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Re: In Graubünden vor fast genau 10 Jahren

geschrieben von: Kermi

Datum: 30.07.25 20:32

OT112 schrieb:
Gemischt wurden die erst beim Unfall, sind ja 2x2 Triebwagen. 612 112 und 612 133.
Kermi schrieb:
Weiß hat eigentlich nichts mit dem Unfall zu tun.
Aber warum bestand die Einheit, aus 612 112 und der andere Wagen 612 633.
Oder ist das normal, das die 612er so gemischt sind?
Oha das waren 2 Einheiten.
Danke für die Info.
Krass das da nicht mehr verletzte gegeben hat.
Auf den Bildern sieht das nach 2 Wagen aus.

Eine 111....
....und der Tag ist gerettet.
Gruß Kermi aus Hamburg.

Re: Unglück in Baden-Württemberg : Passagierzug entgleist!

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 30.07.25 20:36

Man möchte einfach nur warnen - vor dem Gedanken an zu viele Sicherheitsmaßnahmen. Der Unfall ist schlimm und tragisch, keine Frage. Aber wie jetzt überall gefragt wird: Hätte man nicht und müsste man nicht und warum hat man noch nicht und wer muss jetzt eigentlich alles dafür bestraft werden, dass ein Unwetter etwas zu viel Schlamm ins Gleis gespült hat?

Ja, die Themen Klimawandel und Extremwetter werden EIU und EVU weiter beschäftigen müssen. Auf der anderen Seite: Man stellt schon heute lieber flächendeckend oder streckenweise den Betrieb ein, als dass man irgendein Risiko eingeht. Wie viele weitere Bauauflagen für Neu- und Umbauten, erforderlichen Zusatznachweise und präventive Betriebseinstellungen vor oder nach Wetterereignissen wollen wir hinnehmen für wie viel mehr dadurch möglichen Sicherheitsgewinn, gegen welche Risiken?

Dieser Unfall jetzt hätte trotz allen schon eingetretenen Schadens weit schlimmer ausgehen können und entspricht andererseits trotzdem immer noch nur der Bilanz eines ganz normalen Tages im bundesweiten Straßenverkehr - jeden Tag wieder, jeden Tag akzeptiert als individuelles Lebensrisiko, als Preis von Mobilität und Wohlstand.

Wenn man Eisenbahnunfälle überhaupt jemals als "höhere Gewalt" und "unabwendbares Schicksal" akzeptieren kann, dann doch solche wie diesen.

Kann man sich davor schützen? Bis zu einem gewissen Grad ja, im Einzelfall und mit etwas Glück auch darüber hinaus. Im anderen Einzelfall und mit etwas Pech aber wieder auch nicht. Und ist das jetzt wirklich das Ereignis, wegen dem man bundesweit bisher völlig unauffällige Streckenabschnitte umbauen, anders konzipieren, Fahrzeuge umrüsten, flächendeckend neue Überwachungstechnologien entwickeln und einbauen sollte? Oder das auch nur fordern?

Eine zusätzliche Sensibilisierung hinsichtlich Streckenunterhalt, Entwässerung von Drittflächen oberhalb der Gleise und Betriebsablauf unmittelbar nach Extremregengüssen, das wird dieser Unfall sicher so oder so auslösen. Aber alles darüber hinaus halte ich für relativ schnell eher problematisch denn hilfreich - im Sinne des großen Ganzen, losgelöst von dem Fokus auf "Vermeidung weiterer tödlicher Unfälle dieser Art".



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:07:30:20:37:45.
>>> Was macht dann das Andreaskreuz im Bild? Einfach so rumstehen oder deutet das etwa doch auf den Bahnübergang hin?

Wer lesen und verlinkte Bilder anschauen kann ist klar im Vorteil.
In der verlängerten Querlinie beginnt bzw. endet der Bereich des BÜ für die DB InfraGO. Vor dem Andreaskreuz ist vor dem BÜ.

