geschrieben von: stuxburg
Datum: 23.07.26 21:07
geschrieben von: Teufelsmauer
Datum: 23.07.26 21:24
geschrieben von: Signalschruber
Datum: 23.07.26 21:32
Ein Bundesland hat eine Bundesratsinitiative zur Sicherung des Fernverkehrs auch abseits der Metropolen auf den Weg gebracht. Das teilte ein Landesverkehrsminister am Donnerstag mit. Hintergrund ist eine Entscheidung der Bundesnetzagentur, die neuen Anbietern den Zugang zum Fernverkehr auf hochbelasteten Strecken erleichtern soll. Die Initiative soll nach der Sommerpause im Bundesrat vorgestellt werden.Nur ist es nicht die erste Bundesratsinitiative dieser Art und die vorherigen haben auch nichts gebracht.
Er forderte, dass der Fernverkehr nicht nur große Metropolen, sondern auch Oberzentren anbinden müsse. „Neue Anbieter wollen in erster Linie finanziell lukrative Strecken bedienen und Direktverbindungen anbieten, vor allem zwischen den deutschen Millionenstädten. So eine Rosinenpickerei geht gar nicht“, kritisierte er. Der Minister verlangte zudem einen besseren Schutz für den Schienenpersonennahverkehr und durchgängige Tickets zwischen verschiedenen Anbietern sowie zwischen Fern- und Nahverkehr.
Text verändert nach Bahnblogstelle
sehr erfreulich und wurde zumindest von mir bereits vorhergesagt.
Hallo,Das der Bund jeglichen Fern- und Nachtzugverkehr der ÖBB im Land bestellt bis auf die RJX zwischen Wien und Salzburg.
was genau ist das österreichische Modell?
geschrieben von: Heckeneilzugfan
Datum: 23.07.26 22:09
geschrieben von: PhiH
Datum: 23.07.26 22:14
Er forderte, dass der Fernverkehr nicht nur große Metropolen, sondern auch Oberzentren anbinden müsse. „Neue Anbieter wollen in erster Linie finanziell lukrative Strecken bedienen und Direktverbindungen anbieten, vor allem zwischen den deutschen Millionenstädten. So eine Rosinenpickerei geht gar nicht“, kritisierte er. Der Minister verlangte zudem einen besseren Schutz für den Schienenpersonennahverkehr und durchgängige Tickets zwischen verschiedenen Anbietern sowie zwischen Fern- und Nahverkehr.Guten Abend,
geschrieben von: Tom Meyer
Datum: 23.07.26 22:15
Danke.Anzunehmenderweise so, wie bereits jetzt dort, wo FV freigegeben ist. So z.B. in M-V oder NDS
Wie würde das denn mit der Gültigkeit vom Deutschlandticket, Schwerbehindertenausweisen etc. aussehen, wenn es so kommen würde?
geschrieben von: Heckeneilzugfan
Datum: 23.07.26 22:39
geschrieben von: Super Baureihe 103
Datum: 23.07.26 22:44

geschrieben von: stellwerk_wf
Datum: 23.07.26 23:00
[...]Überhaupt nicht erfreulich, sondern billigster Populismus in Reinkultur. Die Länder sind erstens für den FV nicht zuständig, und zweitens müsste man doch auch klipp und klar benennen, dass der Bund endlich den Fernverkehr ausschreibt.
sehr erfreulich und wurde zumindest von mir bereits vorhergesagt.
geschrieben von: E 44 051
Datum: 23.07.26 23:36
stuxburg schrieb:Hallo,[...]Überhaupt nicht erfreulich, sondern billigster Populismus in Reinkultur. Die Länder sind erstens für den FV nicht zuständig, und zweitens müsste man doch auch klipp und klar benennen, dass der Bund endlich den Fernverkehr ausschreibt.
sehr erfreulich und wurde zumindest von mir bereits vorhergesagt.
Immer wieder von einer eigenständigen, als AG geführten DB Fernverkehr zu schwadronieren, wenn's ungemütlich wird, und dieser dann wider Willen unwirtschaftliche Verkehre reinzuwürgen, kann jedenfalls nicht ernst gemeint sein.
geschrieben von: ThomasK
Datum: 23.07.26 23:41
geschrieben von: VT
Datum: 23.07.26 23:42
Bei einer Gemeinderatssitzung würde man so einen Antrag mangels konkretem Finanzierungsvorschlag gar nicht erst behandeln.
Ich meine: Deutlicher kann man den Bund nicht darauf hinweisen, endlich seinen Fürsorgepflichten im SPFV nachzukommen!
Die Liste der ehemaligen FV-Verbindungen, aus denen sich DB Fernverkehr zurück gezogen hat, und die dann von den Ländern zähneknirschend durch langlaufenden Nahverkehr ersetzt wurden, während sich der Bund einen schlanken Fuß gemacht hat, lässt sich beliebig fortsetzen.
Der einzige Populismus dabei ist wohl die Anzahl der Bundesverkehrsminister bayrischen Ursprungs in den letzten gut 30 Jahren, die gestalterisch hätten tätig werden können...
geschrieben von: 103612
Datum: 23.07.26 23:42
geschrieben von: notze
Datum: 24.07.26 00:18
„Neue Anbieter wollen in erster Linie finanziell lukrative Strecken bedienen und Direktverbindungen anbieten, vor allem zwischen den deutschen Millionenstädten. So eine Rosinenpickerei geht gar nicht“, kritisierte er.Hat er das seinem Haus und Hof Fernverkehrsanbieter aus Berlin auch schonmal erzählt?
Dann würde ich als Bund aber auch sagen:Naja, Freising war - soweit ich weiß - bis auf eine einzige Ausnahme immer Fernverkehrshalt. Das war ein einziger Exotenzug, der ohne Halt von München Hbf nach Landshut Hbf fuhr. Der fuhr damals irgendwann so gegen 7 Uhr in München Hbf ab. Das war dieselbe Situation wie bei einem einzigen Exotenzug damals, ein IC, der ohne Halt von Stuttgart Hbf bis Augsburg Hbf durchfuhr. Sämtliche anderen IC hielten in Ulm Hbf, aber dieser eine einzige IC fuhr damals von Stuttgart Hbf nach Augsburg Hbf durch.
