Fairer Punkt. Bei Ausbau bzw eigentlich dann auch angesichts des Alters bei einer anstehenden Tunnelsanierung wäre eher die Varianten-Frage zu treffen: Eingleisige Nutzung mit minimalen Aufwand/zweites Gleis weg. Eingleisige Nutzung + Neubautunnel für Aufnahme des zweiten Gleises. Komplett neu aufbohren. Oder, und das war ja auch eine Variante in der Vorplanung, ein kompletter Neubauabsschnitt und den alten Verlauf stillegen. Dann sind die Bestandsbrücken alleine aus Betrachtungswinkel des Tunnelausbau/-sanierung eh raus. Oder liege ich da jetzt falsch.POD schrieb:Mir erschliesst sich gerade nicht ganz, wie man mit niedrigeren Brücken Tunnelaufweitungen vermeiden kann. Zumindest muss man da doch die Tunnelsohle tiefer legen, was ein Umbau ist, wodurch die aktuellen Normen Pflicht werden. Vielleicht übersehe ich ja was.Strecke gehört elektrifiziert, gibt da auch einen Staatsvertrag mit Tschechien. Die Tunnel sind zu niedrig für die Strippe/Stromschiene. Um keine Geldverbrennungsmaschine mit einer massiven Tunnel-Aufweitung (wenn überhaupt so mit dem aktuellen der Rils und Normen möglich) zu eröffnen, was am Ende alle (!) nicht wollen, kam man auf die Idee mit tiefer gelegten und schlanken Brücken
[…]
Dann die Wünsche der Bürger vor Ort. Die Brücken und Tunnel sind das Wahrzeichen der Region, wenn ich mit Leuten ohne Bahnbezug spreche, dass sind die ersten beiden Dinge die jenen einfallen. Ich verstehe hier schon die Bedürfnisse und Ängste.
Diese Variante wurde wegen Protest aufgegeben:(…)Oder, und das war ja auch eine Variante in der Vorplanung, ein kompletter Neubauabsschnitt und den alten Verlauf stillegen. Dann sind die Bestandsbrücken alleine aus Betrachtungswinkel des Tunnelausbau/-sanierung eh raus. Oder liege ich da jetzt falsch.
Im Gespräch war man seit Jahren - auf Kompromissuche ist man jetzt immer noch nicht...Schade, dass man erst durch solche Umstände ins Gespräch und auf Kompromißsuche kommt.
Welche Baufreiheit? Meines Wissens sind dort auch die Tunnelportale (zumindest zum Teil) denkmalgeschützt...Jetzt hätte man ja auch die Baufreiheit für die Tunnelaufweitungen, nur dass man unvorbereitet ist.
Logisch, es hätte mit Denkmalschutz auch wenig zu tun, wenn wir Neuschwanstein abreißen und nur optisch ähnlich wieder aufbauen, damit mehr Touristen durchpassen."Denkmalgerechte Neukonstruktion" ist für viele Denkmalschützer eine contraditio in adiecto. Für die ist Denkmalschutz die Erhaltung der Bausubstanz um jeden Preis. Ich habe an anderer Stelle erlebt, wie eine "Teilanpassung an den aktuellen Regelwerksstand" (die auch im Pegnitztal grundsätzlich erforderliche Anpassung des Gleisabstands auf 4 Meter) vom Denkmalschutz so lange torpediert wurde, bis für die etwa 10-fachen Baukosten das Sandsteinbauwerk komplett abgerissen und durch 7000 Tonnen Stahlbeton ersetzt wurde...
geschrieben von: andreas +
Datum: 19.09.25 12:09
+1Die Bahnstrecke Nürnberg - Schnabelwaid wurde von 1874 bis 1877 komplett neu eingleisig erstellt, 1898/1899 um ein zweites Gleis erweitert. Die Eisenbahnbrücken haben immerhin über 100 Jahre alle möglichen Meterlasten ausgehalten, der hohe Kohlenstoffgehalt im Flußstahl setzt dem jetzt ein Ende.
Wenn die UrUr...Großväter mit den damaligen technischen Möglichkeiten in kurzer Zeit das geschafft haben, warum kann man nicht in überschaubarer Zeit die Brücken in einer halbwegs ansehnlichen Stahlkonstruktion (und mit den heute möglichen Stahlqualitäten) ersetzen? Die Einwohner entlang der Strecke leben in stetig schrumpfenden kleinen Gemeinden, die interessiert ein vernünftiger Nahverkehr in Richtung Nürnberg, in größerem Umfang vorbeidonnernde Güterzüge (und was transportieren die in der Zukunft eigentlich noch, die Massengüter von anno dazumal gibt es nicht mehr?) will verständlicherweise niemand haben. Und Gleisabstand von 4 Metern für was, etwa Begegnungen bei dort realistischerweise mittelfristig nicht erzielbaren Geschwindigkeiten?....
