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Re: neue Ticketpreise bei der HSB

geschrieben von: Rübezahl

Datum: 02.10.25 14:12

tmmd schrieb:
Gestern mit der Mariazellerbahn gefahren. Schmalspur, elektrifiziert und mit modernen Triebwagen.

Im Abschnitt St. Pölten - Laubachmühle wird das Angebot als klassischer ÖPNV sehr gut angenommen, der obere Abschnitt ist eher für Touristen interessant.

Gestern war weniger los, was wohl auch am Wetter lag. Zudem ist keine Urlaubszeit mehr und es war halt ein normaler Wochentag. Trotzdem läuft das da. Auch ohne Dampfloks im Regelbetrieb. So etwas könnte ich mir auch für die HSB vorstellen.

[attachment]


[attachment]

Diese Allerweltzüge locken mich nicht ins Mariazeller Land. "Schienengebundener Sondermüll" mit Treppauf/Treppab-Interieur im Harz ----> Nein Danke !!!
Es gibt schon genug davon drumherum ...

Gruß

Rübezahl

Re: die HSB und ihr Umfeld

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 02.10.25 14:15

Rübezahl schrieb:
Die HSB ist "Wellness", die Gastronomie geht vom **-Michelin-Lokal bis zu Anbietern von in Müll und ohne Besteck servierten Massenprodukten. Für die Remmidemmi-Freunde gibts die Angebote rund um die Rappbode-Staumauern. Dann die Fachwerkstädte Stolberg, Quedlinburg, Wernigerode u. a. mit diversen Museen etc.. Man kann in Höhlen und Bergwerken die Unterwelt erkunden oder einfach durch die Landschaft wandern.
Ja, kann man alles machen. Abgesehen davon, dass die HSB eher nicht in die Kategorie "Wellness" für normale Menschen fällt, ist aber immer noch die Frage, was einem die HSB als nicht-Eisenbahnfan abseits der Brockenstrecke bietet?
Da fallen mir spontan lange Fahrzeiten, hohe Preise und wenige interessante Ziele, die sich mit der Bahn als Tagesausflug verknüpfen lassen, ein.

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:10:02:14:21:00.

Re: neue Ticketpreise bei der HSB - Anschluß ...

geschrieben von: andreas +

Datum: 02.10.25 14:20

Michael89 schrieb:
Hallo,

KHM schrieb:Zitat:
Und Teil dieses Konzept müsste m. E. immer noch eine bessere Antwort als heute auf die Frage sein, WIESO ZUM HENKER DER EINZIGE DAMPZUG DES TAGES VON NORHAUSEN DIREKT VOR DER ANKUNFT DES RE 9 AUS KASSEL ABFAHREN MUSS. Fahrgäste aus westlicher Richtung sind bäh, oder wie? Da MUSS man einfach was am Fahrplan drehen können - und etwa 10-15 Minuten Verschiebung würden ja schon reichen. Der Verweis auf die Eingleisigkeit ist mir da echt zu dünn.
ich kann den Wunsch ja absolut nachvollziehen, aber versuchen wir uns das doch mal im Bildfahrplan [selketalbahn.de] von [www.selketalbahn.de] anzuschauen:

Der 8920 fährt regulär 10:33 Uhr ab Nordhausen Nord. Zwangspunkte sind die Kreuzung mit dem Zug 8713 (Straßenbahn Linie 10) in Ilfeld sowie die Kreuzung mit dem Zug 8913 in Eisfelder Talmühle. Nehmen wir jetzt mal die von dir gewünschte Verschiebung um 10-15 min nach hinten. Die nächste belegte Trasse ist ...
Warum sollen wir uns hier Gedanken machen und die Fahrpläne entwerfen, daß auch mit der (großen) Bahn anreisende Leute / Touristen die Züge nutzen können(?!) Das ist doch Aufgabe der HSB.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:10:02:14:21:19.

