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Re: [BW] Vergabe Netz 35 Los 2

geschrieben von: ES 64 F4 108

Datum: 01.08.25 07:42

Sven939 schrieb:
Matti der Kleine schrieb
Hätte eigentlich nur gedacht das genau andersherum ausgeht. Los 1 an Arverio und Los 2 an DB Regio.
Es reicht schon wenn die Strecke Ulm-Augsburg-München zugrunde geht.
Komisch, dass die Fakten nun eine ganz andere Sprache sprechen als dein Gehetze.

Re: [BW] Vergabe Netz 35 Los 2

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 01.08.25 08:24

Sven939 schrieb:
- massiver Fahrzeugausfall (seit letzter Woche wieder extrem!) und
Den dann aber hier entweder
- Alstom
oder
- DB Regio
zu verantworten hätte



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:01:17:32:13.

Re: [BW] Vergabe Netz 35 Los 2

geschrieben von: Bahnsteig13a

Datum: 01.08.25 16:53

ES 64 F4 108 schrieb:
Tramateur schrieb:
Wann wird im Gegenzug der Markt in Österreich geöffnet?
Warum müssen immer wieder ahnungslose daherkommen und so was brabbeln? Der Markt ist in Österreich offen und es wird auch in der Zeit evtl so ausgeschrieben wie hier in Deutschland, das ist aber für dieses Thema völlig irrelevant, daher kann man sich solche Kommentare sparen.
Bis jetzt gab es noch keine einzige Ausschreibung, nur Direktvergaben. Die Fristen wurden eben absolut ausgereizt, kann man ja niemandem vorwerfen.

Ich bin froh wenn Arverio oder andere gewinnen und nicht der ideologische Konzern.

Dennoch bleibt die Frage, wird das dauerhaft werden oder wird man sich irgendwann wieder aus dem Markt verabschieden, wie NS, SNCF, DSB und andere, die damit nicht so richtig Geld verdient haben.

Derzeit läuft der Markt doch auf ein Oligopol hinaus. Es gibt wenige Anbieter und da sind Absprachen sicher ein Denkmodell. Bei den meisten Ausschreibungen gibt es nur noch 1-2 Bieter, das wird so nicht dauerhaft funktionieren.

Das verrückteste sind jedoch Loslimitierungen. Da wird immer von Kosten gesprochen und dann macht man etwas was den SPNV verteuert. Wenn ein EVU für alles das günstigste Angebot hat, warum soll dann eines das teurer ist fahren und ein Monopol auf Zeit bekommen.
Naiv ist es zu glauben damit würde man den Wettbewerb anheizen. Entweder ein EVU bewirbt sich aufs Wunschlos, auch mit dem Risiko leer dazustehen, bei dem Markt aber mittlerweile unwahrscheinlich oder man macht das andere Netz so, dass man es nicht kriegt oder wenn, dann richtig absahnt. Auch da ist der Weg zu Absprachen evtl nicht weit, wer weiß

Re: [BW] Vergabe Netz 35 Los 2

geschrieben von: 38815

Datum: 01.08.25 17:05

Hallo,

ES 64 F4 108 schrieb:
Tramateur schrieb:
Wann wird im Gegenzug der Markt in Österreich geöffnet?
Warum müssen immer wieder ahnungslose daherkommen und so was brabbeln? Der Markt ist in Österreich offen und es wird auch in der Zeit evtl so ausgeschrieben wie hier in Deutschland
Er schreibt vom SPNV-Markt und der ist bei den Schluchtis, wie Du hier selber brabbelst, gegenwärtig nicht offen. Das wird, wenn es nicht doch evtl. so ausgeschrieben wird, auch so bleiben.

ES 64 F4 108 schrieb:
Sven939 schrieb:
Matti der Kleine schrieb
Hätte eigentlich nur gedacht das genau andersherum ausgeht. Los 1 an Arverio und Los 2 an DB Regio.
Es reicht schon wenn die Strecke Ulm-Augsburg-München zugrunde geht.
Komisch, dass die Fakten nun eine ganz andere Sprache sprechen als dein Gehetze.
Die da wären? Dass die ÖBB im Fuggernetz, wie auch in allen anderen Netzen, nix auf die Reihe bekommen ist ja wohl wirklich kein Geheimnis.

Es überrascht auch niemanden, dass sie im bwegt-Ranking die 30-32 von insgesamt 33 Plätzen belegen.

Gruß

Re: [BW] Vergabe Netz 35 Los 2

geschrieben von: JeDi

Datum: 01.08.25 17:09

Bahnsteig13a schrieb:
ES 64 F4 108 schrieb:
Tramateur schrieb:
Wann wird im Gegenzug der Markt in Österreich geöffnet?
Warum müssen immer wieder ahnungslose daherkommen und so was brabbeln? Der Markt ist in Österreich offen und es wird auch in der Zeit evtl so ausgeschrieben wie hier in Deutschland, das ist aber für dieses Thema völlig irrelevant, daher kann man sich solche Kommentare sparen.
Bis jetzt gab es noch keine einzige Ausschreibung, nur Direktvergaben.
Es gab bereits Ausschreibungen in Österreich, deshalb fährt ja im Außerfern DB Regio und nicht mehr die ÖBB.

Die S21 fährt von Elbgaustraße nach Aumühle!

Re: [BW] Vergabe Netz 35 Los 2

geschrieben von: linie7484

Datum: 01.08.25 17:53

Bahnsteig13a schrieb:
Zitat:
Bis jetzt gab es noch keine einzige Ausschreibung, nur Direktvergaben.
Schon wieder falsch. Es gab sehr wohl schon eine Ausschreibung, wenn auch gemeinsam mit der BEG. Und das war schon 2020!

siehe hier

Das war eben keine Direktvergabe mehr. Was ist eigentlich so schwer sich in Vorfeld zu informieren und erst dann zu schreiben?


