DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 01 - News 

Neuigkeiten über Eisenbahnen in Deutschland aus den Bereichen Betriebsgeschehen, Verkehrspolitik, Verkehrsunternehmen, Infrastruktur und Fahrzeugindustrie. Allgemeine Themen und Fragen gehören in das » Allgemeine Forum, Betriebsstörungen in das Forum » Betriebsstörungen.
Neu bei Drehscheibe Online? » Hier registrieren!  Zum Ausprobieren und Üben steht das » Testforum zur Verfügung!
Seiten: 1 ... 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 ... 19 Angemeldet: -

Re: Heftig!

geschrieben von: Novoma

Datum: 30.07.25 10:07

Das halte ich für ein Gerücht.

Spurführung

geschrieben von: Hilfsbetreiber

Datum: 30.07.25 10:12

Moin!

Ziggy schrieb:
bahnhofbilder schrieb:
was ein kleiner Erdhaufen auf den Gleisen bei einem Zug bewirken kann …
Eine 52er Dampflok wäre da früher einfach drüber gebrettert ...
Das ist im Wesentlichen eine Funktion von Fahrgeschwindigkeit, statischer und dynamischer Achslast. Ich weiß zwar nicht, das hat mit irgendwelchen Typen nichts zu tun.
Ich weiß zwar nicht, wie sich die Achlasten der 52er auf die Laufachsen verteilen, aber so viel bleibt nach den Wikipedia-Einträgen gar nicht übrig.

Aber sie wäre an dieser Stelle natürlich nicht 80km/h gefahren ...

MfG

Der Hilfsbetreiber

Glorifizierung der Dampflok

geschrieben von: Railchris

Datum: 30.07.25 10:30

Ziggy schrieb:
bahnhofbilder schrieb:
was ein kleiner Erdhaufen auf den Gleisen bei einem Zug bewirken kann …
Eine 52er Dampflok wäre da früher einfach drüber gebrettert ...
Bei einer Radsatzlast der 52, die ziemlich genau der des 612 entspricht, halte ich das auch für ein Gerücht.



Für mehr Niveau auf DSO!


[www.bahn-fuer-alle.de]


Alle von mir verfassten Beiträge geben ausschließlich meine persönliche Meinung wieder. Diese muss nicht identisch sein mit der des Unternehmens DB AG.

Re: Glorifizierung der Dampflok

geschrieben von: Ziggy

Datum: 30.07.25 10:45

Railchris schrieb:
Ziggy schrieb:
bahnhofbilder schrieb:
was ein kleiner Erdhaufen auf den Gleisen bei einem Zug bewirken kann …
Eine 52er Dampflok wäre da früher einfach drüber gebrettert ...
Bei einer Radsatzlast der 52, die ziemlich genau der des 612 entspricht, halte ich das auch für ein Gerücht.
Es war als ironischer Beitrag auf den "Erdhaufen" gedacht ... aber Danke für die Aufklärung ...

Re: Standsicherheit von Böschungen

geschrieben von: bollisee

Datum: 30.07.25 11:47

wolfi71 schrieb:
Gab es da nicht vor einigen Jahren einen Fall in Freiburg, als eine Böschung abrutschte, nachdem einige Zeit zuvor da alles zurückgeschnitten wurde und die Wurzeln, die da alles zusammenhielten, verfault waren. Die Böschung ist immerhin rund 150 Jahre an der Stelle.
Ich sehe das seit Jahren mit Sorge, dass Grünschnitt immer radikal durchgeführt wird. Wenn man schon die gesamten Böschungen der Nation zuwuchern lässt, hat man auch keine Sichtkontrolle über Problemstellen wie etwa in der Grasnarbe an einem Deich. Im Urwald links und rechts der Gleise finden sich höchstens noch Schlangen zurecht. Verfaulen dann die Wurzeln, gibt es zwar noch wuchernde Reste, aber keinerlei Kontrolle mehr über die Hangstabilität. Man kann nicht alles verhindern, aber im Prinzip sorgt dieser Ansatz der Vergetationspflege zusätzlich für Katastrophen dieser Art. Das sollte man durchaus einmal wissenschaftlich überprüfen.

