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[BW] SPNV-Bilanzbericht 2019–2024

geschrieben von: S-DT8

Datum: 27.08.25 13:01

[vm.baden-wuerttemberg.de]

"Das Land veröffentlicht seinen SPNV-Bilanzbericht 2019–2024 und zieht eine positive Bilanz. Der Bericht zeigt die Entwicklung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) in Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren."

Interessant vor allem die Grafik mit der Nachfrageentwicklung 2019–2024. Auf einigen Strecken ist die Nachfrage auch deutlich (über 10%) zurückgegangen. Auf der Gäubahn dürfte das allerdings auch auf den IC zurückzuführen sein, dessen Fahrgäste in der Grafik nicht enthalten sind.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:27:13:03:23.

Re: [BW] SPNV-Bilanzbericht 2019–2024

geschrieben von: Papierfahrkarte

Datum: 27.08.25 13:22

Zusammengefasst: Auf den überregionalen Verbindungen mit fernverkehrsähnlichem Angebot oder parallelem Fernverkehr (Residenzbahn, Frankenbahn, Südbahn, Rheintalstrecke) hat man Zugewinne. Der Rest stagniert.

https://s20.directupload.net/images/user/240419/iwstugpl.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:27:13:22:56.

Re: [BW] SPNV-Bilanzbericht 2019–2024

geschrieben von: VT

Datum: 27.08.25 13:29

S-DT8 schrieb:
[vm.baden-wuerttemberg.de]

"Das Land veröffentlicht seinen SPNV-Bilanzbericht 2019–2024 und zieht eine positive Bilanz. Der Bericht zeigt die Entwicklung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) in Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren."

Interessant vor allem die Grafik mit der Nachfrageentwicklung 2019–2024. Auf einigen Strecken ist die Nachfrage auch deutlich (über 10%) zurückgegangen. Auf der Gäubahn dürfte das allerdings auch auf den IC zurückzuführen sein, dessen Fahrgäste in der Grafik nicht enthalten sind.
Das vermute ich auch. Westfrankenbahn ist auch klar: Wer nicht fährt kann auch keinen transportieren. Da ist es eher ein Wunder, dass es nach Wertheim mehr Fahrgäste gab. Am Hochrhein sieht es wahrscheinlich ähnlich aus. Die Breisgau-S-Bahn ist ja bekannt.

Was ist denn die Erklärung im Nagold- und Enztal? Das war bisher kaum im Focus von Ausfällen im vergleichbar großen Stil. Ebenfalls die Kraichgaubahn kurz vor Heilbronn.
Die Gegend um Hausach finde ich auch nicht uninteressant. Im weiteren Verlauf, ab wahrscheinlich Hornberg, hat die Schwarzwaldbahn einen Zuwachs. Sollten sich die Rückgänge dort nur auf die OSB zurückführen lassen? Die rote Renchtalbahn legt das ebenfalls nahe.

Re: [BW] SPNV-Bilanzbericht 2019–2024

geschrieben von: bauigel

Datum: 27.08.25 14:53

VT schrieb:
Zitat:
Ebenfalls die Kraichgaubahn kurz vor Heilbronn.
Das ist treffgenau der Abschnitt bis Schwaigern, der unter Vollsperrung mit Schienenersatzverkehr ausgebaut wurde.
Von daher die Frage: Wie zielgenau wurden die Fahrgäste in den SEV-Bussen erfasst und wie wurden die "verbucht"?

