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Hier dem ist ein Interview mit dem Anwalt des Fahrgasts aus dem Konflikt mit aus dem Zug gefallenen Sicherheitsmann:
[www.spiegel.de]

Der Fall ist demnach komplett auf Video ohne Tonspur und zeige eindeutig:
Der Fahrgast konnte sein (nachweislich vorhandenes) D-Ticket wegen leerem Akku nicht zeigen.
Vom Fahrgast ging keinerlei körperliche Gewalt aus, zu Wortwechseln könne man mangels Ton nichts sagen. Er suchte eine Möglichkeit, sein Telefon aufzuladen.
Als er sein Telefon dann dem etwa doppelt so schweren Sicherheitsmann zeigen wollte, ging dieser auf den Mann los, warf ihn zu Boden und es kam zur Ausrastung der Tür.
Der Fahrgast habe nur Abwehrreaktion gezeigt, aus der Tür gefallen ist der Sicherheitsmann als er den Fahrgast kräftig am Fuß ziehen wollte und dann abgerutscht ist.
Außerdem sei der Fahrgast nicht wegen irgendwelcher Gewalt vorbestraft, sondern nur wegen eines Falls von Widerstand gegen Polizisten, aber ohne Gewalt.

Er fordert von der Staatsanwaltschaft die Veröffentlichung des Videos, da sein Mandant Bedrohungen ausgesetzt sei, vor allem aus der bulgarischen Community (der Sicherheitsmann ist Bulgare).
Wie die Staatsanwalt zu der veröffentlichten Meinung zu dem Vorfall kam, ist ihm unverständlich. Der Richter habe sich bei der Ablehnung der Untersuchungshaft an dem Video orientiert.

Carsten
Diese Beschreibung des Ablaufs erklärt recht gut, warum der Amtsrichter keinen Haftbefehl erlassen wollte. Daß die Staatsanwaltschaft bei diesem Sachverhalt eine Beschwerde einlegt, halte ich für etwas überzogen. Da kann man nur hoffen, daß der Beschwerde nicht stattgegeben wird.
Mein DT ist zum Glück eine vom Ladezustand unabhängige Plastikkarte.
LIW schrieb:
Mein DT ist zum Glück eine vom Ladezustand unabhängige Plastikkarte.
Danke für die Info!
Danke für die Info!

Falls dies dem tatsächlichen Ablauf entsprechen sollte, hoffe ich für den Fahrgast auf breite* öffentliche Entschuldigung.

*Palla, EVG etc.
LIW schrieb:
Mein DT ist zum Glück eine vom Ladezustand unabhängige Plastikkarte.
Meins nicht.
Rodscha schrieb:
LIW schrieb:
Mein DT ist zum Glück eine vom Ladezustand unabhängige Plastikkarte.
Danke für die Info!
Immer gerne.
Damit tritt das digitale Problem nicht auf, das mich bei 120 km/h in die Nähe von entriegelten Türen bringen würde.
Danke für die Info.

Und "Ausrastung der Tür" soll heißen, dass die Tür schon einen Spalt offen stand?

Carsten Hölscher schrieb:
Hier dem ist ein Interview mit dem Anwalt des Fahrgasts aus dem Konflikt mit aus dem Zug gefallenen Sicherheitsmann:
[www.spiegel.de]

Der Fall ist demnach komplett auf Video ohne Tonspur und zeige eindeutig:
Der Fahrgast konnte sein (nachweislich vorhandenes) D-Ticket wegen leerem Akku nicht zeigen.
Vom Fahrgast ging keinerlei körperliche Gewalt aus, zu Wortwechseln könne man mangels Ton nichts sagen. Er suchte eine Möglichkeit, sein Telefon aufzuladen.
Als er sein Telefon dann dem etwa doppelt so schweren Sicherheitsmann zeigen wollte, ging dieser auf den Mann los, warf ihn zu Boden und es kam zur Ausrastung der Tür.
Der Fahrgast habe nur Abwehrreaktion gezeigt, aus der Tür gefallen ist der Sicherheitsmann als er den Fahrgast kräftig am Fuß ziehen wollte und dann abgerutscht ist.
Außerdem sei der Fahrgast nicht wegen irgendwelcher Gewalt vorbestraft, sondern nur wegen eines Falls von Widerstand gegen Polizisten, aber ohne Gewalt.

Er fordert von der Staatsanwaltschaft die Veröffentlichung des Videos, da sein Mandant Bedrohungen ausgesetzt sei, vor allem aus der bulgarischen Community (der Sicherheitsmann ist Bulgare).
Wie die Staatsanwalt zu der veröffentlichten Meinung zu dem Vorfall kam, ist ihm unverständlich. Der Richter habe sich bei der Ablehnung der Untersuchungshaft an dem Video orientiert.

Carsten

Warum nur geht es immer um die Person?

geschrieben von: olek

Datum: 24.07.26 07:48

Und, bei kaum einem Beitrag hier darum, wie eine Türe sich während der fahrt soweit öffnet, das eine Person aus dem fahrenden Zug gestürzt ist?
Müßte im 1000% Vollkasko- Staat nicht diese Baureihe sofort stillgelegt werden?
Ja, natürlich ist das ein extrem ärgerlicher Vorfall für alle Beteiligten, Klar.
Aber, hat hier nicht die Technik des Fahrzeuges versagt? Seit wann läßt sich eine Tür während der Fahrt so weit öffnen das eine Person zu Schaden kommt?
?????
MFG

"Willst du ein Leben streng nach Plan..fahre niemals Eisenbahn!"
Hallo,

mein erster Gedanke war auch, dass das EBA bestimmt erstmal alle Züge dieses Typs aus dem Verkehr ziehen dürfte, bis das mit der Tür geklärt ist. Wäre in meinem Einzugsgebiet der ENNO, der solche Fahrzeuge fährt. Und es wundert mich auch, dass da in der Richtung noch nichts passiert ist. Selbst wenn der Mann da "mit Schmackes" gegen die Tür geflogen ist, dann darf die doch nicht einfach so aufgehen.

Es gab doch vor einigen Monaten mal einen Fall mit einem Talent ("Hamster"), da ist während der Fahrt eine Tür von ganz alleine während der Fahrt abgerissen und weggeflogen. Auch da war das EBA verdächtig still.

Gruß
Christian aus Lindhorst

Re: Das frage ich mich auch schon von Anfang an

geschrieben von: Schienenknecht

Datum: 24.07.26 08:28

Hallo,
kaum wollte ich fragen, ob bei der BEU überhaupt noch jemand ist,
fand ich glatt drei abgeschlossene Berichte.
Die Frage ist, ob die herausgefallenen Türen von den EVU als schwerwiegende Vorfälle gemeldet worden sind?

Antworten hierzu erwarte ich nicht.



Grüße aus Berlin
Schienenknecht


Re: Das frage ich mich auch schon von Anfang an

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 24.07.26 08:36

Schienenknecht schrieb:
kaum wollte ich fragen, ob bei der BEU überhaupt noch jemand ist,
Die BEU hat den betroffenen Triebwagen am Dienstag begutachtet.

Re: Das frage ich mich auch schon von Anfang an

geschrieben von: S-DT8

Datum: 24.07.26 08:42

Schienenknecht schrieb:
Die Frage ist, ob die herausgefallenen Türen von den EVU als schwerwiegende Vorfälle gemeldet worden sind?

Antworten hierzu erwarte ich nicht.

Dann lies bitte das Folgende nicht.

Die herausgefallene Hamster-Tür in Mannheim letztes Jahr ist in der Liste meldepflichtiger Ereignisse der BEU enthalten.

520,09.03.2025 14:41,Hp Mannheim-SAP-Arena/Maimarkt,19277,Am 09.03.2025 gegen 14:41 Uhr kollidierte in Fahrtrichtung rechts der linke Türflügel der Fahrgastraumtür 22 des DPN 19277 mit der Bahnsteigkante des Bahnsteigs 2 des Haltepunktes (Hp) Mannheim-SAP-Arena/Maimarkt.,Kollision,Südwestdeutsche Verkehrs-AG (SWEG),,,,Baden-Württemberg,4000,"4,1"

Quelle: [fragdenstaat.de]

Re: Das frage ich mich auch schon von Anfang an

geschrieben von: Schienenknecht

Datum: 24.07.26 08:52

Danke für die Informationen!

Vielleicht sollte die BEU auch das Prinzip, "tue Gutes und Rede darüber" anwenden.
Dies würde ihre Arbeit transparenter machen.

Antworten erwarte ich nicht, bedeutet, dass ich mir keine E-Mails dazu schicken lasse.



Grüße aus Berlin
Schienenknecht


Re: Warum nur geht es immer um die Person?

geschrieben von: dt8.de

Datum: 24.07.26 08:55

olek schrieb:
Und, bei kaum einem Beitrag hier darum, wie eine Türe sich während der fahrt soweit öffnet, das eine Person aus dem fahrenden Zug gestürzt ist?
Müßte im 1000% Vollkasko- Staat nicht diese Baureihe sofort stillgelegt werden?
Ja, natürlich ist das ein extrem ärgerlicher Vorfall für alle Beteiligten, Klar.
Aber, hat hier nicht die Technik des Fahrzeuges versagt? Seit wann läßt sich eine Tür während der Fahrt so weit öffnen das eine Person zu Schaden kommt?
?????
MFG
Laut der Beschreibung des Videos hat der Sicherheitsmann den Fahrgast mit solcher Wucht gegen die Türe geschleudert, dass sich die untere Verriegelung der Türe gelöst hat. Im weiteren Verlauf sei der Sicherheitsmann dann, nachdem der Fahrgast sich befreien konnte, durch seine eigene Wucht gegen die Türe gefallen und durch den Spalt unten wie durch eine Briefkastenklappe herausgefallen.

Teil-OT: nachdem mir am Wochenende von einem vertrauenswürdigen Bekannten zwei Vorfälle beschrieben wurden, wo ZUBs auch ihn des Zuges verwiesen haben, weil er nicht innerhalb von 30 Sekunden den Fahrschein zur Hand hatte und die ZUBs anschließend kein Interesse mehr am nachträglich vorgezeigten Fahrschein hatten und trotz Fahrscheins auf dem Verweis aus dem Zug bestanden, bin ich durchaus geneigt, der Schilderung des Videos zu glauben. Das fand übrigens im gleichen Regionalbereich um Heidelberg statt.

https://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.07.26 08:59.

Re: Das frage ich mich auch schon von Anfang an

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 24.07.26 08:58

Christian aus Lindhorst schrieb:
Hallo,

mein erster Gedanke war auch, dass das EBA bestimmt erstmal alle Züge dieses Typs aus dem Verkehr ziehen dürfte, bis das mit der Tür geklärt ist. Wäre in meinem Einzugsgebiet der ENNO, der solche Fahrzeuge fährt. Und es wundert mich auch, dass da in der Richtung noch nichts passiert ist. Selbst wenn der Mann da "mit Schmackes" gegen die Tür geflogen ist, dann darf die doch nicht einfach so aufgehen.

Es gab doch vor einigen Monaten mal einen Fall mit einem Talent ("Hamster"), da ist während der Fahrt eine Tür von ganz alleine während der Fahrt abgerissen und weggeflogen. Auch da war das EBA verdächtig still.
Moin.

Wir erinnern uns dann allerdings bitte auch noch dn fie Tür des Ice3 (403/406), welche sich auf der KRM verselbstständigte und/oder an den Ice4, dessen Tür es aus der Verankerung schob ...

Grüsse, Krischan.

"Mich über Dinge aufregen, die mich ärgern, regt mich zusätzlich auf, weil es mich im Grunde ärgert, dass es mich aufregt!"