OT: Risiko beim Flug Re: Heftig!

geschrieben von: dt8.de

Datum: 30.07.25 12:03

McRiff schrieb:
Dies ist so nicht richtig, hier liegt der Flugverkehr - wenn auch knapp - vorn. In der Statistik von Allianz pro Schiene tauchen Flieger erst gar nicht auf. Unter Umständen müsste das auch noch regional, national und international betrachtet werden.
Das ist zwar richtig, aber meiner Meinung nach nicht vergleichbar. Die üblichen Statistiken rechnen immer Risiko pro zurückgelegter Strecke, was dem Flugverkehr einen statistischen Vorteil verschafft, weil da die zurückgelegten Strecken vergleichsweise lang sind. Das größte Risiko beim Flugverkehr besteht aber bei Start und Landung, was unabhängig von der geflogenen Strecke ist.
Würde also jemand fordern, man sollte alle Bahnreisen auf Flugreisen umstellen, weil fliegen statistisch sicherer wäre, dann wäre das eine klassische Milchmädchenrechnung, weil sich dann die durchschnittlichen Reiseweiten verkürzen würden, das Gesamtrisiko aber nicht.

Wollte ich nur mal in dem Zusammenhang "Flugzeug sicherer als Bahn" mal gesagt haben ...

https://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:07:30:12:04:09.
Der Südkurier berichtet, dass es bereits eine Stunde zuvor im benachbarten Zwiefaltendorf nur 1500 m von der Unfallstelle entfernt einen Feuerwehreinsatz gegeben haben muss. Leider ist der Artikel nicht barrierefrei, aber angesichts der Brisanz kann vielleicht jemand mit Onlinezugang kurz zusammenfassen. Das gezeigte Bild ist jedoch recht eindeutig.

Wenn es einen Feuerwehreinsatz an einem Bahnübergang wegen Überschwemmung gegeben hat, dann wusste die Bahn mit hoher Wahrscheinlichkeit Bescheid über die übergroßen Regenmengen in der Region. Ein Feuerwehreinsatz im Bahnbereich dürfte nie ohne Kenntnis der Bahn stattfinden.

Ehrlich gesagt finde ich es schon befremdlich, dass die Informationen wieder mal scheibchenweise durchsickern. Selbst wenn man berücksichtigt, dass im Chaos nicht alles weitergegeben wird, so sollte man durchaus nicht Dinge zurückhalten, die unvermeidlich ohnehin öffentlich werden. Die Balance zwischen Panikmache und Verheimlichung der Fakten sollte man trotzdem einhalten, sonst schießt die Spekulation erst recht ins Kraut oder Fakten können unter den Tisch gekehrt werden. Beides ist keine gute Option.

Re: Standsicherheit von Böschungen

geschrieben von: andreas +

Datum: 30.07.25 12:51

bollisee schrieb:
Ich sehe das seit Jahren mit Sorge, dass Grünschnitt immer radikal durchgeführt wird. Wenn man schon die gesamten Böschungen der Nation zuwuchern lässt, hat man auch keine Sichtkontrolle über Problemstellen wie etwa in der Grasnarbe an einem Deich. Im Urwald links und rechts der Gleise finden sich höchstens noch Schlangen zurecht. Verfaulen dann die Wurzeln, gibt es zwar noch wuchernde Reste, aber keinerlei Kontrolle mehr über die Hangstabilität. Man kann nicht alles verhindern, aber im Prinzip sorgt dieser Ansatz der Vergetationspflege zusätzlich für Katastrophen dieser Art. Das sollte man durchaus einmal wissenschaftlich überprüfen.
Viele, wenn nicht gar fast alle, frisch angelegte Hänge / Böschungen werden mit Sträuchern und kleinen Bäumchen bepflanzt, um dem Hang Stabilität zu geben.