Re: In Graubünden vor fast genau 10 Jahren

geschrieben von: Führerbremsventil

Datum: 30.07.25 22:05

Kermi schrieb:
Zitat:
Zitat:
er ist das normal, das die 612er so gemischt sind?
Oha das waren 2 Einheiten.
Danke für die Info.
Krass das da nicht mehr verletzte gegeben hat.
Auf den Bildern sieht das nach 2 Wagen aus.
Ich weiß nicht, welche Bilder du gesehen hast (?), aber auf allen Bildern die ich kenne, sieht es nach vier Wagen aus.
Und von vier Waggons ist in allen Berichten die Rede.
Aber jetzt ist es ja geklärt.
Zitat
Gegen 18:10 Uhr am Sonntag, dem 27. Juli 2025, entgleisten zwischen dem Bahnhof Riedlingen und dem Bahnhof Rechtenstein beim Streckenkilometer 58,8 drei der vier Wagen des Zuges mit der Zugnummer 3227 auf der bwegt-Linie RE 55, der von Sigmaringen nach Ulm Hauptbahnhof fuhr. Zum Unfallzeitpunkt war die Doppeltraktion aus den Triebfahrzeugen 612 112/612 und 612 133/633 mit etwa 80 km/h im dortigen Rechtsbogen unterwegs.[1] Das erste Fahrzeug wurde einen Hang hinaufgeschoben und kollidierte dort mit einem Baum, dabei wurde die Front abgerissen.[2] Die Fahrzeuge verkeilten sich ineinander; mindestens eines stürzte um. Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich etwa 50 Fahrgäste im Zug.[1][3][4]
Quelle: [de.wikipedia.org]

Meiner Meimnung nach eine sehr präzise Schilderung des Unfalls. - Nur der Schlamm im Gleis fehlt noch.

Viele Grüße
bahnhofbilder
- - -
Bahnhofbilder @ [www.instagram.com]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:07:30:22:31:56.
Hej!

bahnhofbilder schrieb:
Zitat
Gegen 18:10 Uhr am Sonntag, dem 27. Juli 2025, entgleisten zwischen dem Bahnhof Riedlingen und dem Bahnhof Rechtenstein beim Streckenkilometer 58,8 drei der vier Wagen des Zuges mit der Zugnummer 3227 auf der bwegt-Linie RE 55, der von Sigmaringen nach Ulm Hauptbahnhof fuhr. Zum Unfallzeitpunkt war die Doppeltraktion aus den Triebfahrzeugen 612 112/612 und 612 133/633 mit etwa 80 km/h im dortigen Rechtsbogen unterwegs.[1] Das erste Fahrzeug wurde einen Hang hinaufgeschoben und kollidierte dort mit einem Baum, dabei wurde die Front abgerissen.[2] Die Fahrzeuge verkeilten sich ineinander; mindestens eines stürzte um. Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich etwa 50 Fahrgäste im Zug.[1][3][4]
Quelle: [de.wikipedia.org]

Meiner Meimnung nach eine sehr präzise Schilderung des Unfalls. - Nur der Schlamm im Gleis fehlt noch.

Sehr präzise, welcher der vier Wagen war denn nicht entgleist?

Viele Grüße
Herr Nilsson
Also nachdem schon einige hier ihr senf abgegeben haben.

Ja mein herzliches beileid an alle.

Aber eines wollte ich noch loswerden... Es hatte noch schlimmer sein können... Zum glück ist kein feuer dazu gekommen...
Zum 'glück' im unglück ist das nicht passiert.