Das Diktat leerer Kassen sollte hier zu Lösungen für die nächsten 2 Generationen führen, die am Ende nur eine Sicherung des Status quo sind. Weitergehende Vorstellungen/Verbesserungen sind derzeit nicht ökonomisch umsetzbar und wären bei Fortsetzung der Vernachlässigung von Wartung und Instandhaltung ohnehin verbranntes Geld.
Die ist ein noch viel schöneres Beispiel als du dir vorstellen kannst. Das Sanierungskonzept basiert auf den Erkenntnissen aus einem Forschungsprojekt von Bundesanstalt für Materialprüfung (federführend), DB Netz, SBB Infra, RWTH Aachen und EPF Lausanne (also unter anderem den beiden beteiligten Infrastrukturbetreibern. Auf einer Seite der Grenze werden diese Erkenntnisse aber von der Bauaufsichtsbehörde ignoriert. Ironischerseits ist das das Land, in dem die federführende Institution sitzt...Ein schönes Beispiel dafür ist ja auch die Rheinbrücke Waldshut-Koblenz (CH), wo die schweizer SBB die denkmalgeschützte Brücke von 1858 sanieren wollten (was jetzt gerade passiert), die DB aber abreißen und neubauen, weil sie angeblich nicht mehr zu retten wäre.
Schön, dass du dich von deinen Vorurteilen leiten lässt - aber die erwähnte Brücke war ein LufV-Projekt. Heißt bei steigenden Baukosten steigender Eigenanteil DB Netz und fehlende LufV-Mittel an anderer Stelle. Die DB hat daher keinen Neubau vorgesehen, sondern einen Teilerhalt planen lassen (steht aber auch in meinem Beitrag), der insgesamt weniger gekostet hätte als der Eigenanteil der DB Netz an der realisierten Variante. Und die Planungsmittel dafür in den Sand gesetzt, weil im konkreten Fall für den Denkmalschutz sämtliche Änderungen an Substanz und Erscheinungsbild inakzeptabel waren, die sich aus einer deutlichen Verbreiterung des "Überbaus" ergeben hätten. Der war aber zwingend erforderlich, um die bauaufsichtliche Freigabe der Ausführungsplanung durch das EBA zu erhalten. Mit der Bestandsbreite war weder ein Gleisabstand von 4 Metern noch beidseitige Randwege realisierbar - das EBA hat aber beides gefordert.Wenn die DB, die sicher auch bei deiner erwähnten Brücke für einen geförderten Neubau vom Bund plädiert hat, bewusst für den Denkmalschutz inakzeptable Angebote macht, kann man es natürlich so aussehen lassen als wäre der Denkmalschutz das Problem.
Rohrbacher schrieb:
Zitat:Die ist ein noch viel schöneres Beispiel als du dir vorstellen kannst. Das Sanierungskonzept basiert auf den Erkenntnissen aus einem Forschungsprojekt von Bundesanstalt für Materialprüfung (federführend), DB Netz, SBB Infra, RWTH Aachen und EPF Lausanne (also unter anderem den beiden beteiligten Infrastrukturbetreibern. Auf einer Seite der Grenze werden diese Erkenntnisse aber von der Bauaufsichtsbehörde ignoriert. Ironischerseits ist das das Land, in dem die federführende Institution sitzt...Ein schönes Beispiel dafür ist ja auch die Rheinbrücke Waldshut-Koblenz (CH), wo die schweizer SBB die denkmalgeschützte Brücke von 1858 sanieren wollten (was jetzt gerade passiert), die DB aber abreißen und neubauen, weil sie angeblich nicht mehr zu retten wäre.