Bahnsteig13a schrieb:
Zitat:
Die Fristen wurden eben absolut ausgereizt, kann man ja niemandem vorwerfen.
Bahnsteig13a schrieb:
Derzeit läuft der Markt doch auf ein Oligopol hinaus. Es gibt wenige Anbieter und da sind Absprachen sicher ein Denkmodell. Bei den meisten Ausschreibungen gibt es nur noch 1-2 Bieter, das wird so nicht dauerhaft funktionieren.

Das verrückteste sind jedoch Loslimitierungen. Da wird immer von Kosten gesprochen und dann macht man etwas was den SPNV verteuert. Wenn ein EVU für alles das günstigste Angebot hat, warum soll dann eines das teurer ist fahren und ein Monopol auf Zeit bekommen.
Naiv ist es zu glauben damit würde man den Wettbewerb anheizen. Entweder ein EVU bewirbt sich aufs Wunschlos, auch mit dem Risiko leer dazustehen, bei dem Markt aber mittlerweile unwahrscheinlich oder man macht das andere Netz so, dass man es nicht kriegt oder wenn, dann richtig absahnt. Auch da ist der Weg zu Absprachen evtl nicht weit, wer weiß
Kannst Du dich eigentlich mal entscheiden was Du eigentlich willst?

Zuerst schreibst Du darüber dass alles auf ein Oligopol hinausläuft, und dann kritisierst Du genau das Mittel welches so etwas vermeiden kann. Ohne Loslimitierung hast Du irgendwann nicht einmal mehr ein Oligopol, sondern ein Monopol. Dann hast Du irgendwann wirklich nur noch einen Bewerber, welcher dann so richtig absahnt.


Bahnsteig13a schrieb:
Zitat:
Entweder ein EVU bewirbt sich aufs Wunschlos, auch mit dem Risiko leer dazustehen, bei dem Markt aber mittlerweile unwahrscheinlich oder man macht das andere Netz so, dass man es nicht kriegt oder wenn, dann richtig absahnt. Auch da ist der Weg zu Absprachen evtl nicht weit, wer weiß
Der Schuss kann aber auch nach hinten losgehen, wenn beide Bewerber das gleiche Los als Wunschlos ansehen. Zumal die Aufgabenträger dann immer noch die Möglichkeit haben überteuerte Angebote abzulehnen und im Notfall einen Betrieb auch auferlegen können, was kein EVU wirklich will.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:01:18:03:26.

Re: [BW] Vergabe Netz 35 Los 2

geschrieben von: 38815

Datum: 01.08.25 19:18

Bungp schrieb:
Los 1 ist beabsichtigt für DB Regio

Und da ein EVU nicht 2 Lose gewinnen kann, tritt der nächste Bewerber an..

In diesem Falle Arverio.
Den Sachverhalt zusammengefasst:
DB Regio kann sich in Österreich nicht bewerben, weil dort an die geschützten Werkstätten direkt vergeben wird.
DB Regio hat bei den Losen 1, 2 und 3 in BW das beste Angebot abgegeben
DB Regio verliert Los 2, damit auch die geschützten Werkstätten in BW zum Zug kommen.

Das ist wirklich großartig.

Gruß

Re: [BW] Vergabe Netz 35 Los 2

geschrieben von: U-Bahnfreund

Datum: 01.08.25 19:28

38815 schrieb:
Bungp schrieb:
Los 1 ist beabsichtigt für DB Regio

Und da ein EVU nicht 2 Lose gewinnen kann, tritt der nächste Bewerber an..

In diesem Falle Arverio.
Den Sachverhalt zusammengefasst:
DB Regio kann sich in Österreich nicht bewerben, weil dort an die geschützten Werkstätten direkt vergeben wird.
DB Regio hat bei den Losen 1, 2 und 3 in BW das beste Angebot abgegeben
DB Regio verliert Los 2, damit auch die geschützten Werkstätten in BW zum Zug kommen.

Das ist wirklich großartig.

Gruß
Die Möglichkeit der Direktvergabe an die ÖBB geht aber seit Ende Dezember 2023 nicht mehr. Viele Bundesländer haben jetzt noch einmal für 10 Jahre an die ÖBB vergeben, danach müssen sie dann auch ausschreiben oder sich was anderes ausdenken (in-house).

Es grüßt der U-Bahnfreund :)

Re: [BW] Vergabe Netz 35 Los 2

geschrieben von: ES 64 F4 108

Datum: 01.08.25 21:49

38815 schrieb:
Hallo,

ES 64 F4 108 schrieb:
Tramateur schrieb:
Wann wird im Gegenzug der Markt in Österreich geöffnet?
Warum müssen immer wieder ahnungslose daherkommen und so was brabbeln? Der Markt ist in Österreich offen und es wird auch in der Zeit evtl so ausgeschrieben wie hier in Deutschland
Er schreibt vom SPNV-Markt und der ist bei den Schluchtis, wie Du hier selber brabbelst, gegenwärtig nicht offen. Das wird, wenn es nicht doch evtl. so ausgeschrieben wird, auch so bleiben.



Nein, es ist nicht zu, es wird auch nicht geschlossen, der Markt in Österreich ist offen und wird sich noch mehr öffnen, egal was du nicht sehen willst.