(Unbekannt)





Re: Warum nur geht es immer um die Person?

geschrieben von: Max__Mustermann

Datum: 24.07.26 09:50

dt8.de schrieb:
Im weiteren Verlauf sei der Sicherheitsmann dann, nachdem der Fahrgast sich befreien konnte, durch seine eigene Wucht gegen die Türe gefallen und durch den Spalt unten wie durch eine Briefkastenklappe herausgefallen.
Irgendwie kann ich mir das nach wie vor nicht bildlich vorstellen. Der Beschreibung nach war der Security ein richtiger Kasten. Wie soll gerade der durch einen kleinen Spalt/Schlitz hindurchpassen?
LIW schrieb:
Mein DT ist zum Glück eine vom Ladezustand unabhängige Plastikkarte.
Mein DT ist zum Glück eine von vergessenen Portemonnaies unabhängige App.

Re: Warum nur geht es immer um die Person?

geschrieben von: dt8.de

Datum: 24.07.26 09:56

Max__Mustermann schrieb:
dt8.de schrieb:
Im weiteren Verlauf sei der Sicherheitsmann dann, nachdem der Fahrgast sich befreien konnte, durch seine eigene Wucht gegen die Türe gefallen und durch den Spalt unten wie durch eine Briefkastenklappe herausgefallen.
Irgendwie kann ich mir das nach wie vor nicht bildlich vorstellen. Der Beschreibung nach war der Security ein richtiger Kasten. Wie soll gerade der durch einen kleinen Spalt/Schlitz hindurchpassen?
Wenn die Türe nur noch oben festhängt, dann kann sie unten schon ausschwenken wie eine Briefkastenklappe. So wurde es geschildert vom Anwalt, der das Video gesehen hat.

https://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!
Zum Glück gibt es dieses Video, es wird dem beschuldigten Fahrgast viele Jahre Knast ersparen.

Bildbeiträge über England
... und den Sicherheitsdiensten und Gewerkschaftsfunktionären hoffentlich mindestens eine Nachschulung ermöglichen .....



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.07.26 10:11.

Re: Warum nur geht es immer um die Person?

geschrieben von: ICE11

Datum: 24.07.26 10:24

dt8.de schrieb:
Wenn die Türe nur noch oben festhängt, dann kann sie unten schon ausschwenken wie eine Briefkastenklappe. So wurde es geschildert vom Anwalt, der das Video gesehen hat.
Ich denke da nur an die Türen bei den 643.2 auf der NRW-RB20. Wenn in einem der beiden Tunnel zwischen Eilendorf und Stolberg - und das passiert da durchaus öfters - ein RE in voller Fahrt entgegen kommt, kann man deutlich sehen wie die Türen im Talent einen kurzen Ruck nach außen machen.
Also wenn es sich so zugetragen hat, dann wird das am Ende echt grandiose Werbung für den öffentlichen Nahverkehr. Du hast Dein Ticket nicht sofort parat. Aber anstatt dass man dir ein EBE in die Hand drückt und die Sache im Nachgang klärt, wirst Du von der Security vermöbelt bis einer aus dem Zug rausfällt...
Hallo!

Was mich wundert:

Kontrolliert auf dieser Linie DB Sicherheit die Fahrkarten?
Dachte im Regio Netz Karlsruhe (Karlstuhe - Heilbronn, Karlsruhe - Bühl etc. )fahren ganz normale KINs mit.

Eure
Anna

Komisch

geschrieben von: Pesa Link

Datum: 24.07.26 10:54

dass das EBA die ganzen betroffenden Baureihen nicht stillgelegt hat.

Sonst ist man ja immer sehr schnell bei sowas

Viele Grüße aus EMRS
Moritz




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.07.26 11:20.
Anna11 schrieb:
Hallo!

Was mich wundert:

Kontrolliert auf dieser Linie DB Sicherheit die Fahrkarten?
Dachte im Regio Netz Karlsruhe (Karlstuhe - Heilbronn, Karlsruhe - Bühl etc. )fahren ganz normale KINs mit.
Der KIN hat die Security geholt, um den Fahrgast des Zuges zu verweisen. Als dieser dann mit dem (neu geladenen?) Handy auf den Security (der KIN war schon weg) zuging, hat dieser das als Angriff gewertet und den Fahrgast angefangen anzugreifen.

https://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!
Ein Papierausdruck wäre ja zu einfach. Und dann noch unabhängig von Akkustrom. Wo kämen wir denn da hin?

https://s20.directupload.net/images/230725/9wwv4nfs.jpg
Ich habe es nicht verifiziert, aber die KI spukt diese Vorfälle aus:

- 2006 Großbritannien Class 222 Meridian (222 009) Bombardier Transportation Eine Außentür öffnete sich während der Fahrt nahe Desborough. Die RAIB untersuchte den Fall ausführlich. Ursache war eine Verkettung aus fehlerhaftem Türverriegelungsschalter, Softwareproblem und nicht korrekt eingerasteter Verriegelung.
- 2010 Deutschland ICE 3 Siemens ICE-Tür bei Montabaur
- 2012 Deutschland Bombardier Talent 2 (BR 442) Bombardier / später Alstom Bei Talent-2-Fahrzeugen gab es Türprobleme und Beanstandungen im Zusammenhang mit Türkomponenten. Die Fahrzeuge hatten damals ohnehin erhebliche technische Anlaufprobleme. (Ein konkreter Fall einer geöffneten Tür während der Fahrt ist in der öffentlichen Dokumentation weniger eindeutig als bei Desborough.)
- 2023 Deutschland (Sachsen, nach Berichten aus Eisenbahnkreisen) Talent 2 (BR 442) Bombardier / später Alstom Es gab Berichte über eine während der Fahrt geöffnete Tür bzw. ein Türproblem. Eine öffentlich zugängliche vollständige Unfalluntersuchung mit technischer Ursache ist mir dazu nicht bekannt.
- 2024 Dänemark DSB IR4 / Litra ER ABB Scandia Tür öffnete sich während der Fahrt. Ursache: Nach Wartungsarbeiten waren Komponenten der Verriegelung nicht korrekt eingestellt; die Tür galt als verriegelt, hatte aber nicht die vorgesehene Haltekraft.
- 2025 Deutschland Talent 2 (BR 442), SWEG RE 10b Mannheim–Heidelberg Bombardier / später Alstom Türflügel riss während der Fahrt ab. Laut Bundespolizei war ein technischer Defekt die Ursache: Eine Tür war zuvor durch einen blockierenden Fahrgast beschädigt worden, danach stand der Türflügel ab und wurde später durch die Fahrtkräfte herausgerissen.
- 2026 Deutschland Alstom Coradia (genauer Typ noch zu klären) Alstom Bei der Fahrt zwischen Offenburg und Karlsruhe entstand eine Öffnung im Türbereich; ein DB-Sicherheitsmitarbeiter stürzte aus dem Zug. Die technische Ursache ist noch Gegenstand der Untersuchung.

Ja, es ist klar, dass KI oft irgendwas erzählt. Aber für eine schnelle Zusammenfassung von solchen Fällen ist sie doch von Nutzen. Wenn jemand etwas hinzuzufügen hat oder eine Falschinfo erkennt, bitte gerne ergänzen.

Der Name Bombardier kommt in der Aufzählung häufiger vor. Heißt heute anders, aber jetzt kommt eben Alstom als Nachfolger hinzu.

Und die Frage, ob hier ein strukturelles Problem der Baureihe vorliegt, scheint wohl einige hier zu beschäftigen, ich schließe mich an. Was mich auch beschäftigt, sind es wirklich immer nur die Fahrgäste. Ich lasse mich gerne von Fakten überzeugen. Der Anwalt des Fahrgast erhebt da ja gewaltige Vorwürfe. Da stehen jetzt zwei völlig verschiedene Versionen im Raum. Jetzt hoffen wir mal, dass die Staatsanwaltschaft neutral ermittelt und eine schlüssige Version von der Gewaltaktion und dem echten Verursacher präsentiert.

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: TLS

Datum: 24.07.26 12:35

ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Ein Papierausdruck wäre ja zu einfach. Und dann noch unabhängig von Akkustrom. Wo kämen wir denn da hin?
Handy regelmäßig laden bevor man in den Zug steigt und die Karte nur digital hat, wäre zu viel verlangt.
Ist schön, dass du noch die Papierkarte willst, ich bin mit App und digitaler Fahr- und Flugkarte bisher super gefahren/geflogen.
ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Ein Papierausdruck wäre ja zu einfach. Und dann noch unabhängig von Akkustrom. Wo kämen wir denn da hin?

Ähm, ja, wir leben im 21. Jahrhundert...

Gruß
Christian aus Lindhorst
TLS schrieb:
ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Ein Papierausdruck wäre ja zu einfach. Und dann noch unabhängig von Akkustrom. Wo kämen wir denn da hin?
Handy regelmäßig laden bevor man in den Zug steigt und die Karte nur digital hat, wäre zu viel verlangt.

Ja das ist zu viel verlangt, schließlich gehört ein geladener Akku nicht zu den Beförderungsbedingungen.
Die DB zwingt dem Kunden schließlich ihren Willen auf.
Hallo,

die Bedingungen des DT kommen nicht von der DB.
Das Handy ist kein Eigentum der DB, sie hat keinen Zugriff drauf. Also ist der Nutzer selbst dafür verantwortlich
Im Übrigen muss man nicht das Handy für die Fahrkarte nutzen (von einigen Ausnahmen beim Jobticket abgesehen), es gibt für das DT auch Chipkarten. Die muss der Nutzer nur wollen.

Aber in der Vollkasko-Welt muss man den Leuten wohl alles nachtragen. Nur gut, dass die Köpfe angewachsen sind.

Viele Grüße
V 100 098

Re: Warum nur geht es immer um die Person?

geschrieben von: JumpUp

Datum: 24.07.26 13:32

Insofern man sich ausweisen kann: Was soll dieses "aus dem Zug werfen"? Es sollte doch zunächst eine Fahrpreisnacherhebung ausgestellt werden, so dass man solche Fälle im Nachgang klären kann.
dt8.de schrieb:
olek schrieb:
Und, bei kaum einem Beitrag hier darum, wie eine Türe sich während der fahrt soweit öffnet, das eine Person aus dem fahrenden Zug gestürzt ist?
Müßte im 1000% Vollkasko- Staat nicht diese Baureihe sofort stillgelegt werden?
Ja, natürlich ist das ein extrem ärgerlicher Vorfall für alle Beteiligten, Klar.
Aber, hat hier nicht die Technik des Fahrzeuges versagt? Seit wann läßt sich eine Tür während der Fahrt so weit öffnen das eine Person zu Schaden kommt?
?????
MFG
Laut der Beschreibung des Videos hat der Sicherheitsmann den Fahrgast mit solcher Wucht gegen die Türe geschleudert, dass sich die untere Verriegelung der Türe gelöst hat. Im weiteren Verlauf sei der Sicherheitsmann dann, nachdem der Fahrgast sich befreien konnte, durch seine eigene Wucht gegen die Türe gefallen und durch den Spalt unten wie durch eine Briefkastenklappe herausgefallen.

Teil-OT: nachdem mir am Wochenende von einem vertrauenswürdigen Bekannten zwei Vorfälle beschrieben wurden, wo ZUBs auch ihn des Zuges verwiesen haben, weil er nicht innerhalb von 30 Sekunden den Fahrschein zur Hand hatte und die ZUBs anschließend kein Interesse mehr am nachträglich vorgezeigten Fahrschein hatten und trotz Fahrscheins auf dem Verweis aus dem Zug bestanden, bin ich durchaus geneigt, der Schilderung des Videos zu glauben. Das fand übrigens im gleichen Regionalbereich um Heidelberg statt.