Einlauf freigemacht. Gulli-System.

geschrieben von: Hb-

Datum: 31.07.25 00:51

Lenoir schrieb:
Zitat:
… Artikel der Südwestpresse … zu lesen war, daß derselbe Landwirt … vor dem Unfall auf der anderen Seite der Brücke, genau an diesem Wassereinlauf gewesen sei, um ihn freizumachen. Ist später aber aus dem Bericht gestrichen worden.
Östlich der Brücke gibt es drei Einläufe/Gullis. Der Landwirt wird das Bild-Gulli (obere Gulli) freigemacht haben und vielleicht auch den Einlauf vom Wegeseitengraben. Das Kretschmann-Gulli (2. Gulli) liegt hoch im Straßenseitenraum und taugt nur als Auslauf, siehe zeitlich undatiertes Bild vom Unfalltag.

Schlafmütze schrieb:Zitat:
Dann hat dieses "Gulli-System" die Wassermassen ähnlich einem Strahlrohr in Richtung Böschung gebündelt?
Nach dem Austreten aus dem Kretschmann-Gulli ist das Wasser ohne anfängliche Eigengeschwindigkeit dem Gefälle gefolgt. Ergebnis siehe obiger Link.

Wenn das Bild-Gulli verstopft gewesen wäre, wäre das Wasser auf der Kreisstraße entlang des Bordsteins und der Straßenbegrenzungslinie gelaufen und hätte dadurch auf der Kreuzung bereits eine Eigengeschwindigkeit (einen Strahl) gehabt. Vielleicht wäre dann mehr Wasser über die Brücke ins Dorf gelangt und weniger auf die Böschung. Seriös kann diese Frage nur durch einen Versuch vor Ort beantwortet werden.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?002,file=689019

Unklar ist noch der reguläre Rohrablauf aus dem Kretschmann-Gulli. Vermutlich quert der Ablauf die Bahnlinie nicht, sondern erfolgt nach Süden (rechts im Bild) entlang des Feldweges.
Zum Glück war schlechtes Wetter, wobei bei gutem Wetter wäre der Unfall nicht passiert. In dem Zug hätten auch 300 Leute sein können und dann hätten wir mindestens 250 Verletzte und zehn Tote.
Bjorn 218 190-7 schrieb:
Also nachdem schon einige hier ihr senf abgegeben haben.

Ja mein herzliches beileid an alle.

Aber eines wollte ich noch loswerden... Es hatte noch schlimmer sein können... Zum glück ist kein feuer dazu gekommen...
Zum 'glück' im unglück ist das nicht passiert.
wolfi71 schrieb:
Zum Glück war schlechtes Wetter, wobei bei gutem Wetter wäre der Unfall nicht passiert. In dem Zug hätten auch 300 Leute sein können und dann hätten wir mindestens 250 Verletzte und zehn Tote.
Bjorn 218 190-7 schrieb:
Also nachdem schon einige hier ihr senf abgegeben haben.

Ja mein herzliches beileid an alle.

Aber eines wollte ich noch loswerden... Es hatte noch schlimmer sein können... Zum glück ist kein feuer dazu gekommen...
Zum 'glück' im unglück ist das nicht passiert.
Du merkst selbst, dass Du großen Stuss geschrieben hast und lässt es trotzdem stehen? Mann, einmal den Sabbel halten und schon könnte man Dich weiterhin für intelligent halten. Man muss das Bjorn nicht kommentieren und dessen Stuss noch toppen. Lies Dir das doch einfach noch einmal in aller Ruhe durch, am besten jeweils vor dem Absenden.
Ein hoher Prozentanteil meiner Posts wird gar nicht erst abgeschickt. Dieser schon.