Re: [BW] Vergabe Netz 35 Los 2

geschrieben von: Bahnsteig13a

Datum: 02.08.25 00:09

JeDi schrieb:
Bahnsteig13a schrieb:
ES 64 F4 108 schrieb:
Tramateur schrieb:
Wann wird im Gegenzug der Markt in Österreich geöffnet?
Warum müssen immer wieder ahnungslose daherkommen und so was brabbeln? Der Markt ist in Österreich offen und es wird auch in der Zeit evtl so ausgeschrieben wie hier in Deutschland, das ist aber für dieses Thema völlig irrelevant, daher kann man sich solche Kommentare sparen.
Bis jetzt gab es noch keine einzige Ausschreibung, nur Direktvergaben.
Es gab bereits Ausschreibungen in Österreich, deshalb fährt ja im Außerfern DB Regio und nicht mehr die ÖBB.
Das wurde so nur ausgeschrieben weil die ÖBB scheinbar keine Lust hatten, so wie jetzt in Oberösterreich bei 3 Strecken, mit Fahrgastzahlen die höher sind als hier bei so manchen reaktivierten Strecken. Das zeigt dass das Modell auch nicht perfekt ist.
Dieses einzige Alibi-Beispiel wird aber immer gerne gebracht.

Re: Alles ist möglich oder auch nicht

geschrieben von: Bahnsteig13a

Datum: 02.08.25 00:43

Zitat
Schon wieder falsch. Es gab sehr wohl schon eine Ausschreibung, wenn auch gemeinsam mit der BEG. Und das war schon 2020!

siehe hier

Das war eben keine Direktvergabe mehr. Was ist eigentlich so schwer sich in Vorfeld zu informieren und erst dann zu schreiben?
Nein, das stimmt nicht! Das wurde abgeändert und die Ausschreibung wurde so durchgeführt, dass ab der Grenze zwingend mit den ÖBB kooperiert werden musste und die ÖBB waren der feste Betreiber zwischen Innsbruck und Scharnitz. Das stand schon vor Vergabe Werdenfels fest.
Stichwort: Bahn in Rot-Weiß-Rot.

[www.vida.at]

[bahninrotweissrot.at]

Es gibt auch einen Artikel des Bahnreport wo das österreichische Modell ganz klar als günstiger und effizienter.

Ansonsten kommt immer gerne das Alibi-Beispiel Außerfern. Man hat überall wo es geht bisher Ausschreibungen verhindert und Direktvergaben gemacht. Spricht ja auch nichts dagegen. Man hat die meisten Bahnfahrgäste der EU.


Zitat
Kannst Du dich eigentlich mal entscheiden was Du eigentlich willst?

Zuerst schreibst Du darüber dass alles auf ein Oligopol hinausläuft, und dann kritisierst Du genau das Mittel welches so etwas vermeiden kann. Ohne Loslimitierung hast Du irgendwann nicht einmal mehr ein Oligopol, sondern ein Monopol. Dann hast Du irgendwann wirklich nur noch einen Bewerber, welcher dann so richtig absahnt.
Nein, es ist eine naive Annahme, dass eine Loslimitierung was bringt. Es ist einfach so, dass es bei Ausschreibungen regelmäßig nur noch 1-2 Bewerber gibt. Das mit der Loslimitierung mag bei 5-6 Bewerbern funktionieren. Wo gibt es die denn noch? Es ist rein spekulativ von mir, dass es Absprachen geben könnte, aber kann man das ausschließen? Es ist Fakt, dass die EVU im SPNV bisher kaum Geld verdienen, viele Netze rutschen in die Verlustzone (oft dank eines Infrastrukturbetreibers und Kosten die trotzdem EVU obwohl sie nichts dafür können tragen müssen). Was bleibt denn da noch übrig, wenn man am Markt bleiben will? Mit niedrigsten Gewinnen (wenn überhaupt) wird sich auf Dauer kein Investor zufrieden geben.
Warum ziehen sich so viele Unternehmen wieder zurück? Go Ahead hat sich doch auch nicht zurückgezogen weil sie so viel verdient haben. Keolis und NS auch nicht. Es gibt schon genug Gerüchte über weitere Rückzüge. Wer bleibt denn am Ende übrig neben Transdev und vielleicht 2-3 anderen? Das ist dann am Ende der Markt, lass es 4 oder 5 EVU sein und wir sehen heute schon dass viele nicht bundesweit aktiv sind. Arverio wird sich auch auf den Süden konzentrieren. Läuft bei Ausschreibungen hinaus auf: DB und ein anderer.
Es ist erstens naiv zu glauben, dass man in einem Markt, der ausschließlich von staatlichen Zuschüssen abhängig ist, hohe Renditen einfahren kann und genaus naiv ist es zu glauben, dass man als Aufgabenträger nach Ausreizung aller Potentiale weiter Geld sparen kann. Man sieht ja wie jetzt die Preise nach oben gehen und Ausschreibungen schon wegen zu hoher Kosten gescheitert sind. Das sind aber nicht zu hohe Kosten, die EVU dürften realistischer kalkulieren und mit Puffer (z. B. für die unvorhergesehenen Spielereien eines Infrastrukturbetreibers). Die Zeiten der "Fuß-in-die-Tür-"Angebote dürfte vorbei sein.

Es geht nicht darum was ich will. Ich kann sehr gut mit dem heutigen Modell leben, erstens weil es mir gut damit geht und zweitens weil ich in wenigen Jahren in den Ruhestand gehe und jetzt schon nur noch Teilzeit 80% arbeite. Mir geht es recht gut damit.
Von mir aus kann es so bleiben. Ich habe nur auch die Vorteile einer Inhouse-Bahn des Aufgabenträgers genannt (mich persönlich würde es eh nicht mehr betreffen), weil Wettbewerb nicht funktionieren kann bei etwas das nur überleben kann mit staatlichen Geldern. Das ist eben anders als bei eigenwirtschaftlichen Geschichten. Da gibt es auch in Österreich Wettbewerb. Die Westbahn macht einen fantastischen Job und der Güterverkehr hat auch viele Anbieter.

