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Re: Energieabbau?

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 04.08.25 06:45

bollisee schrieb:
Carsten Frank schrieb:
Eine 612-Doppeltraktion (332t) hat bei nur 100 km/h eine kinetische Energie von rund 128 Megajoule.
Bei 130 km/h sind es schon 216,5 MJ, bei 160 km/h 328 MJ.
Dazu kommt noch die Rotationsenergie der Radsätze.

Der Antrieb mit maximalen 4x 563 kW erbringt pro Sekunde eine Arbeit von nur maximal 2,25 MJ.

Ob der Antrieb wenige Sekunden früher oder später abgeschaltet wird hat auf die beim Aufprall wirkende Energie also, gerade bei hoher Fahrgeschwindigkeit, nur einen geringen Einfluss.
Und dann gibt es noch eine Zwickmühle. Sobald der Tf eine Gefahrenlage erkennt, leitet er eine Notbremsung ein. Der Motorradfahrer, der bremst fliegt ebenso aus der Kurve, eigentlich müsste er Gas geben. Der Tf müsste auch, verstärkt aber durch die Notbremsung die Zentrifugalkraft. Somit fliegt der Zug erst recht aus der Kurve, pardon dem Bogen.
Du stützt also die Theorie der Stuttgarter Zeitung "der Zug sei ins Schleudern gekommen"...😅🤦‍♂️
Der Schlamm hat die Spurkränze über die SO befördert, damit war der Drops gelutscht. Daher verstehe ich auch nicht das Genöle von Prof. Hecht in der NZ...

"Gibt es zwei- bzw. dreiachsigen Reko-Wagen der DR (Bage, Baage, Dage oder Bagtre), die die gleiche Breite aufweisen, wie die vierachsigen Reko Wagen z. b. der zuvor genannten Hersteller? Also schmaler sind, als die Wagen von Piko und Roco!
Viele mögen die 1-1,5 mm breitenuntershcied nicht stören und mich wiederum ist es egal, welche breite nun die Maßstabsgereue ist - mir wäre nur wichtig, dass die Personenzugwagons der DR in meiner Zugkombi ziemlich gleichbreit sind..."
Quelle: Stummiforum..
[www.stummiforum.de]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:04:08:13:16.

Re: Energieabbau und Spurführung

geschrieben von: Hilfsbetreiber

Datum: 04.08.25 07:00

Moin!

bollisee schrieb:
[...]
Der Tf müsste auch, verstärkt aber durch die Notbremsung die Zentrifugalkraft. Somit fliegt der Zug erst recht aus der Kurve, pardon dem Bogen.
Kannst Du bitte einmal physikalisch erklären, warum durch Bremsen die Zentrifugalkraft verstärkt wird?

Letztere ergibt sich aus Kurvenradius und Fahrgeschwindigkeit.


MfG

Der Hilfsbetreiber

Pizzaschneider

geschrieben von: wolfi71

Datum: 04.08.25 09:00

Deinen Beitrag kann man nicht ernst nehmen, deswegen, trotz traurigem Anlass, ein anderer Vergleich.
Wenn da statt der Spurkränze mit um die 10mm, solche Pizzaschneider aus 2mm Blech mit einer Höhe von 5cm gewesen wären, wäre der vielleicht nicht so entgleist.

Aber auf die Idee, die Spurführung von Straßenfahrzeugen mit der von Schienenfahrzeugen zu vergleichen, muss man erst mal kommen. Warum hast du nicht gleich gesagt, dass der Verkehrsminister von BW schuld ist?

Re: Energieabbau?

geschrieben von: Wolfram D.

Datum: 05.08.25 09:06

S-DT8 schrieb:
kbs651 schrieb:
Das habe ich in der Ausbildung in einem Handwerksberuf gelernt, dass die Kurve exponentiell hochgeht.
Dann hat man dir was Falsches beigebracht. Die kinetische Energie steigt quadratisch mit der Geschwindigkeit, nicht exponentiell.

Was ist die Hoch-2, wenn kein Exponent?
[de.wikipedia.org]

Gruß
Wolfram

Re: Energieabbau?

geschrieben von: Fabian318

Datum: 05.08.25 09:15

Wolfram D. schrieb:
S-DT8 schrieb:
kbs651 schrieb:
Das habe ich in der Ausbildung in einem Handwerksberuf gelernt, dass die Kurve exponentiell hochgeht.
Dann hat man dir was Falsches beigebracht. Die kinetische Energie steigt quadratisch mit der Geschwindigkeit, nicht exponentiell.

