DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 01 - News 

Neuigkeiten über Eisenbahnen in Deutschland aus den Bereichen Betriebsgeschehen, Verkehrspolitik, Verkehrsunternehmen, Infrastruktur und Fahrzeugindustrie. Allgemeine Themen und Fragen gehören in das » Allgemeine Forum, Betriebsstörungen in das Forum » Betriebsstörungen.
Neu bei Drehscheibe Online? » Hier registrieren!  Zum Ausprobieren und Üben steht das » Testforum zur Verfügung!
Seiten: 1 2 3 4 5 6 All Angemeldet: -

Du irrst dich.

geschrieben von: ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn

Datum: 24.07.26 18:43

Als Anhänger der Inklusion und der Gleichheit vor dem Gesetz habe ich keineswegs die Absicht, mich in eine Höhle zu exkludieren, sondern wohne in einem netten, gepflegten Häuschen. Welche Errungenschaften moderner Technik ich wann und wo benutze, entscheiden aber nicht andere, sondern ich. Wenn jemand beabsichtigt, damit in meiner Privatsphäre herumzuschnüffeln, dann soll er das Zeug behalten. Wir sind hier nicht in der Volksrepublik China.

https://s20.directupload.net/images/230725/9wwv4nfs.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.07.26 18:49.

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: LIW

Datum: 24.07.26 19:20

MD 612 schrieb:
LIW schrieb:
... durch die Bahn erzwungenes Gerät...
Welches Gerät ist durch die Bahn erzwungen?
Na das fällt dir auch noch ein.
Alles in Möglichform - abwarten was das Urteil ergeben soll.

Da war wieder, wie bei dem Fall Gill Ofarim gegen den Hotelmitarbeiter aus Leipzig eine kollektive Vorverurteilung dabei. Klingt erst mal gut. Betroffenheit und hier war ja angeblich ein Judenstern an einer Kette im Spiel. War er nicht. Da hatten dann, als die Lüge heraus kam, die wenigsten Politiker und Vorverurteiler, die vorschnell auf Mainstream machten und vorverurteilt hatten die Größe sich für ihr Verhalten zu entschuldigen.
Frau Prien war einige der wenigen, die das öffentlich gemacht haben.
Der Hotelmitarbeiter hat(te) das Glück, dass das angefeindete Hotel in Leipzig sich an die Regel der Unschuldsvermutung gehalten hat.

Und hier bei DSO haben in den geschlossenen Threads zu dem Fall auf der Zugfahrt nach KA ja auch einige voll auf den Fahrgast verbal eingeschlagen und ihn vorverurteilt. Hat ja wieder ins Raster gepasst. Böser Fahrgast gegen Bahnmitarbeiter. Da ist klar wer der Schuldige sein muss. Dass das Gerichte zu entscheiden haben, Nebensache.
Bei einem Angeklagten und Verdächtigen gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die gesetzliche Unschuldsvermutung. Das vergessen einige. Auch hier bei DSO. Frau Palla hat das auch ignoriert. Und schon, dass kein Haftbefehl ausgestellt wurde, hätte einige DSO-Laienscharfrichter etwas sensibel machen können.
Noch ist das ein Rechtsstaat. Also das Urteil abwarten. Dann sich ein Urteil anhand des ausgesprochenen Urteils bilden, wenn dieses rechtskräftig ist.

Aber ich vermute, dass es gar nicht, so das mit dem Video stimmen sollte, nicht zu einem Urteil kommen könnte und das Verfahren eingestellt werden könnte. Und auch dann wäre der Angeklagte per Gesetz zu recht unschuldig. Und wenn das so kommen sollte, sollte man eine öffentliche Entschuldigung der Bahn (hier Palla etc. ) und aller eifrig vorverurteilenden Personen erwarten dürfen. Schon aus Anstand.
Auch wenn sie kaum kommen wird, da sehr viele die Größe nicht haben.

Und bei dem oben genannten Fall hat ein Musiker (ich muss gestehen ich kannte den bis dahin gar nicht) das Leben eines anderen Menschen durch einen falschen Vorwurf zerstört. Betroffene Politiker, Verbände, Kirchen etc. haben das dann mit ihren Vorurteilen gefüttert.
Der Sängerhat immerhin den Mut gehabt, sich im Dschungelcamp dem DSO Dschungelgerichtshof zu stellen.

gastronomie1916 schrieb:
Danke für die Info!