Re: [BW] SPNV-Bilanzbericht 2019–2024

geschrieben von: Pfeiftafel

Datum: 27.08.25 16:27

Hallo,

die letzten zwei Jahre war rund um Horb viel gesperrt. Da konnten die Zahlen der zulaufenden Strecken nur schlechter werden.
Südlich von Rottweil bis Singen gab es 2019 keine RE4 und nur nächtliche 426 an einzelnen Tagen. Damit wurden die Zahlen automatisch besser.
Beim Ringzug gab es da auch Angebotsausweitungen ggü. 2019.
Wenn man von Villingen kommend in den letzten zwei Jahren in Rottweil meist nur Anschluss an den SEV hat, dann gehen die Fahrgastzahlen auch zurück. Sieht inzwischen aber wieder ganz anders aus.
Möglicherweise hat man auch auf mehr Strecken (z.B. Ortenau) im Rahmen von Umbrüchen in den Flotten keine geeigneten Zahlenbasen und vergleicht 2019 mit unvollständigen Zahlen aus 2024.
Herbertingen - Aulendorf war 2024 monatelang gesperrt. Da dürfte auch der Vergleichswert einfach unnötig schlecht gewesen sein.
Warum die westliche Kaiserstuhlbahn so abgefallen ist, ist seltsam. Dort ist eigentlich von 2019 auf 2024 alles besser geworden und Bauarbeiten gab es 2023/2024 auch keine nennenswerten. Oder gab es da 2019 Effekte durch die Sperrung von Freiburg - Breisach, dass da Fahrgäste von / nach Breisach über Endingen fuhren, die jetzt fehlen?
2019 fuhr auf der Schwäbischen Albbahn fast nichts - dass da 2024, bei leicht ausgebautem Angebot, mehr Fahrgäste unterwegs sind, ist erfreulich, aber nicht überraschend.

Grüße
Pfeiftafel



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:27:16:29:17.

Rieche ich da ein Weihrauch-G'schmäckle...

geschrieben von: bollisee

Datum: 27.08.25 16:56

S-DT8 schrieb:
[vm.baden-wuerttemberg.de]

"Das Land veröffentlicht seinen SPNV-Bilanzbericht 2019–2024 und zieht eine positive Bilanz. Der Bericht zeigt die Entwicklung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) in Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren."

Interessant vor allem die Grafik mit der Nachfrageentwicklung 2019–2024. Auf einigen Strecken ist die Nachfrage auch deutlich (über 10%) zurückgegangen. Auf der Gäubahn dürfte das allerdings auch auf den IC zurückzuführen sein, dessen Fahrgäste in der Grafik nicht enthalten sind.
Ein rauher Weihrauchwind weht durch ÖPNV-Baden-Württemberg, es sind bald Landtagswahlen. Es ist mal eine Wasserstandsmeldung. Ob man daraus Schlüsse ziehen kann, zeigt sich erst, wenn man alle Zahlen kennt, also auch die Gesamtpersonenkilometer aller Verkehrsmittel.

Ich fürchte, die Verbesserung wird im Rauschen untergehen. Dort wo ich es beurteilen kann, hat man offenbar nicht mit der allgemeinen Entwicklung mitgehalten, präsentiert aber hohe Zuwächse. Teilweise deckt die Grafik nicht wirklich nachvollziehbar mit den Zahlen. Und einige Strecken waren 2019 richtiggehend SEV-geplagt, wie etwa die Südbahn. Da kann man schöne Ergebnisse präsentieren.

Oder für den Seehas präsentierte man auch 2021 die Planung auf Basis der Zahlen von 2016, es ging hier immerhin um den vierten Zug/Stunde, den das Land striktamente verweigerte, sie haben nur 14800 Fahrgäste/Tag, bei 15000 Fahrgästen hätten Sie die die Waschmaschine gewonnen. Für 2019 hatte man gar keine Zahlen zur Verfügung. Wo kommen die plötzlich her?

So einiges scheint mir hier verwunderlich zu sein. Da sollte man doch mal genauer hinschauen. Wie wäre es also mit Transparenz in Baden-Württemberg. Macht die Zahlen der Allgemeinheit zugänglich, vielleicht sind sie ja doch besser als wir hier glauben. Gefühlt hat jedoch das reale Angebot an Sitzplätzen und Stehplätzen abgenommen. Vielleicht dürfen wir Bürger uns mal selber durch die Zahlen quälen und die Ergebnisse überprüfen. Vielleicht ist es ja keine solche Geheimwissenschaft wie etwa der Berechnungsalgorithmus für den Qualitätsbericht. Aber damit der berauschende Weihrauchduft verfliegt, bedarf es eines sauberen Windes der Transparenz. Also Zahlen bitte für alle!

