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Sparpreise

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 01.08.25 10:27

keksi28 schrieb:
Dein Eindruck täuscht definitiv nicht. Da fast alle nur mit Sparpreisen fahren ist Bahnfahren noch nie so günstig geworden wie aktuell.

Mfg
Da bin ich anderer Meinung.

Ich fahre seit über 10 Jahren dieselben FV-Langstrecken mit BC25, nutze wo möglich immer die Verbindungen mit den günstigsten Sparpreisen, und speichere jedes Ticket als PDF. Deswegen kann ich leicht feststellen, wie viel ich früher bezahlt habe.

Wenn ich meine Fahrkarten von 2013 mit denen von heute vergleiche, zahle ich für meine Fahrten in diesem Jahr mehr als doppelt so viel.

Der Hauptgrund: Die Züge sind viel voller, so dass die Sparpreise entweder teurer sind oder (was immer öfter passiert) es gar keine Sparpreise gibt.

Die Bahn kann gerne behaupten, was sie will, aber in der Praxis sind häufig genutzte FV-Strecken deutlich teurer geworden. Weit mehr, als durch die Inflation gerechtfertigt wäre.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:01:10:28:20.

Re: [BZ] Junge Menschen meiden die Bahn

geschrieben von: VT

Datum: 01.08.25 10:30

IR2212 schrieb:


Dann doch lieber gleich vorausschauend planen und böse Überraschungen von Anfang an minimieren oder ganz vermeiden.
Wenigstens auf meinen Routen (Taubertal-NRW, Taubertal-Ostschweiz/Westschweiz) habe ich da auf der Straße seit Jahren auch keine größere Planbarkeit mehr. Beim Auto plane ich da mittlerweile etwa ein bis zwei Stunden Puffer ein, wenn es drauf ankommt. Wenn ich bei der Bahn vorausschauend plane und eine Mindestumsteigezeit von 30 Minuten vorsehe klappt eigentlich auch alles. Das gibt sich unterm Strich nicht viel. Verkauft bekommt man so etwas natürlich nur schwer bis gar nicht, besonders wenn der Trend eher von der Umsteigefreiheit weg geht.
Was tatsächlich hilft ist der Firmenflieger. Leider.

Re: [BZ] Junge Menschen meiden die Bahn

geschrieben von: zuckerhut

Datum: 01.08.25 10:42

Verstehe ich nicht! Das 58 Euro Ramschticket bekommen die jungen Leute doch teils noch viel günstiger, in Hamburg zahlen Schüler keinen Cent! Und es gibt viele billige Sparpreise für den Fernverkehr.Die junge Gesellschaft möchte am liebsten alles gratis haben heutzutage. Bezahlen soll es natürlich alles der Staat.Geld braucht man ja nur drucken...

E-Scooter

geschrieben von: Supercity

Datum: 01.08.25 10:45

Matti der Kleine schrieb:
In den Städten wird das Fahrrad und der E Scooter aber auch immer wichtiger. Was zum Teil auch Politsch gewollt ist. Die Politik hat in vielen Städten kein Interesse mehr an guten ÖPNV.

Politik denkt zum Glück doch etwas weitsichtiger als der kleingeistige Plebs, der gegen alles ist, was er nicht von früher kennt.

Fahrrad und E-Scooter sind ein wichtiger Baustein im Umweltverbund und in Ergänzung zum ÖPNV. Hierdurch wird es in Städten wesentlich angenehmer, ganz auf das Auto zu verzichten - und damit ist wiederum auch dem ÖPNV geholfen.

LG

https://i.postimg.cc/6pLrNrrr/cheb.jpg

Das ist aber ein Widerspruch!

geschrieben von: Nietenreko

Datum: 01.08.25 10:51

Rugby Central schrieb:
Matti der Kleine schrieb:
Die Geiz ist Geil Mentalität wird immer mehr.
Wird sie nicht. Schau mal, was Menschen nach der Ausbildung oder dem Studium verdienen. Ich kenne nicht viele junge Menschen mit üppigen Budgets.