"Neufahrn und Freising ist kein Fernverkehr, da fahren wir durch. Und mit eurem Deutschlandticket habt ihr auch nichts im Zug zu suchen, denn wir sind Fernverkehr!"
geschrieben von: ReneRomann
Datum: 24.07.26 01:05
Guten Abend,
manchmal könnte man bei deren Gequatsche meinen, sie reden von einem anderen Deutschland von dem ich noch nichts weiß.
Zitat„Neue Anbieter wollen in erster Linie finanziell lukrative Strecken bedienen und Direktverbindungen anbieten, vor allem zwischen den deutschen Millionenstädten. So eine Rosinenpickerei geht gar nicht“, kritisierte er.Hat er das seinem Haus und Hof Fernverkehrsanbieter aus Berlin auch schonmal erzählt?
Den Interregio für flächendeckenden Fernverkehr hat man schon vor rund 20 Jahren abgeschafft, am InterCity arbeitet man noch. Bis in 2-3 Jahren gibt es praktisch auch nur noch ICE auf den Hauptachsen, zufälligerweise die Achsen auf denen auch Italo dann fahren will.
Die 3-4 Züge ins Allgäu und auf Sylt schenken wir uns erstmal und lassen sie unter den Tisch fallen, aber sind ja schließlich neuerdings auch ICE.
Da wo noch IC fährt, wird der ganze Spaß großspurig durch die Länder subventioniert. Könnte man sich die Kohle auch sparen und vermutlich gleich ne Regio fahren lassen. Fahrzeit und Comfort dürften identisch sein, die Zuverlässigkeit vermutlich sogar noch höher.
Fernverkehr auf irgendwelchen Provinzbahnhöfen braucht kein Mensch. Ein gut organisierter ÖPNV tut es da vollkommen. Spart euch die Kohle und investiert sie lieber in neue Schienen, damit man überhaupt noch Züge fahren kann. Wenn die Gleise dann auch nicht mehr so verstopft sind, löst sich vermutlich auch das Problem von geplatzten Anschlüssen.Auf Provinzbahnhöfen vielleicht nicht - aber was sind denn überhaupt "Provinzbahnhöfe"?
Möge man sich in der Politik lieber Gedanken machen, wie man mit diversen Anbietern auf den Gleisen ein GA ala Schweiz oder ein Klimaticket Ö wie die Österreicher auf die Beine stellt.Na ja - das gibt es ja mit der BC 100 derzeit schon, man müsste halt nur neue Anbieter zwingen, dass sie die BC 100 auch anerkennen müssen aber dafür auch eine (vernünftige) Kompensation erhalten.
geschrieben von: E 44 051
Datum: 24.07.26 03:14
Guten Abend,Leider vergisst Du dabei, dass der "Haus und Hof Fernverkehrsanbieter" immer noch zahlreiche FV-Halte (in unterschiedlicher Frequenz) anbietet, die den "Rosinenpickern" am Ar*ch vorbei gehen.
manchmal könnte man bei deren Gequatsche meinen, sie reden von einem anderen Deutschland von dem ich noch nichts weiß.
Zitat„Neue Anbieter wollen in erster Linie finanziell lukrative Strecken bedienen und Direktverbindungen anbieten, vor allem zwischen den deutschen Millionenstädten. So eine Rosinenpickerei geht gar nicht“, kritisierte er.Hat er das seinem Haus und Hof Fernverkehrsanbieter aus Berlin auch schonmal erzählt?
Den Interregio für flächendeckenden Fernverkehr hat man schon vor rund 20 Jahren abgeschafft, am InterCity arbeitet man noch. Bis in 2-3 Jahren gibt es praktisch auch nur noch ICE auf den Hauptachsen, zufälligerweise die Achsen auf denen auch Italo dann fahren will.Eine unbewiesene populistische Behauptung.
Da wo noch IC fährt, wird der ganze Spaß großspurig durch die Länder subventioniert. Könnte man sich die Kohle auch sparen und vermutlich gleich ne Regio fahren lassen. Fahrzeit und Comfort dürften identisch sein, die Zuverlässigkeit vermutlich sogar noch höher.In der Regel wird der FV zähneknirschend (nicht großspurig) dort subventioniert, wo wegen des FV kein RE angeboten werden kann, weil es keine passende freie Trasse in dieser Zeitlage gibt.
Fernverkehr auf irgendwelchen Provinzbahnhöfen braucht kein Mensch. Ein gut organisierter ÖPNV tut es da vollkommen. Spart euch die Kohle und investiert sie lieber in neue Schienen, damit man überhaupt noch Züge fahren kann. Wenn die Gleise dann auch nicht mehr so verstopft sind, löst sich vermutlich auch das Problem von geplatzten Anschlüssen.Da bin ich ausnahmsweise bei Dir. Aber das ist ein völlig anderes Thema...
Um auf Herrn Bernreiter nochmal zurück zu kommen, wo will er den flächendeckenden FV in Bayern wo er bisher noch keinen hat?München-Mühldorf: Seit Jahrzehnten in den Ausbauplänen, um München-Salzburg-Linz wirksam zu entlasten. Leider sehr stiefmütterlich behandelt...
München - Mühldorf?
München - Landshut - Regensburg - Hof - Prag? Also dort, wo jetzt der neue Regio ausgeschrieben wurde?
Sollen die Bamberger nach Nürnberg fahren und dort in den ICE steigen und die Ingolstädter eben nach München oder Nürnberg. Wenn in Ingolstadt und Bamberg vereinzelt einer hält okay, wenn mehr nicht halten wird es wohl daran liegen das da zu wenig ein- und aussteigen?
Möge man sich in der Politik lieber Gedanken machen, wie man mit diversen Anbietern auf den Gleisen ein GA ala Schweiz oder ein Klimaticket Ö wie die Österreicher auf die Beine stellt.Leider wieder völlig am Thema vorbei, auch wenn das spannend ist.
103612 schrieb:Dann würde ich als Bund aber auch sagen:Naja, Freising war - soweit ich weiß - bis auf eine einzige Ausnahme immer Fernverkehrshalt. Das war ein einziger Exotenzug, der ohne Halt von München Hbf nach Landshut Hbf fuhr. Der fuhr damals irgendwann so gegen 7 Uhr in München Hbf ab. Das war dieselbe Situation wie bei einem einzigen Exotenzug damals, ein IC, der ohne Halt von Stuttgart Hbf bis Augsburg Hbf durchfuhr. Sämtliche anderen IC hielten in Ulm Hbf, aber dieser eine einzige IC fuhr damals von Stuttgart Hbf nach Augsburg Hbf durch.