Re: [BW] SPNV-Bilanzbericht 2019–2024

geschrieben von: bogrács

Datum: 27.08.25 17:05

Ja. Auch meine Hausstrecke ist dunkelgrün.
Leider fährt man nach wie vor mit den Kapazitäten von 2019.

Re: [BW] SPNV-Bilanzbericht 2019–2024

geschrieben von: bollisee

Datum: 27.08.25 19:02

bogrács schrieb:
Ja. Auch meine Hausstrecke ist dunkelgrün.
Leider fährt man nach wie vor mit den Kapazitäten von 2019.
Und die Kapazitäten werden erfahrungsgemäß kaum bis gar nicht angepasst. Da gibt es genügend Beispiele:

- S-Bahn Breisgau, seit dem Start wurde wie sonst noch was rumgerudert, zig mal das Konzept angepasst. Aber funktionieren tut da bis heute nichts wirklich. Schaut man auf die Karte, sieht man rund um Freiburg nur eine Farbe nicht, dunkelgrün. Interesse des Ministeriums: mittel bis sauprächtig
- Offenburg bis Villingen, rund um Freudenstadt, rund um Horb. Da hat sich beim Angebot kaum etwas getan. Entsprechend die Reaktion der Bevölkerung. Das vorgeblich verbesserte Angebot ist sogar eine Mogelpackung, teilweise werden heute Halte aus Not ausgelassen, Wagen sind aus Not nicht verfügbar, etc.
- Im Bereich des Seehas wurde in den 90ern eine beachtenswerte Verbindung geschaffen unter großem finanziellen Einsatz des Landkreises. Der Grafik aus der Broschüre nach haben sich die Pkm von 1994 bis 2005 auf 175% erhöht. 2006 wurde das Angebot des Seehas auch verdoppelt. Aber seither hat sich die Anzahl Doppeltraktionen zur HVZ auf die Hälfte verringert, die Anzahl der Fahrgäste bis 2019 auf etwa 260%. Und 2024 sollen es ja bereits 320% sein. Das Kapazitätsangebot wurde faktisch nicht vergrößert, sondern nur der Fernverkehr mit dem Seehas statt der Schwarzwaldbahn verknüpft. Entsprechend katastrophal hat sich die Auslastung entwickelt. Bei dieser Angebotsstagnation ist wohl nicht verwunderlich, dass die Strecke nunmehr hellgrün und gelb erscheint.
- Am Hochrhein hat man die Probleme nie in den Griff bekommen. Obwohl dort eine ideale Konstellation für den Bahnverkehr besteht, selbst eine Regionalbahn mit 22 Halten ist dem Auto in Sachen Geschwindigkeit überlegen. Weil aber der Hochrhein hinter den sieben Bergen ist, kann die Bahn tun und lassen, was sie will. Entsprechend hat die Fahrgastentwicklung gegen den allgemeinen Trend stagniert. Hier ist zumindest Besserung nach der Elektrifizierung im Bereich des Möglichen.

Du siehst, mit dieser Leitung des Verkehrsministeriums wird das nichts mehr werden. Da sind die Trends völlig verschlafen worden und Reaktionen auf Missstände sind allenfalls in homöopathischen Dosen, etwa der Rhyhas, der in der Masse komplett untergehen dürfte.