Zitat
Bahnsteig13a schrieb:
Zitat:
Entweder ein EVU bewirbt sich aufs Wunschlos, auch mit dem Risiko leer dazustehen, bei dem Markt aber mittlerweile unwahrscheinlich oder man macht das andere Netz so, dass man es nicht kriegt oder wenn, dann richtig absahnt. Auch da ist der Weg zu Absprachen evtl nicht weit, wer weiß
Der Schuss kann aber auch nach hinten losgehen, wenn beide Bewerber das gleiche Los als Wunschlos ansehen. Zumal die Aufgabenträger dann immer noch die Möglichkeit haben überteuerte Angebote abzulehnen und im Notfall einen Betrieb auch auferlegen können, was kein EVU wirklich will.
Natürlich könnte der Aufgabenträger den Betrieb auferlegen, aber nicht zum Wunschpreis und wenn man das wollen würde, dann wäre die Insolvenz schneller da als man schauen kann. Keiner lässt sich zu irgendwas zwingen was nicht wirtschaftlich ist.

Gehen wir wieder davon aus, dass es für eine Ausschreibung wie derzeit häufig nur 2 Bewerber gibt. Da können jetzt theoretisch beide voll auf beide Lose gehen oder man spricht sich ab und kalkuliert so, dass beide damit richtig gut verdienen und lachen die Aufgabenträger aus. Was wäre das sinnvollere und bessere Modell für einen Wirtschaftsbetrieb?
Das einzige Risiko wäre ja nur ein dritter Bewerber, dann würde das nicht aufgehen. Aber in den meisten Fällen gibt es den nicht.

Ich betreibe keinen Konzern, jedoch ich persönlich würde es so machen, Schattenallianzen schaffen und dann das schaffen was derzeit nicht möglich ist: Mit dem SPNV richtig viel Geld verdienen. Das geht nur mit Kooperation. Keine Ahnung wie es läuft, ich kenne das nur aus anderen Branchen wie der Bauwirtschaft, aber da gibt es auch viel was keiner mitbekommt. Spannendes Thema.

Da kann man ja geteilter Meinung sein, wenn du eine andere Ansicht dazu hast ist es in Ordnung, ich schreibe rein aus der Vermutung heraus, so wie auch du keine 100%ige Gewissheit hast. Jedoch ist meine Vermutung, dass die Loslimitierung eben zu Mehrkosten führt.

Re: [BW] Vergabe Netz 35 Los 2

geschrieben von: Bahnsteig13a

Datum: 02.08.25 00:56

ES 64 F4 108 schrieb:
38815 schrieb:
Hallo,

ES 64 F4 108 schrieb:
Tramateur schrieb:
Wann wird im Gegenzug der Markt in Österreich geöffnet?
Warum müssen immer wieder ahnungslose daherkommen und so was brabbeln? Der Markt ist in Österreich offen und es wird auch in der Zeit evtl so ausgeschrieben wie hier in Deutschland
Er schreibt vom SPNV-Markt und der ist bei den Schluchtis, wie Du hier selber brabbelst, gegenwärtig nicht offen. Das wird, wenn es nicht doch evtl. so ausgeschrieben wird, auch so bleiben.



Nein, es ist nicht zu, es wird auch nicht geschlossen, der Markt in Österreich ist offen und wird sich noch mehr öffnen, egal was du nicht sehen willst.

Nenne doch bitte mal laufende oder geplante Ausschreibungen im SPNV. Wo sind sie?
Sollten sie kommen müssen, dann nur weil es Pflicht wäre. Ich weiß nicht ob man da weiterhin Direktvergaben rausverhandeln kann mit der EU. AT ist ja nicht das einzige Land dass Direktvergaben bisher als Normalität betrachtet hat. Ausschreibungen von Nichteigenwirtschaftlichen Verkehren gibt es sogar in den wenigsten Ländern in Europa. CZ, SE ja. Norwegen hat die Rolle rückwärts gemacht, GB sowieso.
Belgien macht Inhouse, Niederlande schreiben nur ein paar unbedeutende Nebenlinien aus, Dänemark genauso.
Frankreich schreibt jetzt aus, gibt meistens 2 Bewerber und einer gewinnt bis auf einmal immer.

Bitte nicht mehr das Alibi-Beispiel Außerfern.

Ansonsten, der Markt in ganz Europa ist offen, das ist ja gut so. Wettbewerb ist was gutes, aber natürlicher Wettbewerb und der kann meiner Meinung nur bei Eigenwirtschaftlichkeit funktionieren. Denn staatlich subventionierte Gewinne, den Sinn verstehe ich nicht.

Re: Alles ist möglich oder auch nicht

geschrieben von: linie7484

Datum: 02.08.25 14:15

Bahnsteig13a schrieb:
Es gibt auch einen Artikel des Bahnreport wo das österreichische Modell ganz klar als günstiger und effizienter.
Wenn doch das MOdell so viel besser ist, weshalb gefährdet man es dann in dem man in anderen Ländern am Wettbewerb teilnimmt. Ist doch klar dass dann irgendwann einmal die EU kommt, und diesem Modell ein ende bereitet.

Wer seinen Markt geschlossen halten möchte, und auch selbst nicht am Wettbewerb teilnimmt dürfte da weit bessere Chancen haben sein Modell beizubehalten.



Bahnsteig13a schrieb:
Zitat:
Nein, es ist eine naive Annahme, dass eine Loslimitierung was bringt. Es ist einfach so, dass es bei Ausschreibungen regelmäßig nur noch 1-2 Bewerber gibt. Das mit der Loslimitierung mag bei 5-6 Bewerbern funktionieren.
Nochmal, gerade weil es häufig nur noch 1-2 Bewerber gibt, ist eine Loslimitierung wichtiger denn je. Dass ohne Loslimitierung ein möglicher Bewerber abspringt, und am ende nur noch ein Bewerber übrigbleibt ist eben keine naive Annahme, sondern rein logisches Denken. Ein Bewerber, welcher kaum oder gar keine Zuschläge mehr bekommt wird sich früher oder später zurückziehen.