Wie will man denn mit geringem Einkommen über die Runden kommen, wenn man nicht geizig ist? "Geiz ist geil" ist eine zwangsläufige Folge der Einkommensentwicklung.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Re: [BZ] Junge Menschen meiden die Bahn

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 01.08.25 10:53

Neben der schon angesprochenen immer größer werdenden Unzuverlässigkeit der Züge, die fast nur rein durch das Management und deren Fehler der DB selbst statt wegen der Infrastruktur besteht, sehe ich hier auch die Schuld bei der DB selbst, sich auch weiterhin konsequent gegen ein Dreiklassenangebot in ihren Fernzügen zu wehren. Alle Bahnen, die dies in Europa teils schon sehr lange umgesetzt haben, fahren damit sehr gut und können so jeder Zielgruppe zielgerichteter und zu entsprechend passenden Preisen das bieten, was ihnen zusagt.

Aus meiner Sicht sollte man die Dreiklassenaufteilung endlich auch in den ICEs und ICs einführen, wenn man nicht immer mehr Kunden verlieren will. Die günstigste Sitzplatzkategorie sollte vom Komfort her etwas unter der heutigen 2. Klasse sein ohne überflüssigen Schnickschnack. Die nächsthöhere Klasse sollte vom Komfort her zwischen der heutigen 1. und 2. Klasse sein, womit dieses mittlere Segment wieder mehr das Reiseerlebnis bietet, was viele mit der Bahn verbinden bzw. teils verbunden haben. Und darüber sollte es noch eine echte Premium-Klasse geben, damit man auch endlich die zahlungskräftigere und komfortbetontere Kunden anspricht und ihnen entsprechend etwas hochwertiges anbietet, um sie weiterhin in der Bahn zu halten und auch solche potenziellen neuen Kunden zu gewinnen. In Summe würden sich dann - je nach Anzahl der jeweiligen Sitzplätze in den genannten Kategorien - die Einnahmen in einem Zug etwa die Waage halten.

Zudem muss es endlich aufhören, dass für einen Fernzug mehr Tickets verkauft werden dürfen, als es darin Sitzplätze gibt. Ein ICE ist kein Nachverkehrszug, wo Stehplätze oder Im-Eingangsbereich-am-Boden-sitzen-Plätze als normal zu betrachten sind. Nur wer einen Sitzplatz hat, darf auch in den Zug rein, so dass keiner über Stunden irgendwo im Gang sitzen oder sogar stehen muss. In anderen Ländern ist das absoluter Standard und nur die DB bekommt hier ihren Kragen nicht voll. Auch dieser Zustand schreckt viele Leute ab, mit der Bahn zu fahren - vielleicht nicht so stark die Jüngeren aber genug Leuten aus allen Altersgruppen. Mit Qualität hat das nichts mehr zu tun.

Letztlich liegt aber eben sehr viel von der Schuld an dieser ganzen Misere bei der DB durch ihr immer größeres Versagen selbst. Dass immer mehr Züge ausfallen, immer mehr zu spät kommen und mit immer mehr Mängeln rumfahren, ist das reine Versagen der DB und ihrem Management selbst, also die rein internen Fehler. Aber man schiebt seitens der DB einfach immer öfter die Schuld auf angeblich ach so schlechte Infrastruktur, was mehr als durchsichtig und ablenkend ist - ablenkend von den eigenen Fehlern. Und genau hier müsste die Bundesregierung endlich mal die Reisleine ziehen statt jedes Jahr weitere Milliardenspritzen in dieses Grab zu versenken. Erst muss die DB und ihr Management endlich an ihre gravierenden Fehler rangehen und dieses endlich mal abstellen anstatt immer nur die Schuld bei anderen zu suchen. Es muss endlich Schluss sein, dass unser Steuergeld immer mehr für die gravierenden Fehler der DB verprasst werden, um diese zu kaschieren. Der Laden muss massiv aufgeräumt werden bzw. sich erstmal selbst aufräumen. Jedes andere Unternehmen in der freien Wirtschaft wäre so schon längst pleite...

Und letztlich ist auch das Thema Sicherheit bzw. das immer größere Fehler dieser ein Thema, warum sich zunehmend Leute von der Bahn und generell vom ÖPNV abwenden. Denn wenn man nicht ideologisch völlig verblendet ist, dann sieht man doch, wie es in und um unsere großen Bahnhöfe aussieht und was da alles an seltsamen Gestalten rumlungern, was ohne Frage immer mehr Leuten Angst macht und sie abschreckt. Die immer mehr steigenden Kriminalitätszahlen an Bahnhöfen und der dabei massiv hohe Anteil von Talahons und weiteren "Neubürgern" wollen vielleicht einige hier ganz bewusst nicht sehen, aber die Kunden und potenziellen Kunden sehen und spüren das deutlich. Dies zu ignorieren oder zu negieren hilft weder der DFB noch generell dem ÖPNV weiter sondern schadet ihm immer mehr, wenn sich Menschen immer unsicherer fühlen, diese zu nutzen. Darüber müssen wir also ganz offen und ohne Vorbehalte reden und etwas dagegen tun, wenn man wirklich will, dass wieder mehr Nutzer in die Bahn und dem ÖPNV kommen.