Welches Händy?

geschrieben von: ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn

Datum: 24.07.26 13:35

Wenn die DieBahnBAHN AG mir ein störungsfreies Fahrkartengerät liefert, können wir gern darüber reden. Ansonsten nehme ich ihr Barrierefreiheitsversprechen beim Wort und erwarte, barrierefrei am Schienenverkehr teilnehmen zu können, ohne dabei meine privaten Daten verschenken zu müssen. Alternativ können wir auch das Inklusionsversprechen nehmen. Ein Unternehmen, das in seiner Werbung bei jeder Gelegenheit Linientreue demonstriert und vor jeder politisch korrekten Minderheit in vorauseilenden Gehorsam auf die Knie fällt, wird natürlich unglaubwürdig, wenn politisch missliebige Minderheiten dabei ausgespart bleiben.

https://s20.directupload.net/images/230725/9wwv4nfs.jpg

Re: Welches Händy?

geschrieben von: LoneStarr27

Datum: 24.07.26 13:51

ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Ansonsten nehme ich ihr Barrierefreiheitsversprechen beim Wort und erwarte, barrierefrei am Schienenverkehr teilnehmen zu können, ohne dabei meine privaten Daten verschenken zu müssen.
Dann sei auch selbst so konsequent und nimm an diesem Diskurs nur über den Weg eines schriftlichen Leserbriefs an die DS- Redaktion teil. Das Briefporto liegt, glaub ich, aktuell noch bei 0,95 €.

Anderes Thema.

geschrieben von: ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn

Datum: 24.07.26 13:57

Es geht in diesem Beitragsbaum aber nicht um Redaktionszuschriften, sondern um den Entgeltnachweis zur Personenbeförderung im Schienenverkehr. Den Unterschied kennst du sicher.

Wenn der neue Computer und der Internetanschluss mir persönlich zahlreiche Vorteile bieten, beschaffe ich sie mir. Wenn die Abhängigkeit des Zugfahrens von Mobilfunkgeräten mir hingegen nur Nachteile abverlangt und in diesem Fall zum Tod eines Mitmenschen beiträgt, der mit normalen Fahrkarten wahrscheinlich noch leben würde, verweigere ich mich dem.

https://s20.directupload.net/images/230725/9wwv4nfs.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.07.26 14:00.
V 100 098 schrieb:
Aber in der Vollkasko-Welt muss man den Leuten wohl alles nachtragen. Nur gut, dass die Köpfe angewachsen sind.


Hallo,

Was soll dieser Unsinn?
Die DB versucht in allen Bereichen ihren Willen dem Kunden aufzudrücken, nicht nur das DT , Bahncard usw. , was hat das mit Vollkasko zu tun, wenn ich unterwegs mein Handy
nicht laden kann?
Hast du schon mal diese tolle Wireless Ladestation zum Beispiel im Mireo benutzt? , da hast du in einer Stunde 1% im Akku geladen.
Und selbst beim Auslesen gibt es immer wieder Probleme bei DB, Länderbahn,MRB,und im Stadtverkehr.Und das sich Sicherheits Mitarbeiter der DB immer wieder nicht benehmen können wäre nicht der erste Fall, nicht umsonst hat der Haftrichter den angeblichen Täter nicht in U Haft genommen.
Rbd Berlin schrieb:
TLS schrieb:
ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Ein Papierausdruck wäre ja zu einfach. Und dann noch unabhängig von Akkustrom. Wo kämen wir denn da hin?
Handy regelmäßig laden bevor man in den Zug steigt und die Karte nur digital hat, wäre zu viel verlangt.

Ja das ist zu viel verlangt, schließlich gehört ein geladener Akku nicht zu den Beförderungsbedingungen.
Die DB zwingt dem Kunden schließlich ihren Willen auf.

Re: Anderes Thema.

geschrieben von: Rbd Berlin

Datum: 24.07.26 14:22

ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Es geht in diesem Beitragsbaum aber nicht um Redaktionszuschriften, sondern um den Entgeltnachweis zur Personenbeförderung im Schienenverkehr. Den Unterschied kennst du sicher.

Wenn der neue Computer und der Internetanschluss mir persönlich zahlreiche Vorteile bieten, beschaffe ich sie mir. Wenn die Abhängigkeit des Zugfahrens von Mobilfunkgeräten mir hingegen nur Nachteile abverlangt und in diesem Fall zum Tod eines Mitmenschen beiträgt, der mit normalen Fahrkarten wahrscheinlich noch leben würde, verweigere ich mich dem.
Genau so ist es.
Ich habe keine Lust mich erst bei der DB zu registrieren um mit dem Zug fahren zu können.
Der Laden bekommt nix auf die Reihe, aber den Kunden seinen Willen aufdrücken.
Ja genau und deshalb gibt es immer wieder Probleme beim Auslesen bei der DB Länderbahn MRB, ich habe das Handy Ticket seit der Einführung des D Ticket.
Da wird mit einmal ein Alter angezeigt von über 260 Jahren,oder Räumliche und zeitlich nicht gültig.Oder die Lesegeräte der Unternehmen haben Probleme überhaupt zu Lesen.Immer wieder eine Wundertüte diese Technik, ich verstehe das da einfach ein Papierfahrschein mehr beruhigt.Als das Gefühl was kommt jetzt. Und da bin ich schon froh das D Ticket nicht bei der DB zu haben, ich kann mein D Ticket auch offline Aufrufen wenn die Netz Verbindung wieder mal erbärmlich ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.07.26 14:31.
Hallo,
falls jemand die Liste importieren will: Die Codierung (code page) ist "DOS/OS2-850". Die Fehlfunktionen bei den Türen gehören zu zwei verschiedenen Konstruktionen:
- Druckdichte einflügelige Türen mit mehrfacher Verriegelung (ICE),
- Schwenkschiebetüren (zweiflügelig) mit ohne mittige Verriegelung.
Dokumentiert ist das Versagen der ICE-Tür, bei der von 3 Verrieglungspunkten nur der obere im Eingriff war (2 Fehler). Schwenkschiebetüren sind nicht mehr sicher geschlossen, wenn die untere Verriegelung versagt (1 Fehler). Warten wir mal, was der Untersuchungsbericht dazu sagt.
Radbeule.
Stell Dir vor, auch der DB Navigator kann das DT (und alle anderen darüber gekauften Tickets) Offline anzeigen. Man muss nur einmal zum Beginn der Geltungsdauer das neue Ticket laden.

Seltsamerweise geht der Akku nie aus, wenn man Facebook, TikTok, ... nutzt - nur bei der Fahrscheinkontrolle ist der Akku plötzlich leer ...

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: LIW

Datum: 24.07.26 15:33

Einfach Steckdosen einbauen, dann kann man nachladen.
Zum einen sind in den meisten aktuellen Fahrzeugen Steckdosen zum Laden verfügbar (wenn auch nicht immer an allen Plätzen - dann kann man nett fragen), auf der anderen Seite muss man dann ja sein Ladegerät mitschleppen - und das geht laut DSO überhaupt nicht, ebenso wenig wie das Mitführen einer Powerbank ...

Bei den allermeisten Fahrgästen draußen ist das kein Problem ...

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: LIW

Datum: 24.07.26 15:43

Wenn Strom gebraucht wird, muss man ihn liefern.
Apps..

Das Glück mit der App war das Verhängnis.

Wenn ich meine Plastikarte vergesse kann ich immer noch auf der Homepage meines Verküfers den gültigen Vertrag aufrufen.

Grüssle Uwe

Re: Warum nur geht es immer um die Person?

geschrieben von: dt8.de

Datum: 24.07.26 15:57

JumpUp schrieb:
Insofern man sich ausweisen kann: Was soll dieses "aus dem Zug werfen"? Es sollte doch zunächst eine Fahrpreisnacherhebung ausgestellt werden, so dass man solche Fälle im Nachgang klären kann.
dt8.de schrieb:
olek schrieb:
Und, bei kaum einem Beitrag hier darum, wie eine Türe sich während der fahrt soweit öffnet, das eine Person aus dem fahrenden Zug gestürzt ist?
Müßte im 1000% Vollkasko- Staat nicht diese Baureihe sofort stillgelegt werden?
Ja, natürlich ist das ein extrem ärgerlicher Vorfall für alle Beteiligten, Klar.
Aber, hat hier nicht die Technik des Fahrzeuges versagt? Seit wann läßt sich eine Tür während der Fahrt so weit öffnen das eine Person zu Schaden kommt?
?????
MFG
Laut der Beschreibung des Videos hat der Sicherheitsmann den Fahrgast mit solcher Wucht gegen die Türe geschleudert, dass sich die untere Verriegelung der Türe gelöst hat. Im weiteren Verlauf sei der Sicherheitsmann dann, nachdem der Fahrgast sich befreien konnte, durch seine eigene Wucht gegen die Türe gefallen und durch den Spalt unten wie durch eine Briefkastenklappe herausgefallen.

Teil-OT: nachdem mir am Wochenende von einem vertrauenswürdigen Bekannten zwei Vorfälle beschrieben wurden, wo ZUBs auch ihn des Zuges verwiesen haben, weil er nicht innerhalb von 30 Sekunden den Fahrschein zur Hand hatte und die ZUBs anschließend kein Interesse mehr am nachträglich vorgezeigten Fahrschein hatten und trotz Fahrscheins auf dem Verweis aus dem Zug bestanden, bin ich durchaus geneigt, der Schilderung des Videos zu glauben. Das fand übrigens im gleichen Regionalbereich um Heidelberg statt.
Wie gesagt, Ticket war vorhanden. Es hat nur zu lange gedauert

https://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: dt8.de

Datum: 24.07.26 16:20

V 100 098 schrieb:
Seltsamerweise geht der Akku nie aus, wenn man Facebook, TikTok, ... nutzt - nur bei der Fahrscheinkontrolle ist der Akku plötzlich leer ...
Bist du dir da sicher? So oft, wie ich schon nach einer Powerbank gefragt wurde -inzwischen öfter als Zigaretten

https://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!

Gewalttätiges Sicherheitspersonal.

geschrieben von: Gonzenheimer

Datum: 24.07.26 16:25

Der Vorfall erinnert mich an eine Fahrt mit der Frankfurter S-Bahn vor Jahren, bei dem schwarze Sheriffs einen pöbelnden Betrunkenen mit Gewalt aus dem Zug gezerrt haben. Ich habe meine Beobachtungen mit einer Führungskraft der Deutschen Bahn geteilt. Wenig später wurden die schwarzen Sheriffs gegen DB-Sicherheitspersonal ausgetauscht; das brutale Vorgehen war wohl kein Einzelfall.

Das wirft die Frage auf, ob es DB-Sicherheitsleute waren oder Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes. "Bulgarische Türstehertypen" spricht für letzteres.

