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Tunnel Rastatt - von oben und von innen - Teil 1 innen

geschrieben von: Tunnel36

Datum: 21.09.25 22:29

Anbei aktuelle Aufnahmen der letzten Tagen von oben und von Innen rund um den Rastatter Tunnel.

Wie auf der Webcam der Oströhre gut mitzuverfolgen steht der Einbau der Gleise im Havarie-Bereich kurz vor dem Abschluß.
Im Bereiche der Havarie-Baugrube wurde ein großer Bereich der temporären Bau-Lärmschutzwand entfernt um mit dem Bau der Fußgängerunterführung beginnen zu können.

PXL_20250919_120938653.jpg
Nordportal Oströhre. Das Gleis ist fertig eingebaut und die Beton-Abdeckplatten zur Herstellung der Befahrbarkeit mit Straßenfahrzeugen sind aufgelegt. Zwischen den beiden Portalen befindet sich das Treppenhaus als Zugang von einem Rettungsplatz der sich oberhalb der Portale befindet.

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Blick aus dem Nordportal der Weströhre.
An der linken Wand sind bereits die endgültigen Leuchtelemente für die Tunnelbeleuchtung montiert.
Die massive Beton-Trennmauer rechts dient als zusätzliches Gewicht um ein Aufschwimmen des Trogs im Grundwasser zu verhindern. Hinter den Seitenwänden steht das Grundwasser regulär bis etwa komplette Höhe der Mittelmauer

PXL_20250919_121530983.jpg
Übergangsbereich offene Bauweise zum bergmännischen Teil am Nordportal Weströhre. An der Decke sind die letzten beiden Schlitze der Sonic-Boom-Konstruktion zu erkennen.

PXL_20250919_123030291.jpg
Montage der Oberleitungsträger in der Oströhre. Hier liegt noch das Feldbahngleis für den Beton-Transport zum Ausgießen der Schwellen für die feste Fahrbahn.
PXL_20250919_122002340.jpg
Die Träger werden in bereits bei der Fertigung der Tübbing-Segmente berücksichtigen Nuten geklemmt/geschraubt so dass hier keine Bohrarbeiten erforderlich sind und die korrekte Lage leicht justiert werden kann (Hier in der Weströhre Bei Tübbing-Ring 32, also 64m vom vom Nordportal im bergmännisch gebauten Teil der Weströhre).
PXL_20250919_122912714.jpg
Erster Querschlag ca. 500m südlich des Nordportals.
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Tiefer Blick in die Wesrröhre. Der starke Zoom verdeutlicht Steigungsübergänge und Kurvenverlauf in der Weströhre bevor in grob geschätzt 1km Entfernung die Gleise in der Kurve verschwinden.
PXL_20250919_123118572.jpg
Hallo,

sehr interessante Bilder, im Deckenbereich sind sehr wahrscheinlich Halfenschienen verbaut worden. Danke für Bild und Text.


Mit besten Grüßen
Uwe Kossebau

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Re: Gibt es keine getrennten Röhren pro Fahrtrichtung??

geschrieben von: sflori

Datum: 21.09.25 22:57

Nein, die Feldbahn verkehrt mit dem ICE in der gleichen Röhre. ;)

@Tunnel36: Danke für die spannenden Einblicke in den Tunnelbau. Großartig!