Aber mit den vorherigen Verkehrsministern Heribert Rech und Tanja Gönner waren Reaktionen auf Missstände ebenso Fehlanzeige. Die Schwarzwaldbahn mit den damals neuen, sauberen und zuverlässigen Dostos (man kann es heute kaum glauben) hatte 130% bis 250% der Fahrgäste in den n-Wagen-Zügen zu verzeichnen. Insbesondere zwischen Karlsruhe und Offenburg war die Not im Zug enorm. Reagiert wurde mit Jahren Verspätung und auch in homöopathischen Dosen, etwa die wenigen 3-Dosto-Züge der Flotte wurden auf die neue Standardlänge 4 vergrößert. Ansonsten ist bis heute nichts passiert. Gut, außer den hier gut bekannten Katastrophen nach der Schienenerneuerung auf der Bergstrecke, die den Verkehr auch nach den SEV-Unverschämtheiten noch sehr lange lahmlegten. Teilweise war nur noch mit 33% der täglichen Gefäßgröße zu rechnen. Aber die untätige Landesregierung ging ja da längst auf das Konto vom untätigen Traumschlossdenker Winfried Hermann.

Mehr als Selbstbeweihräucherung wirst Du in BW nicht mehr erwarten können. Das einzige was wir alle machen können, die verbleibenden 7 Monate bis zur Landtagswahl die Landtagskandidaten anzünden, und zwar jeder von uns, der irgendwie mit BW in Verbindung steht. Es ist traurig, aber genau das ist aus einem Bundesland mit vielen Vorzeigeregionen im Nahverkehr geworden. Insofern empfinde ich diese Selbstbeweihräucherung als blanken Hohn dem Fahrgast gegenüber. Der Elfenbeinturm in Stuttgart entfernt sich jedes Jahr weiter von der Realität.

Re: [BW] SPNV-Bilanzbericht 2019–2024

geschrieben von: truestepper

Datum: 27.08.25 20:32

S-DT8 schrieb:
[vm.baden-wuerttemberg.de]

"Das Land veröffentlicht seinen SPNV-Bilanzbericht 2019–2024 und zieht eine positive Bilanz. Der Bericht zeigt die Entwicklung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) in Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren."

Interessant vor allem die Grafik mit der Nachfrageentwicklung 2019–2024. Auf einigen Strecken ist die Nachfrage auch deutlich (über 10%) zurückgegangen. Auf der Gäubahn dürfte das allerdings auch auf den IC zurückzuführen sein, dessen Fahrgäste in der Grafik nicht enthalten sind.
Die gewählte Farbe für den innerbayerischen Abschnitt Hergatz (Knotenbahnhof) - Lindau (mit mehreren SPNV-VDV), warum auch immer dieser überhaupt eingezeichnet wurde, wurde falsch ausgewählt. Richtig wäre hier dunkelgrün. M.E. stimmt auch die Farbwahl für den Memmingen - Kißlegg - Hergatz nicht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:27:20:35:37.

Seehas

geschrieben von: Florian Ziese

Datum: 27.08.25 23:17

bollisee schrieb:
- Im Bereich des Seehas wurde in den 90ern eine beachtenswerte Verbindung geschaffen unter großem finanziellen Einsatz des Landkreises. Der Grafik aus der Broschüre nach haben sich die Pkm von 1994 bis 2005 auf 175% erhöht. 2006 wurde das Angebot des Seehas auch verdoppelt. Aber seither hat sich die Anzahl Doppeltraktionen zur HVZ auf die Hälfte verringert, die Anzahl der Fahrgäste bis 2019 auf etwa 260%. Und 2024 sollen es ja bereits 320% sein. Das Kapazitätsangebot wurde faktisch nicht vergrößert, sondern nur der Fernverkehr mit dem Seehas statt der Schwarzwaldbahn verknüpft. Entsprechend katastrophal hat sich die Auslastung entwickelt. Bei dieser Angebotsstagnation ist wohl nicht verwunderlich, dass die Strecke nunmehr hellgrün und gelb erscheint.
Beim Seehas hat sich aber nicht wirklich etwas verdoppelt, von der Zugzahl sowieso nicht (die ist seit 1994 plusminus konstant, immer mal wieder gekürzt und mal wieder erhöht).
Der wichtigste Zug ist aber seit 1994 durchgehend ein 150 m-Zug, auch 100 m-Züge zur HVZ gab es von Anfang an und nach wenigen Jahren noch mehr 100 m-Züge und auch einzelne 125 m.
Vor den FLIRT (als 75 oder 150 m-Zug) wurde zuvor schon durchgehend mit mindestens 100 m-Zügen gefahren, zur HVZ ein paar mit 150 m (allerdings nur eher kurze Zeit).
Davor wurde lange Zeit (seit ca. 1998?) recht unverändert gefahren, in der Morgen-Spitze eben der 150 m-Zug und zwei 100 m-Züge (und noch früher am Morgen gab es einen 125 m-Zug???). Abends zurück wurde nacheinander 100, 100, 125, 100 m gefahren. Heute zwar theoretisch 4x 150 m, aber wegen dem ständigen Fahrzeugmangel bei der SBB ist da oft ein 75 m-Zug dabei, ab und zu auch zwei, dann wird es schon unschöner (und allerdings nur selten auch mal drei von vier Zügen mit halber Länge).