Grüße
Frank

Zu meinen Beiträgen:
- Eisenbahnen [www.drehscheibe-foren.de]
- Historisches Forum [www.drehscheibe-foren.de]
- Straßenbahnen [www.drehscheibe-foren.de]
Hb- schrieb:
Zitat:
Keines der Gullis war verstopft. In das obere Bild-Gulli lief das Wasser rein und aus dem unteren Kretschmann-Gulli wieder heraus. Das bei starken Unwettern Kanäle überlaufen ist der Normalfall, wie oben schon beschrieben: (S.2 Stadt HD). Trotzdem müssen entweder die Bahn mit einer eigenen Schutzmauer oder andere mit Bordsteinen das überschiessende Wasser schadlos ableiten. Das angeblich verstopfte Gullis gut im Blame-Game für den Verkauf von +Zeitungsabos taugen, dürfte Anlass solcher Berichte sein.
Verstopfte Gullis und Versiegelung sind gerade der Burner in der Klimaleugner-Szene. Sie dienen als Narrativ für die Ursache von Überschwemmungen, die es früher so nicht gab, um nicht zugeben zu müssen, dass es nun eben doch eine Klimaveränderung gibt, die in ihrer Änderungsgeschwindigkeit so groß ist, dass der Einfluss des Menschen darauf unübersehbar wird. Da Bild & Co aber einerseits mit schlichter gestrickten Dullis ihr Geld verdienen, andererseits aber fest in der finanziellen Hand der Fossil-Lobby stecken, pflegen sie dieses Narrativ natürlich weiter.



Für mehr Niveau auf DSO!


[www.bahn-fuer-alle.de]


Alle von mir verfassten Beiträge geben ausschließlich meine persönliche Meinung wieder. Diese muss nicht identisch sein mit der des Unternehmens DB AG.

Verbesserungen an Bestandsfahrzeugen

geschrieben von: Railchris

Datum: 31.07.25 11:08

Madenburg schrieb:
- Das Prinzip des "Bestandsschutzes" verhindert oft notwendige Verbesserungen an bestehenden Fahrzeugen.

Ich habe mal zwei Hervorhebungen vorgenommen, um das Problem zu verdeutlichen: der Bestandsschutz ermöglicht nicht nur den Verzicht auf Verbesserungen, sondern er verhindert oftmals die notwendigen Verbesserungen! Sobald man ein Bestandsfahrzeug aus der Zeit vor dem 4. Eisenbahnpaket anfasst und verändert, sind die entsprechenden Teilsysteme nahezu wie Neubau zu behandeln, und dann ist man vom Zulassungsaufwand schnell an dem Punkt, wo es zum wirtschaftlichen Super-GAU wird.



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Re: Verbesserungen an Bestandsfahrzeugen

geschrieben von: Hilfsbetreiber

Datum: 31.07.25 12:52

Moin!

Die Verhinderungen werden dann aber nicht durch den Bestandsschutz, sondern durch die Anforderungen des 4. Eisenbahnpakets verursacht.

Leider gibt es auch da wieder eine eklatante Ungleichbehandlung der Verkehrsträger.

Der Hilfsbetreiber

Was sind "moderne" Bahnräumer?

geschrieben von: TWA

Datum: 31.07.25 13:55

>>> Ist so ein Schneepflug tatsächlich an Neufahrzeugen vorgeschrieben oder hat hier jemand die Bezeichnung Bahnräumer gründlich missverstanden?

In der EBO steht Folgendes:

§ 28 Ausrüstung und Anschriften
(1) Triebfahrzeuge und andere führende Fahrzeuge müssen folgende Ausrüstung haben:
...
2.Bahnräumer,
...

ergänzt durch
§ 22 Begrenzung der Fahrzeuge
...
(6) Sandstreuer und Bahnräumer dürfen in den von den Rädern bestrichenen Raum hineinragen.
...

So weit, so gut, allerdings wäre eine genauere Beschreibung auch nicht schlecht.
Schauen wir mal in der BOStrab nach:

§ 41 Bahnräumer und Schienenräumer
(1) Fahrzeuge müssen vor dem in Fahrtrichtung ersten Radsatz Bahnräumer oder Schienenräumer haben, die eine durch Hindernisse hervorgerufene Entgleisungsgefahr vermindern. Sie müssen möglichst dicht vor den Rädern angeordnet sein und einen möglichst geringen Abstand von der Schienenoberkante haben.
(2) Bei Fahrzeugen straßenabhängiger Bahnen müssen Bahnräumer oder Schienenräumer auch eine Entgleisungsgefahr vermindern, die durch seitlich auf das Gleis gelangende Hindernisse hervorgerufen werden kann.
(3) Bahnräumer oder Schienenräumer sind entbehrlich, wenn deren Aufgaben andere Einrichtungen des Fahrzeugs mitübernehmen können.