Bahnsteig13a schrieb:
Zitat:
Es ist rein spekulativ von mir, dass es Absprachen geben könnte, aber kann man das ausschließen?
Absprachen hat es immer schon gegeben und da braucht es weder eine Loslimitierung noch einen Markt mit 1-2 Bewerbern dazu. Auch ohne Loslimitierung besteht die Gefahr dass sich 2 Bieter absprechen und nur auf ein Los ein seriöses Angebot abgeben. "Ich nehm Los 1 und überlasse Dir Los 2"

Bahnsteig13a schrieb:Zitat:
Warum ziehen sich so viele Unternehmen wieder zurück? Go Ahead hat sich doch auch nicht zurückgezogen weil sie so viel verdient haben. Keolis und NS auch nicht. Es gibt schon genug Gerüchte über weitere Rückzüge. Wer bleibt denn am Ende übrig neben Transdev und vielleicht 2-3 anderen?
Die Frage beantwortest Du doch bereis selbst:


Bahnsteig13a schrieb:
Zitat:
Es ist Fakt, dass die EVU im SPNV bisher kaum Geld verdienen, viele Netze rutschen in die Verlustzone (oft dank eines Infrastrukturbetreibers und Kosten die trotzdem EVU obwohl sie nichts dafür können tragen müssen).
Also Gründe welche alle EVU betreffen, auch im SPFV (und wie viele sind da schon verschwunden?) und sich ihm Rahmen einer entsprechenden Ausschreibungsgestaltung beheben lassen. Niemand schreibt den Aufgabenträgern vor diese Kosten von den EVU tragen zu lassen.


Bahnsteig13a schrieb:
Zitat:
Von mir aus kann es so bleiben. Ich habe nur auch die Vorteile einer Inhouse-Bahn des Aufgabenträgers genannt (mich persönlich würde es eh nicht mehr betreffen), weil Wettbewerb nicht funktionieren kann bei etwas das nur überleben kann mit staatlichen Geldern.
Und noch einmal die Frage, was funktioniert am Busverkehr in der Schweiz und auch in Österreich nicht? Beide schreiben aus und bei beide kann man nur durch staatliche Gelder überleben!


Bahnsteig13a schrieb:
Zitat:
Natürlich könnte der Aufgabenträger den Betrieb auferlegen, aber nicht zum Wunschpreis und wenn man das wollen würde, dann wäre die Insolvenz schneller da als man schauen kann. Keiner lässt sich zu irgendwas zwingen was nicht wirtschaftlich ist.
Vielleicht solltest Du Dich einmal damit befassen was eine Auferlegung des Betriebes überhaupt ist, dann erübrigen sich auch solche Aussagen wie diese. Von Wunschpreis habe ich jedenfalls nichts geschrieben.


Bahnsteig13a schrieb:
Zitat:
Gehen wir wieder davon aus, dass es für eine Ausschreibung wie derzeit häufig nur 2 Bewerber gibt. Da können jetzt theoretisch beide voll auf beide Lose gehen oder man spricht sich ab und kalkuliert so, dass beide damit richtig gut verdienen und lachen die Aufgabenträger aus.
Ja können sie, und dazu braucht es nicht einmal eine Loslimitierung.


Bahnsteig13a schrieb:
Zitat:
Das einzige Risiko wäre ja nur ein dritter Bewerber, dann würde das nicht aufgehen. Aber in den meisten Fällen gibt es den nicht.
Das weiß man vorher aber nicht, und gerade in BW würde ich mich eben nicht darauf verlassen. Der Eigentümer SWEG ist immer noch in Landesbesitz.


Bahnsteig13a schrieb:
Zitat:
Da kann man ja geteilter Meinung sein, wenn du eine andere Ansicht dazu hast ist es in Ordnung, ich schreibe rein aus der Vermutung heraus, so wie auch du keine 100%ige Gewissheit hast. Jedoch ist meine Vermutung, dass die Loslimitierung eben zu Mehrkosten führt.
Das eine Loslimitierung erst einmal zu Mehrkosten führen kann habe ich nie bestritten. Aber lieber zahlt man heute etwas mehr, als dass man in der nächsten Ausschreibungsrunde nur noch einen Bieter hat. Denn in diesem Fall wird es richtig teuer. Mit Fuß-in-die-Tür-Angebote sollte man heute, wie Du ja bereits angemerkt hast, nicht rechnen.

? zur Murrbahn

geschrieben von: glx

Datum: 02.08.25 14:52

Im Datenblatt zu Netz 35a (Express) wird erwähnt, dieses Netz auch einzelne Züge auf den RE90 abdecken wird.
[vm.baden-wuerttemberg.de]

Einige Bahnsteige auf der Murrbahn werden auf 200 Meter ausgebaut (Was ist mit den anderen Bahnsteigen?)
[www.deutschebahn.com]

Laut Datenblatt zu Netz 3a gibt es 11 FLIRT 3XL
[vm.baden-wuerttemberg.de]

Wenn ich mich nicht vertan habe, dann gibt es auf den RE 90 4 Umläufe. Der Fahrplan bleibt auch nach der IBN von S21 in etwa so.
[zukunftsfahrplan.de]

Bei 11 Fahrzeugen wären 4 Umläufe 8 Züge, welche benötigt würden.
Wenn man nur 3 Umläufe fährt, dann könnte man bei 9 benötigten Fahrzeugen auch mit 200 Meter Zügen fahren.