Wirklich Verbesserung ist dann, dass man 2006 morgens einen eher schwach besetzten Schwarzwald-IRE in einen Zusatz-Seehas umgewandelt hat, um den bestehenden überfüllten 150 m-Seehas zu entlasten. Wobei es schon 1994 früh morgens einen (echten) DB-Zusatz-Zug gab (3 n-Wagen mit einer 150), der aber der erst Streichungsrunde beim Seehas zum Opfer fiel.

Was man aber der SBB zu gute halten muss (im Gegensatz zur DB, wo die Lücke oft stur nach Umlauf "fährt"), ist, dass der oft fehlende FLIRT immer am schwächsten nachgefragten Umlauf fehlt, wo es dann zwar ein paar Stehplätze gibt, aber nicht so extrem wie es in anderen Umläufen wäre.

Problem sind nun natürlich die gekappten Korrespondenzanschlüsse im Gäubahn-Interimskonzept, die nun in Singen viele Reisende vom Gäubahn-IC in den Seehas statt Schwarzwaldbahn kippen. Auch am Wochenende mit im Sommer vielen Touristen, wo man nun auch Doppeltraktionen fahren muss. Und da die Touristen wohl wichtiger sind als Pendler :-) oder der Umläufe nicht einfach anpassbar holt man im Sommer extra am Wochenende Basler FLIRT zur Aushilfe beim zu knappen Seehas-Bestand.

Oder auch nicht (z.B. wegen Bauarbeiten). So wie zuletzt beim Seenachtsfest, wo der Fahrzeugmangel bei der SBB besonders übel auffällig war. Am Nachmittag blieben beim Umlauf des Zuges mit halber Kapazität trotz minutenlangem Stopfen in den vollen Zug schon in Radolfzell ca. 40-50 Reisende zurück. Und ich denke mal, bei den weiteren Halten bis Konstanz waren die Bahnsteige auch nicht leer, die dann alle auf den nächsten Zug warten mussten, der ja selbst als Doppeltraktion schon gut gefüllt war...

Gruss

Florian



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:27:23:24:41.

Re: [BW] SPNV-Bilanzbericht 2019–2024

geschrieben von: MCTRAIN

Datum: 28.08.25 07:54

Hallo,

also in der Region rund um Freudenstadt bis ins Kinzigtal runter ist alles orange bis rot. Den Zahlen bis 2024 gebe ich recht. Ständig Baustellen und die stinkenden, versifften RS1 haben nicht gerade eine hohe Nachfrage erzeugt.
Dazu die ständigen Probleme mit den Zügen oder der Strecke. Ich habe mir letztes Jahr im Herbst den Spaß gemacht, die Verspätungen zu analysieren und bin daruf gekommen, dass ich nur jeden zweiten Tag pünktlich unterwegs war. Streiks von Verdi (SWEG), der GDL (Fdl FDS) oder der EVG haben die Attraktivität nochmal heruntergesetzt. Außerdem sind alle Bahnhöfe von Gengenbach bis Triberg in einem baulich schlechten Zustand ohne Warteräume usw.