Was ist die Hoch-2, wenn kein Exponent?
[de.wikipedia.org]
Da steht doch sogar die Exponentialfunktion ist "a hoch x". Quadratische Funktion ist aber "x hoch 2".

Re: Energieabbau?

geschrieben von: Wolfram D.

Datum: 05.08.25 09:36

Fabian318 schrieb:
Wolfram D. schrieb:
S-DT8 schrieb:
kbs651 schrieb:
Das habe ich in der Ausbildung in einem Handwerksberuf gelernt, dass die Kurve exponentiell hochgeht.
Dann hat man dir was Falsches beigebracht. Die kinetische Energie steigt quadratisch mit der Geschwindigkeit, nicht exponentiell.

Was ist die Hoch-2, wenn kein Exponent?
[de.wikipedia.org]
Da steht doch sogar die Exponentialfunktion ist "a hoch x". Quadratische Funktion ist aber "x hoch 2".
🤦‍♂️ Darauf weiß ich jetzt wirklich nichts mehr zu antworten.
Bin schon auf der Suche nach den alten Mathebüchern...





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:05:09:47:23.

Re: Energieabbau?

geschrieben von: XxRobbiexX

Datum: 05.08.25 10:00

Wolfram D. schrieb:
Fabian318 schrieb:
Wolfram D. schrieb:
S-DT8 schrieb:
kbs651 schrieb:
Das habe ich in der Ausbildung in einem Handwerksberuf gelernt, dass die Kurve exponentiell hochgeht.
Dann hat man dir was Falsches beigebracht. Die kinetische Energie steigt quadratisch mit der Geschwindigkeit, nicht exponentiell.

Was ist die Hoch-2, wenn kein Exponent?
[de.wikipedia.org]
Da steht doch sogar die Exponentialfunktion ist "a hoch x". Quadratische Funktion ist aber "x hoch 2".
🤦‍♂️ Darauf weiß ich jetzt wirklich nichts mehr zu antworten.
Bin schon auf der Suche nach den alten Mathebüchern...

Bei einer Exponentialfunktion ist der Exponent/Hochzahl die Variable (z.B. x), die zugehörige Basis fest. Bei einer quadratischen Funktion (gehört zur Gruppe der ganzrationalen Funktionen/Polynomfunktionen) ist die Basis die Variable, der Exponent fest.
Die Schaubilder können sich auf den ersten Blick ähneln, haben aber dennoch grundlegende Unterschiede und Eigenschaften.

Viele Grüße,
Robbie

Re: Energieabbau?

geschrieben von: bahnhofbilder

Datum: 05.08.25 11:14

In der Formel für die kinetische Engerie ( vgl. Bild ) kommt zwar ein Exponent vor - die 2 eben. Aber die bleibt fest. Eine Funktion mit dem festen Exponenten 2 heißt quadratische Funktion. Nur wenn der Exponent variabel ist (x oder v oder … ) liegt eine Exponentialfunktion vor.

ich hätte echt Angst zu fliegen, wenn die kinetische Energir exponentiell von der Geschwindigkeit abhängen würde.

Viele Grüße vom
BahnHofBilder
IMG_8889.jpeg
Polizei bittet nach Zugunglück weiter um Hinweise von Zeugen.

Regio TV

Nahezu alle Verletzten wurden entlassen

geschrieben von: wolfi71

Datum: 08.08.25 18:07

In den Krankenhäusern liegen noch drei Verletzte. Ein schwer Verletzter wurde von Ehingen in ein Krankenhaus der Maximalversorgung verlegt. In Tübingen liegt auch noch ein schwer Verletzter und eine weitere Person wohl in Ulm. Der Rest wurde entlassen
Die Bahnstrecke Sigmaringen-Ulm dürfte noch lange gesperrt bleiben. Die Staatsanwaltschaft hat im Rahmen des Todesermittlungsverfahrens ein geologisches Fachgutachten in Auftrag gegeben.

[www.donau3fm.de]

Da dürften mit ziemlicher Sicherheit vor Freigabe der Strecke umfangreiche Baumaßnahmen anstehen. Möglicherweise in einem Umfang, dass ein komplexes Planfeststellungsverfahren erforderlich ist. Kurzum: die Strecke wird auf dem Abscnitt noch länger, vielleicht sogar sehr lange gesperrt bleiben.