Sie wissen nicht, was sie wissen

geschrieben von: wolfi71

Datum: 30.07.25 13:00

So einfach könnte man das zusammenfassen. Evtl. wusste man im Konzern etwas von dem Problem am BÜ, da fuhr aber nach dem Einsatz noch der Gegenzug. Was wusste der? Nach Aussagen hier, fuhr ein Gegenzug etwa 40 Minuten vorher an der Stelle vorbei.

Aber da sind wir beim Problem, wie bekomme ich die Information an die richtige Stelle. U. a. deswegen wird bei der Polizei nun teilweise eine Software eingesetzt, damit man eine Chance bekommt, das vorhandene Wissen zugänglich zu machen.

Re: Schlussfolgerungen

geschrieben von: wolfi71

Datum: 30.07.25 13:11

Rohrbacher schrieb:
Jürgen Utecht schrieb:
Wie weiter oben schon geschrieben: Nach einem Autounfall wird nicht über Maßnahmen zur Verhinderung diskutiert, passiert halt....
Das stimmt so auch nicht. Sicher, die Gefahr "Straßenverkehr" ist präsent und alltäglich, dennoch haben über 50 Jahre Unfallfolgenforschung dazu geführt, dass wir trotz steigender Verkehrszahlen und viel höheren Geschwindigkeiten keine 20.000 Verkehrstote im Jahr mehr haben. Auch kann's sein, dass nach einem Verkehrsunfall Empfehlungen oder sogar Anordnungen an den Straßenbaulastträger ergehen vom örtlichen Tempolimit mit ggf. Blitzer über Einschränkungen für bestimmte Verkehre bis hin zu baulichen Veränderungen. Nur weil das Ottonormalverbraucher meistens nicht im Zusammenhang mitkriegt (oder nicht diskutiert), heißt das nicht, dass es nicht stattfindet. ;-)
Das ist so. Alle Unfälle werden auf Karten vermerkt. Und bei tödlichen Unfällen erfolgt nahezu immer ein Besichtigung mit Ordnungsamt, Polizei, Straßenbaulastträger. Und da werden dann vor Ort Beschlüsse gefasst und zeitnah umgesetzt, das heißt innerhalb weniger Wochen.
Im Südkurier berichtet Pascal Durain:
Die Feuerwehr rückte um 17:13 Uhr zu einem Bahnübergang an der L271 in Zweifaltendorf an, weil dort neben den Gleisen Wasser stand. Ursache war ein mit Kieselsteinen verstopfter Gulli. Das Foto von Thomas Warnack im Link oben zeigt die Lage.

Vom selben Fotograf gibt es ein weiteres - zeitlich undatiertes - Foto vom Unfalltag, das im Vordergrund den Kretschmann-Schacht zeigt. Aus diesem sprudelt schuhhoch Lehmwasser, dass nach Westen Richtung Bahn abströmt und am unteren Bordstein bzw. der Grasnarbe eine Welle schlägt. Von dort fließt es zum kleinen Teil auf die Kreisstraßenbrücke nach links, zum größeren Teil in den Tiefpunkt auf dem Feldweg nach rechts und folgend die Böschung herunter. Zu einem gewissen Teil läuft es auch zwischen dem ersten und zweiten Holzpfosten des Geländers bereits dort in die Böschung.

Weiter wird berichtet, dass die Bahn bislang nur auf die laufenden Ermittlungen verwiesen hat die sie vollumfänglich unterstützt und unmöglich das gesamte Streckennetz überwacht werden könne.

Nachtrag: Link zur Kopie des Fotos vom Kretschmann-Gulli im Artikel: [www.gettyimages.com.au]



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:07:30:18:19:54.
Wieder mal ein Fall, dass wir um das Problem wissen, aber das Wissen erreicht nicht die, die es wissen müssen.

