bahnhofbilder schrieb:Das ist im Wesentlichen eine Funktion von Fahrgeschwindigkeit, statischer und dynamischer Achslast. Ich weiß zwar nicht, das hat mit irgendwelchen Typen nichts zu tun.was ein kleiner Erdhaufen auf den Gleisen bei einem Zug bewirken kann …Eine 52er Dampflok wäre da früher einfach drüber gebrettert ...
bahnhofbilder schrieb:Bei einer Radsatzlast der 52, die ziemlich genau der des 612 entspricht, halte ich das auch für ein Gerücht.was ein kleiner Erdhaufen auf den Gleisen bei einem Zug bewirken kann …Eine 52er Dampflok wäre da früher einfach drüber gebrettert ...
Ziggy schrieb:Es war als ironischer Beitrag auf den "Erdhaufen" gedacht ... aber Danke für die Aufklärung ...bahnhofbilder schrieb:Bei einer Radsatzlast der 52, die ziemlich genau der des 612 entspricht, halte ich das auch für ein Gerücht.was ein kleiner Erdhaufen auf den Gleisen bei einem Zug bewirken kann …Eine 52er Dampflok wäre da früher einfach drüber gebrettert ...
Gab es da nicht vor einigen Jahren einen Fall in Freiburg, als eine Böschung abrutschte, nachdem einige Zeit zuvor da alles zurückgeschnitten wurde und die Wurzeln, die da alles zusammenhielten, verfault waren. Die Böschung ist immerhin rund 150 Jahre an der Stelle.Ich sehe das seit Jahren mit Sorge, dass Grünschnitt immer radikal durchgeführt wird. Wenn man schon die gesamten Böschungen der Nation zuwuchern lässt, hat man auch keine Sichtkontrolle über Problemstellen wie etwa in der Grasnarbe an einem Deich. Im Urwald links und rechts der Gleise finden sich höchstens noch Schlangen zurecht. Verfaulen dann die Wurzeln, gibt es zwar noch wuchernde Reste, aber keinerlei Kontrolle mehr über die Hangstabilität. Man kann nicht alles verhindern, aber im Prinzip sorgt dieser Ansatz der Vergetationspflege zusätzlich für Katastrophen dieser Art. Das sollte man durchaus einmal wissenschaftlich überprüfen.
Dies ist so nicht richtig, hier liegt der Flugverkehr - wenn auch knapp - vorn. In der Statistik von Allianz pro Schiene tauchen Flieger erst gar nicht auf. Unter Umständen müsste das auch noch regional, national und international betrachtet werden.Das ist zwar richtig, aber meiner Meinung nach nicht vergleichbar. Die üblichen Statistiken rechnen immer Risiko pro zurückgelegter Strecke, was dem Flugverkehr einen statistischen Vorteil verschafft, weil da die zurückgelegten Strecken vergleichsweise lang sind. Das größte Risiko beim Flugverkehr besteht aber bei Start und Landung, was unabhängig von der geflogenen Strecke ist.
geschrieben von: bollisee
Datum: 30.07.25 12:07
Ich sehe das seit Jahren mit Sorge, dass Grünschnitt immer radikal durchgeführt wird. Wenn man schon die gesamten Böschungen der Nation zuwuchern lässt, hat man auch keine Sichtkontrolle über Problemstellen wie etwa in der Grasnarbe an einem Deich. Im Urwald links und rechts der Gleise finden sich höchstens noch Schlangen zurecht. Verfaulen dann die Wurzeln, gibt es zwar noch wuchernde Reste, aber keinerlei Kontrolle mehr über die Hangstabilität. Man kann nicht alles verhindern, aber im Prinzip sorgt dieser Ansatz der Vergetationspflege zusätzlich für Katastrophen dieser Art. Das sollte man durchaus einmal wissenschaftlich überprüfen.Viele, wenn nicht gar fast alle, frisch angelegte Hänge / Böschungen werden mit Sträuchern und kleinen Bäumchen bepflanzt, um dem Hang Stabilität zu geben.
Jürgen Utecht schrieb:Das ist so. Alle Unfälle werden auf Karten vermerkt. Und bei tödlichen Unfällen erfolgt nahezu immer ein Besichtigung mit Ordnungsamt, Polizei, Straßenbaulastträger. Und da werden dann vor Ort Beschlüsse gefasst und zeitnah umgesetzt, das heißt innerhalb weniger Wochen.Wie weiter oben schon geschrieben: Nach einem Autounfall wird nicht über Maßnahmen zur Verhinderung diskutiert, passiert halt....Das stimmt so auch nicht. Sicher, die Gefahr "Straßenverkehr" ist präsent und alltäglich, dennoch haben über 50 Jahre Unfallfolgenforschung dazu geführt, dass wir trotz steigender Verkehrszahlen und viel höheren Geschwindigkeiten keine 20.000 Verkehrstote im Jahr mehr haben. Auch kann's sein, dass nach einem Verkehrsunfall Empfehlungen oder sogar Anordnungen an den Straßenbaulastträger ergehen vom örtlichen Tempolimit mit ggf. Blitzer über Einschränkungen für bestimmte Verkehre bis hin zu baulichen Veränderungen. Nur weil das Ottonormalverbraucher meistens nicht im Zusammenhang mitkriegt (oder nicht diskutiert), heißt das nicht, dass es nicht stattfindet. ;-)
geschrieben von: Hb-
Datum: 30.07.25 13:14
geschrieben von: wolfi71
Datum: 30.07.25 13:19
Die Stadt Riedlingen hat auf ihrer Internetseite Simulationen des Überflutungsverlaufs bei außergewöhnlichen Abflussereignissen eingestellt. Die Simulation für die Orte Zell und Bechingen vom 20.01.2021
https://www.riedlingen.de/resources/01%20Website/Stadtbauamt/Starkregenrisikomanagement/Teilorte/Zell-Bechingen/2021_07_20_Zell_Bechingen_Animation.mp4
zeigt ab Simulationszeit 00.20.00 eine Überflutung im Bereich der Bahnstrecke. Etwa ab Minute 00.30.00 wird die Straße im Bereich der Brücke überflutet, wenig später fließt das Wasser über die Böschung in Richtung Bahnstrecke. Die Gefahrenstelle ist daher bereits seit mehreren Jahren erkennbar.