Sicherheitsleute dürfen übrigens außer in einer Notwehrsituation keine Gewalt anwenden. Ansonsten ist Gewalt der Polizei vorbehalten.
Antwort auf [www.drehscheibe-online.de]

V 100 098 schrieb:
auf der anderen Seite muss man dann ja sein Ladegerät mitschleppen - und das geht laut DSO überhaupt nicht, ebenso wenig wie das Mitführen einer Powerbank ...
Dann bin ich wohl kein typischer DSO User, denn ich habe meine Powerbank und mein Ladekabel immer dabei ;-)

Viele Grüße aus EMRS
Moritz

Risiken als Fahrgast

geschrieben von: Adriatic 2-6-4

Datum: 24.07.26 17:00

Hallo,

ich frage mich, welche Möglichkeiten Fahrgästen zur Verfügung stehen würden, wenn das im Ursprungsbeitrag erwähnte entlastende Material oder zumindest Aussagen von Zeug:innen nicht verfügbar wäre. Üblicher Weise treten Sicherheitspersonale nicht einzeln in Erscheinung. Damit besteht schon ein nicht unerhebliches Risiko einer falschen Anschuldigung. Bodycams und Überwachungskameras in Fahrzeugen sind nicht in der Verfügungsgewalt von Fahrgästen, sondern sind erst einmal nur dem Verkehrsunternehmen zugänglich. Ich sehe für Fahrgäste ein zunehmendes Risiko, ihr ordnungsgemäßes Verhalten zu belegen, wenn Zug- oder Sicherheitspersonal bei ihrer Tätigkeit Fehlverhalten zeigen. Und das scheint aktuell und in der Vergangenheit nicht selten vor zu kommen

Beste Grüße

adriatic 2-6-4

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: dt8.de

Datum: 24.07.26 17:02

Pesa Link schrieb:
Antwort auf [www.drehscheibe-online.de]

V 100 098 schrieb:
auf der anderen Seite muss man dann ja sein Ladegerät mitschleppen - und das geht laut DSO überhaupt nicht, ebenso wenig wie das Mitführen einer Powerbank ...
Dann bin ich wohl kein typischer DSO User, denn ich habe meine Powerbank und mein Ladekabel immer dabei ;-)
Es muss nicht der Akku leer sein. Bei mir hat die App vom Verkehrsbetrieb omal einfach die Logindaten vergessen. Neuanmeldung dann erst wieder zuhause, man hat ja nicht alle Passwörter dabei.

https://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!
Der Haftrichter hat nur getan, was der Staatsanwalt hätte tun sollen.
Kurt der König schrieb:
Und selbst beim Auslesen gibt es immer wieder Probleme bei DB, Länderbahn,MRB,und im Stadtverkehr.Und das sich Sicherheits Mitarbeiter der DB immer wieder nicht benehmen können wäre nicht der erste Fall, nicht umsonst hat der Haftrichter den angeblichen Täter nicht in U Haft genommen.
Rbd Berlin schrieb:
TLS schrieb:
ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Ein Papierausdruck wäre ja zu einfach. Und dann noch unabhängig von Akkustrom. Wo kämen wir denn da hin?
Handy regelmäßig laden bevor man in den Zug steigt und die Karte nur digital hat, wäre zu viel verlangt.

Ja das ist zu viel verlangt, schließlich gehört ein geladener Akku nicht zu den Beförderungsbedingungen.
Die DB zwingt dem Kunden schließlich ihren Willen auf.

Re: Risiken als Fahrgast

geschrieben von: MD 612

Datum: 24.07.26 17:10

Adriatic 2-6-4 schrieb:
Bodycams und Überwachungskameras in Fahrzeugen sind nicht in der Verfügungsgewalt von Fahrgästen, sondern sind erst einmal nur dem Verkehrsunternehmen zugänglich.
Die Aufnahmen von Bodycams und Überwachungskameras sind nicht in der Verfügungsgewalt der Verkehrsunternehmen. Sie werden im Regelfall 72 Stunden vor Ort (auf einem Recorder im Fahrzeug bzw. in der Bodycam / deren Basisstation) gespeichert, nach Straftaten von der Bundespolizei von dort gesichert und von den Ermittlungsbehörden ausgewertet. Weder die Unternehmen noch die mit Bodycams ausgerüsteten Mitarbeiter haben Zugriff auf die Aufnahmen, sie können die weder ansehen noch löschen.

Adriatic 2-6-4 schrieb:
Ich sehe für Fahrgäste ein zunehmendes Risiko, ihr ordnungsgemäßes Verhalten zu belegen
Nicht der Fahrgast muss sein ordnungsgemäßes Verhalten belegen, man muss ihm die Tat zweifelsfrei nachweisen. Darüber entscheidet nicht irgendwer, sondern die Gerichte. Oftmals entscheidend sind ja auch gesicherte Spuren, die genaue Darstellung von Verletzungen usw.

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell
Was ich auch nicht verstehe, warum die StA laut darüber nachdenkt oder vielleicht inzwischen auch nachdachte, Beschwerde einzulegen. Der Staatsanwalt muss das Video doch auch kennen. Vielleicht hat auch, nachdem in der Presse stand, dass die Beschwerde einlegen wollen, irgendjemand vom Amtsgericht (Präsident) nach Sichtung bei der Staatsanwaltschaft angerufen und gebeten, sich das gut zu überlegen. Manchmal braucht man einen externen Anstoß um von einem Irrweg abzukommen.

Übrigens wird mir auch klar, warum nur ganz kurz von einem Schwarzfahrer die Rede war.

Re: Anderes Thema.

geschrieben von: Thrax

Datum: 24.07.26 17:12

Rbd Berlin schrieb:
ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Es geht in diesem Beitragsbaum aber nicht um Redaktionszuschriften, sondern um den Entgeltnachweis zur Personenbeförderung im Schienenverkehr. Den Unterschied kennst du sicher.

Wenn der neue Computer und der Internetanschluss mir persönlich zahlreiche Vorteile bieten, beschaffe ich sie mir. Wenn die Abhängigkeit des Zugfahrens von Mobilfunkgeräten mir hingegen nur Nachteile abverlangt und in diesem Fall zum Tod eines Mitmenschen beiträgt, der mit normalen Fahrkarten wahrscheinlich noch leben würde, verweigere ich mich dem.
Genau so ist es.
Ich habe keine Lust mich erst bei der DB zu registrieren um mit dem Zug fahren zu können.
Der Laden bekommt nix auf die Reihe, aber den Kunden seinen Willen aufdrücken.
Dann bleibt halt in Eurer Höhle, macht ein Feuer mit dem Feuerstein, bratet Euch ein Mammut und haltet die nicht auf, die Dinge gerne einfach haben. Wie z.B. in London eine Kreditkarte an den Oyster-Leser halten oder in Dänemark durch einen Swipe eine Fahrkarte für 3 zu kaufen. Diggi, ey... 🙄

Gruß
Thrax
V 100 098 schrieb:
Zum einen sind in den meisten aktuellen Fahrzeugen Steckdosen zum Laden verfügbar
Schon mal in einem ICE4 mitgefahren? Da ist ohne Schukosteckeradapter nix!

LG Bruno

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: LIW

Datum: 24.07.26 18:25

Sollen doch die Kontrolleure eine Powerbank mitführen, falls jemand sein durch die Bahn erzwungenes Gerät sonst nicht in Gang kriegt zur Kontrolle. Nicht "alle Fahrgäste" müssen sich anpassen, die Bahn muss es.

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: MD 612

Datum: 24.07.26 18:26

LIW schrieb:
... durch die Bahn erzwungenes Gerät...
Welches Gerät ist durch die Bahn erzwungen?

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Du irrst dich.

geschrieben von: ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn

Datum: 24.07.26 18:43

Als Anhänger der Inklusion und der Gleichheit vor dem Gesetz habe ich keineswegs die Absicht, mich in eine Höhle zu exkludieren, sondern wohne in einem netten, gepflegten Häuschen. Welche Errungenschaften moderner Technik ich wann und wo benutze, entscheiden aber nicht andere, sondern ich. Wenn jemand beabsichtigt, damit in meiner Privatsphäre herumzuschnüffeln, dann soll er das Zeug behalten. Wir sind hier nicht in der Volksrepublik China.

https://s20.directupload.net/images/230725/9wwv4nfs.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.07.26 18:49.

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: LIW

Datum: 24.07.26 19:20

MD 612 schrieb:
LIW schrieb:
... durch die Bahn erzwungenes Gerät...
Welches Gerät ist durch die Bahn erzwungen?
Na das fällt dir auch noch ein.
Alles in Möglichform - abwarten was das Urteil ergeben soll.

Da war wieder, wie bei dem Fall Gill Ofarim gegen den Hotelmitarbeiter aus Leipzig eine kollektive Vorverurteilung dabei. Klingt erst mal gut. Betroffenheit und hier war ja angeblich ein Judenstern an einer Kette im Spiel. War er nicht. Da hatten dann, als die Lüge heraus kam, die wenigsten Politiker und Vorverurteiler, die vorschnell auf Mainstream machten und vorverurteilt hatten die Größe sich für ihr Verhalten zu entschuldigen.
Frau Prien war einige der wenigen, die das öffentlich gemacht haben.
Der Hotelmitarbeiter hat(te) das Glück, dass das angefeindete Hotel in Leipzig sich an die Regel der Unschuldsvermutung gehalten hat.

Und hier bei DSO haben in den geschlossenen Threads zu dem Fall auf der Zugfahrt nach KA ja auch einige voll auf den Fahrgast verbal eingeschlagen und ihn vorverurteilt. Hat ja wieder ins Raster gepasst. Böser Fahrgast gegen Bahnmitarbeiter. Da ist klar wer der Schuldige sein muss. Dass das Gerichte zu entscheiden haben, Nebensache.
Bei einem Angeklagten und Verdächtigen gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die gesetzliche Unschuldsvermutung. Das vergessen einige. Auch hier bei DSO. Frau Palla hat das auch ignoriert. Und schon, dass kein Haftbefehl ausgestellt wurde, hätte einige DSO-Laienscharfrichter etwas sensibel machen können.
Noch ist das ein Rechtsstaat. Also das Urteil abwarten. Dann sich ein Urteil anhand des ausgesprochenen Urteils bilden, wenn dieses rechtskräftig ist.

Aber ich vermute, dass es gar nicht, so das mit dem Video stimmen sollte, nicht zu einem Urteil kommen könnte und das Verfahren eingestellt werden könnte. Und auch dann wäre der Angeklagte per Gesetz zu recht unschuldig. Und wenn das so kommen sollte, sollte man eine öffentliche Entschuldigung der Bahn (hier Palla etc. ) und aller eifrig vorverurteilenden Personen erwarten dürfen. Schon aus Anstand.
Auch wenn sie kaum kommen wird, da sehr viele die Größe nicht haben.

Und bei dem oben genannten Fall hat ein Musiker (ich muss gestehen ich kannte den bis dahin gar nicht) das Leben eines anderen Menschen durch einen falschen Vorwurf zerstört. Betroffene Politiker, Verbände, Kirchen etc. haben das dann mit ihren Vorurteilen gefüttert.
Der Sängerhat immerhin den Mut gehabt, sich im Dschungelcamp dem DSO Dschungelgerichtshof zu stellen.

gastronomie1916 schrieb:
Danke für die Info!

Falls dies dem tatsächlichen Ablauf entsprechen sollte, hoffe ich für den Fahrgast auf breite* öffentliche Entschuldigung.

*Palla, EVG etc.
Danke für den Beitrag. Eieiei. Das hätte man auch gleich veröffentlichen können, bevor man sagt, ein Fahrgast hätte ein Bahnmitarbeiter angegriffen. Zudem, es hätte ja eine Möglichkeit gegeben, das DT später vorzuzeigen, wenn das Handy geladen ist. Nun ist der Aktionismus der DB da. Kein Alkohol auf Bahnhöfen, aber in Zügen ist es, bis auf wenige Ausnahmen, weiterhin erlaubt. Aber gegen ein komplettes Alkoholverbot in Zügen spricht auch, wenn man nur mal mit einem Prosecco anstoßen will oder man bewusst die Bahn benutzt, weil man was getrunken hat und nicht mehr Auto fahren kann. Ein Alkoholverbot würde ich eher selektiv verhängen, wenn es sich um Fußballzüge oder Demo-Züge handelt oder man damit rechnen muss, dass für manche Zugverbindungen bewusst von Fußball-Fans/Demoveranstaltungen benutzt werden. Es ist auf jeden Fall eine Gradwanderung.

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: MD 612

Datum: 24.07.26 20:26

LIW schrieb:
MD 612 schrieb:
LIW schrieb:
... durch die Bahn erzwungenes Gerät...
Welches Gerät ist durch die Bahn erzwungen?
Na das fällt dir auch noch ein.
Da kann mir nichts einfallen, weil von der Bahn kein Gerät erzwungen wird. Er weiß das auch, aber es geht ihm wieder darum einen auf Krawall machen...