An genau der Stelle des Erdrutsches läuft hier ein Bächlein runter.
Werner Leopold schrieb:
Die Stadt Riedlingen hat auf ihrer Internetseite Simulationen des Überflutungsverlaufs bei außergewöhnlichen Abflussereignissen eingestellt. Die Simulation für die Orte Zell und Bechingen vom 20.01.2021

https://www.riedlingen.de/resources/01%20Website/Stadtbauamt/Starkregenrisikomanagement/Teilorte/Zell-Bechingen/2021_07_20_Zell_Bechingen_Animation.mp4

zeigt ab Simulationszeit 00.20.00 eine Überflutung im Bereich der Bahnstrecke. Etwa ab Minute 00.30.00 wird die Straße im Bereich der Brücke überflutet, wenig später fließt das Wasser über die Böschung in Richtung Bahnstrecke. Die Gefahrenstelle ist daher bereits seit mehreren Jahren erkennbar.
Entsprechende Informationen über Hochwassergefahren haben mittlerweile viele Länder und Gemeinden eingestellt.
BAsp schrieb:
Die Strecke in Bildern in Fahrtrichtung des Zuges der RE 55. Zonächst rechts die Stützmauer der SÜ K7545 "Hauptstraße". Ein Stückechen hinter der Treppe kam die Schlammlawine herunter.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?002,file=688858

Schaut man die Böschung genau an, so ist sie im oberen Drittel stark ausgebeult. Normalerweise hat man Böschungen aber mit exakt gleichem Neigungswinkel von oben bis unten angelegt. Das würde bedeuten, dass die Böschung bereits stark gearbeitet hat und längst nicht mehr im Originalzustand war.

Wenn man die Bäume zugrunde legt, so haben die ja auch einen enormen Betrag an CO2 und Wasser in Form von Holz gebunden. Aber nicht nur oberirdisch, diesen Teil ist nach dem Wegräumen ein ordentlicher Berg. Auch unterirdisch hat sich jede Menge organisches Material gebildet. Dieser unterirdische Berg schiebt jede Menge Erde und Schuttmaterial zur Seite, wohin? Normal nach oben, am Hang natürlich zur Seite. So stabilisieren die Pflanzen zwar den Hang, aber nach dem Roden verrottet es unten, die Stabilisierung fällt weg und der Hang wird aufgelockert. Das Prinzip verwendet ja die Landwirtschaft mit den einjährigen Herbstpflanzen nach der Ernte, um den Boden aufzulockern. Aber eine Böschung bei der Bahn möchte man ja nicht durch absterbendes Wurzelwerk aufgelockert haben, sondern vielmehr verfestigt. Ich würde tatsächlich das Prinzip der Böschungswälder als ein größeres Problem der Bahn einordnen, insbesondere wenn diese mit Kahlschlag notgepflegt werden und anschließend das Prinzip Hoffnung bei der Hangstabilität bemüht wird...
Das Starkregenereignis brachte einen Wasser- und Schlammeintrag in den Geländeeinschnitt. Er spülte Wasser und Sedimente vom Hang, östlich oberhalb der Bahn über den Hang auf das Gleisrost und türmte sich auf.

Das umliegende Gelände hat ein Gefälle östlich nach Westen. Ostlich befinden sich landwirtschaftliche Ackerflächen. Der Starkregen spülte wohl Oberflächenschlamm in die Kreisstraße. Bauliche Maßnahmen der jüngeren Vergangenheit in der Veränderung der Straßenbefestigung werden dieses Unglück begünstigt haben. Oberfächennässe führt nahzu ungeschützt in Richtung SÜ der Kreisstraße und damit in den Bereich der Inspektionstreppe und der Böschung.

Dies geschah so.

Das EIU mit der Anlagenverantwortung begutachtet in geregelten und nachzuweisenden Abständen Oberbau, Entwässerung und Erdkörper. Einen Zusammenhang zwischen einer Gefährdung seitens der Straße und den Einflüssen auf die Abschnitte der Eisenbahn bei den Inspektionen gibt es nicht, sie müssten antizipiert werden. Geregelt sind sie nicht. Die Inspektionen werden für den Oberbau nach 821.2001 und für Erdkörper nach 836.8001 durchgeführt.

1. Weder DB InfraGO noch DB Regio sind in der Lage, dies zuvor und rechtzeitig einzuschätzen

2. Der Straßenbaulastträger muss Vorkehrungen treffen, damit der Wassereintrag verhindert wird. Bautechnisch ist dieser sogar begünstigt worden.

