Dass Automaten in der Regel nicht funktionieren, halte ich für ein Gerücht.
geschrieben von: bahnfreundsiggi
Datum: 28.07.26 09:24
Signalschruber schrieb:Das liegt aber auch daran, weil die BNetzA ein absolut zahnloser Bettvorleger ist. Wenn in der Gemeinde das Bürgermeisteramt Druck macht, dann passiert was. Mitunter zahlt die Post dann sogar ordentliche Vergütungen. Aber diese teuren Verträge werden schnellstmöglich wieder gekündigt um irgendwelche Billigläden zu bekommen. Das ging aber bei uns in der Gegend jetzt schon zweimal schief. Ich meine in einen Fall wurde sogar ein Bußgeld verhängtWelches Schicksal soll das bei der Post sein? Der Post wird durch die Bundesnetzagentur vorgegeben ab wie viel Einwohnern je Ort eine Filiale oder PostShop bereitgehalten werden muss. [www.bundesnetzagentur.de] Die SPNV Aufgabenträger geben ebenso in ihren Vertriebs- bzw. Verkehrsverträgen den EVUs vor, wo Schalter vorgehalten werden müssen. Daher wird es in Aachen Hbf auch weiterhin einen Fahrkartenschalter geben.Die Post unterschreitet aber mittlerweile seit Jahren die Vorgaben bzgl. Mindestmenge an Filialen, ohne große Konsequenzen.
[www.tagesschau.de]
Teils gibt es in 20.000 Einwohnerstätten keine Post mehr, erst dieses Jahr weiter verschärft weil die Postbank, deren Besitzer die Deutsche Bank ist, die Post aus den Filialen wirft, weil die Filialen nicht mehr der Post sondern der deutschen Bank gehören.
Für den Nahverkehr steht ja sogar oft, wenn nicht überall, eine Möglichkeit zum personenbedienten Buchen an angemessen großen Bahnhöfen bereit. Damit kommt man mindestens soweit, wie jeder Zug innerhalb Lettlands fahren kann.Dass Automaten in der Regel nicht funktionieren, halte ich für ein Gerücht.Aachen ist hier tatsächlich ein Sonderfall, wegen der Grenzlage. Hier gibt es Automaten von allen drei Anbietern, wobei von Arriva und SNCB jeweils nur einer da ist und diese werden wohl tatsächlich eher schlecht gewartet, bzw waren Wochen kaputt.
VB schrieb:In Aachen sind täglich mobile Servicemitarbeiter von 6:15 bis 22:45 Uhr im Dienst. Wo diese tatsächlich im Bahnhof sind, weiß ich nun leider nicht. ;) (Denn eine richtige DB Info gibt es wohl dort nicht)Ja, und das fehlt zunehmend. Als Beschwerdestelle sicher verschmerzbar, aber manche Dinge gehen gerade im Störungsfall nun mal nicht online, jedenfalls nicht aktuell.Viel wichtiger als ein personalbesetzter Fahrkartenvertrieb wäre daher meines Erachtens ein personalbesetzte Auskunftsstelle, bzw Mitarbeiter die auf den Bahnsteigen Rede und Antwort stehen. Gerade hier in der Grenzregion gibt es offensichtlich ein großes Auskunftsbedürfniss, gerade auch bei Störungen, das übliche Apps nicht befriedigen. Solchen Service müssen heute Mitreisende unentgeltlich mehr schlecht als recht mit übernehmen. Beispiel RE 18 nach Maastricht hätte laut Anzeige vor 2 Minuten abfahren sollen, aber ist bisher nicht aufgetaucht. Gibt es da Alternativen? Gilt mein Ticket auch im Bus? Fährt der nächste Zug, oder ist warten sinnlos? Solche Mitarbeiter könnten dann auch ggf Hilfestellung bei der Nutzung des Automaten oder der App geben und so das Ticketproblem nachhaltig lösen. Ich fürchte allerdings, man will aus "gutem" Grund niemandem zumuten, dem täglichen Debakel ein Gesicht zu geben. Das ist ja heutzutage auch nicht ganz ungefährlich.
Zum Beispiel:
- Neue Reservierungen wegen Anschluss verpasst oder Zugausfall. Jedenfalls ohne in Vorkasse gehen und mit etwas Glück Wochen später über Fahrgastrechte zurückbekommen
- Anschluss verpasst bzw. Zugausfall und neue Fahrkarte im Ausland notwendig. Gerade in Aachen wegen Nähe zu Frankreich (TGV-Globalpreise) relevant.
Könnte man alles digital lösen, aber kann der DB-Navigator nicht. Und die Go.Center (schreibt man das so?) verkaufen nur.
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