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell
Radbeule schrieb:
Hallo,
falls jemand die Liste importieren will: Die Codierung (code page) ist "DOS/OS2-850". Die Fehlfunktionen bei den Türen gehören zu zwei verschiedenen Konstruktionen:
- Druckdichte einflügelige Türen mit mehrfacher Verriegelung (ICE),
- Schwenkschiebetüren (zweiflügelig) mit ohne mittige Verriegelung.
Dokumentiert ist das Versagen der ICE-Tür, bei der von 3 Verrieglungspunkten nur der obere im Eingriff war (2 Fehler). Schwenkschiebetüren sind nicht mehr sicher geschlossen, wenn die untere Verriegelung versagt (1 Fehler). Warten wir mal, was der Untersuchungsbericht dazu sagt.
Radbeule.
Wo soll denn diese untere Verriegelung sein? Die Coradia Continental besitzen eine Bode BIDS mit Übertotpunktverriegelung im Riemenantrieb und einer Zusatzverrieglung an den seitlichen Drehsäulen. Das mittig unten angeordnete Führungselement wurde mittlerweile weggespart, sodass dort auch der schwächste Punkt bei mechanischer Krafteinwirkung ist. Die Übertotpunktverriegelung funktioniert nur solange wie die Krafteinwirkung zur Überschreitung des Totpunktes nicht erreicht wurde.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.07.26 21:17.
Christian aus Lindhorst schrieb:
Ähm, ja, wir leben im 21. Jahrhundert...
Hallo Christian,
ja, aber dann sollte im 21. Jhd. auf allen Bahnstrecken irgendwie auch Internet verfügbar sein (entweder per WLAN oder von außen per Mobilfunk) und bei längeren Fahrten im Fernverkehrsersatzregionalexpress optimalerweise auch Strom ;-)

Ich kenne da genügend Löcher, nicht nur in Obervogelgesang™...

Mit vielen Grüßen,

Auch eine Nicht-"Vollbahn" kann voll sein, und eine "Kleinbahn" nicht klein ;-)
trambahngondoliere

Weiterer Artikel mit weiteren Details

geschrieben von: Carsten Hölscher

Datum: 24.07.26 22:12

Weiterer Artikel mit weiteren Details, dieses Mal nicht vom Anwalt, sondern vom Gericht mit praktisch gleicher Sicht des Videos:

[www.spiegel.de]

Der Kollege und der KIN hätten versucht, den Sicherheitsmann von seinem rabiaten Vorgehen abzuhalten.

Carsten
Stammstrecke 4 schrieb:
Und hier bei DSO haben in den geschlossenen Threads zu dem Fall auf der Zugfahrt nach KA ja auch einige voll auf den Fahrgast verbal eingeschlagen und ihn vorverurteilt.

Nicht nur hier. Die einschlägig bekannten Gewerkschaften haben ja auch lautstark Strafrechtsverschärfung gefordert (für was genau eigentlich?) Bin mal gespannt, ob da Rückzieher kommen.

Wo ist denn dieser Thread falsch abgebogen?

geschrieben von: mov

Datum: 24.07.26 22:24

Erst behaupten einige Stellen ein Missbetragen des Mitfahrenden, dann behauptet dessen Seite ein erhebliches Fehlverhalten der anderen Seite. Und immer -- immer, immer, immer -- blöken alle mit im Chor, ohne zu merken, dass sie schon wieder eine parteiische Verlautbarung gelesen haben? Unschön.

Natürlich ist weiterhin von einem Fehlverhalten des mutmaßlich Alkoholisierten auszugehen. Er konnte oder wollte kein Ticket vorzeigen, und das ist eben regelwidrig. Selbst schuld, wer solche Handytickets erwirbt (oder Onlinetickets, und dann ist kein Netz da -- die Probleme, die früher oder später auftreten müssen, sind ja absehbar). Daraufhin wurde die Bahnsicherheit dazugerufen -- das passiert nicht, und zwar meiner Erfahrung nach wirklich nie, wenn man sich regelkonform und sozial verhält. Gut, vielleicht stand die gerade eine Tür weiter und ist selbst aktiv geworden, aber selbst dann muss dem etwas Unübliches vorausgegangen sein. Also ein »unruly passenger« allem Anschein nach durchaus -- auch wenn ein Anwalt dieses Bild öffentlichkeitswirksam zum Vorbildlichen hin verzerren möchte.

Dass die Bahnsicherheit nicht allzu professionell gehandelt hat, kennen wir tatsächlich zur Genüge -- in beide Extreme: entweder sie sind übertrieben aggressiv, oder sie tun alles dafür, um ihren Job nicht machen zu müssen, gehen Problemen um jeden Preis aus dem Weg und lassen Fahrgäste alleine. Ich selbst beobachte letzteres deutlich häufiger, habe aber auch schon Beispiele erlebt, in der die Bahnsicherheit zumindest mal grenzwertig forsch war. Damit ist für mich Hauptindiz dafür, dass man dort tatsächlich die Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt haben könnte, dass Amtsträger offenbar Einwände gegen eine einseitige Schuldzuweisung geltend gemacht haben.

Und damit isses wie immer: so richtige, hundertprozentige Musterknaben kann man da lange suchen. (Wahrscheinlich -- dies lese zumindest ich da raus.) Keine Überraschung also. Mich überrascht nur, wie hier von einer Seite, die ohne Innehalten übernommen wurde, zur anderen Seite gesprungen wird, schon wieder ohne Innehalten und Hinterfragen. Irgendwann muss man doch mal tief durchatmen, sich den Schaum vorm Mund abwischen und den Prozess der eigenen Urteilsbildung hinterfragen. (Und zwar fast egal, worum es gerade thematisch geht.)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.07.26 22:25.

Re: Wo ist denn dieser Thread falsch abgebogen?

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 24.07.26 22:39

mov schrieb:
Natürlich ist weiterhin von einem Fehlverhalten des mutmaßlich Alkoholisierten auszugehen. Er konnte oder wollte kein Ticket vorzeigen, und das ist eben regelwidrig. Selbst schuld, wer solche Handytickets erwirbt (oder Onlinetickets, und dann ist kein Netz da -- die Probleme, die früher oder später auftreten müssen, sind ja absehbar). Daraufhin wurde die Bahnsicherheit dazugerufen -- das passiert nicht, und zwar meiner Erfahrung nach wirklich nie, wenn man sich regelkonform und sozial verhält. Gut, vielleicht stand die gerade eine Tür weiter und ist selbst aktiv geworden, aber selbst dann muss dem etwas Unübliches vorausgegangen sein. Also ein »unruly passenger« allem Anschein nach durchaus -- auch wenn ein Anwalt dieses Bild öffentlichkeitswirksam zum Vorbildlichen hin verzerren möchte. [...]

Und damit isses wie immer: so richtige, hundertprozentige Musterknaben kann man da lange suchen. (Wahrscheinlich -- dies lese zumindest ich da raus.) Keine Überraschung also. Mich überrascht nur, wie hier von einer Seite, die ohne Innehalten übernommen wurde, zur anderen Seite gesprungen wird, schon wieder ohne Innehalten und Hinterfragen. Irgendwann muss man doch mal tief durchatmen, sich den Schaum vorm Mund abwischen und den Prozess der eigenen Urteilsbildung hinterfragen. (Und zwar fast egal, worum es gerade thematisch geht.)

Du merkst nicht, dass du dir selbst ganz gewaltig widersprichst? Es ist schon bemerkenswert, von was du aus alles meinst, dass man davon ausgehen müsse. Lässt sehr tief blicken.

Re: Wo ist denn dieser Thread falsch abgebogen?

geschrieben von: GP4Flo

Datum: 24.07.26 22:40

Toller Beitrag, danke mov.

Ich bin froh, dass unser Rechtssystem offenbar gut funktioniert und nicht auf vorschnelle Vorverurteilungen von Presse, Öffentlichkeit und Politik anspringt.

Bedenklich finde ich jedoch die erwähnte Selbstjustiz „der bulgarischen Community“. Das erinnert mich an den Flugzeugabsturz am Bodensee vor einigen Jahren, in dessen Folge der verantwortliche Fluglotse ermordet wurde. Hoffentlich schreiten Polizei und Justiz diesmal rechtzeitig ein.
Das schockierende an diesem Fall ist, dass es jedem von uns passieren kann dass der Akku ausgeht oder das Handy gerade kein Internet zum Laden des Deutschlandticket-Matrixcodes hat.

Re: Gewalttätiges Sicherheitspersonal.

geschrieben von: scfc

Datum: 25.07.26 06:44

Das ist falsch; natürlich kann man sein Hausrecht auch mit Gewalt durchsetzen – das ist bei der Bahn nicht anders als in der eigenen Wohnung und eben gerade die „Notwehrsituation“.

Re: Gewalttätiges Sicherheitspersonal.

geschrieben von: LIW

Datum: 25.07.26 06:57

Nein man kann sein Hausrecht nicht mit Gewalt durchsetzen als Bahn. Schon gar nicht, wenn ein Kunde aus technischen Gründen ein vorhandenes Ticket einfach nicht sofort vorzeigen kann. Warum der Fahrgast überhaupt körperlich attackiert wurde, ist noch sehr rätselhaft. Normalerweise werden doch höchstens die Daten notiert, wozu also die Gewalt?
MD 612 schrieb:
LIW schrieb:
MD 612 schrieb:
LIW schrieb:
... durch die Bahn erzwungenes Gerät...
Welches Gerät ist durch die Bahn erzwungen?
Na das fällt dir auch noch ein.
Da kann mir nichts einfallen, weil von der Bahn kein Gerät erzwungen wird. Er weiß das auch, aber es geht ihm wieder darum einen auf Krawall machen...
Esn gibt den direkten Zwang - der liegt hier nicht vor - oder den indirekt subtilen, bei dem man einfach den Schmerzpegel der Alternativen immer mehr erhöht, den sehe ich durchaus.

Re: Anderes Thema.

geschrieben von: 702

Datum: 25.07.26 07:34

Zitat:
Dann bleibt halt in Eurer Höhle, macht ein Feuer mit dem Feuerstein, bratet Euch ein Mammut und haltet die nicht auf, die Dinge gerne einfach haben. Wie z.B. in London eine Kreditkarte an den Oyster-Leser halten oder in Dänemark durch einen Swipe eine Fahrkarte für 3 zu kaufen. Diggi, ey... 🙄

Gruß
Thrax
Hm, für zwei Minderjährige extra zwei Prepaid Kreditkarte anzuschaffen, die man eigentlich für nichts braucht außer ale paar Jahre mal in London U-Bahn zu fahren, weil das System zu doof ist mehrere Tickets auf einer Karte zu erfassen, ist eine Vereinfachung?

Okay alles klar!

Liebe Grüße
Werner

Mein Inhaltsverzeichnis
https://reflex.at/~Werner.Rochlitz/signatur.jpg
Ich bin nicht gegen Digitalisierung - ich möchte nur das sie mein Leben vereinfacht, ohne das ich finanziell und intellektuell in Vorleistung gehe!

Re: Gewalttätiges Sicherheitspersonal.

geschrieben von: dt8.de

Datum: 25.07.26 07:46

scfc schrieb:
Das ist falsch; natürlich kann man sein Hausrecht auch mit Gewalt durchsetzen – das ist bei der Bahn nicht anders als in der eigenen Wohnung und eben gerade die „Notwehrsituation“.
Es muss angemessen bleiben. Das war hier sicher nicht mehr gegeben.

https://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!