3. Kanalisationen müssen - dann auch in kürzeren Intervallen gereinigt und gespült werden

4. Die HG an der Stelle war 120 km/h ohne Berücksichtigung der gleisbogenabhängigen Wagenkastensteuerung. Ab km 59,4 ist die Kennzahl 12 angegeben, also 120 km/h

5. Der Einschnitt ist standsicher, das ist klar zu sehen. Der Murengang ist von außen (oben) veranlasst und führte zu Auswaschungen.

6. Wie kann man es verhindern? Der Bund fördert kaum noch die "digitale Schiene". Aufgrund der politischen Entwicklung sind Förderungen in der Strategie die technischen Produkte für die Zukunft halbiert worden. Der Fokus liegt nun auf der digitalen Basis mit ETCS in der Infrastruktur, Automatisiertes Fahren mit GoA2 und Automatische Disposition mit CTMS. Alle weiteren Entwicklungen sind erst einmal depriorisiert. Auf Ende 2026 ist die Inbetriebnahme vom Digitalen Knoten Stuttgart (DKS) festgesetzt. Das einstige Ziel der DB InfraGO, in 2024 auf über 100 km Strecke ETCS in Betrieb zu nehmen, ist verfehlt worden. Ebenso ist die Anzahl der Rolloutstrecken bis 2030 deutlich reduziert sein.

7. Wenn das bundeseigene DZSF, auch online, Warnkarten herausgibt, dann muss der Eigentümer veranlassen. Das hat auch mit Geld zu tun.

8. Niemand in der BZ oder VL kann örtlich so hinschauen, dass man eingreift. Ich erfahre selbst immer wieder, wenn bei diffusen Gefahren der Betrieb eingestellt wird, die Akzeptanz der Bevölkerung nicht vorhanden ist.

9. Am Sonntag fuhr 3327 +13 in Riedlingen ab 18:04 statt 17:51. Der 3222, der zuletzt zuvor gefahrene Zug aus Ulm nach Donaueschingen, verließ Rechtenstein um 17:12 mit +12. Wenn die Kollegin oder der Kollege keine Hinweise darauf gegeben hat, gab es 50 Minuten, in denen sich dieses Ereignis zusammenbraute. Unsere Sicherheitsarchitektur gibt keine Hinweise, etwas ganz Bestimmtes zu tun.

10. Der Gesetzgeber muss fordern und formulieren, bei seinem Eigentum muss er auch zahlen.

11. Das, was hier nachvollziehbar ist, ist der Ablauf des Ereignisses, als das erst Drehgestell im Schlamm steckengeblieben ist

12. Unsere Leben können auch durch diese Ereignisse sofort beendet sein. Die Hinterbliebenen und Angehörigen stellen Fragen, die sich nicht leicht und gut beantworten lassen. Zumal eine Schuld, die Personen oder Funktionen zuzuordnen sind, hier kaum gefunden wird. Auch das ist ein Abbild unserer permanenten Lebensgefahr.
>>> Wenn es einen Feuerwehreinsatz an einem Bahnübergang wegen Überschwemmung gegeben hat ...
>>> Das gezeigte Bild ist jedoch recht eindeutig.

Die Zeitung schrieb nicht von einer Überschwemmung, sondern von nicht ablaufendem Wasser, daß in einer kleinen Mulde auf der Straßenoberfläche stand und mangels Gulli nicht ablaufen konnte.
Der Feuerwehreinsatz fand in der Nähe des Bahnübergang Von-Speth-Straße / L 271, Einmündung der Straße zu Ruine Hassenburg, statt. Sowohl die Seitenstraße wie die L271 führen im Gefälle zur Einmündung, der Bü selber bildet einen kleinen Hügel. Das kann man auch auf dem Zeitungsbild sehen, denn der Feuerwehrmann steht vor dem Andreaskreuz auf dem Asphalt, der eindeutig über die Wasseroberfläche hinausragt.
Auf diesem Bild bei Google Streetview befährt gerade ein LKW-Gespann den Bü und man kann recht gut erkennen, wie es auf und über die Erhebung des Bü fährt.