Re: neue Ticketpreise bei der HSB - Anschluß ...

geschrieben von: 042 096-8

Datum: 02.10.25 15:42

andreas + schrieb:
Warum sollen wir uns hier Gedanken machen und die Fahrpläne entwerfen, daß auch mit der (großen) Bahn anreisende Leute / Touristen die Züge nutzen können(?!) Das ist doch Aufgabe der HSB.
Es ist leider so, daß speziell in Wernigerode hauptsächlich die Anschlüsse von/nach Goslar/Hannover teilweise knapp verpasst werden oder nur im Laufschritt zu erreichen. Eine Anreise per Bahn wird fast unmöglich gemacht. Die "große Eisenbahn" trägt derzeit auch dazu bei daß der Spaß vergeht. Der RE 4 und 21 enden und beginnen wegen La bei Heudeber-Danstedt in Vienenburg. Ab Goslar läßt sich der Umstieg verschmerzen, von Seesen gibt es einen längeren Aufenthalt in Goslar. Ab Hannover wird die Fahrt über Braunschweig nach Vienenburg empfohlen oder sogar mit IC über Magdeburg - uninteressant mit D-Ticket. Alternativ mit Erixx nach Goslar mit ca. 1 Std Wartezeit. In Quedlinburg und Nordhausen sieht es nicht viel besser aus. Von/nach Herzberg gibt es Umsteigemöglichkeit in Niedersachswerfen, vorausgesetzt man kennt kürzesten Weg zwischen den Bahnhöfen und ist gut zu Fuß. Beim Zug vom Brocken bzw Wernigerode sind es ca 10 Min. Ich habe es im 9€-Sommer ortskundig immer geschafft bzw hatte das Glück daß die RB 2 Min später war. In Wernigerode kann man noch durch Fußgängerzone spazieren, im Bahnhofsviertel Nordhausen fühlt man sich am frühen Abend eher unwohl.
Der Fahrpreis zum Brocken nähert sich für Familien der Schmerzgrenze, auch wenn es nur ein jährliches Urlaubsvergnügen ist. Für Eltern mit Kindern bis 14 noch erschwinglich, aber 15/16 jährige haben allgemein noch kein eigenes Einkommen, da muß Vater sehr tief in die Tasche greifen´.
Außer Nordhausen-Ilfeld gibt es keinen Bedarf für ÖPNV, für einen Vergleich mit der Mariazeller Bahn fehlen größere Orte an der Strecke wie auch attraktive Ziele. Panzermuseum Benneckenstein oder Grube Glasebach in Straßberg ziehen nicht unbedingt die Massen an. Der Dampfzugfahrpreis im Fischstäbchen oder sogar SEV (?) ist unverschämt. Als Wanderer darf man beim dünnen Fahrplan keinen Zug verpassen ohne im Wald zu stehen(Sophienhof, Birkenmoor, ect.). Eine im Fahrplan dargestellte Verknüpfung mit den Buslinien könnte hilfreich sein. Eine Verlängerung nach Pullman-City dürfte wenig sinnvoll sein da Hasselfelde von den Touristen-Hotspots nur auf großen Umwegen erreicht wird. Für Fans vielleicht ein Erlebnis, der Normalurlauber fährt für einen Besuch von 2 - 3 Std H/R keine 6 Std durch den Harz. Braunlage könnte Sinn machen, wird aber schon 10 Jahre zerredet.
Patentrezepte gibt es nicht, ein saisonaler Betrieb abseits von Brocken und Vorortverkehr könnte eine Lösung sein. Der Molli und der Rasende Roland fahren im Winter auch nur mit halbem Programm und verbinden Touristenzentren, sind im Vergleich zum Harz Kurzstrecken.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:10:02:15:44:48.

Re: neue Ticketpreise bei der HSB

geschrieben von: VT

Datum: 02.10.25 16:00

Rübezahl schrieb:
Werntalbahn schrieb:
LIW schrieb:
Der Harz ist da stehen geblieben. (...) Jetzt geht es darum, Normalbürgern aus der Region und Familien bezahlbare, schöne Ferien zu verschaffen.
Ja, da gebe ich Dir voll recht. Der Harz hat die Neuzeit verpennt.
Berlin ist ebenso um die Ecke wie andere große Städte.
Aber man hat verschlafen, Angebote, Hotellerie, Gastro zu modernisieren. Weg vom "Kurpark"-Image zu Auszeit, Wellness, Sport, Kulinarik...
Die HSB ist da nur ein Indikator...