Re: Gewalttätiges Sicherheitspersonal.

geschrieben von: Pendelschaltrolle

Datum: 25.07.26 08:03

Hallo in die Runde,
ich selbst habe eine Chipkarte,aber bei der Bahn ist das auch nicht sicher.Vor längerer Zeit konnte die Karte vom Lesegerät einer DB Mitarbeiterin nicht gelesen werden.Die Karte konnte aber die Tage und Wochen davor und auch am selben Abend danach von allen anderen Geräten(Provinzbusse,anderen Bahnen, Straßenbahnkontroleuren)gelesen werden.Trotzdem von der unfähigen Bahnmitarbeiterin,die wohl mit Ihrem Gerät nicht umgehen konnte, Fahrpreisnacherhebung, folgender E-mail Briefwechsel,Rückerstattung usw.,hat viel Zeit gekostet. Wie in fast allen Dingen-seit 1994 hat sich die Bahn zu einem Drecksladen entwickelt,den möglichtst wenig nutze und allen davon abrate.(habe seit 75 Führerschein,aber bis 94 kein Auto,seit dem so oft wie möglich Vermeidung der DB(nur der),weiterhin NV mit örtlichen Unternehmen.

Re: Gewalttätiges Sicherheitspersonal.

geschrieben von: Dortmundriver

Datum: 25.07.26 09:00

Pendelschaltrolle schrieb:
Hallo in die Runde,
ich selbst habe eine Chipkarte,aber bei der Bahn ist das auch nicht sicher.Vor längerer Zeit konnte die Karte vom Lesegerät einer DB Mitarbeiterin nicht gelesen werden.Die Karte konnte aber die Tage und Wochen davor und auch am selben Abend danach von allen anderen Geräten(Provinzbusse,anderen Bahnen, Straßenbahnkontroleuren)gelesen werden.Trotzdem von der unfähigen Bahnmitarbeiterin,die wohl mit Ihrem Gerät nicht umgehen konnte, Fahrpreisnacherhebung, folgender E-mail Briefwechsel,Rückerstattung usw.,hat viel Zeit gekostet. Wie in fast allen Dingen-seit 1994 hat sich die Bahn zu einem Drecksladen entwickelt,den möglichtst wenig nutze und allen davon abrate.(habe seit 75 Führerschein,aber bis 94 kein Auto,seit dem so oft wie möglich Vermeidung der DB(nur der),weiterhin NV mit örtlichen Unternehmen.
Nach genau 5 mal selben Theaters (die Chipkarten könnten von der Rheinbahn Bei der DB aus irgendeinem Grund oft nicht gelesen werden) hatte ich die Faxen dicke und habe das D-Ticket bis heute auf Onlineticket umgestellt.

Bis heute hat es aber der VRR oder deren VU's nicht geschafft, genügend "richtige Blankokarten" zu beschaffen.

Re: Gewalttätiges Sicherheitspersonal.

geschrieben von: LIW

Datum: 25.07.26 09:04

Normalerweise müsste doch jede Nahverkehrsfirma eine Datenbank ihrer Kunden haben, die man auch aus der Ferne abfragen kann? Dann reicht der Personalausweis und man braucht gar kein vorzeigbares Ticket mehr. Schließlich geht es nur darum, ob man bezahlt hat, nicht um Fahrkarten oder deren virtuelle Ausgaben, die wiederum von anderen Geräten abhängig sind.

Re: Gewalttätiges Sicherheitspersonal.

geschrieben von: J-C

Datum: 25.07.26 09:21

Sowas hatte ich in Tschechien, wo partout meine Debitkarte, auf der meine Zeitkarte vom Verkehrsverbund lag, bei der ČD nicht erkannt wurde. Im Bus und den „Fahrkartenautomaten“ aber schon.

Ich hab ja das nachweisen können, nebst Aufruf der Webseite, die bestätigt, dass ich dieses Ticket habe.

Also hat er mir geraten, im Kundencenter mich darum zu kümmern. Das tat ich und wählte als neuen Träger einen Schlüsselanhänger mit RFId-Chip, was seither problemlos funktionierte.

In meinem Fall konnte der Zugbegleiter aber auch selbst am Gerät anhand meiner Daten die gültige Zeitkarte finden.

Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Re: Gewalttätiges Sicherheitspersonal.

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 25.07.26 10:59

scfc schrieb:
Das ist falsch; natürlich kann man sein Hausrecht auch mit Gewalt durchsetzen – das ist bei der Bahn nicht anders als in der eigenen Wohnung und eben gerade die „Notwehrsituation“.

Und dieses Hausrecht berechtigt zu genau was in einem fahrenden Zug? Sicher nicht, eine Schlägerei anzufangen.

Tja nun, da wird das vermeintliche Opfer wohl noch ein Strafprozess erwarten.
"Mein DT ist zum Glück eine von vergessenen Portemonnaies unabhängige App."

Wer sein Portemonnaie vergisst, der kann auch seine Äpp vergessen...

Mit Gruß vom Lüfter
Mscr1 schrieb:
Das schockierende an diesem Fall ist, dass es jedem von uns passieren kann dass der Akku ausgeht oder das Handy gerade kein Internet zum Laden des Deutschlandticket-Matrixcodes hat.
Ja jedem von uns kann das Handy aus gehen. Aber hätte der Sicherheitsmann bei einem Deutschen sofort mit Gewalt reagiert?
Patrick Lyca schrieb:
Mscr1 schrieb:
Das schockierende an diesem Fall ist, dass es jedem von uns passieren kann dass der Akku ausgeht oder das Handy gerade kein Internet zum Laden des Deutschlandticket-Matrixcodes hat.
Ja jedem von uns kann das Handy aus gehen. Aber hätte der Sicherheitsmann bei einem Deutschen sofort mit Gewalt reagiert?
Der Fahrgast war übrigens ein 36-jähriger Deutscher. Allerdings nach Angaben des eigenen Anwalts stark betrunken.

Gruß
X73900

P.S.: Ich hoffe mal, ein in DB-Zügen tätiger Sicherheitsmann macht Gewalttätigkeit nicht von der Nationalität des Fahrgasts abhängig.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.07.26 11:33.
Mscr1 schrieb:
Das schockierende an diesem Fall ist, dass es jedem von uns passieren kann dass der Akku ausgeht oder das Handy gerade kein Internet zum Laden des Deutschlandticket-Matrixcodes hat.
Es wurde in dieser Diskussion schon erwähnt: zum Anzeigen eines Handytickets bedarf es keiner aktiven Internetverbindung. Und wenn ich sehe, dass der Akku zur Neige geht und ich kein Ladegerät dabei habe, dann muss ich eben mit dem verbliebenen Strom haushalten und kann nicht bis zur letzten Minute rumdaddeln. Erinnert irgendwie an die Mär von den Autos, bei denen immer genau auf dem Bahnübergang der Motor ausgeht.
Ein Akku kann direkt versagen und sogar schlagartig ausgehen, Herr Experte.

Re: Gewalttätiges Sicherheitspersonal.

geschrieben von: Papierfahrkarte

Datum: 25.07.26 12:50

kaufhalle schrieb:
Tja nun, da wird das vermeintliche Opfer wohl noch ein Strafprozess erwarten.
Mit den gesundheitlichen Beeinträchtigungen dürfte er schon genug gestraft sein.

https://s20.directupload.net/images/user/240419/iwstugpl.jpg

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: MD 612

Datum: 25.07.26 13:05

km_erl1963 schrieb:
Esn gibt den direkten Zwang - der liegt hier nicht vor - oder den indirekt subtilen, bei dem man einfach den Schmerzpegel der Alternativen immer mehr erhöht, den sehe ich durchaus.
Man kann es indirekten Zwang nennen, ich würde eher dahin tendieren, dass man als Unternehmen seine Kunden von den Vorteilen des Onlineangebotes in seiner Gesamtheit überzeugen möchte. Da geht es ja nicht nur um Ticketbuchung, sondern auch um unkompliziertes Umbuchen im Falle von Fahrplanänderungen, um Informationen unterwegs bis hin zur Information über Ersatzreservierungen (inklusive neuer Platznummern) bei Einsatz anderer Fahrzeugtypen sowie einer genial einfachen Geltendmachung von Erstattungsansprüchen im Rahmen der Fahrgastrechte. Ich hatte letztens am Dienstag Abend zwei Anträge über das Nutzerkonto bei bahn.de eingereicht, der eine war schon am nächsten Mittag (17 Stunden nach Absenden es Antrages!) positiv beschieden, der zweite zwei Tage später, das Geld beider Fälle war drei Tage nach Einreichen der Anträge auf dem Konto. Schaff das mal mit einem analogen Papierantrag...

Oder auch, als Unternehmen geht man mit der Zeit. Wenn heute schon über 80% der Fahrgäste die Online-Angebote der Bahn nutzen, dann besteht keine Notwendigkeit mehr, jedes Sonderangebot zwingend auch in Papierform im Reisezentrum oder am Automaten zu verkaufen. Zumal damit höhere Vertriebskosten verbunden sind, die auf die vergünstigten Ticketpreise durchschlagen würden. Das Grundangebot gibt es ja nach wie vor analog. Werfen wir einen Blick in das reale Leben außerhalb der Bahn, so werden wir feststellen, dass mittlerweile viele Unternehmen vieler Branchen bestimmte Angebote nur vorhalten, wenn sie vom Kunden auf digitalem Weg eingefordert werden. Kaufland, Rewe, Lidl, McDonald, Tankstellen, überall scheint das kein Problem zu sein, nur der DSO-Forist kann (im Gegensatz zu den normalen Kunden der Bahn) nicht damit umgehen...

LIW schrieb:
Ein Akku kann direkt versagen und sogar schlagartig ausgehen, Herr Experte.
Ganz seltener Einzelfall, den in der Realität wahrscheinlich noch kein Fahrgast erlebt hat, der sich der Verantwortung über den Lade- und Betriebszustand seines Handys bewusst ist, weil er es ohnehin auch für andere Anwendungen nutzt. Wer will schon sein Notfall-Telefon unterwegs als betriebsunfähig erleben, wenn er es im Notfall braucht.

Auch schon erlebt: Fahrgast kommt mit der Ausrede, dass gerade jetzt unmittelbar vor der Ticketkontrolle sein Akku versagt habe. Schaffnerin bietet ihre Powerbank an, um das Handy zu aktivieren und das Ticket vorzeigen zu können. Ergebnis, der Akku hatte noch 80%, ein Ticket gab es nicht...

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Re: Wo ist denn dieser Thread falsch abgebogen?

geschrieben von: benzor

Datum: 25.07.26 13:08

Blöd nur das das Gericht als die unparteiische Instanz es ja genauso sieht oder?
mov schrieb:
Erst behaupten einige Stellen ein Missbetragen des Mitfahrenden, dann behauptet dessen Seite ein erhebliches Fehlverhalten der anderen Seite. Und immer -- immer, immer, immer -- blöken alle mit im Chor, ohne zu merken, dass sie schon wieder eine parteiische Verlautbarung gelesen haben? Unschön.

Natürlich ist weiterhin von einem Fehlverhalten des mutmaßlich Alkoholisierten auszugehen. Er konnte oder wollte kein Ticket vorzeigen, und das ist eben regelwidrig. Selbst schuld, wer solche Handytickets erwirbt (oder Onlinetickets, und dann ist kein Netz da -- die Probleme, die früher oder später auftreten müssen, sind ja absehbar). Daraufhin wurde die Bahnsicherheit dazugerufen -- das passiert nicht, und zwar meiner Erfahrung nach wirklich nie, wenn man sich regelkonform und sozial verhält. Gut, vielleicht stand die gerade eine Tür weiter und ist selbst aktiv geworden, aber selbst dann muss dem etwas Unübliches vorausgegangen sein. Also ein »unruly passenger« allem Anschein nach durchaus -- auch wenn ein Anwalt dieses Bild öffentlichkeitswirksam zum Vorbildlichen hin verzerren möchte.