Die Feuerwehr wird die Situation wohl so eingeschätzt haben, daß das stehende Wasser zwar in der Nähe des Bü war, aber ansonsten keinen Bezug und somit auch keinen Einfluß auf die Eisenbahn hatte.
Hier noch die Einsatzmeldung der Freiwilligen Feuerwehr Riedlingen, Abt. Zwiefaltendorf. Auch wenn die Feuerwehr "überschwemmt" schreibt, so läßt sich ganz gut erkennen, daß es keine war, sondern nur ein großes Schlagloch an der tiefsten Stelle der Straße.


>>> Ein Feuerwehreinsatz im Bahnbereich dürfte nie ohne Kenntnis der Bahn stattfinden.

Da es kein Einsatz im Bahnbereich war, der auch keinen Einfluß auf die Eisenbahn hatte, z.B. Rauchschwaden, gab es keine Notwendigkeit für eine Verständigung der Bahn.


>>> Ehrlich gesagt finde ich es schon befremdlich, dass die Informationen wieder mal scheibchenweise durchsickern.

Welche Informationen sollen denn alle geballt und auf einen Schlag zur Verfügung gestellt werden? Und was ist daran befremdlich, daß der Südkurier die Veröffentlichung verschiedener Artikel ein bißchen priorisiert? Wenn es nicht eine Stunde später das Zugunglück in derselben Gemeinde gegeben hätte, dann wäre dieser Artikel am nächsten Tag nicht über die Regionalseiten hinausgekommen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:07:30:22:27:26.
BAsp schrieb:
4. Die HG an der Stelle war 120 km/h ohne Berücksichtigung der gleisbogenabhängigen Wagenkastensteuerung. Ab km 59,4 ist die Kennzahl 12 angegeben, also 120 km/h
https://www.bild.de/regional/baden-wuerttemberg/zugunglueck-in-riedlingen-ignorierten-behoerden-die-drohende-gefahr-6888a981893b255c80db037b

Im Bild+ Artikel steht heute, dass der RE 55 mit zirka 90 km/h in den Schlammhügel "raste".

Und es waren zwei (!!) Gullys verstopft, wodurch das Wasser nicht abfließen konnte.

Laut einem Anwohner ist der Abwasserkanal zum Bahndamm zu eng. Es soll bei starken Unwetter bereits öfters zu Problemen gekommen sein.
Zuständig dafür ist die Stadt Riedlingen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:07:30:13:52:51.
Ich habe Höchstgeschwindigkeit HG geschrieben, nicht wie schnell gefahren wurde. Das weiß auch BLÖD noch nicht, weil die BEU und die StA auswerten.

Auch zur Wasserableitung habe ich meine Einlassungen gemacht, die Deine Aussagen stützen.
Sven939 schrieb:
BAsp schrieb:
4. Die HG an der Stelle war 120 km/h ohne Berücksichtigung der gleisbogenabhängigen Wagenkastensteuerung. Ab km 59,4 ist die Kennzahl 12 angegeben, also 120 km/h
https://www.bild.de/regional/baden-wuerttemberg/zugunglueck-in-riedlingen-ignorierten-behoerden-die-drohende-gefahr-6888a981893b255c80db037b

Im Bild+ Artikel steht heute, dass der RE 55 mit zirka 90 km/h in den Schlammhügel "raste".

Und es waren zwei (!!) Gullys verstopft, wodurch das Wasser nicht abfließen konnte.

Laut einem Anwohner ist der Abwasserkanal zum Bahndamm zu eng. Es soll bei starken Unwetter bereits öfters zu Problemen gekommen sein.
Zuständig dafür ist die Stadt Riedlingen.
In welcher Weise sollen sogenannte Informationen denn sonst einsickern und durchsickern. Wenn die Feuerwehr am BÜ keine Anordnung trifft, die z. B. die Kreisstraße betrifft, wo sie nicht war - dann kann man keine Anordnung bahnseitig treffen. Außer nach Gefühl und Einschätzung für den Starkregen. Um 17:15 war wohl noch nichts an dieser Stelle.