"Neufahrn und Freising ist kein Fernverkehr, da fahren wir durch. Und mit eurem Deutschlandticket habt ihr auch nichts im Zug zu suchen, denn wir sind Fernverkehr!"
Pesa Link schrieb:Wir bräuchten in Deutschland das was wir seit Jahren im spnv haben, einen Aufgabenträger für den SFV. Der Bund könnte der Aufgabenträger für den bundesweiten Fernverkehr sein. So könnte man Deutschland mit dem Fernverkehr besser vernetzen.Hallo,Das der Bund jeglichen Fern- und Nachtzugverkehr der ÖBB im Land bestellt bis auf die RJX zwischen Wien und Salzburg.
was genau ist das österreichische Modell?
geschrieben von: ICE11
Datum: 24.07.26 08:08
Er forderte, dass der Fernverkehr nicht nur große Metropolen, sondern auch Oberzentren anbinden müsse. (...) Der Minister verlangte zudem einen besseren Schutz für den SchienenpersonennahverkehrMal abgesehen davon, dass hier vermutlich auch einige Provinzbürgermeister lobbyiert (gibt es dieses Wort überhaupt?) haben nach dem Motto: "Wir wollen dass unser Hintertupfingen endlich ICE-Bahnhof wird dass wir auf einem Niveau mit den Metropolen sind!" frage ich mich ob den Minister nicht selber der Widerspruch zwischen beiden oben zitierten Sätzen auffällt. Aber vermutlich nicht, sonst wäre er ja kein Politiker. Denn wie soll das denn auf einem ohnehin schon belasteten Netz gehen, einerseits mehr Fernverkehr in der Fläche, andererseits dadurch aber den Nahverkehr nicht kannibalisieren? Und kannibalisieren muss ja nicht heißen verdrängen, es reicht ja schon dass wie zwischen Aachen und Köln für den Flix passiert RE-Taktverkehre zeitweise an die Seite müssen, wodruch sie aus dem Takt fliegen und Umstiege für die NV-Kunden platzen.
geschrieben von: Irgendware
Datum: 24.07.26 11:06
Ich habe mir den Antrag durchgelesen und bin zum Ergebnis gekommen, dass er erstens nichts bringen wird und zweitens total im Sande verlaufen wird.Sehe ich auch so. Der Antrag ist total unkonkret, was soll die Bundesregierung damit denn machen?
Im Antrag gibt es jede Mange Wischi Waschi Formulierungen, die geradezu danach schreien, unterlaufen zu werden.
Es bleibt dabei, dass der Bund den Fernverkehr selbst ausschreiben muss und vorher in Abstimmung mit den Ländern bezüglich deren SPNV-Bestellungen, die Fahrpläne und Routen abstimmt.
_____________
Abgesehen davon wäre es für die Bundesländer wesentlich zielführender, wenn die Grenzkostenrechnung eingeführt würde. Dann kann Bayern selbst neue Netze ausschreiben und bestimmen, was es will, wie z.B. einen RE, der in 2:40 Stunden von Würzburg über Ansbach und Augsburg nach München fährt.
stuxburg schrieb:Ich verfolge bei Herrn Bernreiter seit Tagen immer wieder erstaunt seine Aussagen zum Fernverkehr in der Fläche, der angeblich jetzt oder bald* wegen Rosinenpickerei eingestellt wird.Er forderte, dass der Fernverkehr nicht nur große Metropolen, sondern auch Oberzentren anbinden müsse. (...) Der Minister verlangte zudem einen besseren Schutz für den SchienenpersonennahverkehrMal abgesehen davon, dass hier vermutlich auch einige Provinzbürgermeister lobbyiert (gibt es dieses Wort überhaupt?) haben nach dem Motto: "Wir wollen dass unser Hintertupfingen endlich ICE-Bahnhof wird dass wir auf einem Niveau mit den Metropolen sind!" frage ich mich ob den Minister nicht selber der Widerspruch zwischen beiden oben zitierten Sätzen auffällt. Aber vermutlich nicht, sonst wäre er ja kein Politiker. Denn wie soll das denn auf einem ohnehin schon belasteten Netz gehen, einerseits mehr Fernverkehr in der Fläche, andererseits dadurch aber den Nahverkehr nicht kannibalisieren? Und kannibalisieren muss ja nicht heißen verdrängen, es reicht ja schon dass wie zwischen Aachen und Köln für den Flix passiert RE-Taktverkehre zeitweise an die Seite müssen, wodruch sie aus dem Takt fliegen und Umstiege für die NV-Kunden platzen.
geschrieben von: ingo st.
Datum: 24.07.26 13:41
geschrieben von: Stichstreckenblock
Datum: 24.07.26 14:18
Tourismus- oder Ausflugszüge kann man auch passgenau bestellen.Das habe ich auch schon mal gedacht und die Anbindung von Tourismusregionen kommt regelmäßig vor. Wenn man das mal in Zitronen-Rosinen-Diskussion, sind abgesehen von den Saisonzeiten das ja eher "Rosinenstrecken" - nur warum soll man eigentlich die Anbindung zufällig an Bahnstrecken liegender Tourismusstrecken aus irgendwelchen anderen bundesweiten "Rosinen" quer finanzieren. Wenn eine Region zur Förderung ihrer Attraktivität eine Schienenfernverkehrsanbindung haben möchte, ist das in jedem Fall toll, aber es hindert auch niemand die jeweilige Region daran, bei einem EVU ihrer Wahl diese Anbindung zu bestellen. Und sei es als Verlängerung von DB-FV-Taktzügen. Nur warum soll der Fahrgast zwischen Berlin und Hamburg die Anbindung bayerischen Tourismusregionen querfinanzieren?
geschrieben von: Teufelsmauer
Datum: 24.07.26 20:12
Hi.Es geht eher um das System und nicht um eingesetzte Züge. Das wäe ein seperates Thema. Die ÖBB hat Fahrzeuge bestellt, sind aber noch nicht vollständig geliefert. Für die IR-Verbindungen sind mittelfristig auch größere Fahrzeuge vorgesehen. Im Übrigen werde ich in 14 Tagen Erfahrungen mit einem ÖBB-IR sammeln.