Die HSB ist "Wellness", die Gastronomie geht vom **-Michelin-Lokal bis zu Anbietern von in Müll und ohne Besteck servierten Massenprodukten. Für die Remmidemmi-

Den Charme der Wagen muss man aber auch mögen. Die sind von außen kitschig-romantischer als von innen. Und das verkauft sich eben auch nicht so besonders gut. Ihren historischen und zeitgenössischen Wert haben die ganz sicher, aber ich nehm die halt in Kauf, weiß nichts anderes gibt.

Re: neue Ticketpreise bei der HSB

geschrieben von: def

Datum: 02.10.25 16:55

Rübezahl schrieb:
tmmd schrieb:
Gestern mit der Mariazellerbahn gefahren. Schmalspur, elektrifiziert und mit modernen Triebwagen.

Im Abschnitt St. Pölten - Laubachmühle wird das Angebot als klassischer ÖPNV sehr gut angenommen, der obere Abschnitt ist eher für Touristen interessant.

Gestern war weniger los, was wohl auch am Wetter lag. Zudem ist keine Urlaubszeit mehr und es war halt ein normaler Wochentag. Trotzdem läuft das da. Auch ohne Dampfloks im Regelbetrieb. So etwas könnte ich mir auch für die HSB vorstellen.

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Diese Allerweltzüge locken mich nicht ins Mariazeller Land. "Schienengebundener Sondermüll" mit Treppauf/Treppab-Interieur im Harz ----> Nein Danke !!!
Es gibt schon genug davon drumherum ...
Und wer sagt, dass du repräsentativ bist? Zumal es bei der Mariazellerbahn auch einen Museumszug gibt. Der fährt halt dann, wenn Bedarf da ist. (Ich weiß, die Massen an britischen Dampflokfans, die ständig in den Harz strömen, weshalb immer Bedarf da ist. Interessanterweise konnte oder wollte bisher noch niemand dieses Phänomen mit absoluten Zahlen quantifizieren.)

Der "schienengebundene Sondermüll" zwischen St. Pölten und Mariazell ist übrigens für beide Zwecke (ÖV und Tourismus) besser geeignet als der - Pardon - DDR-Schrott der HSB. Er ist nicht nur barrierefrei, sondern erlaubt durch die großen Fenster einen besseren Blick auf die Landschaft, in der man unterwegs hat.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:10:02:17:25:21.

Re: neue Ticketpreise bei der HSB

geschrieben von: tmmd

Datum: 02.10.25 20:13

Danke def,

du hast es kapiert, was ich meinte. Es geht nicht um die sogenannten "Eisenbahnfreunde", es geht um die Anwohner, um die ÖPNV-Nutzer und die Touristen. Von "Eisenbahnfreunden" kann nicht einmal eine Museumsbahn überleben, eine Bahn wie die HSB daher erst recht nicht.

Wenn man Teile des Streckennetzes beschleunigt, elektrifiziert und moderne Akku-Triebwagen einsetzt, dürfte das Netz eine Chance haben, gerade auch aus ÖPNV-Sicht. Ansonsten sehe ich schwarz.


def schrieb:
Rübezahl schrieb:
tmmd schrieb:
Gestern mit der Mariazellerbahn gefahren. Schmalspur, elektrifiziert und mit modernen Triebwagen.

Im Abschnitt St. Pölten - Laubachmühle wird das Angebot als klassischer ÖPNV sehr gut angenommen, der obere Abschnitt ist eher für Touristen interessant.

Gestern war weniger los, was wohl auch am Wetter lag. Zudem ist keine Urlaubszeit mehr und es war halt ein normaler Wochentag. Trotzdem läuft das da. Auch ohne Dampfloks im Regelbetrieb. So etwas könnte ich mir auch für die HSB vorstellen.

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Diese Allerweltzüge locken mich nicht ins Mariazeller Land. "Schienengebundener Sondermüll" mit Treppauf/Treppab-Interieur im Harz ----> Nein Danke !!!
Es gibt schon genug davon drumherum ...
Und wer sagt, dass du repräsentativ bist? Zumal es bei der Mariazellerbahn auch einen Museumszug gibt. Der fährt halt dann, wenn Bedarf da ist. (Ich weiß, die Massen an britischen Dampflokfans, die ständig in den Harz strömen, weshalb immer Bedarf da ist. Interessanterweise konnte oder wollte bisher noch niemand dieses Phänomen mit absoluten Zahlen quantifizieren.)

