geschrieben von: Daniel_Aachen
Datum: 23.07.26 21:07
geschrieben von: stellwerk_wf
Datum: 23.07.26 21:08
Moin,Joa, jetzt geht's also auch im go.Rheinland-Land mit den Schließungen an FV-Bahnhöfen los. Aber eigentlich nur folgerichtig, nachdem das andernorts in NRW schon geraume Zeit so ging – und der gemeine Standard-Fahrgast dürfte auch in den go.Centern ans Ziel kommen.
die DB Fernverkehr AG hat offenbar keine Lust zukünftig im Aachener Hbf ein Reisezentrum der DB Vertrieb GmbH zu finanzieren. In der Folge wird dies nun im Dezember geschlossen. Die DB wird die Kunden an das go.Rheinland Kundencenter verweisen.
[www1.wdr.de]
go.Center Aachen: [www.gorheinland.com]
Sauerei - also keine Fahrkarten nach Belgien mehr.
Hallo,Nein, seit 01.07. werden in belgischen Zügen keine Tickets mehr verkauft. Für den Fall dass der Automat (wie so oft in Aachen....) defekt ist und man kein digitales Ticket kaufen will/kann gilt wohl die Regel, dass der Zub automatisch (wie auch immer das gehen soll!?) über den Defekt informiert wird und man dann nicht als Schwarzfahrer gilt, solange man den Ticketpreis nachträglich innerhalb von 14 Tagen zahlt.* Siehe:
sofern der Fahrkartenautomat in der Haupthalle nicht schon in Betrieb ist (steht ja erst 10 Jahre dort), bekommt man m.E. die Fahrkarten im Zug.
geschrieben von: Hochgeschwindigkeitsstrecke
Datum: 24.07.26 08:07
Sauerei - also keine Fahrkarten nach Belgien mehr.Die gibt es natürlich weiterhin, nur nicht im Reisezentrum Aachen Hbf.
geschrieben von: Hochgeschwindigkeitsstrecke
Datum: 24.07.26 08:14
Moin,Da liegst du nicht falsch. Heute laufen rund 90 % der Fernverkehrs- und 80 % aller Bahntickets über digitale Kanäle. Die Entwicklung bei den Reisezentren war damit längst vorgezeichnet. Seit Jahren dienen sie eher als Anlaufstelle für Beschwerden und Fahrgastrechte und kaum noch als klassische Verkaufsstellen.
die DB Fernverkehr AG hat offenbar keine Lust zukünftig im Aachener Hbf ein Reisezentrum der DB Vertrieb GmbH zu finanzieren. In der Folge wird dies nun im Dezember geschlossen. Die DB wird die Kunden an das go.Rheinland Kundencenter verweisen.
Das Euregioticket gibts bei go.rheinland.Und der verkauft Fahrkarten für ICE und Eurostar? Die GOR-Automaten tun das jedenfalls soweit ich weiß nicht (für ICE zumindest nicht nach Belgien), und das gejuckel durchs Wesertal wirst du doch nicht ernsthaft als Alternative vorschlagen?
Alle anderen belgischen Tickets über die App oder am Automaten rechts vom Hauptausgang bzw links vom Haupteingang.
RhBDirk schrieb:Das Euregioticket gibts bei go.rheinland.Und der verkauft Fahrkarten für ICE und Eurostar? Die GOR-Automaten tun das jedenfalls soweit ich weiß nicht (für ICE zumindest nicht nach Belgien), und das gejuckel durchs Wesertal wirst du doch nicht ernsthaft als Alternative vorschlagen?
Alle anderen belgischen Tickets über die App oder am Automaten rechts vom Hauptausgang bzw links vom Haupteingang.
geschrieben von: Signalschruber
Datum: 24.07.26 20:05
Dann muss aber auch jemand den Service bezahlen und das will ja nun niemand. Vom Service allein werden keine Einnahmen generiert, ganz im Gegenteil.Welches Schicksal soll das bei der Post sein? Der Post wird durch die Bundesnetzagentur vorgegeben ab wie viel Einwohnern je Ort eine Filiale oder PostShop bereitgehalten werden muss. [www.bundesnetzagentur.de] Die SPNV Aufgabenträger geben ebenso in ihren Vertriebs- bzw. Verkehrsverträgen den EVUs vor, wo Schalter vorgehalten werden müssen. Daher wird es in Aachen Hbf auch weiterhin einen Fahrkartenschalter geben.
Früher oder später werden ohnehin alle Reisezentren geschlossen, es sei denn, jemand in diesem Land (vor allem im Zirkuszelt gegenüber dem Berliner Hauptbahnhof) käme auf die Idee, die Reisezentren und am besten gleich den gesamten Vertrieb als gemeinwohlorientiert einzustufen. Den Reisezentren und der Vertrieb selbst, droht sonst schlicht dasselbe Schicksal wie damals der Deutschen Post und ihren Filialen.
damit sind aber 20% aller Fahrgäste (in der Regel wohl ältere Menschen, Menschen mit Handicap und/oder solche ohne Smartphone) vor den Kopf gestoßen, wenn diese eine Beratung/Hilfe benötigen oder der Automat, was die Regel zu sein scheint, mal wieder nicht funktioniert.Die Rechnung stimmt aber nicht. Das bedeutet nicht, dass 20% der Fahrgäste ihre Fahrkarten im Reisezentrum (oder gar im Reisezentrum Aachen kaufen). Nahverkehrsticket gibt es in Aachen am Hauptbahnhof im durch Transdev betriebenen go.Center. Somit stimmt deine Aussage gar nicht.