Re: Strecke dürfte noch lange gesperrt bleiben: geologisches Gutachten beauftragt

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 09.08.25 22:49

Zauberer schrieb:
Die Bahnstrecke Sigmaringen-Ulm dürfte noch lange gesperrt bleiben. Die Staatsanwaltschaft hat im Rahmen des Todesermittlungsverfahrens ein geologisches Fachgutachten in Auftrag gegeben.

[www.donau3fm.de]

Da dürften mit ziemlicher Sicherheit vor Freigabe der Strecke umfangreiche Baumaßnahmen anstehen. Möglicherweise in einem Umfang, dass ein komplexes Planfeststellungsverfahren erforderlich ist. Kurzum: die Strecke wird auf dem Abscnitt noch länger, vielleicht sogar sehr lange gesperrt bleiben.
Ein Gutachten zu erstellen heißt ja nicht gleich die Strecke neu zu bauen...
Da wirds im unmittelbaren Gleisbereich ein paar Probbohrungen geben usw, um den Untergrund zu untersuchen, und Vermessungen von allem, und dann bzw währenddessen kann das Gleis wieder gerichtet werden und dann die Strecke freigegeben. Die Strecke ist ja ganz normale Bestandsinfrastruktur, warum sollte man da jetzt groß was dran rum bauen müssen nur weil die Staatsanwaltschaft ein Gutachten in auftrag gibt? Die Ingeneure der KWSTE damals werden sich schon was dabei gedacht haben als sie die Linienführung so wie sie ist festgelegt haben.

Re: Energieabbau?

geschrieben von: Manu Chao

Datum: 09.08.25 23:00

ferdimh schrieb:
Das beginnt damit, dass beim Schienenfahrzeug die Spurführung nicht von der Reibung abhängt.
Generelle Frage, kann ein mit einem Spurkranz geführtes Fahrzeug bei genügend Seitenkräften den Spurkranz “hochlaufen”? Vermutlich wird jedes existierende Fahrzeug umkippen bevor dies passieren könnte, man müsste wohl ein Fahrzeug mit einem extrem niedrigen Schwerpunkt (nach Art einer Hängebahn) dafür ansetzen.

Re: Energieabbau?

geschrieben von: JanH

Datum: 09.08.25 23:17

Manu Chao schrieb:
ferdimh schrieb:
Das beginnt damit, dass beim Schienenfahrzeug die Spurführung nicht von der Reibung abhängt.
Generelle Frage, kann ein mit einem Spurkranz geführtes Fahrzeug bei genügend Seitenkräften den Spurkranz “hochlaufen”? Vermutlich wird jedes existierende Fahrzeug umkippen bevor dies passieren könnte, man müsste wohl ein Fahrzeug mit einem extrem niedrigen Schwerpunkt (nach Art einer Hängebahn) dafür ansetzen.
Ja, Stichwort Aufklettern. (Insofern haben wir da streng genommen dort doch auch einen Reibungseinfluss, wenn auch umgekehrt wie im Straßenverkehr – eine hohe Reibung ist ungünstig und begünstigt das Aufklettern.)

Re: Energieabbau?

geschrieben von: Tssd47

Datum: 10.08.25 09:33

Manu Chao schrieb:
ferdimh schrieb:
Das beginnt damit, dass beim Schienenfahrzeug die Spurführung nicht von der Reibung abhängt.
Generelle Frage, kann ein mit einem Spurkranz geführtes Fahrzeug bei genügend Seitenkräften den Spurkranz “hochlaufen”? Vermutlich wird jedes existierende Fahrzeug umkippen bevor dies passieren könnte, man müsste wohl ein Fahrzeug mit einem extrem niedrigen Schwerpunkt (nach Art einer Hängebahn) dafür ansetzen.
Ja, dieses Hochlaufen nennt man Aufklettern.

Beim ungestörten, rollenden Rad-Schiene-Kontakt beginnt dies, sobald die Querkraft das x-fache der Radaufstandskraft übersteigt, wobei x nach der Theorie von NADAL gleich (tan beta - mu) / (1+mu*tan beta) ist. Beta ist dabei der Spurkranzflankenwinkel, mu ist der Reibkoeffizient zwischen Spurkranzflanke und Schienenkopfabrundung.

Solange die Querkraft kleiner ist als das 1,2-fache der Radaufstandskraft entgleist das Fahrzeug mit üblichem Spurkranzflankenwinkel von 70° und und realistisch hoch angesetztem Reibkoeffizient nicht.