Der "schienengebundene Sondermüll" zwischen St. Pölten und Mariazell ist übrigens für beide Zwecke (ÖV und Tourismus) besser geeignet als der - Pardon - DDR-Schrott der HSB. Er ist nicht nur barrierefrei, sondern erlaubt durch die großen Fenster einen besseren Blick auf die Landschaft, in der man unterwegs hat.

Re: neue Ticketpreise bei der HSB

geschrieben von: Rübezahl

Datum: 02.10.25 21:23

tmmd schrieb:
Danke def,

du hast es kapiert, was ich meinte. Es geht nicht um die sogenannten "Eisenbahnfreunde", es geht um die Anwohner, um die ÖPNV-Nutzer und die Touristen. Von "Eisenbahnfreunden" kann nicht einmal eine Museumsbahn überleben, eine Bahn wie die HSB daher erst recht nicht.

Wenn man Teile des Streckennetzes beschleunigt, elektrifiziert und moderne Akku-Triebwagen einsetzt, dürfte das Netz eine Chance haben, gerade auch aus ÖPNV-Sicht. Ansonsten sehe ich schwarz.

....
Zum 95. Mal: Außer Nordhausen - Ilfeld und Quedlinburg - Gernrode (Osterteich im Sommer) gibt es im Netz der HSB KEINEN Bedarf an ÖPNV. Letzterer Abschnitt wird aber wegen des hohen HSB-Kilometertarifs von Einheimischen nicht benutzt.

Gruß

Rübezahl

Re: neue Ticketpreise bei der HSB

geschrieben von: def

Datum: 02.10.25 21:26

Ich habe übrigens gerade mal versucht, ein paar Zahlen zu den gern genannten britischen Dampflokfans zu finden.

Letztes Jahr übernachteten 247.000 Gäste aus dem Ausland in Sachsen-Anhalt: [www.hallanzeiger.de].

Also noch nicht mal 700 pro Nacht - in ganz Sachsen-Anhalt. Aus allen Ländern außer Deutschland. Da sind in Halle übernachtende spanische Besucher:innen der Leipziger Messe ebenso mit drin wie belgische Geschäftsreisende oder Vorträge haltende indische Wissenschaftler:innen. Hat irgendwer ein Indiz dafür, dass es sich dabei vor allem um britische Dampflokfans handelt?

Re: neue Ticketpreise bei der HSB

geschrieben von: Novoma

Datum: 02.10.25 21:43

Hört doch endlich mal auf mit dem Fachwerk. Abseits von Metropolräumen, Nieder- und Oberbayern oder der Nordseeküste ist Fachwerk doch in Deutschland fast allgegenwärtig.

Re: neue Ticketpreise bei der HSB

geschrieben von: 042 096-8

Datum: 02.10.25 23:14

Rübezahl schrieb:

Zum 95. Mal: Außer Nordhausen - Ilfeld und Quedlinburg - Gernrode (Osterteich im Sommer) gibt es im Netz der HSB KEINEN Bedarf an ÖPNV. Letzterer Abschnitt wird aber wegen des hohen HSB-Kilometertarifs von Einheimischen nicht benutzt.

Gruß

Rübezahl
Das ist leider die traurige Wahrheit, so sehr wir das als Eisenbahnfans bedauern.

Re: neue Ticketpreise bei der HSB

geschrieben von: def

Datum: 03.10.25 06:51

Rübezahl schrieb:
Diese Allerweltzüge locken mich nicht ins Mariazeller Land. "Schienengebundener Sondermüll" mit Treppauf/Treppab-Interieur im Harz ----> Nein Danke !!!
Es gibt schon genug davon drumherum ...
Dazu nochmal: Leute reisen millionenfach nach Spanien, Griechenland, Ägypten, die Dominikanische Republik - und essen dort in All-Inclusive-Clubs was? Das, was sie von zu Hause kennen.