Aha, offenbar gibt es Unterschwiede zwischen den beiden Begriffen, auch wenn es keine nähere Begriffsbestimmung gibt.


>>> Das sind doch die einfachen Zinken vor dem führenden Radsatz, die seit eh und je an den Triebfahrzeugen dran sind.

Das sind Schienenräumer.
Das sind Bahnräumer.

Ooh, jetzt wird es schwierig.
Nehmen wir mal etwas ältere Beschreibungen:
[www.zeno.org], Ausgabe 1904, mit Zeichnungen
[www.zeno.org], Ausgabe 1912,

Beide beschreiben sowohl "Schienenräumer", also einfache Flacheisen, wie auch "Bahnräumer", die entweder ein "cowcatcher" sind oder in Schaufelform als kleiner Schneepflug dienen können.
Bei [www.zeno.org] wird dann unter "2. Schneepflug vorn an der Lokomotive" beschrieben wird, wie dessen Gestaltung eine Entgleisung verhindern kann. Also im Prinzip das, was auch für das zur Seite werfen von Schlamm und Erdreich wichtig ist.

Man sieht also, daß die nicht so ganz eindeutigen Begriffe von vor über 100 Jahren auch heute zumindestens in der EBO noch viel Luft für die Gestaltung läßt, während die BOStrab immerhin beide Begriffe nennt, was auf eine unterschiedliche Begriffsbestimmung hindeutet.


>>> Und selbst wenn, die fest montierten Schneepflüge enden locker zwei Handbreit über Schienenoberkante.

Wenn ich mir dieses Bild anschaue, dann schätze ich die Höhe des Anbauschneepflug bei der 218 auf etwa 15 cm, während der einfache Bahnräumer bei der 221 bei 10 cm sein dürfte.


Schauen wir uns nochmal die Punkte von Markus Hecht an:

"- Hätte der Zug einen modernen Bahnräumer (eine Art Schienenpflug) gehabt, wäre der Unfall möglicherweise verhindert oder zumindest abgemildert worden."
"- Der eingesetzte Zug war ein älteres Modell ohne diese moderne Sicherheitsvorrichtung."
"- Seit 2009 sind solche Räumer für Neufahrzeuge Pflicht, aber für alte Züge gibt es keine Nachrüstpflicht."

Er mag richtig liegen, daß ein "moderner Bahnräumer (eine Art Schienenpflug)" die Unfallfolgen gemindert haben könnte. Aber trotzdem spielt er eine Runde Bullshit-Bingo: "modern"!
So ein Asbach-Uraltes Teil namens Anbauschneepflug gibt es schon seit über 100 Jahren und hat die Anforderungen, die heute auch nicht anders als damals sind, ganz gut erfüllt: Etwas, was im Gleis liegt, zur Seite schaffen. Aber leider ist es ja nicht "modern" und hat in der heutigen Eisenbahnwekt nichts verloren.

Diskutieren kann man aber über seine Behauptung "Seit 2009 sind solche Räumer für Neufahrzeuge Pflicht".
Hier ist mal der Link zum Bundesgesetzblatt vom 12.05.1967, in dem die EBO damals verkündet wurde. Dort finden wir dann:

"§ 28 Ausrüstung und Anschriften
(1) Triebfahrzeuge und andere führende Fahrzeuge müssen folgende Ausrüstung haben:
...
2.Bahnräumer,"

Wenn ich mich nicht täusche, dann hat sich der Text seit 1967 nicht verändert.
Der § 22 war damals etwas aufwendiger formuliert, aber die Pflicht für den Bahnräumer hat sich nicht geändert.
Möglicherweise wurden damals Vorgaben für die Konstruktion eines Bahnräumers / Anbauschneepflug eingeführt oder geändert, z.B. in der TSI. Ich glaube aber nicht, daß sich diese gravierend von den Bauteilen unterscheiden, die früher in Europa an Loks und Triebwagen angebaut wurden.


