusammenhang mit der Fulda-Runde und ihren Ergebnissen - die Stimmung in der Bahnbau-Branche ist inzwischen dermaßen am Boden, dass man Andi Scheuer mit Handkuss zurücknehmen würde. Natürlich am besten wieder im Doppelpack mit Ferlemann...
kariadsko schrieb:
Selbstverständlich kann ein Bundeskanzler jederzeit zurücktreten, wie jeder andere Amtsträger auch. Dann übernimmt kommissarisch der Vizekanzler, bis der Bundestag einen neuen Kanzler wählt. In der Geschichte der Bundesrepublik schon mehrfach vorgekommen.
Wikipedia schreibt dazu:

”Der Stellvertreter ist nicht der Nachfolger des Bundeskanzlers, wenn dessen Amt endet, ohne dass ein Nachfolger ernannt ist (beispielsweise durch Rücktritt). Der Bundeskanzler ist verpflichtet, das Amt geschäftsführend weiterzuführen, wenn der Bundespräsident ihn darum ersucht. Sollte der Bundeskanzler beispielsweise verstorben sein oder andere Gründe gegen die Geschäftsführung sprechen, kann der Bundespräsident auch den Vizekanzler oder einen anderen Minister bitten.”

Soweit ich weiß hat ein Vizekanzler (im Grundgesetz wird von Stellvertreter geredet) bisher nie das Amt des Bundeskanzlers kommissarisch übernommen, sondern nur temporär einige Aufgaben (wie z.B. die Leitung einer Kabinettssitzung) und der Bundespräsident hat bisher nie einen Vizekanzler darum gebeten das Amt des Bundeskanzlers geschäftsführend zu übernehmen.

Re: Ein Autolobbyist von rechten CDU-Flügel

geschrieben von: dt8.de

Datum: 28.07.26 15:48

ICE11 schrieb:

Aber mit elektrischem Plastikspielzeug meinte ich nicht nur diese ganzen elektronischen Helferlein Nervensägen die von der EU in die Autos gezwungen werden, sondern auch das ebenfalls bereits angeklungene und sehr schön mit "Katze im Sack" umschriebene Thema Akkus. Bei einem Verbrenner weiß ich wenigstens sicher dass der Tank vom ersten bis letzten Tag immer die selbe maximale Füllmenge Sprit und somit Reichweite bietet. Beim E-Auto hingegen......da mag man mir noch so viel versprechen, dass es da "bald" Lösungen für gibt und das sei alles nicht so schlimm. Ein Bekannter ist mit einem refurbished Handy neulich in Sachen Akku ordentlich auf die Nase gefallen, trotz aller Versprechen des Händlers. Gut, dass so ein refurbished Handy dann doch billiger ist als ein refurbished E-Auto....
Bei mir Laptop-Akkus, mit denselben Rundzellen wie in E-Autos verwendet. Sowohl gebrauchte mies als auch neue überlagert. Kannst das Gerät dann wegwerfen nach einer Nutzungsdauer von ca 10 Jahren.
Gut, wenn E-Autos dann auch nicht länger halten sollen, dann mag das angehen, aber meine Verbrenner wurden bisher volljährig. Und da der Schadstoffausstoß von der Gesamlaufleistung abhängt und nicht von der Verteilung auf die Jahre, sind 150Tkm über 20 Jahre nicht umweltschädlicher als 150Tkm über 5 Jahre. Aber ein ansonsten brauchbares Auto zu verschrotten und nur wegen des Alters zu ersetzen ist mit Sicherheit umweltschädlicher.

https://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!

Re: RLP-Landtagsfraktion wendet sich von Merz ab

geschrieben von: dt8.de

Datum: 28.07.26 16:00

WernerS schrieb:
Als Stuttgarter kann ich jedem Deutschen nur wünschen, so einen zuverlässigen, pünktlichen, umweltfreundlichen, preiswerten, öffentlichen SEV zu haben wie ich direkt vor meiner Haustür.
Das hat aber nicht Herrmann zu verantworten, sonden dessen Vorgänger. Herrmann hat das nur geerbt und musste das dann mit der real existierenden Bahn umsetzen. Gegen Stimmen u.a. derjenigen, die den Job jetzt hat.

https://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!