Ist das geplant?

Das würde 606 Sitzplätze bei Fahrt mit 3x FLIRT 3XL

ODER

760 Sitzplätze bei 2x Coradia MAX bedeuten.

Heute sind es 404 Sitze bei einer Doppeltraktion FLIRT 3XL.

Durchaus eine sinnvolle Kapazitätserweiterung, wenn das wirklich so kommt.

Re: [BW] Vergabe Netz 35 Los 2

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 02.08.25 14:59

InsiderBaWü schrieb:
Ich freue mich für das dortige Personal, das nun Planungssicherheit hat, und bin gespannt, wie sich das Unternehmen in der Region weiterentwickeln und performen wird – insbesondere im Hinblick auf Qualität, Verlässlichkeit und Innovation im Betrieb.
Und was genau soll sich da jetzt ändern? 🤷‍♂️

"Gibt es zwei- bzw. dreiachsigen Reko-Wagen der DR (Bage, Baage, Dage oder Bagtre), die die gleiche Breite aufweisen, wie die vierachsigen Reko Wagen z. b. der zuvor genannten Hersteller? Also schmaler sind, als die Wagen von Piko und Roco!
Viele mögen die 1-1,5 mm breitenuntershcied nicht stören und mich wiederum ist es egal, welche breite nun die Maßstabsgereue ist - mir wäre nur wichtig, dass die Personenzugwagons der DR in meiner Zugkombi ziemlich gleichbreit sind..."
Quelle: Stummiforum..
[www.stummiforum.de]

Re: ? zur Murrbahn

geschrieben von: Matti der Kleine

Datum: 02.08.25 15:39

glx schrieb:
Im Datenblatt zu Netz 35a (Express) wird erwähnt, dieses Netz auch einzelne Züge auf den RE90 abdecken wird.
[vm.baden-wuerttemberg.de]

Einige Bahnsteige auf der Murrbahn werden auf 200 Meter ausgebaut (Was ist mit den anderen Bahnsteigen?)
[www.deutschebahn.com]

Laut Datenblatt zu Netz 3a gibt es 11 FLIRT 3XL
[vm.baden-wuerttemberg.de]

Wenn ich mich nicht vertan habe, dann gibt es auf den RE 90 4 Umläufe. Der Fahrplan bleibt auch nach der IBN von S21 in etwa so.
[zukunftsfahrplan.de]

Bei 11 Fahrzeugen wären 4 Umläufe 8 Züge, welche benötigt würden.
Wenn man nur 3 Umläufe fährt, dann könnte man bei 9 benötigten Fahrzeugen auch mit 200 Meter Zügen fahren.

Ist das geplant?

Das würde 606 Sitzplätze bei Fahrt mit 3x FLIRT 3XL

ODER

760 Sitzplätze bei 2x Coradia MAX bedeuten.

Heute sind es 404 Sitze bei einer Doppeltraktion FLIRT 3XL.

Durchaus eine sinnvolle Kapazitätserweiterung, wenn das wirklich so kommt.
Da hat sich aber einiges im Los 1 an den Linien geändert.

Neben den erwähnten RE90 ist ebenfalls neu der RE3 Ulm- Friedrichshafen. RE/RB 93 Friedrichshafen- Lindau.
Und wirklich interessant wird RE77 Stuttgart- Heidelberg über die Schnellfahrstrecke. Vermutlich wird hier die Schnellfahrstrecke schon ab Zuffenhausen bis zum Abzweig Rollenberg genutzt.

Könnte mit den zusätzlichen Leistungen auch damit zusammen hängen das der Fernverkehr die Linie 61 einstellen möchte und das Land zusammen mit der BEG schon Ersatz bestellen.

Auch im Los 2 gibt es einige Änderungen wie den RE 15 in der HVZ von Stuttgart nach Mosbach-Neckarelz.
Auch entfällt der MEX nach Freudenstadt im Los 2 dieser ist im Los 3 enthalten.
Dies könnte damit zutun haben das die Brücken die Coradia Max nach Freudenstadt nicht aushalten.
[www.drehscheibe-online.de]


Übersicht Los 1
[vm.baden-wuerttemberg.de]
Übersicht Los 2
[vm.baden-wuerttemberg.de]
Übersicht Los3
[vm.baden-wuerttemberg.de]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:02:15:43:02.

doppelt bitte löschen (o.w.T)

geschrieben von: Matti der Kleine

Datum: 02.08.25 15:40

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:02:15:41:43.

Linienführungen und Netzaufteilung

geschrieben von: U-Bahnfreund

Datum: 02.08.25 15:43

Da es ja einige Verwirrungen hier im Thread gab, hier von der Seite des Verkehrsministeriums:

Netz 35a - Alstom Coradia Stream HC [vm.baden-wuerttemberg.de]
* RE 1 Karlsruhe – Pforzheim – Vaihingen (Enz) – Stuttgart – Stuttgart Flughafen – Ulm – Aulendorf – Ravensburg – Friedrichshafen – Lindau
* RE 3 Ulm – Aulendorf – Ravensburg – Friedrichshafen (bis 2034)
* RE 17 (Karlsruhe –) Pforzheim – Vaihingen (Enz) – Bietigheim-Bissingen – Stuttgart – Stuttgart Flughafen – Nürtingen – Reutlingen – Tübingen (ab 2034 bis Sigmaringen)
* RE 77 Stuttgart – Vaihingen (Enz) – Wiesloch-Walldorf – Heidelberg (via Schnellfahrstrecke) (ab 2034 bis Ulm)
* RE 90 Stuttgart – Schwäbisch Hall-Hessental – Crailsheim – Nürnberg (nur einzelne Züge)
* RE 93 Friedrichshafen – Lindau
* RB 93 Friedrichshafen – Lindau