Mit fehlt ein größerer Wurf, als nur neue Züge auf alten Strecken fahren zu lassen. Bahnhöfe ausbauen, bessere Verknüpfung mit Bussen, sichere Fahrradabstellplätze, Taktverdichtung in der HVZ, mehr Ausweichgleise und Infrastruktur sind Beispiele dafür.
Dem Verkehrsminister mache ich nur halb einen Vorwurf. Er kann nicht alles dafür, aber er könnte Druck machen oder Schlechtleistung sanktionieren.
Aber @bollisee, glaubst du ernsthaft, dass ein Verkehrsminister einer anderen Partei irgendwas besser machen würde?
Von welcher Partei müsste der sein?
In meinem Umfeld wird über den ÖPNV nur gelästert, es ist ja auch politisch nicht gewollt Schweizer Verhältnisse zu erreichen.

Grüße
MCTRAIN

Dazu eine ZM aus der "Stz" mit Zitat:

geschrieben von: olek

Datum: 28.08.25 09:49

[www.stuttgarter-zeitung.de]

Ein Zitat sollte erlaubt sein:

"Eine offene Baustelle, so räumt Hermann ein, seien aktuell Qualität und Pünktlichkeit. Auffällig ist nämlich bei der nach Strecken aufgeschlüsselten Entwicklung, dass es bei größeren Problemen wie auf der Gäubahn oder der Schwarzwaldbahn auch teils deutliche Fahrgastrückgänge gab. "

Eben genau, weil selbst "kurze Fahrten" wie Reutlingen - Villingen (oder nach Titisee) //Beispiel//zu einer "Weltreise" ausarten können wird der PKW bevorzugt, ganz einfach.
D-Ticket hin oder her, wenn aus 3h - 5h Zugfahrt werden ist das schlicht nicht hinnehmbar.

MFG Olek

"Willst du ein Leben streng nach Plan..fahre niemals Eisenbahn!"

Re: [BW] SPNV-Bilanzbericht 2019–2024

geschrieben von: glx

Datum: 28.08.25 19:52

S-DT8 schrieb:
Auf der Gäubahn dürfte das allerdings auch auf den IC zurückzuführen sein, dessen Fahrgäste in der Grafik nicht enthalten sind.
Der IC ist doch ende 2017 eingeführt worden.

Dass dürfte doch dann keine Auswirkungen auf die Fahrgastzahlen von 2019 bis 2024 haben.

Oder übersehe ich da etwas?

Ich würde eher die Baustellensituation auf der Gäubahn für den Rückgang verantwortlich machen.

Re: [BW] SPNV-Bilanzbericht 2019–2024

geschrieben von: 146 227

Datum: 28.08.25 21:32

glx schrieb:
S-DT8 schrieb:
Auf der Gäubahn dürfte das allerdings auch auf den IC zurückzuführen sein, dessen Fahrgäste in der Grafik nicht enthalten sind.
Der IC ist doch ende 2017 eingeführt worden.

Dass dürfte doch dann keine Auswirkungen auf die Fahrgastzahlen von 2019 bis 2024 haben.
Der IC zählt ja nicht zum SPNV sondern SPFV auch wenn für den NV-Freigegeben.

Neulich im ICE: Hässlich hier? Aber sind Sie schon mal im Güterzug mit gefahren?
Leider ist die 146 227-4 nicht mehr in BaWü - und wirbt auch nicht mehr für S21

Re: [BW] SPNV-Bilanzbericht 2019–2024

geschrieben von: VT

Datum: 28.08.25 21:56

146 227 schrieb:
glx schrieb:
S-DT8 schrieb:
Auf der Gäubahn dürfte das allerdings auch auf den IC zurückzuführen sein, dessen Fahrgäste in der Grafik nicht enthalten sind.
Der IC ist doch ende 2017 eingeführt worden.