Falls dies dem tatsächlichen Ablauf entsprechen sollte, hoffe ich für den Fahrgast auf breite* öffentliche Entschuldigung.

*Palla, EVG etc.
Danke für den Beitrag. Eieiei. Das hätte man auch gleich veröffentlichen können, bevor man sagt, ein Fahrgast hätte ein Bahnmitarbeiter angegriffen. Zudem, es hätte ja eine Möglichkeit gegeben, das DT später vorzuzeigen, wenn das Handy geladen ist. Nun ist der Aktionismus der DB da. Kein Alkohol auf Bahnhöfen, aber in Zügen ist es, bis auf wenige Ausnahmen, weiterhin erlaubt. Aber gegen ein komplettes Alkoholverbot in Zügen spricht auch, wenn man nur mal mit einem Prosecco anstoßen will oder man bewusst die Bahn benutzt, weil man was getrunken hat und nicht mehr Auto fahren kann. Ein Alkoholverbot würde ich eher selektiv verhängen, wenn es sich um Fußballzüge oder Demo-Züge handelt oder man damit rechnen muss, dass für manche Zugverbindungen bewusst von Fußball-Fans/Demoveranstaltungen benutzt werden. Es ist auf jeden Fall eine Gradwanderung.

Re: Wir halten trotzdem an der digitalen Fahrkarte fest.

geschrieben von: MD 612

Datum: 24.07.26 20:26

LIW schrieb:
MD 612 schrieb:
LIW schrieb:
... durch die Bahn erzwungenes Gerät...
Welches Gerät ist durch die Bahn erzwungen?
Na das fällt dir auch noch ein.
Da kann mir nichts einfallen, weil von der Bahn kein Gerät erzwungen wird. Er weiß das auch, aber es geht ihm wieder darum einen auf Krawall machen...

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell
Radbeule schrieb:
Hallo,
falls jemand die Liste importieren will: Die Codierung (code page) ist "DOS/OS2-850". Die Fehlfunktionen bei den Türen gehören zu zwei verschiedenen Konstruktionen:
- Druckdichte einflügelige Türen mit mehrfacher Verriegelung (ICE),
- Schwenkschiebetüren (zweiflügelig) mit ohne mittige Verriegelung.
Dokumentiert ist das Versagen der ICE-Tür, bei der von 3 Verrieglungspunkten nur der obere im Eingriff war (2 Fehler). Schwenkschiebetüren sind nicht mehr sicher geschlossen, wenn die untere Verriegelung versagt (1 Fehler). Warten wir mal, was der Untersuchungsbericht dazu sagt.
Radbeule.
Wo soll denn diese untere Verriegelung sein? Die Coradia Continental besitzen eine Bode BIDS mit Übertotpunktverriegelung im Riemenantrieb und einer Zusatzverrieglung an den seitlichen Drehsäulen. Das mittig unten angeordnete Führungselement wurde mittlerweile weggespart, sodass dort auch der schwächste Punkt bei mechanischer Krafteinwirkung ist. Die Übertotpunktverriegelung funktioniert nur solange wie die Krafteinwirkung zur Überschreitung des Totpunktes nicht erreicht wurde.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.07.26 21:17.
Christian aus Lindhorst schrieb:
Ähm, ja, wir leben im 21. Jahrhundert...
Hallo Christian,
ja, aber dann sollte im 21. Jhd. auf allen Bahnstrecken irgendwie auch Internet verfügbar sein (entweder per WLAN oder von außen per Mobilfunk) und bei längeren Fahrten im Fernverkehrsersatzregionalexpress optimalerweise auch Strom ;-)

Ich kenne da genügend Löcher, nicht nur in Obervogelgesang™...

Mit vielen Grüßen,

Auch eine Nicht-"Vollbahn" kann voll sein, und eine "Kleinbahn" nicht klein ;-)
trambahngondoliere

Weiterer Artikel mit weiteren Details

geschrieben von: Carsten Hölscher

Datum: 24.07.26 22:12

Weiterer Artikel mit weiteren Details, dieses Mal nicht vom Anwalt, sondern vom Gericht mit praktisch gleicher Sicht des Videos:

[www.spiegel.de]

Der Kollege und der KIN hätten versucht, den Sicherheitsmann von seinem rabiaten Vorgehen abzuhalten.

Carsten
Stammstrecke 4 schrieb:
Und hier bei DSO haben in den geschlossenen Threads zu dem Fall auf der Zugfahrt nach KA ja auch einige voll auf den Fahrgast verbal eingeschlagen und ihn vorverurteilt.