Re: Energieabbau?

geschrieben von: ferdimh

Datum: 10.08.25 12:48

Dass das Fahrzeug hier sicher umkippt, ist nicht gesagt. Bei innen liegenden Spurkränzen (so wie bei allen mir bekannten Eisenbahnen) wird das Rad, das die Seitenkraft bei Kurvenfahrt übertragen muss, belastet, was eine zusätzliche Sicherheit gibt.
Wenn jedoch ein Rad aus anderen Gründen entlastet wird (z.B. durch Gleislagefehler), dann kann dieser Fall schon eintreten. Nochmals verstärkt wird das Problem bei nicht ausdrehbaren Fahrgestellen (zweiachsige Wagen; Antriebsmodul der Stadler GTW, diverse Straßenbahnspezialkonstruktionen), wo der Wagenkasten einen deutlich längeren Hebel darstellt als der Achsstand.
In der Praxis sind diese Probleme aber nur bei groben Fehlern relevant.
Zauberer schrieb:
Die Bahnstrecke Sigmaringen-Ulm dürfte noch lange gesperrt bleiben. Die Staatsanwaltschaft hat im Rahmen des Todesermittlungsverfahrens ein geologisches Fachgutachten in Auftrag gegeben.

[www.donau3fm.de]

Da dürften mit ziemlicher Sicherheit vor Freigabe der Strecke umfangreiche Baumaßnahmen anstehen. Möglicherweise in einem Umfang, dass ein komplexes Planfeststellungsverfahren erforderlich ist. Kurzum: die Strecke wird auf dem Abscnitt noch länger, vielleicht sogar sehr lange gesperrt bleiben.
Vielleicht sollte man dann auch gleich die lange geplante Stichstrecke Südbahn - Donautalbahn, auch gleich mit Plan feststellen. Dann könnte man 2 Fliegen mit einer Klatsche gleichzeitig angehen.

[www.lok-report.de]
Hallo,

ist diese Strecke wirklich geplant oder nur eine Forderung der IBSB?
Falls ja, welche Orte würden da an der Strecke liegen? Nur mit größeren Oeten an der Strecke würde es wirklich Sinn machen...

Das wäre dann aber keine Stichstrecke. Eine Stichstrecke hat immer einen Prellbock an einem Ende.


Grüße,

diezge


junglok13 schrieb:
Vielleicht sollte man dann auch gleich die lange geplante Stichstrecke Südbahn - Donautalbahn, auch gleich mit Plan feststellen. Dann könnte man 2 Fliegen mit einer Klatsche gleichzeitig angehen.

[www.lok-report.de]
Dann halt Verbindungsbahn, die Pläne existieren schon seit fast 100 Jahren, in vermoderten Schubladen, und kommen immer wieder ans Tageslicht. Um die Züge Richtung Sigmarigen - Donaueschingen, auch ohne Neigetechnik, um ca. 10-15 min zu beschleunigen, weil man sich in Ulm den Umweg hintenrum, Stadtrundfahrt in Ulm, einspart, und die Südbahn besser trassiert ist, eine direkte Bahnstrecke von Erbach nach Ehingen.

außenliegende Spurkränze

geschrieben von: TWA

Datum: 10.08.25 21:13

>>> Bei innen liegenden Spurkränzen (so wie bei allen mir bekannten Eisenbahnen)

Aus dem Bericht über irgendeine Feld- / Werkbahn sind mir mal außenliegende Spurkränze im Gedächtnis hängengeblieben, aber keine Ahnung wann und wo.

Aber ich habe tatsächlich eine Quelle gefunden, in der so eine Bahn erwähnt wird: [dgeg.de]
"Unklar ist aber der Sinn der äußeren Spurkränze bei der Gleisanlage der Associated Portland Cement Manufacturing Co. In Swanscombe (England). die ein ausgedehntes Netz von 3' 5 1/2- = 1054 mm Spurweite, außen gemessen, mit 14 Lokomotiven betreibt - wohl das einzige Beispiel in der Welt für einen Betrieb mit außenliegenden Spurkränzen [21]."
Quelle [21]: Handbuch der Ingenieurwissenschaften. 1897, Bd. V, 1. S. 71.

[www.kentrail.org.uk]:
"... whilst the Swanscombe Works' network was of 3-foot 5½-inch gauge. The cement railway also had the peculiarity of being worked by locomotives and rolling stock which possessed outside-flanged wheels, reportedly a legacy from the days of horse power."
Auf die Schnelle konnte ich aber keine entsprechenden Bilder finden.
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