Bye. Flo.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.09.25 22:58.
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Verschwenkungsbereich der RTB mit der Sporthalle vor und Stadtteil Niederbühl hinter der Bahnlinie
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Im Bereich des gelben Baggers hätte die bergmännische Bauweise der Oströhre enden sollen bevor die Havarie die Pläne durchkreuzt hatte. im linken Bildbereich ungefähr bei den 4 noch sichtbaren grauen Lärmschutzwand-Elementen hat die Havarie ihren Lauf genommen.
Inzwischen ist hier die Röhre in offenere Bauweise komplett fertiggestellt und verfüllt. Es laufen die letzten Arbeiten der Gleisverlegung in der Röhre.
PXL_20250914_133428041.PORTRAIT.ORIGINAL.jpg
Nordportal am linken Bildrand mit dem Treppenhaus zum darüber liegenden Rettungsplatz. Die Betonsilos mit der zugehörigen Dosieranlage auf der Baustelleneinrichtungsfläche wurde Anfang September demontiert und entfernt. Nach Abschluß des Rohbaus ist die Fläche noch von den Arbeitern der Innenausstatter genutzt bevor sie dann endgültig wieder rückgebaut wird.
PXL_20250914_133452860.jpg
Blickrichtung Süden auf das Nordportal. Im unteren Bilddrittel ist an dem Farbübergang gut der Übergang vom Schottergleis zur festen Fahrbahn zu erkennen. Teilweise hängt der Fahrdraht schon. Gegen Kupferdiebe ist der gesamte Streckenabschnitt bis zum ESTW Bashaide videoüberwacht.
PXL_20250914_133456318.jpg
Der fast vollständige Neubau-Streckenabschnitt vom Nordportal bis zu Bashaide in einem Bild. Am unteren Bildrand rechts der Trasse ist das neu aufgestellte ESTW Kreuzacker zu sehen, an dem auch die Einfahrt in den Bahnhof Kreuzacker beginnt und etwa in Bildmitte endet. Im oberen drittel rechts ist der Stürmlinger Baggersse Durmersheim zu sehen. Auf dessen Höhe schwenkt der Neubauabschnitt nach rechts zu Bashaide hin. Mittig hinter dem See sind noch die Messehallen von Karlsruhe zu erahnen. Der Höhenzug ganz am Horizont von links kommend endet bei Pfungstadt (etwa Bildmitte Horizont) so dass das Bild auch noch den Bereich der geplanten Gütertrasse Mannheim - Karlsruhe mit abdeckt.
Siehe Bild vom Querschlag- damit werden die beiden Röhren alle 500m miteinander verbunden. Das Bild ist von der Ost- zur Weströhre aufgenommen und zeigt die komplette Länge des Querschlags.
high T 36,

1a Dokumentation, herzlichen Dank dafür !!!

Dieter
vom End der ehemaligen Stichbahn Oos - Baden



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.09.25 19:48.
Uwe Kossebau schrieb:
wahrscheinlich Halfenschienen

oder vielleicht doch Würth Varifix oder Fischer FUS oder Hilti MT, oder oder oder
“Halfen” das Tempotaschentuch der Trag- und Montageschienen.