Entsprechende Informationen über Hochwassergefahren haben mittlerweile viele Länder und Gemeinden eingestellt.
geschrieben von: bollisee
Datum: 30.07.25 13:24
Die Strecke in Bildern in Fahrtrichtung des Zuges der RE 55. Zonächst rechts die Stützmauer der SÜ K7545 "Hauptstraße". Ein Stückechen hinter der Treppe kam die Schlammlawine herunter.Schaut man die Böschung genau an, so ist sie im oberen Drittel stark ausgebeult. Normalerweise hat man Böschungen aber mit exakt gleichem Neigungswinkel von oben bis unten angelegt. Das würde bedeuten, dass die Böschung bereits stark gearbeitet hat und längst nicht mehr im Originalzustand war.
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geschrieben von: BAsp
Datum: 30.07.25 13:38
geschrieben von: TWA
Datum: 30.07.25 13:44
geschrieben von: Sven939
Datum: 30.07.25 13:46
4. Die HG an der Stelle war 120 km/h ohne Berücksichtigung der gleisbogenabhängigen Wagenkastensteuerung. Ab km 59,4 ist die Kennzahl 12 angegeben, also 120 km/hhttps://www.bild.de/regional/baden-wuerttemberg/zugunglueck-in-riedlingen-ignorierten-behoerden-die-drohende-gefahr-6888a981893b255c80db037b
geschrieben von: BAsp
Datum: 30.07.25 13:56
BAsp schrieb:4. Die HG an der Stelle war 120 km/h ohne Berücksichtigung der gleisbogenabhängigen Wagenkastensteuerung. Ab km 59,4 ist die Kennzahl 12 angegeben, also 120 km/hhttps://www.bild.de/regional/baden-wuerttemberg/zugunglueck-in-riedlingen-ignorierten-behoerden-die-drohende-gefahr-6888a981893b255c80db037b
Im Bild+ Artikel steht heute, dass der RE 55 mit zirka 90 km/h in den Schlammhügel "raste".
Und es waren zwei (!!) Gullys verstopft, wodurch das Wasser nicht abfließen konnte.
Laut einem Anwohner ist der Abwasserkanal zum Bahndamm zu eng. Es soll bei starken Unwetter bereits öfters zu Problemen gekommen sein.
Zuständig dafür ist die Stadt Riedlingen.
geschrieben von: BAsp
Datum: 30.07.25 14:01
geschrieben von: BAsp
Datum: 30.07.25 14:16
>>> Wenn es einen Feuerwehreinsatz an einem Bahnübergang wegen Überschwemmung gegeben hat ...
>>> Das gezeigte Bild ist jedoch recht eindeutig.
Die Zeitung schrieb nicht von einer Überschwemmung, sondern von nicht ablaufendem Wasser, daß in einer kleinen Mulde auf der Straßenoberfläche stand und mangels Gulli nicht ablaufen konnte.
Der Feuerwehreinsatz fand in der Nähe des Bahnübergang Von-Speth-Starße / L 271, Einmündung der Straße zu Ruine Hassenburg, statt. Sowohl die Seitenstraße wie die L271 führen im Gefälle zur Einmündung, der Bü selber bildet selber einen kleinen Hügel. Das kann man auch auf dem Zeitungsbild sehen, denn der Feuerwehrmann steht vor dem Andreaskreuz auf dem Asphalt, der eindeutig über die Wasseroberfläche hinausragt.
Auf diesem Bild bei Google Streetview befährt gerade ein LKW-Gespann den Bü und man kann recht gut erkennen, wie es auf und über die Erhebung des Bü fährt.
Die Feuerwehr wird die Situation wohl so eingeschätzt haben, daß das stehende Wasser zwar in der Nähe des Bü war, aber ansonsten keinen Bezug und somit auch keinen Einfluß auf die Eisenbahn hatte.
Hier noch die Einsatzmeldung der Freiwilligen Feuerwehr Riedlingen, Abt. Zwiefaltendorf. Auch wenn die Feuerwehr "überschwemmt" schreibt, so läßt sich ganz gut erkennen, daß es keine war, sondern nur ein großes Schlagloch an der tiefsten Stelle der Straße.
>>> Ein Feuerwehreinsatz im Bahnbereich dürfte nie ohne Kenntnis der Bahn stattfinden.
Da es kein Einsatz im Bahnbereich war, der auch keinen Einfluß auf die Eisenbahn hatte, z.B. Rauchschwaden, gab es keine Notwendigkeit für eine Verständigung der Bahn.
>>> Ehrlich gesagt finde ich es schon befremdlich, dass die Informationen wieder mal scheibchenweise durchsickern.
Welche Informationen sollen denn alle geballt und auf einen Schlag zur Verfügung gestellt werden? Und was ist daran befremdlich, daß der Südkurier die Veröffentlichung verschiedener Artikel ein bißchen priorisiert? Wenn es nicht eine Stunde später das Zugunglück in derselben Gemeinde gegeben hätte, dann wäre dieser Artikel nicht über die Regionalseiten hinausgekommen.
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