hast du die IR in Österreich schon mal genutzt? Wenn nein - nimm dir die Zeit und mach deine Erfahrung. Dann unterhalten wir uns weiter. Eine Sardinenbüchse ist noch komfortabel im Gegensatz zu den eingesetzten viele zu kleinen Fahrzeugen. Das als Vorbild für D - dann geht's endgültig den Bach runter...
geschrieben von: Heckeneilzugfan
Datum: 24.07.26 22:36
geschrieben von: Wolfgang Dietrich Mann
Datum: 25.07.26 22:43
ingo st. schrieb:Damit sind wir beim eigentlichen Zielkonflikt angekommen.Tourismus- oder Ausflugszüge kann man auch passgenau bestellen.Das habe ich auch schon mal gedacht und die Anbindung von Tourismusregionen kommt regelmäßig vor. Wenn man das mal in Zitronen-Rosinen-Diskussion, sind abgesehen von den Saisonzeiten das ja eher "Rosinenstrecken" - nur warum soll man eigentlich die Anbindung zufällig an Bahnstrecken liegender Tourismusstrecken aus irgendwelchen anderen bundesweiten "Rosinen" quer finanzieren. Wenn eine Region zur Förderung ihrer Attraktivität eine Schienenfernverkehrsanbindung haben möchte, ist das in jedem Fall toll, aber es hindert auch niemand die jeweilige Region daran, bei einem EVU ihrer Wahl diese Anbindung zu bestellen. Und sei es als Verlängerung von DB-FV-Taktzügen. Nur warum soll der Fahrgast zwischen Berlin und Hamburg die Anbindung bayerischen Tourismusregionen querfinanzieren?
geschrieben von: stuxburg
Datum: 25.07.26 22:54
(A) Die möglichst gute Konkurrenzierung anderer (weniger umweltfreundlicher) Verkehrsmittel.Warum sollte das Deutschlandticket Ziel B beeinträchtigen??
(B) Die Erschließung möglichst weiter Bevölkerungkreise (und deren Verkehrsbedürfnisse) mit Schienenpersonenfernverkehr.
Nebenbei: Das Deutschlandticket fördert auch "Ziel A", und beeinträchtigt ganz massiv "Ziel B"...
geschrieben von: Wolfgang Dietrich Mann
Datum: 25.07.26 22:59
Wolfgang Dietrich Mann schrieb:(A) Die möglichst gute Konkurrenzierung anderer (weniger umweltfreundlicher) Verkehrsmittel.Warum sollte das Deutschlandticket Ziel B beeinträchtigen??
(B) Die Erschließung möglichst weiter Bevölkerungkreise (und deren Verkehrsbedürfnisse) mit Schienenpersonenfernverkehr.
Nebenbei: Das Deutschlandticket fördert auch "Ziel A", und beeinträchtigt ganz massiv "Ziel B"...
geschrieben von: Hauptmann Mumm
Datum: 26.07.26 00:32
geschrieben von: Herre Elk
Datum: 26.07.26 09:10
Vielleicht kommt das österreichische Modell zur Anwendung - bzw. es könnte den InterRegio endlich wieder geben.Ist kein Problem: man benennt langlaufende RE in IR um, schichtet die Reg-Mittel vom Land zum Bund als SPFV Aufgabenträger um und fertig.
geschrieben von: 103612
Datum: 26.07.26 10:33
Und hättest damit für Millionen von Pendlern das Bahnfahren massiv verteuert. Toll!
Woher kommt eigentlich immer dieser Fetisch, auf Teufel komm raus ein B-Netz einrichten zu wollen, welches am Markt niemand vermisst?
Die Verbindungen eines B-Netzes werden dort wo es sich lohnt vom A-Netz mitbedient und ansonsten vom schbellen Regionalverkehr als Zubringer zum A-Netz zu unschlagbaren Preisen abgedeckt.
Ein B-Netz braucht da schlicht niemand und genau das bildet der Markt ab.
Teufelsmauer schrieb:Vielleicht kommt das österreichische Modell zur Anwendung - bzw. es könnte den InterRegio endlich wieder geben.Ist kein Problem: man benennt langlaufende RE in IR um, schichtet die Reg-Mittel vom Land zum Bund als SPFV Aufgabenträger um und fertig.
Einzige Änderung: das D-Ticket gilt in diesen Zügen nicjt mehr.
geschrieben von: 103612
Datum: 26.07.26 10:46
VB schrieb:ingo st. schrieb:Damit sind wir beim eigentlichen Zielkonflikt angekommen.Tourismus- oder Ausflugszüge kann man auch passgenau bestellen.Das habe ich auch schon mal gedacht und die Anbindung von Tourismusregionen kommt regelmäßig vor. Wenn man das mal in Zitronen-Rosinen-Diskussion, sind abgesehen von den Saisonzeiten das ja eher "Rosinenstrecken" - nur warum soll man eigentlich die Anbindung zufällig an Bahnstrecken liegender Tourismusstrecken aus irgendwelchen anderen bundesweiten "Rosinen" quer finanzieren. Wenn eine Region zur Förderung ihrer Attraktivität eine Schienenfernverkehrsanbindung haben möchte, ist das in jedem Fall toll, aber es hindert auch niemand die jeweilige Region daran, bei einem EVU ihrer Wahl diese Anbindung zu bestellen. Und sei es als Verlängerung von DB-FV-Taktzügen. Nur warum soll der Fahrgast zwischen Berlin und Hamburg die Anbindung bayerischen Tourismusregionen querfinanzieren?
An den Schienenpersonenfernverkehr werden zwei Anforderungen gestellt, die unabhängig voneinander sind.
(A) Die möglichst gute Konkurrenzierung anderer (weniger umweltfreundlicher) Verkehrsmittel.
(B) Die Erschließung möglichst weiter Bevölkerungkreise (und deren Verkehrsbedürfnisse) mit Schienenpersonenfernverkehr.
Wenn beide Ziele im Einzelfall in Konkurrenz zueinander stehen, würde ich tendeziell "Ziel A" den Vorrang geben, ich trete aber sehr wohl dafür ein dass auch "Ziel B" berücksichtigt bleibt. In der Diskussion mit dem Stichwort "Rosinenpicken" komme ich jedoch zu dem klaren Ergebnis, dass Wettbewerb auf den stärkstnachgefragten Strecken geeignet ist, "Ziel A" zu fördern; Konkurrenz belebt eben das Geschäft!
Nebenbei: Das Deutschlandticket fördert auch "Ziel A", und beeinträchtigt ganz massiv "Ziel B"...