Re: E-Scooter

geschrieben von: tbk

Datum: 01.08.25 11:00

Supercity schrieb:
Fahrrad und E-Scooter sind ein wichtiger Baustein im Umweltverbund und in Ergänzung zum ÖPNV. Hierdurch wird es in Städten wesentlich angenehmer, ganz auf das Auto zu verzichten - und damit ist wiederum auch dem ÖPNV geholfen.
Die politik erkennt dies in allzu vielen städten nicht, weshalb es auch wenig zumutbare abstellmöglichkeiten (wettergeschützt mit sicherer anschließmöglichkeit) gibt. Auch wenn es in bahnhöfen eine tendenz hin zu vernünftigen fahrradständern gibt.
Leihscootersysteme einzuführen, ohne gleichzeitig adäquate abstellplätze zu schaffen, führt nur dazu, dass die überall im Weg herumstehen und unmut auslösen.

inaktiv, da kein interesse an meinen inhalten besteht

Re: E-Scooter

geschrieben von: 3-Löwen-Takt

Datum: 01.08.25 11:04

Das ist mit dem Fahrrad doch genauso. Richtige überdachte Abstellmöglichkeiten gibt es am Bahnhof, aber nicht vor dem Bäckerladen am Rande des Wohngebiets. Da muss man den Drahtesel auch auf dem Gehweg abstellen und an den nächstbesten Laternenpfahl anschließen.

Was mir aber aufgefallen ist: Seitdem es die E-Scooter gibt, sieht man deutlich weniger von diesen qualmenden Zweitakt-Mofas und Vespa-Rollern in den Städten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:01:11:06:27.

Re: Flugzeug ist kein adäquater Ersatz

geschrieben von: 3-Löwen-Takt

Datum: 01.08.25 11:16

Das Flugzeug ist kaum komfortabler als die Bahn, denn wer tatsächlich von München nach Dortmund fliegt, bekommt keine Boeing 747, sondern ein Kurzstreckenflugzeug, das im übertragenen Sinn eher mit einer S-Bahn vergleichbar ist.
Außerdem sind die Sicherheitskontrollen und Vorschriften noch stressiger als bei der Bahn: Eine Dose Nivea Handcreme oder Labello Lippenstift im Rucksack? Vergiss es, darfst nicht mitnehmen. Laptop oder ne Modellbahnlok dabei? Das muss durch den Röntgenscanner.
Im Zug bleibt einem dieses nervige Theater Gott sei Dank erspart!

Außerdem bringt das Flugzeug nichts, wenn man von Göttingen nach Augsburg will. Wie soll man da fliegen, von Hannover nach München und den Rest im Taxi fahren…? Der Großteil des deutschen Fernverkehrs spielt sich zwischen solchen Oberzentren ab und nicht zwischen den ganz großen Metropolen.

Re: [BZ] Junge Menschen meiden die Bahn

geschrieben von: tbk

Datum: 01.08.25 11:18

Fernreisender schrieb:

Zudem muss es endlich aufhören, dass für einen Fernzug mehr Tickets verkauft werden dürfen, als es darin Sitzplätze gibt. Ein ICE ist kein Nachverkehrszug, wo Stehplätze oder Im-Eingangsbereich-am-Boden-sitzen-Plätze als normal zu betrachten sind. Nur wer einen Sitzplatz hat, darf auch in den Zug rein, so dass keiner über Stunden irgendwo im Gang sitzen oder sogar stehen muss.

