Dein Eindruck täuscht definitiv nicht. Da fast alle nur mit Sparpreisen fahren ist Bahnfahren noch nie so günstig geworden wie aktuell.Da bin ich anderer Meinung.
Mfg
Wenigstens auf meinen Routen (Taubertal-NRW, Taubertal-Ostschweiz/Westschweiz) habe ich da auf der Straße seit Jahren auch keine größere Planbarkeit mehr. Beim Auto plane ich da mittlerweile etwa ein bis zwei Stunden Puffer ein, wenn es drauf ankommt. Wenn ich bei der Bahn vorausschauend plane und eine Mindestumsteigezeit von 30 Minuten vorsehe klappt eigentlich auch alles. Das gibt sich unterm Strich nicht viel. Verkauft bekommt man so etwas natürlich nur schwer bis gar nicht, besonders wenn der Trend eher von der Umsteigefreiheit weg geht.
Dann doch lieber gleich vorausschauend planen und böse Überraschungen von Anfang an minimieren oder ganz vermeiden.
In den Städten wird das Fahrrad und der E Scooter aber auch immer wichtiger. Was zum Teil auch Politsch gewollt ist. Die Politik hat in vielen Städten kein Interesse mehr an guten ÖPNV.

Matti der Kleine schrieb:Die Geiz ist Geil Mentalität wird immer mehr.Wird sie nicht. Schau mal, was Menschen nach der Ausbildung oder dem Studium verdienen. Ich kenne nicht viele junge Menschen mit üppigen Budgets.
Fahrrad und E-Scooter sind ein wichtiger Baustein im Umweltverbund und in Ergänzung zum ÖPNV. Hierdurch wird es in Städten wesentlich angenehmer, ganz auf das Auto zu verzichten - und damit ist wiederum auch dem ÖPNV geholfen.Die politik erkennt dies in allzu vielen städten nicht, weshalb es auch wenig zumutbare abstellmöglichkeiten (wettergeschützt mit sicherer anschließmöglichkeit) gibt. Auch wenn es in bahnhöfen eine tendenz hin zu vernünftigen fahrradständern gibt.
Zudem muss es endlich aufhören, dass für einen Fernzug mehr Tickets verkauft werden dürfen, als es darin Sitzplätze gibt. Ein ICE ist kein Nachverkehrszug, wo Stehplätze oder Im-Eingangsbereich-am-Boden-sitzen-Plätze als normal zu betrachten sind. Nur wer einen Sitzplatz hat, darf auch in den Zug rein, so dass keiner über Stunden irgendwo im Gang sitzen oder sogar stehen muss.
Aus meiner Sicht sollte man die Dreiklassenaufteilung endlich auch in den ICEs und ICs einführen, wenn man nicht immer mehr Kunden verlieren will. Die günstigste Sitzplatzkategorie sollte vom Komfort her etwas unter der heutigen 2. Klasse sein ohne überflüssigen Schnickschnack. Die nächsthöhere Klasse sollte vom Komfort her zwischen der heutigen 1. und 2. Klasse sein, womit dieses mittlere Segment wieder mehr das Reiseerlebnis bietet, was viele mit der Bahn verbinden bzw. teils verbunden haben. Und darüber sollte es noch eine echte Premium-Klasse geben, damit man auch endlich die zahlungskräftigere und komfortbetontere Kunden anspricht und ihnen entsprechend etwas hochwertiges anbietet, um sie weiterhin in der Bahn zu halten und auch solche potenziellen neuen Kunden zu gewinnen. In Summe würden sich dann - je nach Anzahl der jeweiligen Sitzplätze in den genannten Kategorien - die Einnahmen in einem Zug etwa die Waage halten.Und dass man dazu das Geld in die Hand nehmen muss, um mal eben alle vorhandenen Fahrzeuge entsprechend umzumöblieren, beeinträchtigt den wirtschaftlichen Erfolg dieser Neueinteilung gar nicht?