Und über die boomende Kreuzfahrt-Industrie habe ich mal die schöne Aussage gelesen, diese richte sich an Leute, die etwas von der Welt sehen wollen, ohne sich der Welt auszusetzen.

DAS ist also das, was Massen lockt und interessiert. Muss man nicht gut finden, aber sollte man zur Kenntnis nehmen, statt sich selbst für den Mittelpunkt des Universums zu halten.

Re: was macht man mit dieser Erkenntnis?

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 03.10.25 06:54

Aber dann kann man ja nicht ewig so weiter machen und hoffen, dass Geld von außen kommt.
042 096-8 schrieb:
Rübezahl schrieb:
Außer Nordhausen - Ilfeld und Quedlinburg - Gernrode (Osterteich im Sommer) gibt es im Netz der HSB KEINEN Bedarf an ÖPNV. Letzterer Abschnitt wird aber wegen des hohen HSB-Kilometertarifs von Einheimischen nicht benutzt.
Das ist leider die traurige Wahrheit, so sehr wir das als Eisenbahnfans bedauern.
Das heißt dann aber im Umkehrschluss:
1) Elektrifizierung der Straßenbahnstrecke, um die Dual-Fahrzeuge nicht mehr zu benötigen, was vermutlich kommt.
2) Den Kilometertarif für Gernrode - Quedlinburg anpassen und dort mit modernen Fahrzeugen fahren, ggf. ebenfalls Elektrifizierung.
3) Der Brocken wird ganzjährig touristisch vermarktet, mit Dampf.
4) Im restlichen Netz gibt es saisonale Dampfzüge und ansonsten moderne Fahrzeuge, die als Zubringer zu den Dampfzügen auf den Brocken dienen. Dies eventuell auch nur saisonal, wenn es sich lohnt. Alles andere fällt weg oder eisenbahnfreunde Chartern sich extra Züge für einen entsprechenden Preis.

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:10:03:07:23:33.

Zukunft Güterverkehr?

geschrieben von: LIW

Datum: 03.10.25 11:16

Mal eine ganz andere Frage zum Harz: Da gab es ja früher viele kleine und paar größere Bergwerke und Rohstoffabbau. Mit heute stark gestiegenen Rohstoffpreisen, seltenen Erden etc., gibt es im Harz irgendwelche Lagerstätten, die vielleicht künftig abgebaut werden sollen? Wäre das ein Job für die HSB? Vielleicht hat irgendjemand da einen Einblick, ob Güterverkehr noch mal eine Rolle spielen könnte und wo dort?

Re: was macht man mit dieser Erkenntnis?

geschrieben von: def

Datum: 03.10.25 11:28

Sebastian Berlin schrieb:
Aber dann kann man ja nicht ewig so weiter machen und hoffen, dass Geld von außen kommt.
042 096-8 schrieb:
Rübezahl schrieb:
Außer Nordhausen - Ilfeld und Quedlinburg - Gernrode (Osterteich im Sommer) gibt es im Netz der HSB KEINEN Bedarf an ÖPNV. Letzterer Abschnitt wird aber wegen des hohen HSB-Kilometertarifs von Einheimischen nicht benutzt.
Das ist leider die traurige Wahrheit, so sehr wir das als Eisenbahnfans bedauern.
Das heißt dann aber im Umkehrschluss:
1) Elektrifizierung der Straßenbahnstrecke, um die Dual-Fahrzeuge nicht mehr zu benötigen, was vermutlich kommt.
2) Den Kilometertarif für Gernrode - Quedlinburg anpassen und dort mit modernen Fahrzeugen fahren, ggf. ebenfalls Elektrifizierung.
Und idealerweise schreibt man die Fahrzeuge für Nordhausen - Ilfeld und Gernrode - Quedlinburg gemeinsam aus. Vielleicht findet sich ja noch ein weiterer Abnehmer, der sich auch beteiligt. Was beim VDV TramTrain durch Akteure aus vier (?) Bundesländern in zwei Staaten gelungen ist, dürfte vielleicht selbst zwischen Sachsen-Anhalt und Thüringen möglich sein.

In Quedlinburg wäre vielleicht noch ein Halt am Gernröder Weg sinnvoll, um die hiesigen Einkaufsmöglichkeiten zu erschließen.