Wäre eine platzkartenpflicht mehrheitsfähig? Zumindest bei zuggebundenen fahrkarten wäre es ein gewinn, wenn damit gleichzeitig eine platzzuweisung verbunden wäre. Der mehraufwand dürfte sich in grenzen halten.
Andererseits scheint es fahrgäste zu geben, die flexibilität wünschen/brauchen und daher mit flexticket und ohne reservierung fahren.
Wenn autofahrer nach der motivation ihrer verkehrsmittelpräferenz gefragt werden, wird gern die volle zeitliche flexibilität genannt. Eine reservierungspflichtige bahn würde in der nutzung noch ein stück unflexibler.
Und so lange die chance, mit den gebuchten zügen fahren zu können, mit jedem umstieg sinkt, da täglich hunderte anschlüsse platzen, gibt es entsprechend viele fahrgäste, die notgedrungen mit einem anderen zug fahren müssen als geplant. In Frankreich dürfte es aufgrund der anderen netz- und siedlungsstruktur weniger umstiege zwischen fernverkehrszügen geben. Wie ist es da, nehmen TGV ausnahmsweise unreservierte fahrgäste mit, wenn diese aufgrund eines verspäteten anschlusszuges ihren zug nicht erreichen? Wird in der app umgebucht?

inaktiv, da kein interesse an meinen inhalten besteht

Re: [BZ] Junge Menschen meiden die Bahn

geschrieben von: gezi

Datum: 01.08.25 11:19

Fernreisender schrieb:

Zitat
Aus meiner Sicht sollte man die Dreiklassenaufteilung endlich auch in den ICEs und ICs einführen, wenn man nicht immer mehr Kunden verlieren will. Die günstigste Sitzplatzkategorie sollte vom Komfort her etwas unter der heutigen 2. Klasse sein ohne überflüssigen Schnickschnack. Die nächsthöhere Klasse sollte vom Komfort her zwischen der heutigen 1. und 2. Klasse sein, womit dieses mittlere Segment wieder mehr das Reiseerlebnis bietet, was viele mit der Bahn verbinden bzw. teils verbunden haben. Und darüber sollte es noch eine echte Premium-Klasse geben, damit man auch endlich die zahlungskräftigere und komfortbetontere Kunden anspricht und ihnen entsprechend etwas hochwertiges anbietet, um sie weiterhin in der Bahn zu halten und auch solche potenziellen neuen Kunden zu gewinnen. In Summe würden sich dann - je nach Anzahl der jeweiligen Sitzplätze in den genannten Kategorien - die Einnahmen in einem Zug etwa die Waage halten.
Und dass man dazu das Geld in die Hand nehmen muss, um mal eben alle vorhandenen Fahrzeuge entsprechend umzumöblieren, beeinträchtigt den wirtschaftlichen Erfolg dieser Neueinteilung gar nicht?

Zitat
Und letztlich ist auch das Thema Sicherheit bzw. das immer größere Fehler dieser ein Thema, warum sich zunehmend Leute von der Bahn und generell vom ÖPNV abwenden. Denn wenn man nicht ideologisch völlig verblendet ist, dann sieht man doch, wie es in und um unsere großen Bahnhöfe aussieht und was da alles an seltsamen Gestalten rumlungern, was ohne Frage immer mehr Leuten Angst macht und sie abschreckt. Die immer mehr steigenden Kriminalitätszahlen an Bahnhöfen und der dabei massiv hohe Anteil von Talahons und weiteren "Neubürgern" wollen vielleicht einige hier ganz bewusst nicht sehen, aber die Kunden und potenziellen Kunden sehen und spüren das deutlich. Dies zu ignorieren oder zu negieren hilft weder der DFB noch generell dem ÖPNV weiter sondern schadet ihm immer mehr, wenn sich Menschen immer unsicherer fühlen, diese zu nutzen. Darüber müssen wir also ganz offen und ohne Vorbehalte reden und etwas dagegen tun, wenn man wirklich will, dass wieder mehr Nutzer in die Bahn und dem ÖPNV kommen.
Wer offen und ohne Vorbehalte über etwas reden möchte, könnte als erstes mal darauf verzichten, jedem völlige ideologische Verblendung nachzusagen, der nicht gleich vorbehaltlos die eigene Meinung teilt. Zumindest ich verliere dann gleich das Interesse an derart "offen" eingeleiteten Debatten.

Viele Grüße,
gezi

Re: [BZ] Junge Menschen meiden die Bahn

geschrieben von: keksi28

Datum: 01.08.25 11:20

Max__Mustermann schrieb:
keksi28 schrieb:
Dein Eindruck täuscht definitiv nicht. Da fast alle nur mit Sparpreisen fahren ist Bahnfahren noch nie so günstig geworden wie aktuell
Nur dass die Nutzung von "Sparpreisen" halt nicht gleichbedeutend ist mit "günstig". Wer zeitlich nicht so flexibel ist, greift hier auch tief in die Tasche.