" und 80 % aller Bahntickets über digitale Kanäle"Für den Nahverkehr steht ja sogar oft, wenn nicht überall, eine Möglichkeit zum personenbedienten Buchen an angemessen großen Bahnhöfen bereit. Damit kommt man mindestens soweit, wie jeder Zug innerhalb Lettlands fahren kann.
damit sind aber 20% aller Fahrgäste (in der Regel wohl ältere Menschen, Menschen mit Handicap und/oder solche ohne Smartphone) vor den Kopf gestoßen, wenn diese eine Beratung/Hilfe benötigen oder der Automat, was die Regel zu sein scheint, mal wieder nicht funktioniert.
Sollte nicht ein Angebot immer für alle Menschen möglich sein? Da ist man ja selbst im voll digitalisierten Lettland schon viiiiel weiter. Dort wird nämlich verpflichtend immer alles weiterhin für beide Möglichkeiten vorgehalten oder sogar explizit angeboten. Es geht also.
Christoph
Die Post unterschreitet aber mittlerweile seit Jahren die Vorgaben bzgl. Mindestmenge an Filialen, ohne große Konsequenzen.
Welches Schicksal soll das bei der Post sein? Der Post wird durch die Bundesnetzagentur vorgegeben ab wie viel Einwohnern je Ort eine Filiale oder PostShop bereitgehalten werden muss. [www.bundesnetzagentur.de] Die SPNV Aufgabenträger geben ebenso in ihren Vertriebs- bzw. Verkehrsverträgen den EVUs vor, wo Schalter vorgehalten werden müssen. Daher wird es in Aachen Hbf auch weiterhin einen Fahrkartenschalter geben.
Automaten können künftig Filialpflicht erfüllenjunglok13 schrieb:Zitat:
Das Problem dürfte im nächsten Jahr entschärft werden. Denn zum Jahreswechsel greifen neue Regeln des Postgesetzes, das unlängst novelliert worden war. Dann werden unter bestimmten Umständen auch sogenannte Poststationen bei der Erfüllung der Pflichtvorgabe angerechnet, bislang ist das nicht der Fall. An Poststationen können Briefmarken gekauft, Pakete frankiert sowie Briefe und Pakete abgeben werden, außerdem gibt es eine Videoberatung. Ein Vorteil: Die Automaten sind rund um die Uhr verfügbar, bei Postfilialen müssen sich die Kunden hingegen an die Öffnungszeiten halten.
Teils gibt es in 20.000 Einwohnerstätten keine Post mehr, erst dieses Jahr weiter verschärft weil die Postbank, deren Besitzer die Deutsche Bank ist, die Post aus den Filialen wirft, weil die Filialen nicht mehr der Post sondern der deutschen Bank gehören
Seit Jahren dienen sie eher als Anlaufstelle für Beschwerden und Fahrgastrechte und kaum noch als klassische Verkaufsstellen.Ja, und das fehlt zunehmend. Als Beschwerdestelle sicher verschmerzbar, aber manche Dinge gehen gerade im Störungsfall nun mal nicht online, jedenfalls nicht aktuell.
Viel wichtiger als ein personalbesetzter Fahrkartenvertrieb wäre daher meines Erachtens ein personalbesetzte Auskunftsstelle, bzw Mitarbeiter die auf den Bahnsteigen Rede und Antwort stehen. Gerade hier in der Grenzregion gibt es offensichtlich ein großes Auskunftsbedürfniss, gerade auch bei Störungen, das übliche Apps nicht befriedigen. Solchen Service müssen heute Mitreisende unentgeltlich mehr schlecht als recht mit übernehmen. Beispiel RE 18 nach Maastricht hätte laut Anzeige vor 2 Minuten abfahren sollen, aber ist bisher nicht aufgetaucht. Gibt es da Alternativen? Gilt mein Ticket auch im Bus? Fährt der nächste Zug, oder ist warten sinnlos? Solche Mitarbeiter könnten dann auch ggf Hilfestellung bei der Nutzung des Automaten oder der App geben und so das Ticketproblem nachhaltig lösen. Ich fürchte allerdings, man will aus "gutem" Grund niemandem zumuten, dem täglichen Debakel ein Gesicht zu geben. Das ist ja heutzutage auch nicht ganz ungefährlich.
Ja, und das fehlt zunehmend. Als Beschwerdestelle sicher verschmerzbar, aber manche Dinge gehen gerade im Störungsfall nun mal nicht online, jedenfalls nicht aktuell.
Zum Beispiel:
- Neue Reservierungen wegen Anschluss verpasst oder Zugausfall. Jedenfalls ohne in Vorkasse gehen und mit etwas Glück Wochen später über Fahrgastrechte zurückbekommen
- Anschluss verpasst bzw. Zugausfall und neue Fahrkarte im Ausland notwendig. Gerade in Aachen wegen Nähe zu Frankreich (TGV-Globalpreise) relevant.
Könnte man alles digital lösen, aber kann der DB-Navigator nicht. Und die Go.Center (schreibt man das so?) verkaufen nur.
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