Ich halte nun gar nichts davon, "Ziel A" und "Ziel B" gegeneinander auszuspielen. Und noch weniger halte ich davon, zur Erreichung von "Ziel B" die Situation für "Ziel A" zu verschlechtern. Die von einigen hier im DSO-Forum immer wieder erhobene Forderung, den Schienenpersonenfernverkehr auszuschreiben, und dabei Pakete zu schnüren, in welchen nachfragestarke Achsen die Bedienung weniger frequentierter Strecken querfinanzieren sollen, lehne ich ganz klar ab; das wäre nämlich nichts anderes als eine "Sonder-Steuer" auf Eisenbahnfahrkarten in stark-nachgefragten Relationen, um politisch gewünschte Leistungen zu finanzieren. Eine solche erzwungene Quer-Subventionierung hat zum Ergebnis, dass die Eisenbahn auf starken Achsen ihre Stärken nicht ausspielen kann, und dann wegen erzwungenermaßen höherer Eisenbahn-Fahrpreise ein Teil der Nachfrage rein preisbedingt mit weniger umweltfreundlichen Verkehrsmitteln angewickelt wird. Warum nicht ein Sonder-Zuschlag auf Diesel/Benzin und Kerosin (und meinetwegen auch auf den Lade-Strom von E-Autos), um diese vielleicht politisch gewünschten Leistungen zu finanzieren, warum stattdessen nur Eisenbahn-Fahrkarten?
Eines Webfehler, dass es am "unteren Ende" der Angebotspalette sich lohnenden Schienenpersonenfernverkehrs eine schmerzliche Lücke gibt, lag in einer großen Lebenslüge der Deutschen Bundesbahn. Die Bundesbahn hatte den Fernverkehr immer als großen Gewinnbringer dargestellt, und den Nahverkehr als Verlustquelle. Irgendwie musste sie das auch so tun, denn bei insgesamt (das heißt für das Gesamtsystem) fehlendem Geld mussten Prioritäten gesetzt werden, und mal ganz ehrlich, wer hätte sich vorstellen können dass die Bundesbahn bei den Hauptabfuhrstrecken spart und nur das Zweigstreckennetz aufrechterhält? Der Interregio war von seinen Protagonisten gnadenlos schöngerechnet. Als in der zweiten Stufe der Bahnreform 1996 die Geschäftsbereiche "Traktion" und "Werke" aufgelöst - und auf die Transportgesellschaften Güter-, Personenfern- und -nahverkehr aufgeteilt - wurden, flog diese Lebenslüge auf, weil jede Fahrzeugbaureihe eine eigene Kostenstelle bekam. Da waren die finanziellen Rahmenbedingungen der Bahnreform jedoch schon unter "Dach und Fach" - es kamen Zeiten, in denen es DB Regio richtig gut ging, und die Aufgabenträger mit sukzessiven Ausschreibungen einiges Geld herauspressen konnten; dieses Geld ist dann allerdings nur zum Teil in bessere Angebote geflossen, zu einem anderen Teil aber auch in überdimensionierte Verwaltungsapparate, und auch sonst einige verschwenderische Ausstattungsen des SPNV, die wirtschaftlich nicht sinnvoll sind. Der Fernverkehr hingegen konnte seine Kosten nicht decken, und musste massiv sparen - "Mora P" kam schon etwas vor Hartmut Mehdorn. Dass die Infrastruktur sich nicht alleine aus Trasseneinnahmen und (zinslosen) Krediten des Bundes finanzieren konnte, hat Hartmut Mehdorn der Politik (zugegebenermaßen etwas "unsanft") klargemacht, mit den "Leistungs- und Finanzierungs-Vereinbarungen (LuFV)" wurde nachträglich für die Infrastruktur eine vernünftige Finanzierungsstraktur entwickelt; was darin immer noch unberücksichtigt blieb, ist die Aufnahmefähigkeit des Netzes für Mehrverkehr. Aus Bundes- und Reichsbahnzeiten bestanden solche Überkapazitäten, dass viele Jahre das Verkehrswachstum betrieblich gut abgewickelt werden konnte, bis irgendwann ein Kipp-Punkt erreicht wurde, in welchem die Betriebsstabilität kollabierte (wir erleben es jeden Monat bei der Veröffentlichung der Pünktlichkeitswerte des Vormonats). Der Schienenpersonenfernverkehr hat wirtschaftlich eine Rosskur hinter sich. Man kann es mit Fug und Recht als den eigentlichen Erfolg der Bahnreform ansehen, dass dieser Sektor kurz vor den Corona-Krise einen Allzeit-Nachfrage-Rekord erzielte, trotz Konkurrenz durch Billigflieger und Fernbus, trotz Abgabe der Nachfrage von weiten Teilen des ehemaligen Interregio-Netzes an den SPNV. Natürlich haben auch einige Neubaustrecken, insbesondere in der Achse Berlin - München, zu diesem Erfolg beigetragen, es steckt aber auch einige Menge Leistung der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner darin.
Wie lässt sich nur "Ziel B" fördern? Ich halte Ausschreibungen gemäß der Struktur im Schienenpersonennahverkehr für keinen sinnvollen Weg. Und zwar vorallem deswegen, weil bei viele ehemaligen Interregio-Leistungen die Kostendeckung nur knapp unter der Rentabilitässchwelle lag. Wären alle Leistungen, deren Kosten zu vielleicht 80 oder 90 Prozent aus Fahrgeldeinnahmen gedeckt waren, nicht herausgefallen, hätten wir heute ein Fernverkehrsangebot, welches viele der akut offenen Wünsche befriedigen würde. Um es erfolgreich halten zu können, ist es allerdings erforderlich, dass es weiterhin vom Verkehrsmarkt getriggert wird. In dem Moment, in welchem Behörden das Angebot gestalten, fließen zu viele Aspekte ein, die keinen Ertrag bringen, und es entstehen unnötige Verwaltungs- und sonstige Transaktionskosten. Der staatliche Eingriff sollte sich auf solche Förderungen beschränken, welche die Wirtschaftlichkeit über die Rentabilitäts-Schwelle heben; dies können gezielte Förderungen der Trassenpreise sein (zum Beispiel streckenbezogen und betreiberneutral für X Züge, werden mehr Fahrplantrassen angemeldet wird die Zuschuss-Summe auf alle Betreiber gleichmäßig aufgeteilt), es können auch zweckgebundene Fahrzeug-Förderungen sein (auf diese Weise könnte auch der Neigetechnik ein "zweiter Frühling" ermöglicht werden).