Netz 35b - Alstom Coradia Stream HC [vm.baden-wuerttemberg.de]

* MEX 13 Aalen – Stuttgart – Tübingen
* MEX 14 Stuttgart-Vaihingen – Eutingen im Gäu – Horb – Rottweil
* MEX 18 Stuttgart – Heilbronn
* MEX 19/90 Stuttgart – Schwäbisch Hall-Hessental
* RE 15 Stuttgart – Heilbronn – Mosbach-Neckarelz (nur einzelne Züge)

Netz 35c - Bombardier Talent (nach Inbetriebnahme S21, aktuell ja einfach die Linien von SBS) [vm.baden-wuerttemberg.de]

* RE 10 Mannheim – Heidelberg – Sinsheim – Heilbronn
* RE 12 Mannheim – Heidelberg – Mosbach-Neckarelz – Heilbronn
* RE 71 Heidelberg – Bruchsal – Bretten – Mühlacker
* MEX 48 Stuttgart-Vaihingen – Eutingen im Gäu – Freudenstadt
* RB 71 Bruchsal – Bretten – Mühlacker
* RB 85 Würzburg – Lauda – Osterburken
* RB 86 Heilbronn – Heilbronn (in der Netzgrafik sieht man, da ist Heilbronn - Osterburken gemeint mit)
* RS 2 Ulm – Biberach (Riß)
* RS 21 Ulm – Laupheim Stadt – Biberach (Riß) (– Aulendorf)

Es grüßt der U-Bahnfreund :)

RE77

geschrieben von: glx

Datum: 02.08.25 15:57

Matti der Kleine schrieb:
Und wirklich interessant wird RE77 Stuttgart- Heidelberg über die Schnellfahrstrecke. Vermutlich wird hier die Schnellfahrstrecke schon ab Zuffenhausen bis zum Abzweig Rollenberg genutzt.
Der Zug wird nur in Heidelberg, Wiesloch-Walldorf, Vaihingen/Enz und Stuttgart halten.
Bei der Verlängerung nach Ulm ist geplant, den zusätzlich noch am Flughafen und in Ulm halten zu lassen.

Offenbar ist nicht mal ein Halt in Merklingen vorgesehen.

[zukunftsfahrplan.de] (Siehe Pläne ab 2033)

Da dieser Zug dann sicherlich recht schnell von NV-Kunden gestürmt würde, würde ich jetzt mal nicht ausschließen, dass man das Teil langfristig mit 3 Coradia MAX fahren will, die dann natürlich nicht in Merklingen in den Bahnhof passen. Die Kapazität wären dann enorme 1.140 Fahrgäste.

Bei 4x Coradia MAX wäre auch in Wiesloch-Walldorf ein Neubau des Überholgleises nötig, dass die Bahnsteiglänge begrenzt.

Re: Alles ist möglich oder auch nicht

geschrieben von: Bahnsteig13a

Datum: 02.08.25 16:32

Zitat
Wenn doch das MOdell so viel besser ist, weshalb gefährdet man es dann in dem man in anderen Ländern am Wettbewerb teilnimmt. Ist doch klar dass dann irgendwann einmal die EU kommt, und diesem Modell ein ende bereitet.

Wer seinen Markt geschlossen halten möchte, und auch selbst nicht am Wettbewerb teilnimmt dürfte da weit bessere Chancen haben sein Modell beizubehalten.
Das musst du die fragen, aber hat es nicht mal geheißen, dass Direktvergaben nicht mehr möglich sind bzw. die Initiative Bahn in Rot-Weiß-Rot wollte doch dagegen ankämpfen?

Aber da sind wir wieder bei der Grundfrage eines anderen Users die angegriffen wurde. Wenn man am Wettbewerb in anderen Ländern teilnimmt, sollte die EU auch Ausschreibungen dort anordnen.

Zitat
Bahnsteig13a schrieb:
Zitat:
Nein, es ist eine naive Annahme, dass eine Loslimitierung was bringt. Es ist einfach so, dass es bei Ausschreibungen regelmäßig nur noch 1-2 Bewerber gibt. Das mit der Loslimitierung mag bei 5-6 Bewerbern funktionieren.
Nochmal, gerade weil es häufig nur noch 1-2 Bewerber gibt, ist eine Loslimitierung wichtiger denn je. Dass ohne Loslimitierung ein möglicher Bewerber abspringt, und am ende nur noch ein Bewerber übrigbleibt ist eben keine naive Annahme, sondern rein logisches Denken. Ein Bewerber, welcher kaum oder gar keine Zuschläge mehr bekommt wird sich früher oder später zurückziehen.
Man sollte lieber schauen, wenn man das Modell schon will, dass man mehr Bewerber hat, aber wo sollen die herkommen? Zum einen wollen die Aufgabenträger es möglichst günstig, andererseits wollen die Betreiber auch ordentliche Renditen. Das widerspricht sich doch und das ist der große Unterschied zum eigenwirtschaftlichen Verkehr.

Die Tendenz ist ja eh in die Richtung, dass es immer wieder Rückzüge gibt, weil nichts verdient wird und genau das ist mein Kritikpunkt. Wer außer denen die neben Renditen auch andere Interessen haben wie "Nummer 1 in Europa" oder so etwas ähnliches, wird sich das auf Dauer antun?

Wir werden verstärkt erleben, dass es teure Angebote gibt (mit denen man auch vernünftige Renditen hat), denen die Aufgabenträger zähneknirschend zustimmen oder sie sagen die Ausschreibung ab und machen dann was auch immer.
Aber man lebt ja immer noch in der naiven Annahme, man könnte weniger oder gleich wie vorher zahlen. Die Aufgabenträger haben lange vom Wettbewerb profitiert, wo Unternehmen einfach in den Markt wollten und eben Markteinstiegsangebote machten. Wer aber im Markt ist, der wird irgendwann Gewinne machen wollen und Gewinne heißt nicht, ein bisschen über der 0.

