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geschrieben von: ehemaliger Nutzer
Datum: 01.08.25 00:38
Beim Reisebus wäre ich mir da nicht so sicher. Die sind auch sehr gut, und strukturell dafür ausgelegt umkippen zu können und trotzdem zu halten.
Aber das ist doch irgendwie blödsinnig, andersrum kann man auch sagen hätte der Zug aus einer Class 66 und 3 n-Wagen bestanden, wäre vielleicht gar niemand von den Fahrgästen verletzt worden, und der Lokführer hätte sich ab dem plötzlichen gottslästerlichen Gerappel am Schild vorne nur gehörig erschrocken...
geschrieben von: Manu Chao
Datum: 01.08.25 00:57
Hb- schrieb:
Der Erdrutsch war Folge einer mangelhafte Straßenplanung. Und weil der bergseitige Bahngraben neben dem Gleisbett fehlte, wurde er zur Katastrophe. Wer Ursachen beim Klima sucht, der schwurbelt an den menschengemachten Tatsachen vorbei.
Warum wurde der Kabeltrog im Einschnitt bergseitig und nicht talseitig verlegt?
Man braucht beides, Starkregen und eine Schwachstelle im Wassermanagement. Und man wird solche Schwachstellen nie 100% ausmerzen können, schon allein durch menschliche Fehler. Wenn man von letzteren ausgeht, erhöhen vermehrte Starkregen aufgrund des Klimawandels das Risiko von Unfällen. Nur wenn du zu 100% sicherstellen könntest dass alle Bahnstrecken gegen Erdrutsche durch Regenwasser gesichert sind, wären die zunehmenden Starkregenereignisse irrelevant für die Sicherheit im Bahnverkehr.
geschrieben von: Betra
Datum: 01.08.25 07:37
Bezüglich n-Wagen wäre ich zurückhaltend. Gerade Silberlinge haben bei Unfällen der vergangenen Jahrzehnten ein Crashverhalten gezeigt, dass den Eindruck entstanden ließen, diese wären nicht aus Edelstahl, sondern aus Papier gebaut. Teilweise wurden diese auf bis zu einem Drittel ihrer ursprünglichen Länge zusammengestaucht. Schau Dir mal Bilder von Warngau etc. an. Wenn schon, würde ich Umbauwagen für diese These verwenden. Da merkt man bereits am Klang der Türe: „Das war noch Blech!“
Viele Grüße
Thomas
geschrieben von: wostei
Datum: 01.08.25 09:23
4yg-Stahlkübel hätten vielleicht gehalten .... siehe Honrath.
Wolfgang
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:01:09:24:19.
geschrieben von: V 100 098
Datum: 01.08.25 11:20
Hallo,
es gibt heute andere Methoden, um den Bahnkörper trocken zu halten, als einen offenen Graben (der hier wohl auch in kurzer Zeit gefüllt worden wäre).
Der Kabelkanal wird wohl deshalb an der Bergseite liegen, weil er im gesamten Streckenabschnitt auf dieser Seite liegt. Man vermeidet nach Möglichkeit Seitenwechsel, da sie zum Beispiel beim Gleisbau stören und auch durch mechanische Belastung zu einer höheren Störanfälligkeit führen können.
Viele Grüße
V 100 098
V 100 098 schrieb:
Hallo,
es gibt heute andere Methoden, um den Bahnkörper trocken zu halten, als einen offenen Graben (der hier wohl auch in kurzer Zeit gefüllt worden
Ist das überhaupt ein Kabelkanal?
Die Abdeckung sind mir zu lang,, die Platten der Kabelkanäle sind doch maximal 50 cm lang, die Abdeckung sehen aber länger aus, und darunter kann das Wasser lang fließen, Die Abdeckung haben dazu auch Löcher.
Das macht man, um die Tiefe zu erreichen, wenn dazu zu wenig Platz ist
Da habe ich mich geirrt.
2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:01:16:41:01.
geschrieben von: TWA
Datum: 01.08.25 11:54
>>> Wenn schon, würde ich Umbauwagen für diese These verwenden. Da merkt man bereits am Klang der Türe: „Das war noch Blech!“
Wenn es dann mal gekracht hat, dann konnte man recht schnell sehen, daß im Rahmen teilweise noch Holz verwendet worden war.