Falls die (Bundes-)Politik nicht bereit ist, der Eisenbahn insgesamt mehr Geld zu geben, plädiere ich dafür, zugunsten des "Ziel B" beim Schienenpersonennahverkehr etwas zu kürzen. Dies muss nicht unbedingt zu Leistungskürzungen führen. Der Bund könnte auch die Zweckbindung etwas strenger fassen, zum Beispiel dass aus den Regionalisierungsmittel nicht mehr die Verwaltungsapparate der Aufgabenträger finanziert werden dürfen. Dann müssten die Länder bzw. Kommunen (die Zuständigkeit ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich organisiert) ihr eigenes Personal komplett selber bezahlen, und sie würden hier die aufgeblähten Apparate auf ein vernünftiges Maß zurückführen.
geschrieben von: junglok13
Datum: 26.07.26 11:00
Es bräuchte grundlegende Änderungen im System, damit der Bund Verantwortung für einen - ich nenne es mal - Basis-Fernverkehr übernehmen könnte.Man könnte es so formulieren, jedes Oberzentrum muss min. Alle 2 Stunden an den Fernverkehr angebunden sein, jedes Mittelzentrum min. Alle 4 Stunden.
Wenn man solche Forderungen stellt, müsste man konkret vorschlagen, wie man sich das in der Umsetzung vorstellt, damit konstruktiv daran gearbeitet werden kann.
Diesen Antrag kann man jedenfalls gleich wieder in den Papierkorb werfen, ich hoffe, dass die anderen Bundesländer dies erkennen und lieber einen vernünftigen Vorschlag erarbeiten.
geschrieben von: VT
Datum: 26.07.26 11:52
Zitat: Man könnte es so formulieren, jedes Oberzentrum muss min. Alle 2 Stunden an den Fernverkehr angebunden sein, jedes Mittelzentrum min. Alle 4 Stunden.Und wo fahren die Züge dann hin? Es müssen ja auch sinnvolle Relationen sein. Und wie halte ich die Leute drin, wenn die Umsteigeverbindung eine Stunde schneller ist? Stichwort Wiesbaden-City
Wäre schon mal ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Damit man das Hauptnetz nicht weiter belastet, vermehrte Benutzung von Nebenfernstrecken.
geschrieben von: Irgendware
Datum: 26.07.26 12:28
Genau - und deshalb meine ich, dass ein neues "B-Netz" im Fernverkehr nur dann realistisch ist, wenn es nicht neben dem heutigen SPNV-Netz entwickelt wird, sondern bestehende RE-Linien mit fernverkehrsähnlicher Funktion vollständig ersetzt. An deren Stelle träten dann langlaufende Linien mit ggf. etwas restriktiverer Haltepolitik, aber natürlich kompletter Einbindung in einen deutschlandweiten ITF.Dieser Vorschlag enthält jedoch einen Zielkonflikt:
Wo wir dann aber eben auch wieder beim Bundesaufgabenträger wären - der das finanzieren könnte, indem Regmittel für die betroffenen RE-Linien zu diesem umgeleitet werden. Eine interessante Frage wäre dann noch, wie auf derartigen Linien mit dem D-Ticket verfahren wird. Um das D-Ticket langfristig preisstabil zu halten, bin ich ohnehin der Auffassung, dass es nicht dauerhaft für fernverkehrsähnliche Nutzungen offenstehen kann - mit einer Herauslösung eines "B-Netzes"/langlaufender RE gäbe es hierfür einen Hebel.
geschrieben von: Strizie
Datum: 26.07.26 12:37
Genau - und deshalb meine ich, dass ein neues "B-Netz" im Fernverkehr nur dann realistisch ist, wenn es nicht neben dem heutigen SPNV-Netz entwickelt wird, sondern bestehende RE-Linien mit fernverkehrsähnlicher Funktion vollständig ersetzt. An deren Stelle träten dann langlaufende Linien mit ggf. etwas restriktiverer Haltepolitik, aber natürlich kompletter Einbindung in einen deutschlandweiten ITF.Um Gottes Willen, dass stelle ich mir gerade vor. Der RE 2 Frankfurt-Mainz-Koblenz zusammengelegt mit dem RE 5 bis Wesel. Von der Haltekonzeption geht das zumindest zwischen Mainz und Köln mit einem D/E-Zug durch. Am besten fährt man dann noch alternierend alle 2 Stunden entweder nach Frankfurt oder mit dem RE Mainz-Karlsruhe weiter. Man kann sich ausmalen was dann für Zustände mit dem D-Ticket dort herrschen. Wer da noch unterwegs einsteigen möchte kann froh sein, wenn er stehend mitgenommen wird.
Wo wir dann aber eben auch wieder beim Bundesaufgabenträger wären - der das finanzieren könnte, indem Regmittel für die betroffenen RE-Linien zu diesem umgeleitet werden. Eine interessante Frage wäre dann noch, wie auf derartigen Linien mit dem D-Ticket verfahren wird. Um das D-Ticket langfristig preisstabil zu halten, bin ich ohnehin der Auffassung, dass es nicht dauerhaft für fernverkehrsähnliche Nutzungen offenstehen kann - mit einer Herauslösung eines "B-Netzes"/langlaufender RE gäbe es hierfür einen Hebel.
geschrieben von: yummi
Datum: 26.07.26 14:47
Um Gottes Willen, dass stelle ich mir gerade vor. Der RE 2 Frankfurt-Mainz-Koblenz zusammengelegt mit dem RE 5 bis Wesel. Von der Haltekonzeption geht das zumindest zwischen Mainz und Köln mit einem D/E-Zug durch. Am besten fährt man dann noch alternierend alle 2 Stunden entweder nach Frankfurt oder mit dem RE Mainz-Karlsruhe weiter. Man kann sich ausmalen was dann für Zustände mit dem D-Ticket dort herrschen. Wer da noch unterwegs einsteigen möchte kann froh sein, wenn er stehend mitgenommen wird.
geschrieben von: yummi
Datum: 26.07.26 14:51
Man könnte es so formulieren, jedes Oberzentrum muss min. Alle 2 Stunden an den Fernverkehr angebunden sein, jedes Mittelzentrum min. Alle 4 Stunden.