/scnr
Und das letzte Bild zeigt die unsinnigkeit des ganzen Projekts eines Tunnels dort, die absolute Flachheit und Weite des Landes im Rheintal... Als hätte man die Strecke nicht an der Autobahn entlang bauen können.
De David schrieb:
Und das letzte Bild zeigt die unsinnigkeit des ganzen Projekts eines Tunnels dort, die absolute Flachheit und Weite des Landes im Rheintal... Als hätte man die Strecke nicht an der Autobahn entlang bauen können.
Wenn man es rein von der natürlichen Topographie betrachtet ja. Zu Gründungszeiten der Stadt Karlsruhe (vor etwas mehr als 300 Jahren) hätte man ohne Probleme eine einfache Trassenführung gefunden.
Heute ist die Umgebung sehr viel verbauter und es gibt starke Interessen verbliebene große Freiflächen nicht zu durchschneiden.
Daneben gibt es ganz viele weitere Möglichkeiten für jeden gegen ein Vorhaben Einsprüche einzubringen die bearbeitet und ggf berücksichtigt werden müssen. Da bleibt dann schnell als einzige Realisierungschance in den Untergrund abzutauchen.
Die Autobahntrasse hätte vor 50, 60Jahren funktioniert wenn man sie gleich vollständig am besten von Frankfurt bis Basel geplant und zu zeitnah realisiert hätte.Da gab es aber noch nicht so den dringenden Bedarf und Geld gab es auch nicht im Überfluss. Seit dem haben sich die Bedingungen auf allen Ebenen deutlich gewandelt. So hat man nur Stückwerke geschaffen die zu unterschiedlichen Zeiten mit sich wandelnden Planungszielen geschaffen die jetzt irgendwie miteinander verbunden werden müssen damit ein brauchbares Ganzes herauskommt. Diese ganzen Umstände haben für den Bereich Rastatt dazu geführt dass eine Trassenlage an der Autobahn in der Summe technisch auch nicht besser geworden wäre als der Tunnel mit dem man dann sehr vielen Konflikten aus dem Weg gegangen ist - jedenfalls wenn man die Havarie außen vor lässt.
Die Schwierigkeiten die eine Autobahnlage statt Tunnel unter Rastatt mit sich gebracht hätte habe ich ja schon Mal hier skizziert.
Ich sehe da keine großen zusammenhängenden Freiflächen die zerschnitten würden.
Vom Haltepunkt Haueneberstein zur Murgbrücke der Autobahn wäre es quasi eine gerade, dann müsste mans irgendwo mit der Autobahn überwerfen, selbst beim neuen Edeka Zentrallager bei Rauental würde man die Trasse gerade noch so zwischen Autobahn und Lager gequetscht bekommen (so eine zweigleisige Strecke ist ja recht schmal), und dann wäre Platz für einen langen linksbogen bis man spätestens bei der K3737 wieder auf die vorgesehene Trasse trifft.

Re: Tunnel Rastatt - von oben und von innen - Teil 2 oben

geschrieben von: Node

Datum: 24.09.25 13:48

De David schrieb:
Ich sehe da keine großen zusammenhängenden Freiflächen die zerschnitten würden.
Vom Haltepunkt Haueneberstein zur Murgbrücke der Autobahn wäre es quasi eine gerade, dann müsste mans irgendwo mit der Autobahn überwerfen, selbst beim neuen Edeka Zentrallager bei Rauental würde man die Trasse gerade noch so zwischen Autobahn und Lager gequetscht bekommen (so eine zweigleisige Strecke ist ja recht schmal), und dann wäre Platz für einen langen linksbogen bis man spätestens bei der K3737 wieder auf die vorgesehene Trasse trifft.
Der Drops ist doch jetzt wirklich gelutscht.
[quote=De David schrieb:]
Ich sehe da keine großen zusammenhängenden Freiflächen die zerschnitten würden.
[/quote]
Wie hätte den südlich die Heranführung an die Autobahntrasse aussehen sollen?
Dabei bedenken, dass die Trasse Karlsruhe-Ötigheim schon in den 1990er Jahren festgelegt war und im Jahr 2000 Baubeginn war!
[/quote]
Vom Haltepunkt Haueneberstein zur Murgbrücke der Autobahn wäre es quasi eine gerade, dann müsste mans irgendwo mit der Autobahn überwerfen, selbst beim neuen Edeka Zentrallager bei Rauental würde man die Trasse gerade noch so zwischen Autobahn und Lager gequetscht bekommen (so eine zweigleisige Strecke ist ja recht schmal), und dann wäre Platz für einen langen linksbogen bis man spätestens bei der K3737 wieder auf die vorgesehene Trasse trifft.
[/quote]
Ja, zweidimensional auf der Karte sind das relativ einfach aus, in 3D wird dann Anspruchsvoll - unter der Autobahn durch, über die Murg, Querung der Murgtalbahn, mitten durch die A5-Anschlußstelle Rastatt-Nord (hier wird noch Platz für den Kleeblatt-Ausbau benötigt), Federbachquerung, quer durch die Felder zur K3737 (Bündelung B36!?)... Aber wie gesagt hatte ich das schon mal skizziert.
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