Re: Ein Autolobbyist von rechten CDU-Flügel

geschrieben von: Betra

Datum: 28.07.26 16:27

dt8.de schrieb:
Bei mir Laptop-Akkus, mit denselben Rundzellen wie in E-Autos verwendet. Sowohl gebrauchte mies als auch neue überlagert. Kannst das Gerät dann wegwerfen nach einer Nutzungsdauer von ca 10 Jahren.
Gut, wenn E-Autos dann auch nicht länger halten sollen, dann mag das angehen, aber meine Verbrenner wurden bisher volljährig. Und da der Schadstoffausstoß von der Gesamlaufleistung abhängt und nicht von der Verteilung auf die Jahre, sind 150Tkm über 20 Jahre nicht umweltschädlicher als 150Tkm über 5 Jahre. Aber ein ansonsten brauchbares Auto zu verschrotten und nur wegen des Alters zu ersetzen ist mit Sicherheit umweltschädlicher.
Es gibt inzwischen schon eingies an zehn Jahre alten Elektroautos. Die Akkus sind meist deutlich besser als gedacht. Hier ein Skoda Enyaq mit 300.000km als Taxi. Dauereinsatz. Immer nur Schnelladen. Akku funktioniert noch, AFAIK 70%. Im Normalbetrieb mit viel "Schnarchladen" und auch nicht immer auf 100% sähe das deutlich besser aus.

Die Herstellervorgabe mag immer sein, den kompletten Akku zu tauschen. Das ist schnell unwirtschaftlich. Gebrauchtteile aus Unfallautos gibt es inzwischen reichlich und günstig. Einen weiteren Weg hast Du gerade schon quasi aufgezeigt. Der komplette Akku besteht bei vielen Fahrzeugen aus rund einem Dutzend oder auch mehr "Modulen", die ebenfalls getauscht werden können. In den Modulen stecken Zellen wie die in Deinem Laptop-Akku. Die ebenfalls getauscht werden können. Es gibt Firmen wie die EV Clinic, die solche Arbeiten fachgerecht durchführen. Ach ja, es gibt auch Verbrenner die die 150.000 km allenfalls mittels Motorüberholung im fünfstelligen Euro-Bereich erreichen.

Viele Grüße
Thomas

Re: RLP-Landtagsfraktion wendet sich von Merz ab

geschrieben von: WernerS

Datum: 28.07.26 18:22

Lohnt es sich dann überhaupt noch wählen zu gehen?

Vizekanzler

geschrieben von: Michael Sch.

Datum: 28.07.26 20:20

Manu Chao schrieb:
Soweit ich weiß hat ein Vizekanzler (im Grundgesetz wird von Stellvertreter geredet) bisher nie das Amt des Bundeskanzlers kommissarisch übernommen, sondern nur temporär einige Aufgaben (wie z.B. die Leitung einer Kabinettssitzung) und der Bundespräsident hat bisher nie einen Vizekanzler darum gebeten das Amt des Bundeskanzlers geschäftsführend zu übernehmen.

Doch, das hat es einmal gegeben: Nach dem Rücktritt von Willy Brandt am 7. Mai 1974 amtierte Walter Scheel bis zum 16. Mai 1974 als geschäftsführender Bundeskanzler.

Re: Es will uns die Papierfahrkarte sagen?

geschrieben von: ICE11

Datum: 29.07.26 08:21

Stammstrecke 4 schrieb:
Wenn die 3 Wahlen für die CDU zum Desaster werden sollten (für die Mitregierungspartei SPD werden sie es ggf.) und in einem Bundesland, das das 1. Land ist, in dem gewählt wird, die dortige CDU über ihre Brandmauern (Betonung auf Mehrzahl) nachdenken müsste oder ggf. gar nicht mehr dazu kommen würde hier nachdenken zu müssen, könnte es für den Sauerländer "sauer" werden. "Fehlender Rückenwind aus Berlin" könnte es in Magdeburg dann in die dortigen Mikrophone am Wahlabend heißen.
Im Endeffekt wird es der Union wohl nicht anders gehen als den konservativen einstigen Volksparteien in anderen europäischen Ländern, nämlich dass sie zerrissen wird zwischen den Linksliberalen und rechtsaußen und dabei ihr eigenes Profil immer mehr verwässert, wodruch sie einen Stammwähler nach dem anderen verliert.

Re: VM Schnieder bittet um Entlassung

geschrieben von: leofink

Datum: 29.07.26 10:28

gezi schrieb:
Ich weiß, es ist schwer zu akzeptieren. Aber der Eigentümer kann nicht gegen den Vorstand einer AG beliebig anordnen, seinem Willen zu folgen. Eine AG wird vom Vorstand ausschließlich im wirtschaftlichen Interesse der Gesellschaft geführt, das nicht identisch mit dem politischen, privaten oder sonstigen des Aktionäre sein muss.