Beispiel: 1983 ist in Westerland eine Rangierabteilung mit etwa 20 km/h gegen einen stehenden Wagenpark gefahren, beteiligt waren etwa 20 4yg-Wagen. 17 dieser Wagen mußten ins AW, weil sich die Türvorräume an den Wagenenden verzogen hatten und die meisten Türen verklemmt waren. Bei vielen Wagen hatte sich der Rahmen des Türvorraum aufgespalten und man konnte gesplitterte Holzträger sehen, die mit Blech umhüllt waren. Ob sich die Rahmen beim mittleren Türraum auch verzogen hatten, war nicht zu sehen.
geschrieben von: Hb-
Datum: 01.08.25 12:26
EK-Wagendienst schrieb:Zitat:
Ist das überhaupt ein Kabelkanal?
Die Abdeckung sind mir zu lang,, die Platten der Kabelkanäle sind doch maximal 50 cm lang,
In der
3er Fotoserie sehen die Abdeckungen unter der Brücke nach 50 cm aus.
geschrieben von: V 100 098
Datum: 01.08.25 13:47
Hallo,
das ist eindeutig ein Kabelkanal, die Entwässerung erfolgt durch Sickerrohre (Schlitzrohre), und zum Spülen gibt es da auch die entsprechenden Schleusen.
Viele Grüße
V 100 098
geschrieben von: BAsp
Datum: 01.08.25 16:26
Der LST-Kabelkanal liegt östlich im Gleis, direkt neben dem Entwässerungskanal. Mit den Kanaldeckeln ist es gut zu erkennen.
Aus Holz sind in 3yg und 4yg natürlich Einbauten wie Fussboden, WC-Raum, Wand- und Deckenverkleidungen.
Außerdem die Kerne der Wiegenträger von Schwanenhals-Drehgestellen.
Die Rahmen bestehen definitiv komplett aus Stahl, die Wagenkästen aus Winkelstahl mit Blechverkleidung.
Trotzdem wage ich zu bezweifeln dass das Crashverhalten alter Fahrzeuge (auch was die Befestigung der Bestuhlung etc. angeht) besser war als das modernerer Fahrzeuge…
Ist der im/am Enteässerungskanal ungünstig bei Starkregen?
So auf den ersten laienhaften Blick erscheint mir der Kabelkanal unkritisch.
Viele Grüße
bahnhofbilder
———
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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:01:16:38:35.
BAsp schrieb:
Der LST-Kabelkanal liegt östlich im Gleis, direkt neben dem Entwässerungskanal. Mit den Kanaldeckeln ist es gut zu erkennen.
Ja stimmt,
habe mir nochmals andere Bilder angeschaut.
geschrieben von: Betra
Datum: 01.08.25 17:32
Carsten Frank schrieb:
Trotzdem wage ich zu bezweifeln dass das Crashverhalten alter Fahrzeuge (auch was die Befestigung der Bestuhlung etc. angeht) besser war als das modernerer Fahrzeuge…
Mein Vergleich bezog sich auch nicht auf moderne Fahrzeuge, sondern auf Silberlinge <-> Umbauwagen. Und die wurden im Unfall-Fall häufig extrem übel gestaucht. Z.B.
Warngau,
Hamburg-Harburg. In den Umbauwagen gab es bei den Unfällen in den 50er bis 80er Jahren deutlich mehr Überlebensraum. Auch wenn ich die Einschätzung bezüglich schlechter und leidlich verankerter Sitzbänke teile. Da werden die in 628, Dosto usw. verbauten Sitze eine ganz andere Sicherheit bieten.
Von dem 612 als modernes Fahrzeug hätte ich eigentlich mehr erwartet. Abgerissene Führerstandsverkleidung, abgerissene Seitenwände und sogar eine abgerissene Rahmen-Front wirken nicht besonders vertrauenerweckend. Ein RegioShuttle mit den Fachwerk-Seitenrahmen dürfte deutlich solider sein. Auch wenn diesebezüglich m. W. - zum Glück - noch keine Praxiserfahrung zu dessen Crashverhalten gibt.
Viele Grüße
Thomas
geschrieben von: wostei
Datum: 01.08.25 17:53
Die 4yg-Wagen hatten mit Sicherheit ein besseres Crashverhalten. Ich habe beim Honrather Unfall selbst mit meiner Frau im 2. Wagen, ein B4yg, gesessen und bin etwas durch die Gegend geflogen. Der 1. Wagen hinter der V100 war ein BD4yg, der war über den Wagenübergang auch noch erreichbar. Da haben sich keine Bänke, Ablagen o. Ä. gelöst. Der Tf war auch nur leicht verletzt, ich meine an der Hand. Der massive Stahl erhöht die Überlebenschancen extrem. Krumm war da allerdings einiges, die Lok und der 1. Wagen waren Schrott. Die V100 hat man zwar noch nach Bremen gebracht aber dort wurde das Kreuz über sie geschlagen.