Rohrbacher schrieb:
Zitat:Schön, dass du dich von deinen Vorurteilen leiten lässt - aber die erwähnte Brücke war ein LufV-Projekt. Heißt bei steigenden Baukosten steigender Eigenanteil DB Netz und fehlende LufV-Mittel an anderer Stelle. Die DB hat daher keinen Neubau vorgesehen, sondern einen Teilerhalt planen lassen (steht aber auch in meinem Beitrag), der insgesamt weniger gekostet hätte als der Eigenanteil der DB Netz an der realisierten Variante. Und die Planungsmittel dafür in den Sand gesetzt, weil im konkreten Fall für den Denkmalschutz sämtliche Änderungen an Substanz und Erscheinungsbild inakzeptabel waren, die sich aus einer deutlichen Verbreiterung des "Überbaus" ergeben hätten. Der war aber zwingend erforderlich, um die bauaufsichtliche Freigabe der Ausführungsplanung durch das EBA zu erhalten. Mit der Bestandsbreite war weder ein Gleisabstand von 4 Metern noch beidseitige Randwege realisierbar - das EBA hat aber beides gefordert.Wenn die DB, die sicher auch bei deiner erwähnten Brücke für einen geförderten Neubau vom Bund plädiert hat, bewusst für den Denkmalschutz inakzeptable Angebote macht, kann man es natürlich so aussehen lassen als wäre der Denkmalschutz das Problem.
Im Fall 1 stellt sich das EBA auf den (formal korrekten) Standpunkt, dass es seine Aufgabe ist, die Einhaltung der Regeln (unter anderem der bauaufsichtlich eingeführten Regelwerke) zu überwachen - aber nicht selbst Regeln bauaufsichtlich einzuführen und sieht die Verantwortung dafür eine Ebene höher beim Verordnungsgeber*). Und was interessiert sich das Verkehrsministerium schon für ein Forschungsvorhaben, das vom Bauministerium finanziert wurde?Wenn du die Anzahl der Stellen und Bewertungen im EBA an die Anzahl der Streckenkiloneter bindest, überlegen die sich ganz schnell, was sie torpedieren.
In einigen Bereichen fehlen Planstellen oder wir finden kein geeignetes Personal. Hier schlägt natürlich auch der Fachkräftemangel auf das EBA durch.
geschrieben von: Rohrbacher
Datum: 19.09.25 14:38
Danke, dass du mir Vorurteile unterstellst und sehr viel von meinem Beitrag wohl aus guten Gründen einfach ignorierst. :-)Schön, dass du dich von deinen Vorurteilen leiten lässt - aber die erwähnte Brücke war ein LufV-Projekt. Heißt bei steigenden Baukosten steigender Eigenanteil DB Netz und fehlende LufV-Mittel an anderer Stelle. Die DB hat daher keinen Neubau vorgesehen, sondern einen Teilerhalt planen lassen (steht aber auch in meinem Beitrag), der insgesamt weniger gekostet hätte als der Eigenanteil der DB Netz an der realisierten Variante. Und die Planungsmittel dafür in den Sand gesetzt, weil im konkreten Fall für den Denkmalschutz sämtliche Änderungen an Substanz und Erscheinungsbild inakzeptabel waren, die sich aus einer deutlichen Verbreiterung des "Überbaus" ergeben hätten. Der war aber zwingend erforderlich, um die bauaufsichtliche Freigabe der Ausführungsplanung durch das EBA zu erhalten. Mit der Bestandsbreite war weder ein Gleisabstand von 4 Metern noch beidseitige Randwege realisierbar - das EBA hat aber beides gefordert.
Also ist das EBA schuld und nicht der Denkmalschutz, oder? ;-)das EBA hat aber beides gefordert.
Dankeschön!Aber wie gesagt, es hat die DB niemand gezwungen, mutmaßlich am Denkmalschutz ("Gedöns") einfach mal vorbei zu planen […]
Über 150 Jahre funktioniert's, dann 30 Jahre Bahnreform und von Sylt bis Garmisch fällt alles auseinander. […]
Danke, dass du Teile meines Beitrags konsequent ignorierst.bauigel schrieb:Schön, dass du dich von deinen Vorurteilen leiten lässt - aber die erwähnte Brücke war ein LufV-Projekt. Heißt bei steigenden Baukosten steigender Eigenanteil DB Netz und fehlende LufV-Mittel an anderer Stelle. Die DB hat daher keinen Neubau vorgesehen, sondern einen Teilerhalt planen lassen (steht aber auch in meinem Beitrag), der insgesamt weniger gekostet hätte als der Eigenanteil der DB Netz an der realisierten Variante. Und die Planungsmittel dafür in den Sand gesetzt, weil im konkreten Fall für den Denkmalschutz sämtliche Änderungen an Substanz und Erscheinungsbild inakzeptabel waren, die sich aus einer deutlichen Verbreiterung des "Überbaus" ergeben hätten. Der war aber zwingend erforderlich, um die bauaufsichtliche Freigabe der Ausführungsplanung durch das EBA zu erhalten. Mit der Bestandsbreite war weder ein Gleisabstand von 4 Metern noch beidseitige Randwege realisierbar - das EBA hat aber beides gefordert.