Wäre schon mal ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Damit man das Hauptnetz nicht weiter belastet, vermehrte Benutzung von Nebenfernstrecken.
geschrieben von: Sir_Tobias
Datum: 26.07.26 15:55
geschrieben von: Strizie
Datum: 26.07.26 17:24
Zumal zwischen Mainz, Koblenz und Köln auch noch der IC fährt. Das wäre dann genau der genannte RE mit etwas restriktiverer Haltepolitik.Na ja vom klassischen IC halte ich auf der Route gar nichts mehr. In Koblenz Hbf wird an den wichtigen Knotenanschlüssen quasi vorbeigefahren bzw. ist der Fernverkehr dort nicht integriert. Pendler aus Bonn orientieren sich eher Richtung Köln/Düsseldorf. Auch hier bringt der Fernverkehr nur wenig. Die IC-Linie fährt Richtung Solingen dazu gibt es dann ein Mix aus Einzelleistungen, welche zwar nach Düsseldorf fahren aber es stellt kein Taktangebot mehr dar. Im Prinzip kann man nur den RE 5 nehmen und wie dieser ab Bonn Hbf aussieht von der Füllmenge und der Pünktlichkeit muss ich glaube ich nicht weiter ausführen. Eigentlich hätte der RE 5 mit Einführung des 9 Euro bzw. D-Tickets auf Dreifachtraktion erweitert werden müssen genauso wie der RE 1. Das geht aber nicht wegen der Bahnsteiglängen. Zum Glück hat man wenigstens seinerzeit vom Konzept des Stärken und Schwächen des RE 5 in Remagen abgesehen bzw. nicht realisiert. Immerhin etwas.
Lange RE-Linien sind auch wegen der Betriebsstabilität nicht so toll. Ebenso braucht du für fahrgaststarke Abschnitte wie Köln - Koblenz auch mehr Kapzaität in den Zügen, da ist schon Wagenmaterial her eine Durchbindung nicht sinnvollTheoretisch kann man das schon nur müsste man genügend Fahrzeitreserven einplanen und das wird oft nicht gemacht. Simples Beispiel ist der RE 1 zwischen Köln und Aachen. Vor dem Umbau der Strecke lag die Fahrzeit bei 58 Minuten. Nach dem Umbau ist diese reduziert worden um ca. 5 Minuten. Klar man kann 160 km/h statt früher 120 km/h fahren aber schaut man sich die Zuverlässigkeit des RE 1 an (insbesondere ab Köln) wäre eine Trasse für 120 km/h besser. Könnte man mehr Verspätung aufholen in der Theorie.
geschrieben von: Dirk Mattner
Datum: 27.07.26 00:58
geschrieben von: Herre Elk
Datum: 27.07.26 07:56
Und hättest damit für Millionen von Pendlern das Bahnfahren massiv verteuert. Toll!
Woher kommt eigentlich immer dieser Fetisch, auf Teufel komm raus ein B-Netz einrichten zu wollen, welches am Markt niemand vermisst?
Die Verbindungen eines B-Netzes werden dort wo es sich lohnt vom A-Netz mitbedient und ansonsten vom schbellen Regionalverkehr als Zubringer zum A-Netz zu unschlagbaren Preisen abgedeckt.
Ein B-Netz braucht da schlicht niemand und genau das bildet der Markt ab.
Herre Elk schrieb:Teufelsmauer schrieb:Vielleicht kommt das österreichische Modell zur Anwendung - bzw. es könnte den InterRegio endlich wieder geben.Ist kein Problem: man benennt langlaufende RE in IR um, schichtet die Reg-Mittel vom Land zum Bund als SPFV Aufgabenträger um und fertig.
Einzige Änderung: das D-Ticket gilt in diesen Zügen nicjt mehr.
geschrieben von: 103612
Datum: 27.07.26 09:56
as Argument mit B-Netz und Markt zieht nicht. Dann gäbe es außer Schülerverkehr und einige Regionalbuslinien auch keinen ÖPNV.t die Reg-Mittel vom Land zum Bund als SPFV Aufgabenträger um und fertig.
geschrieben von: chnookie
Datum: 27.07.26 10:06
Teufelsmauer schrieb:Der Vergleich Österreich / Deutschland hinkt in diesem Bereich einfach schon wegen der Grösse der Bundesländer. Österreich hat 9 Bundesländer und ist kleiner als Bayern mit seinen 7 Regierungsbezirken.Vielleicht kommt das österreichische Modell zur Anwendung - bzw. es könnte den InterRegio endlich wieder geben.Ist kein Problem: man benennt langlaufende RE in IR um, schichtet die Reg-Mittel vom Land zum Bund als SPFV Aufgabenträger um und fertig.
Einzige Änderung: das D-Ticket gilt in diesen Zügen nicht mehr.
geschrieben von: Sir_Tobias
Datum: 27.07.26 20:43
geschrieben von: 103612
Datum: 27.07.26 21:09
geschrieben von: Sir_Tobias
Datum: 02.08.26 13:14
geschrieben von: lll
Datum: 06.08.26 15:30
geschrieben von: 103612
Datum: 06.08.26 16:54
Das Sinnvollste wäre, zu erkennen, dass eigenwirtschaftlicher Fernverkehr gescheitert ist. Wäre er gemeinwirtschaftlich wie der Nahverkehr, wäre ein flächendeckender Fernverkehr wieder einfacher machbar. Ich bin absolut dafür, dass es wieder ein Produkt flächendeckend unterhalb des ICE, aber oberhalb des RE. Dieser Zug sollte verstärkt mittelgroße Städte anbinden. Vorzugsweise sollten hier lokbespannte Wendezüge zu Einsatz kommen.Der eigenwirtschaftliche Fernverkehr funktioniert in Deutschland sehr gut. Wir haben ein sehr dichtes und vertaktetes Angebot auf allen Hauptstrecken.
geschrieben von: stuxburg
Datum: 06.08.26 17:09
lll schrieb:In Tschechien gibt es Pönale für ausfallende Züge im Fernverkehr. In Deutschland nicht. Und guck dir mal an, wie viel ICEs täglich ersatzlos ausfallen.Das Sinnvollste wäre, zu erkennen, dass eigenwirtschaftlicher Fernverkehr gescheitert ist. Wäre er gemeinwirtschaftlich wie der Nahverkehr, wäre ein flächendeckender Fernverkehr wieder einfacher machbar. Ich bin absolut dafür, dass es wieder ein Produkt flächendeckend unterhalb des ICE, aber oberhalb des RE. Dieser Zug sollte verstärkt mittelgroße Städte anbinden. Vorzugsweise sollten hier lokbespannte Wendezüge zu Einsatz kommen.Der eigenwirtschaftliche Fernverkehr funktioniert in Deutschland sehr gut. Wir haben ein sehr dichtes und vertaktetes Angebot auf allen Hauptstrecken.