Zitat
Absprachen hat es immer schon gegeben und da braucht es weder eine Loslimitierung noch einen Markt mit 1-2 Bewerbern dazu. Auch ohne Loslimitierung besteht die Gefahr dass sich 2 Bieter absprechen und nur auf ein Los ein seriöses Angebot abgeben. "Ich nehm Los 1 und überlasse Dir Los 2"
Es gab lange Zeit scheinbar Kampfangebote zum Markteintritt, da wäre es schwierig mit Absprachen gewesen. Heute hat sich der Markt gewandelt, da kann man für nichts mehr garantieren. Natürlich geht es auch ohne Loslimitierung.
Es ist hier auch eine persönliche Meinung, ich mag keine Loslimitierungen.

Zitat

Bahnsteig13a schrieb:
Zitat:
Es ist Fakt, dass die EVU im SPNV bisher kaum Geld verdienen, viele Netze rutschen in die Verlustzone (oft dank eines Infrastrukturbetreibers und Kosten die trotzdem EVU obwohl sie nichts dafür können tragen müssen).
Also Gründe welche alle EVU betreffen, auch im SPFV (und wie viele sind da schon verschwunden?) und sich ihm Rahmen einer entsprechenden Ausschreibungsgestaltung beheben lassen. Niemand schreibt den Aufgabenträgern vor diese Kosten von den EVU tragen zu lassen.
Im SPFV liegt das nur an den unverschämten deutschen Trassenpreisen. In anderen Ländern mit erfolgreichem Wettbewerb gibt es diese hohen Trassenpreise nicht. Bei Trassenpreisen auf Grenzkostenniveau würde sich auch mehr SPFV ergeben, wenn es nicht an den Trassen und der rückständigen deutschen Infrastruktur scheitert. Wenn das mit den Trassenpreisen so weitergeht wird auch der SGV noch größere Probleme bekommen und einige EVU hops gehen.

Nein, die Kosten die z. B. die Infrastruktur verursacht, müsste der Bund regeln, denn nur der hat Einfluss auf sein Eigentum und da kann man gesetzlich festlegen, alles was die Infrastruktur verursacht muss diese auch bezahlen, mit allen Folgekosten und darf auch nicht auf die Trassenpreise geschlagen werden. Der Bund muss diese Kosten eben ausgleichen.
Man liest auch in Eisenbahnfachzeitschriften, dass EVU evtl. alleine wegen den vielen Bauarbeiten von Insolvenzen betroffen sind. Das würde den Wettbewerb ja noch mehr reduzieren.


Zitat
Bahnsteig13a schrieb:
Zitat:
Von mir aus kann es so bleiben. Ich habe nur auch die Vorteile einer Inhouse-Bahn des Aufgabenträgers genannt (mich persönlich würde es eh nicht mehr betreffen), weil Wettbewerb nicht funktionieren kann bei etwas das nur überleben kann mit staatlichen Geldern.
Und noch einmal die Frage, was funktioniert am Busverkehr in der Schweiz und auch in Österreich nicht? Beide schreiben aus und bei beide kann man nur durch staatliche Gelder überleben!
Was funktioniert im Busverkehr? In Baden-Württemberg hat dieser "Wettbewerb" dazu geführt, dass die SWEG erstmal die Gehälter ihre Busfahrer gekürzt haben soll, was ja ein super Mittel bei Personalmangel ist. Da ist natürlich nicht der Wettbewerb schuld, denn das Land hätte ja das SWEG-Niveau oder ein anderes das das höchste ist, gleichzeitig zur Untergrenze machen können, so hätten alle die gleichen Chancen gehabt ohne dass jemand verliert. Erlaubt ist das solche Vorgaben zu machen.

Warum das gut funktioniert? Die Zugangshürden sind viel geringer. Da dürfte es einen größeren Markt geben, auch weil es viel weniger aufwändig ist einen Busbetrieb zu stemmen.

Zitat
Vielleicht solltest Du Dich einmal damit befassen was eine Auferlegung des Betriebes überhaupt ist, dann erübrigen sich auch solche Aussagen wie diese. Von Wunschpreis habe ich jedenfalls nichts geschrieben.
Mit der Thematik habe ich mich wirklich nicht befasst. Ich gehe davon aus, dass der alte Betreiber erstmal zu den bisherigen Kosten weiterfahren müsste und das wäre ein Problem, wenn diese Kalkulation nicht aufgeht. Evtl. gibt es auch Preisverhandlungen dazu. Ich meinte nur, dass keiner sich etwas auferlegen lässt, würde er damit nichts mehr verdienen, außer er will bei der Folgeausschreibung natürlich wieder gewinnen. Ansonsten würde man den Ausweg Insolvenz suchen.

Zitat
Das eine Loslimitierung erst einmal zu Mehrkosten führen kann habe ich nie bestritten. Aber lieber zahlt man heute etwas mehr, als dass man in der nächsten Ausschreibungsrunde nur noch einen Bieter hat. Denn in diesem Fall wird es richtig teuer. Mit Fuß-in-die-Tür-Angebote sollte man heute, wie Du ja bereits angemerkt hast, nicht rechnen.
Das ist durchaus ein Argument. Man kann es machen um sich einen kleinen Restwettbewerb zu erhalten.
Zur Kostensenkung dient es nicht, im Gegenteil und ob am Ende mit 3-4 oder auch 5 Betreibern (von denen vielleicht maximal 3 auch bundesweit agieren) einen großen Wettbewerb hinbekommt, das ist auch fraglich.
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