Wie bereits geschrieben: Die Anforderungen des Denkmalschutzes zu erfüllen, hätte bedeutet, gegen §10(2) EBO und §8(1) DGUV-Vorschrift 72 zu verstoßen. An denen "einfach mal" vorbeizuplanen geht genauso wenig. Da sagt dann das EBA, dass es so nicht geht.Aber wie gesagt, es hat die DB niemand gewungen, mutmaßlich am Denkmalschutz ("Gedöns") einfach mal vorbei zu planen und sich dann erst hinterher, als die Planungsmittel schon im Sand waren, zu wundern, dass es so nicht geht.
Die 30 Jahre vor der Bahnreform haben der Infrastruktur genauso geschadet wie die 30 Jahre danach.Über 150 Jahre funktioniert's, dann 30 Jahre Bahnreform und von Sylt bis Garmisch fällt alles auseinander.
geschrieben von: Rohrbacher
Datum: 19.09.25 16:46
Schon klar, aber daraus abzuleiten, der Denkmalschutz ist das Problem, geht auch nicht. Außer man will das, wie gesagt, aus anderen Gründen genau so aussehen lassen.Rohrbacher schrieb:
Zitat:Wie bereits geschrieben: Die Anforderungen des Denkmalschutzes zu erfüllen, hätte bedeutet, gegen §10(2) EBO und §8(1) DGUV-Vorschrift 72 zu verstoßen. An denen "einfach mal" vorbeizuplanen geht genauso wenig. Da sagt dann das EBA, dass es so nicht geht.Aber wie gesagt, es hat die DB niemand gewungen, mutmaßlich am Denkmalschutz ("Gedöns") einfach mal vorbei zu planen und sich dann erst hinterher, als die Planungsmittel schon im Sand waren, zu wundern, dass es so nicht geht.
Und ein Kompromiss zwischen "Bauwerksbreite von 7,5m belassen" und "Bauwerksbreite von 9m herstellen" hätte keine der beiden Seiten zufriedengestellt.
Nein. Man wusste am 1. Januar 1994 bereits explizit, dass vor allem in den Wirtschaftsflautejahren der 80er Jahre stark gespart und ggf. nur pinselrenoviert worden war. Was hat die "neue Bahn" ganz bewusst gemacht? Wider besseren Wissens so weiter und hat die Fehlentwicklungen sogar noch massiv beschleunigt und noch viel mehr auf Verschleiß gefahren. Ansonsten müsste man 30 Jahre später nicht notfallmäßig eine marode Brücke nach der anderen sperren, sondern hätte die Versäumnisse der 80er Jahre längst mit der Power des alles bestens regelnden Markts aufgeholt und könnte vom Netzzustand mindestens mit der in Bahndingen staatlich gelenkten (ansonsten viel marktliberaleren) Schweiz mithalten, die um 1980 eisenbahnmäßig in einer ähnlichen Ausgangslage war wie (West-)Deutschland. Da muss danach in Deutschland was schiefgegangen sein!Rohrbacher schrieb:
Zitat:Die 30 Jahre vor der Bahnreform haben der Infrastruktur genauso geschadet wie die 30 Jahre danach.Über 150 Jahre funktioniert's, dann 30 Jahre Bahnreform und von Sylt bis Garmisch fällt alles auseinander.
Auch nein. Der freie Fall ist eine Entwicklung, die einmal gestartet außer durch den Erdboden nur schwer gestoppt werden kann, selbst wenn man wollte. ;-) Mit dem Sparen hätte man ja spätestens 1994 aufhören können, als alles neu und toll hätte werden sollen wie die blühenden Landschafte im Osten, aber man wollte mit der Bahn lieber an die Börse und Global Player werden und Gewinne privatisieren. Zugegeben, auch weil speziell dann der "Genosse der Bosse" es so wollte und mit Mehdorn dann auch den dafür genau richtigen Manager ins Amt gebracht hat. Ich würde dein Bild daher etwas verändern und sagen, dass der "Zug in den Abgrund" irgendwann bereits um 1965 ins Rollen kam, 1994 noch vergleichsweise einfach mit'm Hemmschuh hätte gestoppt werden können, mittlerweile aber auch weil man zeitweise extra noch Leistung aufgeschaltet und die Bremsen abgeschraubt hat, mit weit über Streckenhöchstgeschwindigkeit komplett unkontrolliert davonnrennt ...Das ist so ähnlich wie bei dem, der vom 30-stöckigen Hochhaus fällt und auf Höhe des zehnten Stocks meinte, es wäre ja noch nichts passiert. Aber jetzt ist man auf Höhe des fünften Stocks und kann man nicht mehr ignorieren, dass der Boden immer näher kommt...