Nicht nur hier. Die einschlägig bekannten Gewerkschaften haben ja auch lautstark Strafrechtsverschärfung gefordert (für was genau eigentlich?) Bin mal gespannt, ob da Rückzieher kommen.

Wo ist denn dieser Thread falsch abgebogen?

geschrieben von: mov

Datum: 24.07.26 22:24

Erst behaupten einige Stellen ein Missbetragen des Mitfahrenden, dann behauptet dessen Seite ein erhebliches Fehlverhalten der anderen Seite. Und immer -- immer, immer, immer -- blöken alle mit im Chor, ohne zu merken, dass sie schon wieder eine parteiische Verlautbarung gelesen haben? Unschön.

Natürlich ist weiterhin von einem Fehlverhalten des mutmaßlich Alkoholisierten auszugehen. Er konnte oder wollte kein Ticket vorzeigen, und das ist eben regelwidrig. Selbst schuld, wer solche Handytickets erwirbt (oder Onlinetickets, und dann ist kein Netz da -- die Probleme, die früher oder später auftreten müssen, sind ja absehbar). Daraufhin wurde die Bahnsicherheit dazugerufen -- das passiert nicht, und zwar meiner Erfahrung nach wirklich nie, wenn man sich regelkonform und sozial verhält. Gut, vielleicht stand die gerade eine Tür weiter und ist selbst aktiv geworden, aber selbst dann muss dem etwas Unübliches vorausgegangen sein. Also ein »unruly passenger« allem Anschein nach durchaus -- auch wenn ein Anwalt dieses Bild öffentlichkeitswirksam zum Vorbildlichen hin verzerren möchte.

Dass die Bahnsicherheit nicht allzu professionell gehandelt hat, kennen wir tatsächlich zur Genüge -- in beide Extreme: entweder sie sind übertrieben aggressiv, oder sie tun alles dafür, um ihren Job nicht machen zu müssen, gehen Problemen um jeden Preis aus dem Weg und lassen Fahrgäste alleine. Ich selbst beobachte letzteres deutlich häufiger, habe aber auch schon Beispiele erlebt, in der die Bahnsicherheit zumindest mal grenzwertig forsch war. Damit ist für mich Hauptindiz dafür, dass man dort tatsächlich die Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt haben könnte, dass Amtsträger offenbar Einwände gegen eine einseitige Schuldzuweisung geltend gemacht haben.

Und damit isses wie immer: so richtige, hundertprozentige Musterknaben kann man da lange suchen. (Wahrscheinlich -- dies lese zumindest ich da raus.) Keine Überraschung also. Mich überrascht nur, wie hier von einer Seite, die ohne Innehalten übernommen wurde, zur anderen Seite gesprungen wird, schon wieder ohne Innehalten und Hinterfragen. Irgendwann muss man doch mal tief durchatmen, sich den Schaum vorm Mund abwischen und den Prozess der eigenen Urteilsbildung hinterfragen. (Und zwar fast egal, worum es gerade thematisch geht.)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.07.26 22:25.

Re: Wo ist denn dieser Thread falsch abgebogen?

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 24.07.26 22:39

mov schrieb:
Natürlich ist weiterhin von einem Fehlverhalten des mutmaßlich Alkoholisierten auszugehen. Er konnte oder wollte kein Ticket vorzeigen, und das ist eben regelwidrig. Selbst schuld, wer solche Handytickets erwirbt (oder Onlinetickets, und dann ist kein Netz da -- die Probleme, die früher oder später auftreten müssen, sind ja absehbar). Daraufhin wurde die Bahnsicherheit dazugerufen -- das passiert nicht, und zwar meiner Erfahrung nach wirklich nie, wenn man sich regelkonform und sozial verhält. Gut, vielleicht stand die gerade eine Tür weiter und ist selbst aktiv geworden, aber selbst dann muss dem etwas Unübliches vorausgegangen sein. Also ein »unruly passenger« allem Anschein nach durchaus -- auch wenn ein Anwalt dieses Bild öffentlichkeitswirksam zum Vorbildlichen hin verzerren möchte. [...]