Viele Grüße,
gezi
Komisch: Wie war das nochmals mit der Lancierung un damit der Zusammenführung von verschiedenen Töchtern zu InfraGO?
Stand im Koalitionsvertrag:
Deutscher Bundestag - DB InfraGO AG folgt Maßgabe des Koalitionsvertrages
Und dem Verkauf von Schenker?
Auch hier hat die Politik das gefordert!

Das wirtschaftliche Interesse und damit das Tun des Vorstandes wird von den Eigentümern, und daher vom der Gesamtheit der Aktionäre über sie Aktionärsversammlung bestimmt!
Und da es nur ein Aktionär gibt, ist auch klar, nach welcher Pfeife man tanzen muss!
Gruss Leo

Re: Es will uns die Papierfahrkarte sagen?

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 29.07.26 13:25

ICE11 schrieb:
Stammstrecke 4 schrieb:
Wenn die 3 Wahlen für die CDU zum Desaster werden sollten (für die Mitregierungspartei SPD werden sie es ggf.) und in einem Bundesland, das das 1. Land ist, in dem gewählt wird, die dortige CDU über ihre Brandmauern (Betonung auf Mehrzahl) nachdenken müsste oder ggf. gar nicht mehr dazu kommen würde hier nachdenken zu müssen, könnte es für den Sauerländer "sauer" werden. "Fehlender Rückenwind aus Berlin" könnte es in Magdeburg dann in die dortigen Mikrophone am Wahlabend heißen.
Im Endeffekt wird es der Union wohl nicht anders gehen als den konservativen einstigen Volksparteien in anderen europäischen Ländern, nämlich dass sie zerrissen wird zwischen den Linksliberalen und rechtsaußen und dabei ihr eigenes Profil immer mehr verwässert, wodurch sie einen Stammwähler nach dem anderen verliert.
Wobei man bei Linkspartei und BSW nicht von Linksliberalen sprechen kann...

Das Ausbluten der CDU/CSU erfolgt in Parteien zwischen konservativen Sozialdemokraten, Freien Wähler, Liberaldemokraten, aber auch Rechtspopulisten bis hin zu Rechtsextremen aber ebenso an den BSW.
Die SPD kennt dies schon lange - v.a. mit FDP, Linkspartei, Grüne und CDU/CSU. Aber auch hier sind Wähler an die AfD abgesprungen - v.a. aus dem ehemaligen Stammwählerklientel der Arbeiter.

Je breiter die Koalitionen sind, desto verwässerter das Profil - genau das wird aber von Parteien, wie der AfD angestrebt, um die "reine Lehre" einfordern zu können.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: Es will uns die Papierfahrkarte sagen?

geschrieben von: kariadsko

Datum: 29.07.26 13:42

ICE11 schrieb:
Im Endeffekt wird es der Union wohl nicht anders gehen als den konservativen einstigen Volksparteien in anderen europäischen Ländern, nämlich dass sie zerrissen wird zwischen den Linksliberalen und rechtsaußen und dabei ihr eigenes Profil immer mehr verwässert, wodruch sie einen Stammwähler nach dem anderen verliert.
Das ist international (Tories im UK, Les Républicains in Frankreich, GOP in den USA) immer genau dann passiert, wenn Konservative meinten, auf einen rechtspopulistischen Zug aufspringen zu müssen. Von da an ging es bergab, haben sie überall gegen das Original verloren.
Dagegen war die Wählerschaft der Merkel-CDU ziemlich stabil, auch nach 2015. Und als sie abtrat, war die AgD bei 10 Prozent, Tendenz fallend.

Re: VM Schnieder bittet um Entlassung

geschrieben von: kariadsko

Datum: 29.07.26 13:48

leofink schrieb:
Komisch: Wie war das nochmals mit der Lancierung un damit der Zusammenführung von verschiedenen Töchtern zu InfraGO?
Stand im Koalitionsvertrag:
Deutscher Bundestag - DB InfraGO AG folgt Maßgabe des Koalitionsvertrages
Und dem Verkauf von Schenker?
Auch hier hat die Politik das gefordert!

Das wirtschaftliche Interesse und damit das Tun des Vorstandes wird von den Eigentümern, und daher vom der Gesamtheit der Aktionäre über sie Aktionärsversammlung bestimmt!
Und da es nur ein Aktionär gibt, ist auch klar, nach welcher Pfeife man tanzen muss!
Komplett falsch.
Mach Dich mal mit Existenz, Funktion und Besetzung eines Aufsichtsrats vertraut.

Dass Wünsche des Eigentümers umgesetzt werden, wenn sich die übrigen AR-Vertreter nicht dagegen sperren, steht dazu nicht im Widerspruch.
Es wird nichts gemacht, was der Eigentümer nicht will. Aber es wird nicht automatisch alles gemacht, was der Eigentümer will.
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