Selbstverständlich gehört es zur Wahrheit, dass man mit einer Infrastruktur, die man Richtung Börsengang seinerzeit auf den Umfang von vor 1900 "optimiert" hat und auch den Umfang der Instandhaltung eher nach Preis als nach Leistung auslegt, auch mit noch so viel Digitalisierung nicht stabil den liberalisierten Verkehr des 21. Jahrhunderts abwickeln können wird.Mit dem Betriebsprogramm der "verschnarchten Beamtenbahn" von vor der Bahnreform wäre Instandhaltung übrigens viel einfacher - da könnte man in den Pausen zwischen den Zügen ordentlich arbeiten. Mein "Lehrmeister" hier im Büro hat zu dieser Zeit mehrere Brücken bei bestem Tageslicht in "planmäßigen Zugpausen" (von etlichen Stunden) eingeschoben...
These: es wurde viel mehr Man Power benötigt, die pro Stunde (natürlich inflationsbereinigt) viel günstiger war, und die Arbeitsbedingungen waren auch andere.Die Bahnstrecke Nürnberg - Schnabelwaid wurde von 1874 bis 1877 komplett neu eingleisig erstellt, 1898/1899 um ein zweites Gleis erweitert. Die Eisenbahnbrücken haben immerhin über 100 Jahre alle möglichen Meterlasten ausgehalten, der hohe Kohlenstoffgehalt im Flußstahl setzt dem jetzt ein Ende.
Wenn die UrUr...Großväter mit den damaligen technischen Möglichkeiten in kurzer Zeit das geschafft haben, warum kann man nicht in überschaubarer Zeit die Brücken in einer halbwegs ansehnlichen Stahlkonstruktion (und mit den heute möglichen Stahlqualitäten) ersetzen?
Solange die Leute dort keine Subsistenzwirtschaft betrieben, werden sie Güterverkehr aushalten müssen, auch im "Transit" - so wie Menschen anderswo Güterverkehr aushalten, damit die Menschen im Pegnitztal mit Gütern versorgt werden.Die Einwohner entlang der Strecke leben in stetig schrumpfenden kleinen Gemeinden, die interessiert ein vernünftiger Nahverkehr in Richtung Nürnberg, in größerem Umfang vorbeidonnernde Güterzüge (und was transportieren die in der Zukunft eigentlich noch, die Massengüter von anno dazumal gibt es nicht mehr?) will verständlicherweise niemand haben.
geschrieben von: HSB Tw 44
Datum: 19.09.25 18:32
Sollte man mal einführen: ihr wollt keinen GV oder keine NBS oder sonstwas „weil, brauchen wir nicht!!11!elf!“ – kein Problem, wird eingestellt. Und dann ein Ausfahrverbot einführen: niemand aus diesem Bereich darf den verlassen. Ich will auch keine Autos aus SR (oder der Hüneburger Leide) bei mir rumfahren haben. Da habe ich auch nichts von, außer, daß sie meine Straße verstopfen und Lärm und Gestank erzeugen. Sollen sie halt zu Hause bleiben. Ach, das ist dann ganz was anderes?
ZitatSolange die Leute dort keine Subsistenzwirtschaft betrieben, werden sie Güterverkehr aushalten müssen, auch im "Transit" - so wie Menschen anderswo Güterverkehr aushalten, damit die Menschen im Pegnitztal mit Gütern versorgt werden.Die Einwohner entlang der Strecke leben in stetig schrumpfenden kleinen Gemeinden, die interessiert ein vernünftiger Nahverkehr in Richtung Nürnberg, in größerem Umfang vorbeidonnernde Güterzüge (und was transportieren die in der Zukunft eigentlich noch, die Massengüter von anno dazumal gibt es nicht mehr?) will verständlicherweise niemand haben.
Wie mir diese egoistische Rosinenpickerei auf den Keks geht...
Nein, das ist zu einfach. In meinem Dienstgebäude dürfen wegen Denkmalschutz zugige einfachverglaste Fenster nicht ausgetauscht werden. Es müsse historisch korrekt sein.Zitat:Schon klar, aber daraus abzuleiten, der Denkmalschutz ist das Problem, geht auch nicht.
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