Die weiteren Punkte
- Das Prinzip des "Bestandsschutzes" verhindert oft notwendige Verbesserungen an bestehenden Fahrzeugen.
- Der Experte fordert, dass Sicherheitsanforderungen auch für alte Züge verpflichtend werden.

Es ist wohl eher so, daß nicht der Bestandsschutz die Änderungen und Verbesserungen verhindert, sondern mehr die überbordende Regelungswut, die nur schwarz-weiß, aber kein grau kennt. Da wird immer wieder das Kind nicht mehr mit dem Bade ausgeschüttet, sondern schon mit einem ganzem Schwimmbad :-[
Hallo!

Am kommenden Freitag, 1. August 2025, überträgt das SWR-Fernsehen von 10.55 Uhr bis ca. 12.25 Uhr den Gedenkgottesdienst für die Verunglückten dieses Ereignisses: [www.quotenmeter.de]. Einer der Gäste wird der Bahnchef, Richard Lutz, sein.

Über weitere Wege, wie man diese Veranstaltung weiter verfolgen kann, wird im Beitrag hingewiesen.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser

Stadtroda-Papiermühle vor etwa 8 Jahren

geschrieben von: F64098

Datum: 31.07.25 17:39

Seku schrieb:
Ich erinnere mich noch gut an folgende Entgleisung, wo ich etliche Parallelen zu der Entgleisung vom Montag sehe.

>> [www.dw.com]
>> [www.rhb.ch]
Mich wundert, daß man dazu so in die Ferne schweifen, muß, wenn im selben Jahr sowas auch hierzulande passiert.
Wenn man sich die Bilder dazu anschaut (leider läßt sich die Bildersuche hier nicht vernünftig verlinken), entdeckt man
viele Ähnlichkeiten, außer, daß da glücklicherweise kein massiver Baum im Weg stand.

Zudem ist die Schadenersatzklage der Bahn bereits abgeurteilt und man kann da gerne mal nachlesen, wer was hätte tun sollen
und was nicht.

MfG

Frank
TWA schrieb:
Es ist wohl eher so, daß nicht der Bestandsschutz die Änderungen und Verbesserungen verhindert, sondern mehr die überbordende Regelungswut, die nur schwarz-weiß, aber kein grau kennt. Da wird immer wieder das Kind nicht mehr mit dem Bade ausgeschüttet, sondern schon mit einem ganzem Schwimmbad :-[
So sieht's aus!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:07:31:18:33:42.
Railchris schrieb:
Verstopfte Gullis und Versiegelung sind BuzzWörter in der Klimaschwindler-Szene. Sie dienen als Narrativ für die Begründung von Verleumdungen, die es früher so nicht gab, um nicht zugeben zu müssen, dass es nun eben doch keine Klimaveränderung gibt, die in ihrer Änderungsgeschwindigkeit so groß ist, dass ein Einfluss des Menschen darauf nachweisbar wäre. Da Habeck & Co aber einerseits mit schlichter gestrickten Dullis ihr Geld verdienen, andererseits aber fest in der finanziellen Hand der Graichen-Lobby stecken, schwurbeln sie dieses Narrativ natürlich weiter.
Der Erdrutsch war Folge einer mangelhafte Straßenplanung. Und weil der bergseitige Bahngraben neben dem Gleisbett fehlte, wurde er zur Katastrophe. Wer Ursachen beim Klima sucht, der schwurbelt an den menschengemachten Tatsachen vorbei.

Warum wurde der Kabeltrog im Einschnitt bergseitig und nicht talseitig verlegt?
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