Und letztlich ist auch das Thema Sicherheit bzw. das immer größere Fehler dieser ein Thema, warum sich zunehmend Leute von der Bahn und generell vom ÖPNV abwenden. Denn wenn man nicht ideologisch völlig verblendet ist, dann sieht man doch, wie es in und um unsere großen Bahnhöfe aussieht und was da alles an seltsamen Gestalten rumlungern, was ohne Frage immer mehr Leuten Angst macht und sie abschreckt. Die immer mehr steigenden Kriminalitätszahlen an Bahnhöfen und der dabei massiv hohe Anteil von Talahons und weiteren "Neubürgern" wollen vielleicht einige hier ganz bewusst nicht sehen, aber die Kunden und potenziellen Kunden sehen und spüren das deutlich. Dies zu ignorieren oder zu negieren hilft weder der DFB noch generell dem ÖPNV weiter sondern schadet ihm immer mehr, wenn sich Menschen immer unsicherer fühlen, diese zu nutzen. Darüber müssen wir also ganz offen und ohne Vorbehalte reden und etwas dagegen tun, wenn man wirklich will, dass wieder mehr Nutzer in die Bahn und dem ÖPNV kommen.Wer offen und ohne Vorbehalte über etwas reden möchte, könnte als erstes mal darauf verzichten, jedem völlige ideologische Verblendung nachzusagen, der nicht gleich vorbehaltlos die eigene Meinung teilt. Zumindest ich verliere dann gleich das Interesse an derart "offen" eingeleiteten Debatten.
keksi28 schrieb:Die Preise im FV sind extrem niedrig....sehe ich jeden Tag. Da wird nur noch ganz wenig bezahlt...Da ist garnix teurer geworden.....und Flexpreise sind echt sehr selten geworden, außer bei Geschäftsreisenden....und wenn du die rausrechnest...dann bleibt nicht mehr viel übrig....Dein Eindruck täuscht definitiv nicht. Da fast alle nur mit Sparpreisen fahren ist Bahnfahren noch nie so günstig geworden wie aktuellNur dass die Nutzung von "Sparpreisen" halt nicht gleichbedeutend ist mit "günstig". Wer zeitlich nicht so flexibel ist, greift hier auch tief in die Tasche.
Für meine Freizeitfahrten habe ich wenig Probleme mit den Preisen und selbst an Weihnachten bin ich bisher immer recht günstig gefahren, indem ich die Fahrten zeitlich etwas verschoben habe. Alles kein großes Problem.
Aber gerade für Wochenendpendler ist es in den letzten Jahren massiv teurer geworden bei rapide sinkender Zuverlässigkeit. Ich nehme es da auch keinem übel der wieder ins Auto steigt oder halt, falls die Strecke es hergibt, eine Stunde längere Fahrzeit mit dem DT in Kauf nimmt und damit dem FV den Mittelfinger zeigt. Leider macht das halt in vielen Fällen den Nahverkehr unbenutzbar zu den typischen Zeiten. Das ganze System hat Schieflage bekommen. Leider ist es aktuell völlig unwahrscheinlich, dass da mal reformiert wird.
Rugby Central schrieb:Matti der Kleine schrieb:Wie will man denn mit geringem Einkommen über die Runden kommen, wenn man nicht geizig ist? "Geiz ist geil" ist eine zwangsläufige Folge der Einkommensentwicklung.Die Geiz ist Geil Mentalität wird immer mehr.Wird sie nicht. Schau mal, was Menschen nach der Ausbildung oder dem Studium verdienen. Ich kenne nicht viele junge Menschen mit üppigen Budgets.
Flexpreise sind echt sehr selten geworden, außer bei Geschäftsreisenden....und wenn du die rausrechnest...dann bleibt nicht mehr viel übrig....Gab es denn je eine Zeit, zu der Flexpreise bei irgendjemand anderem als Geschäftsreisenden verbreitet waren? Wann soll die denn gewesen sein?
Das Flugzeug ist kaum komfortabler als die Bahn, denn wer tatsächlich von München nach Dortmund fliegt, bekommt keine Boeing 747, sondern ein Kurzstreckenflugzeug, das im übertragenen Sinn eher mit einer S-Bahn vergleichbar ist.
Verstehe ich nicht! Das 58 Euro Ramschticket bekommen die jungen Leute doch teils noch viel günstiger, in Hamburg zahlen Schüler keinen Cent! Und es gibt viele billige Sparpreise für den Fernverkehr.Die junge Gesellschaft möchte am liebsten alles gratis haben heutzutage. Bezahlen soll es natürlich alles der Staat.Geld braucht man ja nur drucken...Sorry, aber das ist nur Stammtischgerede und Pauschalisierung von einem (vermutlich) alten Mann.
Gab es denn je eine Zeit, zu der Flexpreise bei irgendjemand anderem als Geschäftsreisenden verbreitet waren? Wann soll die denn gewesen sein?Ja, vor Einführung der "flexiblen Flexpreise" gab es gar nicht mal so wenige Leute mit BC 50 und Flexpreis (insbesondere wenn Freitag und Sonntag gereist werden musste).
Gab es denn je eine Zeit, zu der Flexpreise bei irgendjemand anderem als Geschäftsreisenden verbreitet waren? Wann soll die denn gewesen sein?
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