Für meine Freizeitfahrten habe ich wenig Probleme mit den Preisen und selbst an Weihnachten bin ich bisher immer recht günstig gefahren, indem ich die Fahrten zeitlich etwas verschoben habe. Alles kein großes Problem.

Aber gerade für Wochenendpendler ist es in den letzten Jahren massiv teurer geworden bei rapide sinkender Zuverlässigkeit. Ich nehme es da auch keinem übel der wieder ins Auto steigt oder halt, falls die Strecke es hergibt, eine Stunde längere Fahrzeit mit dem DT in Kauf nimmt und damit dem FV den Mittelfinger zeigt. Leider macht das halt in vielen Fällen den Nahverkehr unbenutzbar zu den typischen Zeiten. Das ganze System hat Schieflage bekommen. Leider ist es aktuell völlig unwahrscheinlich, dass da mal reformiert wird.
Die Preise im FV sind extrem niedrig....sehe ich jeden Tag. Da wird nur noch ganz wenig bezahlt...Da ist garnix teurer geworden.....und Flexpreise sind echt sehr selten geworden, außer bei Geschäftsreisenden....und wenn du die rausrechnest...dann bleibt nicht mehr viel übrig....

Und NV kannst du teilweise wegen Überfüllung garnet mehr fahren....das war ja schon vor DT Zeiten so extrem und nun nicht besser geworden.

Re: E-Scooter

geschrieben von: Nietenreko

Datum: 01.08.25 11:21

E-Scooter sind kein wichtiger Baustein im Umweltverbund und keine Ergänzung zum ÖPNV, sondern eine Landplage. Das Problem ist weniger die Nutzung - obwohl die Nutzer sich teilweise schlimmer verhalten als Radfahrer - als vielmehr das Abstellen von den Dingern. Es ist nicht verboten, Scooter im öffentlichen Strassenraum abzustellen, nur werden sie eben oft nicht abgestellt, sondern einfach in die Gegend gepfeffert und bilden dann für Fussgänger, insbesondere Mobilitätseingeschränkte und Senioren, eine ernsthafte Gefahrenquelle. Die Betreiber der Scooter-Flotten stehen dem relativ hilflos gegenüber, mehr Möglichkeiten als good will gegenüber den Kommunen zu zeigen haben sie oft nicht, aber wirklich lösen können sie dieses Problem nicht. Und die Politik hat da auch wenig Spielraum, sie könnte allenfalls über eine Änderung der StVO vrsuchen, das Problem in den Griff zu kriegen, aber das hätte dann wieder für alle anderen Nutzer von zulassungsfreien Kleinkraftfahrzeugen gravierende Nachteile.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Re: Das ist aber ein Widerspruch!

geschrieben von: Avmz111

Datum: 01.08.25 11:22

Es gab schon immer einkommensschwächere Menschen. . Dank DT, Fernbus und Sparpreisen ist man heute deutlich günstiger unterwegs als noch vor 20 - 30 Jahren, sofern man es schlau anstellt. Ob der tatsächliche Bedarf an Mobilität seitdem gestiegen ist????
Nietenreko schrieb:
Rugby Central schrieb:
Matti der Kleine schrieb:
Die Geiz ist Geil Mentalität wird immer mehr.
Wird sie nicht. Schau mal, was Menschen nach der Ausbildung oder dem Studium verdienen. Ich kenne nicht viele junge Menschen mit üppigen Budgets.
Wie will man denn mit geringem Einkommen über die Runden kommen, wenn man nicht geizig ist? "Geiz ist geil" ist eine zwangsläufige Folge der Einkommensentwicklung.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:01:11:37:10.

Re: [BZ] Junge Menschen meiden die Bahn

geschrieben von: gezi

Datum: 01.08.25 11:23

keksi28 schrieb:

Zitat
Flexpreise sind echt sehr selten geworden, außer bei Geschäftsreisenden....und wenn du die rausrechnest...dann bleibt nicht mehr viel übrig....
Gab es denn je eine Zeit, zu der Flexpreise bei irgendjemand anderem als Geschäftsreisenden verbreitet waren? Wann soll die denn gewesen sein?