In früher Version eines SWP (?) Artikels …

geschrieben von: Lenoir

Datum: 30.07.25 14:08

Ich meine mich zu erinnern, daß das ein Artikel der Südwestpresse war, in dem in einer frühe(re)n Version zu lesen war, daß derselbe Landwirt, der direkt nach dem Unglück mit seinem Traktor zwei Baumstämme /Grünkram weggezogen hatte, vor dem Unfall auf der anderen Seite der Brücke, genau an diesem Wassereinlauf gewesen sei, um ihn freizumachen.

Ist später aber aus dem Bericht gestrichen worden.
Ich stimme Dir zu. Die Zeit, in der Untersuchungsbehörden ermitteln, ist die Ermittlungszeit. Die nehmen sich die Zeit. Genauso, wie die Ermittlungszeit derer in den Foren, wo wenige Eisenbahner, viele schon-alles-vorher und alles-besser-Wisser, denen, die Schuldige suchen, die Entstehung dabei vernachlässigen und die fehlbaren Menschen, wo es nicht schnell genug gehen kann.
TWA schrieb:
>>> Wenn es einen Feuerwehreinsatz an einem Bahnübergang wegen Überschwemmung gegeben hat ...
>>> Das gezeigte Bild ist jedoch recht eindeutig.

Die Zeitung schrieb nicht von einer Überschwemmung, sondern von nicht ablaufendem Wasser, daß in einer kleinen Mulde auf der Straßenoberfläche stand und mangels Gulli nicht ablaufen konnte.
Der Feuerwehreinsatz fand in der Nähe des Bahnübergang Von-Speth-Starße / L 271, Einmündung der Straße zu Ruine Hassenburg, statt. Sowohl die Seitenstraße wie die L271 führen im Gefälle zur Einmündung, der Bü selber bildet selber einen kleinen Hügel. Das kann man auch auf dem Zeitungsbild sehen, denn der Feuerwehrmann steht vor dem Andreaskreuz auf dem Asphalt, der eindeutig über die Wasseroberfläche hinausragt.
Auf diesem Bild bei Google Streetview befährt gerade ein LKW-Gespann den Bü und man kann recht gut erkennen, wie es auf und über die Erhebung des Bü fährt.

Die Feuerwehr wird die Situation wohl so eingeschätzt haben, daß das stehende Wasser zwar in der Nähe des Bü war, aber ansonsten keinen Bezug und somit auch keinen Einfluß auf die Eisenbahn hatte.
Hier noch die Einsatzmeldung der Freiwilligen Feuerwehr Riedlingen, Abt. Zwiefaltendorf. Auch wenn die Feuerwehr "überschwemmt" schreibt, so läßt sich ganz gut erkennen, daß es keine war, sondern nur ein großes Schlagloch an der tiefsten Stelle der Straße.


>>> Ein Feuerwehreinsatz im Bahnbereich dürfte nie ohne Kenntnis der Bahn stattfinden.

Da es kein Einsatz im Bahnbereich war, der auch keinen Einfluß auf die Eisenbahn hatte, z.B. Rauchschwaden, gab es keine Notwendigkeit für eine Verständigung der Bahn.


>>> Ehrlich gesagt finde ich es schon befremdlich, dass die Informationen wieder mal scheibchenweise durchsickern.

Welche Informationen sollen denn alle geballt und auf einen Schlag zur Verfügung gestellt werden? Und was ist daran befremdlich, daß der Südkurier die Veröffentlichung verschiedener Artikel ein bißchen priorisiert? Wenn es nicht eine Stunde später das Zugunglück in derselben Gemeinde gegeben hätte, dann wäre dieser Artikel nicht über die Regionalseiten hinausgekommen.
Seiten: 1 ... 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 ... 19 Angemeldet: -
Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Kontakt | Impressum
(c) 2026 - Arbeitsgemeinschaft DREHSCHEIBE e.V.