Problem sind doch eher die vielen Baustellen, die ständig zu irgendwelchen Ausfällen von Linien oder Fahrzeitverlängerungen führen.
Was manche vermissen, ist Fernverkehr dort wo keine Nachfrage besteht.
geschrieben von: lll
Datum: 07.08.26 09:02
Hallo,Und hättest damit für Millionen von Pendlern das Bahnfahren massiv verteuert. Toll!
Woher kommt eigentlich immer dieser Fetisch, auf Teufel komm raus ein B-Netz einrichten zu wollen, welches am Markt niemand vermisst?
Die Verbindungen eines B-Netzes werden dort wo es sich lohnt vom A-Netz mitbedient und ansonsten vom schbellen Regionalverkehr als Zubringer zum A-Netz zu unschlagbaren Preisen abgedeckt.
Ein B-Netz braucht da schlicht niemand und genau das bildet der Markt ab.
Herre Elk schrieb:Teufelsmauer schrieb:Vielleicht kommt das österreichische Modell zur Anwendung - bzw. es könnte den InterRegio endlich wieder geben.Ist kein Problem: man benennt langlaufende RE in IR um, schichtet die Reg-Mittel vom Land zum Bund als SPFV Aufgabenträger um und fertig.
Einzige Änderung: das D-Ticket gilt in diesen Zügen nicjt mehr.
geschrieben von: Dieselpower-WW
Datum: 07.08.26 12:09
geschrieben von: Herre Elk
Datum: 07.08.26 21:17
geschrieben von: Sir_Tobias
Datum: 10.08.26 10:14
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 10.08.26 23:30
Das Problem ist doch, dass ein "B-Netz", was viele mit IC/IR verbinden aus den 90er-Jahren, mit den heutigen Gegebenheiten nicht mehr kompatibel ist. Damals gab es deutlich weniger Taktverkehr und Lücken, die auch Platz für das B-Netz ließen. Heute mit stündlichen und deutlich schnelleren REs (160 km/h) gibt es kaum dazu einen Mehrwert, was einem B-Netz eine gute Existenzgrundlage bietet. Und ganz konkret: Wo soll denn das B-Netz überhaupt noch fahren, wo es fast überall schnellen vertakteten RE-Verkehr gibt?Der IC2 war vielfach der Versuch ein B-Netz zu reaktivieren unter finanzieller Subvention von Aufgabenträgern - wofür es im Gegenzug eine SPNV-Tariffreigabe gab. Ein wunderbares Beispiel dafür ist das Scheitern der Linie IC34. Fahrzeitgewinne gegenüber dem (vorherigen) RE-Verkehr entstanden nur durch Auslassen von Gießen und Hagen... das wiederum sind relevante Verkehrsknoten, deren Potential dementsprechend nicht ausgenutzt werden kann.
geschrieben von: Strizie
Datum: 11.08.26 21:06
Da bleibt einfach kein Platz für ein B-Netz aus den 90er-Jahren. Hier müsste man konkret sich überlegen, wo es noch (in Teilen) funktionieren könnte und es dem "A-Netz" keine Konkurrenz macht. Als Beispiel, was ja erfolgreich funktioniert, habe ich Hannover-Magdeburg-Leipzig bereits genannt.Ein B-Netz aus den 90ern macht auch keinen Sinn. Was mich allerdings ärgert ist z.B. das Zugangebot auf der linken Rheinstrecke. Für den schnellen Verkehr hat man die NBS Köln-Rhein/Main. Der stündliche ICE/IC mit Halten nur in Bonn, Koblenz und Mainz sowie die paar Einzelläufer in der anderen Trasse wirken wie ein Fremdkörper. Keine Einbindung in den 00-Knoten Koblenz und dazu fährt man ab Köln Hbf im 20/40 Minuten-Takt etwa und kommt im ungenauen 30 Minuten-Takt dann in Mainz raus. Damit werden 30 Minuten-Takt Angebote wie die RB 48 torpediert von der Trasse her immerhin klappt das bei der Mittelrheinbahn zwischen Bingen und Mainz etwas besser.
geschrieben von: leofink
Datum: 12.08.26 06:50
Hi.Nim lieber die Schweiz:
hast du die IR in Österreich schon mal genutzt? Wenn nein - nimm dir die Zeit und mach deine Erfahrung. Dann unterhalten wir uns weiter. Eine Sardinenbüchse ist noch komfortabel im Gegensatz zu den eingesetzten viele zu kleinen Fahrzeugen. Das als Vorbild für D - dann geht's endgültig den Bach runter...
geschrieben von: Hauptmann Mumm
Datum: 12.08.26 11:05
Hier wäre in der Tat besser ein Angebot für die dort lebenden Menschen aufzuziehen und das heißt dann abgestimmter 30 Minuten-Takt von Köln Hbf mit wenigen Zwischenhalten (ehemalige IR-Halte wären gesetzt) bis Koblenz Hbf. Dortige Einbindung in den 00 und 30er-Knoten. Anschließend weiter im 30 Minuten-Takt bis Mainz Hbf. Als zweites Standbein wäre dann natürlich ein RB-Angebot im 30 Minuten-Takt ohne so ein Harakiritrassenkonstrukt wie die Mittelrheinbahn zwischen Mainz Hbf und Remagen derzeit hat.Würde halt bedeuten, Bonn Hbf und Koblenz Hbf entweder vom Fernverkehr abzuschneiden, oder vom schnellen RE-Verkehr und damit von der D-Ticket-Nutzung. Wofür plädierst Du?
geschrieben von: Strizie
Datum: 12.08.26 20:04
Würde halt bedeuten, Bonn Hbf und Koblenz Hbf entweder vom Fernverkehr abzuschneiden, oder vom schnellen RE-Verkehr und damit von der D-Ticket-Nutzung. Wofür plädierst Du?Der erste Schritt wäre aus meiner Sicht, dass die Verantwortlichen sich an einen Tisch setzen wie man das Angebot für die Kunden der linken Rheinstrecke verbessern kann.
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