Wolfgang
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:01:17:54:51.
geschrieben von: Hb-
Datum: 01.08.25 18:53
Manu Chao schrieb:
…, wären die zunehmenden Starkregenereignisse …
Da ist sie wieder, die Klimaschwindelei. Es ist immer noch unklar, ob Starkregenereignisse pro Jahr überhaupt zunehmen. Im Gegenteil, denn das mancherorts
Starkregenereignisse abnehmen, hat der DWD bereits festgestellt.
V 100 098 schrieb:
Zitat:
das ist eindeutig ein Kabelkanal, die Entwässerung erfolgt durch Sickerrohre (Schlitzrohre), und zum Spülen gibt es da auch die entsprechenden Schleusen.
Schlitzrohre sind billiger zu unterhalten als Gräben und trocknen meist genauso gut. Aber ohne Bahngraben fehlt eben ein Sicherheitsraum. Beim Erdrutschvolumen in Zell darf doch sehr begründet vermutet werden, dass ein offener Graben die Vegetationsmatte von den Schienen ferngehalten hätte.
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:01:18:53:49.
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Hb- schrieb:
Manu Chao schrieb:
…, wären die zunehmenden Starkregenereignisse …
Da ist sie wieder, die Klimaschwindelei. Es ist immer noch unklar, ob Starkregenereignisse pro Jahr überhaupt zunehmen. Im Gegenteil, denn das mancherorts Starkregenereignisse abnehmen, hat der DWD bereits festgestellt.
V 100 098 schrieb:
Zitat:
das ist eindeutig ein Kabelkanal, die Entwässerung erfolgt durch Sickerrohre (Schlitzrohre), und zum Spülen gibt es da auch die entsprechenden Schleusen.
Schlitzrohre sind billiger zu unterhalten als Gräben und trocknen meist genauso gut. Aber ohne Bahngraben fehlt eben ein Sicherheitsraum. Beim Erdrutschvolumen in Zell darf doch sehr begründet vermutet werden, dass ein offener Graben die Vegetationsmatte von den Schienen ferngehalten hätte.
Wir erinnern uns an Bad Krozingen <-> Heitersheim vor vier Jahren:
Quelle:
YouTube
Grüsse, Krischan.
"Mich über Dinge aufregen, die mich ärgern, regt mich zusätzlich auf, weil es mich im Grunde ärgert, dass es mich aufregt!"
(Unbekannt)
bollisee schrieb:
Es ist schon auffällig, dass genau im Bereich der Rutschung wie sonst überall im gesamten Einschnitt keine Büsche oder Bäume standen, sondern eine reine Wiese. Man fragt sich schon, warum das so war. Da wäre durchaus zu vermuten, dass es hier in der Vergangenheit schon Reparaturen an der Böschung gab. Im Satellitenbild sind auch einige Ausbesserungen am obenliegenden Weg zu erkennen.
Sollte die Stelle bereits in der Vergangenheit schon auffällig gewesen sein, was zu vermuten ist, bliebe schon die Frage, wieso man auf gut Glück hier keine Lösungen gesucht hat. Vielleicht gibt es ja einen Anwohner, der dort schon etwas beobachtet hatte. Am Ende wird es wohl wie immer laufen, man sucht sich den kleinsten Verantwortlichen, knüpft den am nächsten Baum auf und macht weiter wie bisher, egal ob mit dem Klimawandel immer heftigere Sturzbäche zu erwarten sind.
Dieses hier ist die besagte Stelle in Zwiefalten: [
www.google.de]
Wie auf Google Street View zu erkennen ist, gibt es anscheinend nur in der Wiese ein Abflussgitter. Die Wiese ist aber durch Bordsteine von der Straße getrennt und kann daher nur Regenwasser auf dem Straßengraben aufnehmen.
Auf diesem Screenshot kann man aber sehr gut erkennen, dass bei Starkregen eine sehr große versiegelte Fläche über die Straße entwässert wird, wahrscheinlich auch noch angrenzende Felder. Einen Regenwasserablaufschacht gibt es nicht vor der Brücke. Das Wasser fließt nach links in den kleinen Wirtschaftsweg und dann geradeaus die Böschung hinunter.
Gruß der Letmather
geschrieben von: andreas +
Datum: 01.08.25 21:38
Christian Snizek schrieb:
Wir erinnern uns an Bad Krozingen <-> Heitersheim vor vier Jahren:
[www.youtube.com]
Danke für's Video !
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:08:01:21:39:44.
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