Viele Grüße,
gezi

Re: Flugzeug ist kein adäquater Ersatz

geschrieben von: tbk

Datum: 01.08.25 11:24

3-Löwen-Takt schrieb:
Das Flugzeug ist kaum komfortabler als die Bahn, denn wer tatsächlich von München nach Dortmund fliegt, bekommt keine Boeing 747, sondern ein Kurzstreckenflugzeug, das im übertragenen Sinn eher mit einer S-Bahn vergleichbar ist.

Zudem ist die reisezeit so fragmentiert, dass nicht daran zu denken ist, diese zeit für produktive arbeit zu nutzen. Anreise zum flughafen, schlange stehen beim checkin, bei der sicherheitskontrolle und am gate, dann boarding, verbot der laptopnutzung bis reiseflughöhe erreicht sowie im anflug auf den zielflughafen, dann gepäckausgabe und reise mit nahverkehr bis zum ziel. Gefühlt wird die meiste zeit in warteschlangen verbracht und eher als stress empfunden, nicht als sinnvoll nutzbare zeit.

inaktiv, da kein interesse an meinen inhalten besteht

Quatsch

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 01.08.25 11:28

zuckerhut schrieb:
Verstehe ich nicht! Das 58 Euro Ramschticket bekommen die jungen Leute doch teils noch viel günstiger, in Hamburg zahlen Schüler keinen Cent! Und es gibt viele billige Sparpreise für den Fernverkehr.Die junge Gesellschaft möchte am liebsten alles gratis haben heutzutage. Bezahlen soll es natürlich alles der Staat.Geld braucht man ja nur drucken...
Sorry, aber das ist nur Stammtischgerede und Pauschalisierung von einem (vermutlich) alten Mann.

Hast du Kinder zwischen 20 und 30? Wenn ja, weißt du bestimmt, dass das Leben für diese Generation deutlich teurer geworden ist. Wenn ich mir anschaue, was ich mit 25 verdient habe und was ich für Essen, Miete usw. bezahlen musste, ist klar, dass wir damals viel besser dran waren.

Die Mieten in Großstädten zum Beispiel sind einfach nicht mehr bezahlbar.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:01:11:29:04.

Re: [BZ] Junge Menschen meiden die Bahn

geschrieben von: Max__Mustermann

Datum: 01.08.25 11:31

gezi schrieb:
Gab es denn je eine Zeit, zu der Flexpreise bei irgendjemand anderem als Geschäftsreisenden verbreitet waren? Wann soll die denn gewesen sein?

Ja, vor Einführung der "flexiblen Flexpreise" gab es gar nicht mal so wenige Leute mit BC 50 und Flexpreis (insbesondere wenn Freitag und Sonntag gereist werden musste).

Re: E-Scooter

geschrieben von: 3-Löwen-Takt

Datum: 01.08.25 11:33

Das Problem mit diesen „herrenlos abgestellten Fahrzeugen“ hat man bei den Leihfahrrädern von RegioRad Stuttgart allerdings genauso. Dieses Phänomen scheint eher typisch für die Nutzer solcher Miet-Dinger zu sein…

Re: [BZ] Junge Menschen meiden die Bahn

geschrieben von: tbk

Datum: 01.08.25 11:38

gezi schrieb:
Gab es denn je eine Zeit, zu der Flexpreise bei irgendjemand anderem als Geschäftsreisenden verbreitet waren? Wann soll die denn gewesen sein?

Wann wurden zuggebundene supersparpreise eingeführt, 2002? Frühere angebote wie "rosarote Wochen" kannten keine zugbindung. Dann kam die idee, reisen zu zeiten geringerer nachfrage zu vergünstigen, wenn fahrgäste ihre zeitliche flexibilität aufgeben.
Ich kenne die zahlen nicht (werden die überhaupt veröffentlicht?) aber vermute, im fernverkehr ist seitdem der anteil derer, die mit zuggebundenen tarifen reisen, stetig gestiegen. In den letzten jahren habe ich fast alle meine internationalen reisen so gemacht (ausnahme Interrail in Skandinavien 2023), dagegen bin ich innerhalb Österreichs vollflexibel per Klimaticket unterwegs (hier dürfte der anteil der flatrate-reisenden aufgrund des günstigen klimatickets höher sein als anderswo, aber die folgen sind auch zu sehen: zu beliebten zeiten platzen die züge aus allen nähten).

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