Dass dürfte doch dann keine Auswirkungen auf die Fahrgastzahlen von 2019 bis 2024 haben.
Der IC zählt ja nicht zum SPNV sondern SPFV auch wenn für den NV-Freigegeben.
Eben drum. Der war damals auch schon mit Nahverkehrsfahrkarten nutzbar. Das heist, dass es eigentlich kaum noch Verlagerung raus aus den restlichen Nahverkehrszügen in den IC im Zeitraum 2019-2024 gegeben haben kann. Oder das der IC wenigstens nicht der einzige Grund dafür sein kann, dass weniger im RE14 sitzen.

Re: [BW] SPNV-Bilanzbericht 2019–2024

geschrieben von: Alexander Huber

Datum: 29.08.25 16:43

VT schrieb:
146 227 schrieb:
glx schrieb:
S-DT8 schrieb:
Auf der Gäubahn dürfte das allerdings auch auf den IC zurückzuführen sein, dessen Fahrgäste in der Grafik nicht enthalten sind.
Der IC ist doch ende 2017 eingeführt worden.

Dass dürfte doch dann keine Auswirkungen auf die Fahrgastzahlen von 2019 bis 2024 haben.
Der IC zählt ja nicht zum SPNV sondern SPFV auch wenn für den NV-Freigegeben.
Eben drum. Der war damals auch schon mit Nahverkehrsfahrkarten nutzbar. Das heist, dass es eigentlich kaum noch Verlagerung raus aus den restlichen Nahverkehrszügen in den IC im Zeitraum 2019-2024 gegeben haben kann. Oder das der IC wenigstens nicht der einzige Grund dafür sein kann, dass weniger im RE14 sitzen.
Aus meiner Sicht ist doch der Grund offensichtlich. Es gab auf der Gäubahn mehrere Jahre, da ist jeder dritte Zug zwischen Stuttgart und Singen auf Teilstrecken oder vollständig ausgefallen. Wer will denn bei dieser Zuverlässigkeit noch mit der Bahn fahren wenn er mit dem Auto auf der A81 vorbeirauschen kann?
Gruß
Alexander

Re: [BW] SPNV-Bilanzbericht 2019–2024

geschrieben von: HolgerB

Datum: 29.08.25 17:09

Wichtiger als die Nachfrageentwicklung speziell auf der Gäubahn ist die Nachfrage insgesamt (Seite 28 links). Da sieht man, dass ohne den Gäubahn-IC die Nachfrage auf dem Niveau der Schwäbischen Alb-Bahn ist. Aus den oben genannten Gründen. Mit IC ist es natürlich besser, aber da liegen keine Zahlen vor.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:29:17:13:33.

Re: [BW] SPNV-Bilanzbericht 2019–2024

geschrieben von: glx

Datum: 30.08.25 08:00

HolgerB schrieb:
Wichtiger als die Nachfrageentwicklung speziell auf der Gäubahn ist die Nachfrage insgesamt (Seite 28 links). Da sieht man, dass ohne den Gäubahn-IC die Nachfrage auf dem Niveau der Schwäbischen Alb-Bahn ist. Aus den oben genannten Gründen. Mit IC ist es natürlich besser, aber da liegen keine Zahlen vor.
Kannst du diese Grafik lesen?
Ich sehe da nur Pixel-Chaos und keine lebaren Zahlen. Habe deshalb bereits die Poststelle angeschieben. Mal schauen ob die dass nochmal lesbar einstellen.

Re: [BW] SPNV-Bilanzbericht 2019–2024

geschrieben von: HolgerB

Datum: 01.09.25 11:52

Anhand der Strichgröße sieht man die Relationen.
Disclaimer: ich kenne beruflich auch den Teil der Originaldatei, der zoombar ist (ohne S-Bahn)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:09:01:11:52:34.

Re: [BW] SPNV-Bilanzbericht 2019–2024

geschrieben von: HolgerB

Datum: 02.09.25 13:21

Die Karte ist auch beim ÖPNV-Report enthalten, siehe
[vm.baden-wuerttemberg.de]
Dann unten als "Karte: Netzbelastung im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) für Baden-Württemberg in Fahrgastzahlen"
Wobei Netzbelastung statt Nachfrage klingt wie Beförderungsfall statt Fahrgast.
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