Re: Zukunft Güterverkehr?

geschrieben von: Novoma

Datum: 03.10.25 14:21

Im Harz gibt nach heutigen Erkenntnissen keine abbauwürdigen Erzvorkommen mehr. Die letzte Grube am Rammelsberg bei Goslar wurde 1988 geschlossen, weil dieLagerstätten nahezu restlos ausgebeutet waren, ein Teil des Bergwerks wurde zum Besucherbergwerk umgebaut. Die kleineren Erzgruben wurden, teilweise schon lange, vorher geschlossen. Solange keine neuen abbauwürdigen Vorkommen entdeckt werden sollten, ist da nicht mit Erzverkehren durch die HSB zu rechnen. Da mittlerweile die DB ihre Oberbaumaterialien zunehmend auf der Straße transportiert (welch ein ausgemachter Schwachsinn), würde auch eine Reaktivierung des Anschlusses des Steinbruchs Unterberg nichts bringen, zumal der gleiche Konzern in Bad Harzburg ein Bahnschotterwerk mit eigener, direkt ans Regelspurnetz angebundener Verladeanlage betreibt, dürfte das Interesse an einer Verladung am Steinbruch Unterberg eher gering sein. Und sonst? Stammholz wird per LKW abgefahren, und wenn überhaupt auf die Bahn umgeladen wird, dann direkt auf einem Regelspurbahnhof, denn ein Vorlauf auf HSB-Gleisen mit Rollbockbetrieb wird aus Kostengründen üblicherweise vermieden. Das ist überhaupt das große Problem aller Schmalspurbahnen, durch das Aufschemeln oder Umladen am Spurwechselbahnhof entstehen immer zusätzliche Kosten und zusätzlicher Zeitaufwand. Güterverkehr als zusätzliche Einnahmequelle der HSB halte ich von daher für illusorisch.

Re: Zukunft Güterverkehr?

geschrieben von: VT

Datum: 03.10.25 17:04

Am Rammelsberg in den Halden und um die Okertalsperre wurden relativ geringe Mengen seltene Erden bzw. Kobalt gefunden bzw. mit hoher Wahrscheinlichkeit vermutet. Für die HSB ist das aber egal.

Re: Zukunft Güterverkehr?

geschrieben von: LIW

Datum: 04.10.25 16:52

Kobalt scheint es noch in größerer Menge zu geben. Es werden aktuell zwei Gebiete aus der Luft untersucht, im westlichen Harzvorland und im Oberharz. Was genau da gefunden wurde, wird noch nicht so genau gesagt. Mag für die HSB sowieso egal sein.
[www.goslarsche.de]

Re: Zukunft Güterverkehr?

geschrieben von: 611 040

Datum: 05.10.25 01:02

Sorry aber m.M.n. ist doch die HSB und ganz generell der Harz eben genau wegen seiner "Ursprünglichkeit" und Romantik vergangener Zeit so ein beliebtes Urlaubs- und Touristenziel.
Und bei vielen (nicht nur!) Bahnfans eben gerade wegen den Dampfzügen. Damit fährt auch eine Familie mal als Erlebnis.
Das wäre bei einem Einsatz von Triebwagen sicher nicht der Fall.

Und eben auch zur Natur des Harzes passt die HSB, es ergibt ein stimmiges Bild. Mit einem modernen Triebwagen wäre das erldeigt.
Ich bin schon ein paar Mal mit der HSB gefahren (aber eben durch den sehr teuren Extra-Tarif nie zum Brocken!) und das eben gerade wegen der Dampfzüge in der schönen Umgebung.
Würden dort Triebwagen fahren wie in anderen Mittelgebirgen auch wäre ich nicht unbedingt gerade dort gefahren.

Re: Zukunft Güterverkehr?

geschrieben von: JeDi

Datum: 06.10.25 13:47

611 040 schrieb:
Ich bin schon ein paar Mal mit der HSB gefahren (aber eben durch den sehr teuren Extra-Tarif nie zum Brocken!)
Es ist kein Extratarif, du bezahlst nur immer die Fahrt ab Quedlinburg. Ansonsten ist das der ganz normale HSB-Tarif.

Die S21 fährt von Elbgaustraße nach Aumühle!
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