Dass die Bahnsicherheit nicht allzu professionell gehandelt hat, kennen wir tatsächlich zur Genüge -- in beide Extreme: entweder sie sind übertrieben aggressiv, oder sie tun alles dafür, um ihren Job nicht machen zu müssen, gehen Problemen um jeden Preis aus dem Weg und lassen Fahrgäste alleine. Ich selbst beobachte letzteres deutlich häufiger, habe aber auch schon Beispiele erlebt, in der die Bahnsicherheit zumindest mal grenzwertig forsch war. Damit ist für mich Hauptindiz dafür, dass man dort tatsächlich die Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt haben könnte, dass Amtsträger offenbar Einwände gegen eine einseitige Schuldzuweisung geltend gemacht haben.

Und damit isses wie immer: so richtige, hundertprozentige Musterknaben kann man da lange suchen. (Wahrscheinlich -- dies lese zumindest ich da raus.) Keine Überraschung also. Mich überrascht nur, wie hier von einer Seite, die ohne Innehalten übernommen wurde, zur anderen Seite gesprungen wird, schon wieder ohne Innehalten und Hinterfragen. Irgendwann muss man doch mal tief durchatmen, sich den Schaum vorm Mund abwischen und den Prozess der eigenen Urteilsbildung hinterfragen. (Und zwar fast egal, worum es gerade thematisch geht.)

Re: Gewalttätiges Sicherheitspersonal.

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 25.07.26 13:41

Papierfahrkarte schrieb:
kaufhalle schrieb:
Tja nun, da wird das vermeintliche Opfer wohl noch ein Strafprozess erwarten.
Mit den gesundheitlichen Beeinträchtigungen dürfte er schon genug gestraft sein.

Diese Sichtweise ist dem Strafrecht weitgehend fremd.
/
X73900 schrieb:
Patrick Lyca schrieb:
Mscr1 schrieb:
Das schockierende an diesem Fall ist, dass es jedem von uns passieren kann dass der Akku ausgeht oder das Handy gerade kein Internet zum Laden des Deutschlandticket-Matrixcodes hat.
Ja jedem von uns kann das Handy aus gehen. Aber hätte der Sicherheitsmann bei einem Deutschen sofort mit Gewalt reagiert?
Der Fahrgast war übrigens ein 36-jähriger Deutscher. Allerdings nach Angaben des eigenen Anwalts stark betrunken.

Gruß
X73900

P.S.: Ich hoffe mal, ein in DB-Zügen tätiger Sicherheitsmann macht Gewalttätigkeit nicht von der Nationalität des Fahrgasts abhängig.
Die Gewalttätigkeit ist abhängig von der Trunkenheit und erst in zweiter Linie von der Nationalität. So würde ich das sehen.

Re: Gewalttätiges Sicherheitspersonal.

geschrieben von: bahnfreundsiggi

Datum: 25.07.26 13:49

kaufhalle schrieb:
Papierfahrkarte schrieb:
kaufhalle schrieb:
Tja nun, da wird das vermeintliche Opfer wohl noch ein Strafprozess erwarten.
Mit den gesundheitlichen Beeinträchtigungen dürfte er schon genug gestraft sein.
Diese Sichtweise ist dem Strafrecht weitgehend fremd.
Nein, ist sie nicht. Wenn der Täter durch die Folgen seiner Tat Schaden erleidet, wird das i. d. R. angerechnet. Aber ich schätze mal, dass die StA zur Vermeidung weiteren Ansehensverlustes das Thema untern Teppich kehren will. Denn bei der Beweislage vor Gericht zu gehen, da wird sich jeder Sitzungsvertreter bedanken.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.07.26 13:49.
MD 612 schrieb:Zitat:
Oder auch, als Unternehmen geht man mit der Zeit. Wenn heute schon über 80% der Fahrgäste die Online-Angebote der Bahn nutzen, dann besteht keine Notwendigkeit mehr, jedes Sonderangebot zwingend auch in Papierform im Reisezentrum oder am Automaten zu verkaufen.
Wenn 80 % nur 2 mal im Jahr zum Arzt gehen, besteht nicht die Notwendigkeit die Kapazitäten auch für die 20 % für mehr mal als 2 mal im Jahr aufrecht zu halten oder?

MD 612 schrieb:Zitat:
Werfen wir einen Blick in das reale Leben außerhalb der Bahn, so werden wir feststellen, dass mittlerweile viele Unternehmen vieler Branchen bestimmte Angebote nur vorhalten, wenn sie vom Kunden auf digitalem Weg eingefordert werden. Kaufland, Rewe, Lidl, McDonald, Tankstellen, überall scheint das kein Problem zu sein, nur der DSO-Forist kann (im Gegensatz zu den normalen Kunden der Bahn) nicht damit umgehen...
Lidl-Plus-App-Angebote sind aber keine Fahrkarte.
Blick ins reale Leben: Ich kann das auch ganz ohne diese App zum kaum wesentlich teueren Normalpreis mit Bargeld an der Kasse kaufen. Und ich spare mir ein Profil was ich einkaufe.
Oder ich gehe zu Aldi Nord/Süd. Da gibt es so was gar nicht. Und es stört außer einigen (einem?) DSO-Foristen auch niemand wirklich. Auch, dass die Selbstzahlerkassen dort Bargeld in Scheinen und Münzen annehmen und damit auch Leute einkaufen können, die keine Karte oder kein Handy mit Bezahlmöglichkeit haben.

Es gibt noch keinen Digitalzwang bei Leistungen der Daseinsvorsorge wie z. B. Bahnfahren oder Kontakt mit einem Amt.

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: LIW

Datum: 25.07.26 13:58

MD 612 schrieb:
km_erl1963 schrieb:
Esn gibt den direkten Zwang - der liegt hier nicht vor - oder den indirekt subtilen, bei dem man einfach den Schmerzpegel der Alternativen immer mehr erhöht, den sehe ich durchaus.
Man kann es indirekten Zwang nennen, ich würde eher dahin tendieren, dass man als Unternehmen seine Kunden von den Vorteilen des Onlineangebotes in seiner Gesamtheit überzeugen möchte. Da geht es ja nicht nur um Ticketbuchung, sondern auch um unkompliziertes Umbuchen im Falle von Fahrplanänderungen, um Informationen unterwegs bis hin zur Information über Ersatzreservierungen (inklusive neuer Platznummern) bei Einsatz anderer Fahrzeugtypen sowie einer genial einfachen Geltendmachung von Erstattungsansprüchen im Rahmen der Fahrgastrechte. Ich hatte letztens am Dienstag Abend zwei Anträge über das Nutzerkonto bei bahn.de eingereicht, der eine war schon am nächsten Mittag (17 Stunden nach Absenden es Antrages!) positiv beschieden, der zweite zwei Tage später, das Geld beider Fälle war drei Tage nach Einreichen der Anträge auf dem Konto. Schaff das mal mit einem analogen Papierantrag...

Oder auch, als Unternehmen geht man mit der Zeit. Wenn heute schon über 80% der Fahrgäste die Online-Angebote der Bahn nutzen, dann besteht keine Notwendigkeit mehr, jedes Sonderangebot zwingend auch in Papierform im Reisezentrum oder am Automaten zu verkaufen. Zumal damit höhere Vertriebskosten verbunden sind, die auf die vergünstigten Ticketpreise durchschlagen würden. Das Grundangebot gibt es ja nach wie vor analog. Werfen wir einen Blick in das reale Leben außerhalb der Bahn, so werden wir feststellen, dass mittlerweile viele Unternehmen vieler Branchen bestimmte Angebote nur vorhalten, wenn sie vom Kunden auf digitalem Weg eingefordert werden. Kaufland, Rewe, Lidl, McDonald, Tankstellen, überall scheint das kein Problem zu sein, nur der DSO-Forist kann (im Gegensatz zu den normalen Kunden der Bahn) nicht damit umgehen...

LIW schrieb:
Ein Akku kann direkt versagen und sogar schlagartig ausgehen, Herr Experte.
Ganz seltener Einzelfall, den in der Realität wahrscheinlich noch kein Fahrgast erlebt hat, der sich der Verantwortung über den Lade- und Betriebszustand seines Handys bewusst ist, weil er es ohnehin auch für andere Anwendungen nutzt. Wer will schon sein Notfall-Telefon unterwegs als betriebsunfähig erleben, wenn er es im Notfall braucht.

Auch schon erlebt: Fahrgast kommt mit der Ausrede, dass gerade jetzt unmittelbar vor der Ticketkontrolle sein Akku versagt habe. Schaffnerin bietet ihre Powerbank an, um das Handy zu aktivieren und das Ticket vorzeigen zu können. Ergebnis, der Akku hatte noch 80%, ein Ticket gab es nicht...
Es gilt die Unschuldsvermutung. Schon mal davon gehört? Es sind deine Kunden, keine Untersuchungshäftlinge.
#[www.swr.de]

Wenn ich diese Stellungnahme so lese, dann hat evtl. der Sicherheitsmitarbeiter durch das Schleudern des Fahrgasts gegen die Tür diese so geschädigt, dass die bei einem weiteren Anprall nicht mehr standhielt.

Das Amtsgericht hat auch im Beschwerdeweg den Erlass eines Haftbefehls abgelehnt. Es bewertet die Gründe der StA v. a. Fluchtgefahr als nicht stichhaltig. Bin mal gespannt, was das Landgericht sagt. Die werden sich das auch sehr genau ansehen, ob das im Sinne der StA ist?

Wir können froh sein, dass die Richter da nicht einfach abnicken, sondern selbst sich ein Bild machen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.07.26 14:11.

Re: Gewalttätiges Sicherheitspersonal.

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 25.07.26 14:05

bahnfreundsiggi schrieb:
kaufhalle schrieb:
Papierfahrkarte schrieb:
kaufhalle schrieb:
Tja nun, da wird das vermeintliche Opfer wohl noch ein Strafprozess erwarten.
Mit den gesundheitlichen Beeinträchtigungen dürfte er schon genug gestraft sein.
Diese Sichtweise ist dem Strafrecht weitgehend fremd.
Nein, ist sie nicht. Wenn der Täter durch die Folgen seiner Tat Schaden erleidet, wird das i. d. R. angerechnet.

Ja, ich weiß, auch wenn von einem "Anrechnen" keine Rede sein kann.

bahnfreundsiggi schrieb:
Aber ich schätze mal, dass die StA zur Vermeidung weiteren Ansehensverlustes das Thema untern Teppich kehren will. Denn bei der Beweislage vor Gericht zu gehen, da wird sich jeder Sitzungsvertreter bedanken.

Es besteht durchaus ein Straftatsverdacht gegen die Sicherheitsfachkraft, der bisher nicht berücksichtigt wurde. Das wird sich die Staatsanwaltschaft nicht aussuchen können, ob sie dem nachgeht.
Nein steht es nicht, da seit Jahren eine Bahncard im Abo, DT natürlich als Karte.