Und damit isses wie immer: so richtige, hundertprozentige Musterknaben kann man da lange suchen. (Wahrscheinlich -- dies lese zumindest ich da raus.) Keine Überraschung also. Mich überrascht nur, wie hier von einer Seite, die ohne Innehalten übernommen wurde, zur anderen Seite gesprungen wird, schon wieder ohne Innehalten und Hinterfragen. Irgendwann muss man doch mal tief durchatmen, sich den Schaum vorm Mund abwischen und den Prozess der eigenen Urteilsbildung hinterfragen. (Und zwar fast egal, worum es gerade thematisch geht.)

Du merkst nicht, dass du dir selbst ganz gewaltig widersprichst? Es ist schon bemerkenswert, von was du aus alles meinst, dass man davon ausgehen müsse. Lässt sehr tief blicken.

Re: Wo ist denn dieser Thread falsch abgebogen?

geschrieben von: GP4Flo

Datum: 24.07.26 22:40

Toller Beitrag, danke mov.

Ich bin froh, dass unser Rechtssystem offenbar gut funktioniert und nicht auf vorschnelle Vorverurteilungen von Presse, Öffentlichkeit und Politik anspringt.

Bedenklich finde ich jedoch die erwähnte Selbstjustiz „der bulgarischen Community“. Das erinnert mich an den Flugzeugabsturz am Bodensee vor einigen Jahren, in dessen Folge der verantwortliche Fluglotse ermordet wurde. Hoffentlich schreiten Polizei und Justiz diesmal rechtzeitig ein.
Das schockierende an diesem Fall ist, dass es jedem von uns passieren kann dass der Akku ausgeht oder das Handy gerade kein Internet zum Laden des Deutschlandticket-Matrixcodes hat.

Re: Gewalttätiges Sicherheitspersonal.

geschrieben von: scfc

Datum: 25.07.26 06:44

Das ist falsch; natürlich kann man sein Hausrecht auch mit Gewalt durchsetzen – das ist bei der Bahn nicht anders als in der eigenen Wohnung und eben gerade die „Notwehrsituation“.

Re: Gewalttätiges Sicherheitspersonal.

geschrieben von: LIW

Datum: 25.07.26 06:57

Nein man kann sein Hausrecht nicht mit Gewalt durchsetzen als Bahn. Schon gar nicht, wenn ein Kunde aus technischen Gründen ein vorhandenes Ticket einfach nicht sofort vorzeigen kann. Warum der Fahrgast überhaupt körperlich attackiert wurde, ist noch sehr rätselhaft. Normalerweise werden doch höchstens die Daten notiert, wozu also die Gewalt?
MD 612 schrieb:
LIW schrieb:
MD 612 schrieb:
LIW schrieb:
... durch die Bahn erzwungenes Gerät...
Welches Gerät ist durch die Bahn erzwungen?
Na das fällt dir auch noch ein.
Da kann mir nichts einfallen, weil von der Bahn kein Gerät erzwungen wird. Er weiß das auch, aber es geht ihm wieder darum einen auf Krawall machen...
Esn gibt den direkten Zwang - der liegt hier nicht vor - oder den indirekt subtilen, bei dem man einfach den Schmerzpegel der Alternativen immer mehr erhöht, den sehe ich durchaus.

Re: Anderes Thema.

geschrieben von: 702

Datum: 25.07.26 07:34

Zitat:
Dann bleibt halt in Eurer Höhle, macht ein Feuer mit dem Feuerstein, bratet Euch ein Mammut und haltet die nicht auf, die Dinge gerne einfach haben. Wie z.B. in London eine Kreditkarte an den Oyster-Leser halten oder in Dänemark durch einen Swipe eine Fahrkarte für 3 zu kaufen. Diggi, ey... 🙄

Gruß
Thrax
Hm, für zwei Minderjährige extra zwei Prepaid Kreditkarte anzuschaffen, die man eigentlich für nichts braucht außer ale paar Jahre mal in London U-Bahn zu fahren, weil das System zu doof ist mehrere Tickets auf einer Karte zu erfassen, ist eine Vereinfachung?

Okay alles klar!

Liebe Grüße
Werner

Mein Inhaltsverzeichnis
https://reflex.at/~Werner.Rochlitz/signatur.jpg
Ich bin nicht gegen Digitalisierung - ich möchte nur das sie mein Leben vereinfacht, ohne das ich finanziell und intellektuell in Vorleistung gehe!
Seiten: 1 2 3 4 5 6 All Angemeldet: -
Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Kontakt | Impressum
(c) 2026 - Arbeitsgemeinschaft DREHSCHEIBE e.V.