Re: Gewalttätiges Sicherheitspersonal.

geschrieben von: bahnfreundsiggi

Datum: 25.07.26 14:17

I
kaufhalle schrieb:
bahnfreundsiggi schrieb:
kaufhalle schrieb:
Papierfahrkarte schrieb:
kaufhalle schrieb:
Tja nun, da wird das vermeintliche Opfer wohl noch ein Strafprozess erwarten.
Mit den gesundheitlichen Beeinträchtigungen dürfte er schon genug gestraft sein.
Diese Sichtweise ist dem Strafrecht weitgehend fremd.
Nein, ist sie nicht. Wenn der Täter durch die Folgen seiner Tat Schaden erleidet, wird das i. d. R. angerechnet.
Ja, ich weiß, auch wenn von einem "Anrechnen" keine Rede sein kann.

bahnfreundsiggi schrieb:
Aber ich schätze mal, dass die StA zur Vermeidung weiteren Ansehensverlustes das Thema untern Teppich kehren will. Denn bei der Beweislage vor Gericht zu gehen, da wird sich jeder Sitzungsvertreter bedanken.
Es besteht durchaus ein Straftatsverdacht gegen die Sicherheitsfachkraft, der bisher nicht berücksichtigt wurde. Das wird sich die Staatsanwaltschaft nicht aussuchen können, ob sie dem nachgeht.
Dass was nicht stimmte in der ersten Darstellung, wurde mir klar, als die Aussagen von Bahn, Polizei und StA immer dürrer wurden. Da war auf einmal keine Rede mehr von Schwarzfahrer und überhaupt wurde nichts mehr gesagt. Spätestens da war klar, die Sache stinkt zum Himmel.

Re: Anderes Thema.

geschrieben von: Rbd Berlin

Datum: 25.07.26 14:19

Thrax schrieb:
Rbd Berlin schrieb:
ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Es geht in diesem Beitragsbaum aber nicht um Redaktionszuschriften, sondern um den Entgeltnachweis zur Personenbeförderung im Schienenverkehr. Den Unterschied kennst du sicher.

Wenn der neue Computer und der Internetanschluss mir persönlich zahlreiche Vorteile bieten, beschaffe ich sie mir. Wenn die Abhängigkeit des Zugfahrens von Mobilfunkgeräten mir hingegen nur Nachteile abverlangt und in diesem Fall zum Tod eines Mitmenschen beiträgt, der mit normalen Fahrkarten wahrscheinlich noch leben würde, verweigere ich mich dem.
Genau so ist es.
Ich habe keine Lust mich erst bei der DB zu registrieren um mit dem Zug fahren zu können.
Der Laden bekommt nix auf die Reihe, aber den Kunden seinen Willen aufdrücken.
Dann bleibt halt in Eurer Höhle, macht ein Feuer mit dem Feuerstein, bratet Euch ein Mammut und haltet die nicht auf, die Dinge gerne einfach haben. Wie z.B. in London eine Kreditkarte an den Oyster-Leser halten oder in Dänemark durch einen Swipe eine Fahrkarte für 3 zu kaufen. Diggi, ey... 🙄

Gruß
Thrax
Na ja Höhle ist wohl eher dein Thema oder wo sonst hat dich der große Stein am Kopf getroffen?

Re: Gewalttätiges Sicherheitspersonal.

geschrieben von: Awanst Vitzenburg

Datum: 25.07.26 14:23

Pendelschaltrolle schrieb:
Hallo in die Runde,
ich selbst habe eine Chipkarte,aber bei der Bahn ist das auch nicht sicher.Vor längerer Zeit konnte die Karte vom Lesegerät einer DB Mitarbeiterin nicht gelesen werden. ...
Seitdem mir vor vielen Jahren von einer Zugbegleiterin (immer derselben) von DB Regio Südost auf der Elbe-Saale-Bahn mehrmals im vollbesetzten Zug wahlweise Rauswurf, Herbeiholung der Bundespolizei, Ausstellung eines EBE oder alles zusammen in Aussicht gestellt wurde, weil ihr Lesegerät meine - selbstverständlich gültige - BC50-Plastikkarte nicht auslesen konnte (schon dieses, in Jahrzehnten im FV nicht einmal erlebte Kontrollbedürfnis in der Dorfbahn mutet eher schikanös an), ist mir klar, was von diesem Laden zu halten ist. Als "Entschuldigung" für die Stigmatisierung als gänzlich unbescholtener Kunde gab es dann nach mühseliger Korrespondenz, insbesondere auch mit der Datenschutzbeauftragten des Ladens, einen 10-Euro-Gutschein.

Re: Anderes Thema.

geschrieben von: Christian aus Lindhorst

Datum: 25.07.26 14:26

Thrax schrieb:
Zitat:
haltet die nicht auf, die Dinge gerne einfach haben. Wie z.B. in London eine Kreditkarte an den Oyster-Leser halten oder in Dänemark durch einen Swipe eine Fahrkarte für 3 zu kaufen.
Oder auch Busse auf Mallorca. Ich bin immer wieder begeistert, da hält man beim Einstieg seine "EC-Karte" (ja, heißt glaube ich mittlerweile anders) an ein Lesegerät und bekommt überhaupt keine Fahrkarte (weder aus Papier, noch digital), sondern man hält seine Karte beim Aussteigen wieder an das Lesegerät der hinteren Tür, und der Fahrpreis wird einfach automatisch abgebucht.

Gruß
Christian aus Lindhorst

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: gezi

Datum: 25.07.26 14:33

LIW schrieb:

Zitat
Es gilt die Unschuldsvermutung. Schon mal davon gehört? Es sind deine Kunden, keine Untersuchungshäftlinge.
Im Verhältnis zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden gilt keine "Unschuldsvermutung". Du reißt das Prinzip völlig aus seinem Zusammenhang.

Viele Grüße,
gezi

Re: Gewalttätiges Sicherheitspersonal.

geschrieben von: gezi

Datum: 25.07.26 14:37

Papierfahrkarte schrieb:

Zitat
Mit den gesundheitlichen Beeinträchtigungen dürfte er schon genug gestraft sein.

kaufhalle schrieb:

Zitat

Diese Sichtweise ist dem Strafrecht weitgehend fremd.
Im Gegenteil. Sie ist in § 60 StGB ausdrücklich gesetzlich verankert.

Viele Grüße,
gezi

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: MD 612

Datum: 25.07.26 14:40

LIW schrieb:
Es gilt die Unschuldsvermutung.
Worauf bezieht sich diese Aussage? Hat jemand von Schuld gesprochen? Oder gibns nur um einen weiteren Krawallbeitrag ohne Bezug zum Thema?

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: MD 612

Datum: 25.07.26 14:45

Stammstrecke 4 schrieb:
Wenn 80 % nur 2 mal im Jahr zum Arzt gehen, besteht nicht die Notwendigkeit die Kapazitäten auch für die 20 % für mehr mal als 2 mal im Jahr aufrecht zu halten oder?
Äpfel und Bananen...

Stammstrecke 4 schrieb:
Es gibt noch keinen Digitalzwang bei Leistungen der Daseinsvorsorge wie z. B. Bahnfahren oder Kontakt mit einem Amt.
Erstens ist der Bahn-Fernverkehr keine Daseinsvorsorge, zweitens stehen weiterhin analoge Möglichkeiten des Ticketerwerbs für Nah- und Fernverkehr zur Verfügung. Drittens, seit wann hat man im Rahmen der Daseinsvorsorge den Rechtsanspruch unter allen und jeden Umständen bedingungslos Vergünstigungen in Anspruch zu nehmen?

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.07.26 14:51.

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: Neuding

Datum: 25.07.26 14:52

MD 612 schrieb:

Oder auch, als Unternehmen geht man mit der Zeit. Wenn heute schon über 80% der Fahrgäste die Online-Angebote der Bahn nutzen, dann besteht keine Notwendigkeit mehr, jedes Sonderangebot zwingend auch in Papierform im Reisezentrum oder am Automaten zu verkaufen. Zumal damit höhere Vertriebskosten verbunden sind, die auf die vergünstigten Ticketpreise durchschlagen würden. Das Grundangebot gibt es ja nach wie vor analog. Werfen wir einen Blick in das reale Leben außerhalb der Bahn, so werden wir feststellen, dass mittlerweile viele Unternehmen vieler Branchen bestimmte Angebote nur vorhalten, wenn sie vom Kunden auf digitalem Weg eingefordert werden. Kaufland, Rewe, Lidl, McDonald, Tankstellen, überall scheint das kein Problem zu sein, nur der DSO-Forist kann (im Gegensatz zu den normalen Kunden der Bahn) nicht damit umgehen...

Wenn ich z-B. in einer Kaufland-Filiale einen Kuchen als registrierter Kunde im Wochenangebot billiger kaufen kann, wird das wohl kaum an den Vertriebskostenunterschieden liegen.

Vielmehr hat da doch jemand die starke Hoffnung, das Geld sozusagen hintenherum zumindest wieder hereinzubekommen. Sie setzen darauf einen zu durchleuchten und zu analysieren und einem anschließend etwas unterzujubeln, wofür man ohne den *"Digital"-Quatsch kein Geld ausgegeben hätte.


*Digital in Anführungszeichen, weil damit für gewöhnlich immer nur das gemeint ist, was gerade "in" ist. Faxgeräte z,B. gehören nicht zur "Digitalisierung", obwohl sie digital funktionieren.

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: LIW

Datum: 25.07.26 15:03

MD 612 schrieb:
LIW schrieb:
Es gilt die Unschuldsvermutung.
Worauf bezieht sich diese Aussage? Hat jemand von Schuld gesprochen? Oder gibns nur um einen weiteren Krawallbeitrag ohne Bezug zum Thema?
Steht dabei.

Mehrere massive Anpralle

geschrieben von: bahnfreundsiggi

Datum: 25.07.26 15:05

Wenn ich die Stellungnahme des Amtsgerichts im SWR richtig lese, gab die Tür erst bei einem zweiten Anprall nach. Zuerst wurde scheinbar der Fahrgast gegen die Tür geschleudert und erst in einem zweiten Vorgang fiel der Sicherheitsmann gegen die Tür, die dabei nachgab.

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: MD 612

Datum: 25.07.26 15:08

LIW schrieb:
MD 612 schrieb:
LIW schrieb:
Es gilt die Unschuldsvermutung.
Worauf bezieht sich diese Aussage? Hat jemand von Schuld gesprochen? Oder gibns nur um einen weiteren Krawallbeitrag ohne Bezug zum Thema?
Steht dabei.
Echt, wo denn? Wer hat denn wen schuldig gesprochen, für den die Unschuldsvermutung gilt?

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: LIW

Datum: 25.07.26 15:21

Junge, lies die gesamten Beiträge, nicht immer nur deine rausgestückelten Fetzen. Konzentrier dich mal auf den Thread, falls du das kannst.

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: MD 612

Datum: 25.07.26 15:22

LIW schrieb:
Junge, lies die gesamten Beiträge, nicht immer nur deine rausgestückelten Fetzen. Konzentrier dich mal auf den Thread, falls du das kannst.
Du kannst also Deinen Blödsinn selbst nicht erklären, na gut...

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Getretene Hunde

geschrieben von: Tw15

Datum: 25.07.26 15:34

Hallo,
schon wieder verbreitet @LIW hier eine aggressive Stimmung.
Nicht das erste Mal.
Anstatt @MD612 auf eine ggf. per Link nachvollziehbare Textpassage hinzuweisen, kommt schon wieder ein bestenfalls als rotzig zu bezeichnende Entgegnung.
So kommen wir hier nicht weiter in einem gepflegten sachlichen Austausch.

Re: Gewalttätiges Sicherheitspersonal.

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 25.07.26 15:58

gezi schrieb:
Papierfahrkarte schrieb:

Zitat
Mit den gesundheitlichen Beeinträchtigungen dürfte er schon genug gestraft sein.

kaufhalle schrieb:

Zitat
Diese Sichtweise ist dem Strafrecht weitgehend fremd.
Im Gegenteil. Sie ist in § 60 StGB ausdrücklich gesetzlich verankert.

Hier ist aber der Kausalzusammenhang fraglich. Die Sicherheitsfachkraft ist ja nicht beim vermutlich strafbaren Angriff auf den Fahrgast aus dem Zug gefallen.

Re: Getretene Hunde

geschrieben von: Pesa Link

Datum: 25.07.26 16:02

Ich bin gespannt, wann hier geschlossen wird.

Viele Grüße aus EMRS
Moritz
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