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Wie stark war der Zug denn besetzt?

geschrieben von: Novoma

Datum: 28.07.25 22:01

Dass es nicht mehr Tote geben hat, könnte ja auch daran gelegen haben, dass der Zug, und vielleicht besonders der erste Wagen, nur recht schwach besetzt war. Ein solches Unglück bei einem vollbesetzten Berufsverkehrszug mag man sich gar nicht vorstellen.

Re: In den Tz-Nummern liegt eine bittere Ironie

geschrieben von: Sven939

Datum: 28.07.25 22:04

VT schrieb:
Die braucht man meines Wissens nicht wegen der Neigetechnik sondern wegen der Geschwindigkeit. Und da schaut’s mit Alternativen mau aus.
Auf der Donaubahn ist mindestens ein Umlauf mit 245 + 3 Dostos im Einsatz (wenn die Garnitur nicht defekt ist), da klappt es auch ohne Neigetechnik und mit der Geschwindigkeit.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:07:28:22:09:34.

Re: Wie stark war der Zug denn besetzt?

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 28.07.25 22:07

Hallo!

Es sollen - nach Medienberichten - ungefähr 100 Personen im betroffenen RE befunden haben.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser

Re: In den Tz-Nummern liegt eine bittere Ironie

geschrieben von: linie7484

Datum: 28.07.25 22:15

VT schrieb:
Max__Mustermann schrieb:
Wenn man dort unten aber keine 612 braucht, um den Fahrplan zu halten, sollte man vielleicht lieber versuchen andere Dieseltriebwagen heranzuziehen...
Die braucht man meines Wissens nicht wegen der Neigetechnik sondern wegen der Geschwindigkeit. Und da schaut’s mit Alternativen mau aus.

Nein braucht man eigentlich nicht.

Wie Sven939 schon schrieb fahren auf der Strecke auch 245 und Dostos, dazu auch die Br. 644.

In der Vergangenheit wurde auch schon (sowohl planmässig als auch als Ersatz) mit der Br. 218 mit n-Wagen, vereinzelt auch mit Dostos und der Br. 628 gefahren.

Die Br. 612 ist gerade bei hohem Fahrgastandrang eher hinderlich, da dient die höhere Geschwindigkeit eher als ausgleich für die längere Haltedauer.

Re: Schlussfolgerungen

geschrieben von: Hb-

Datum: 28.07.25 22:19

Die Hangrutschung erfolgte links vom Tiefpunkt hinter dem Holzgeländer. Ursprünglich sollte wohl der linke Bordstein überschießendes Wasser auf die Brücke ins Tal lenken. Dann wurde die Kreisstraße neu asphaltiert, ein kurzes Stück am Feldweg gleich mit und fertig war der neue Tiefpunkt bei gleichzeitiger Entwertung des Bordsteins. Das 2. Gulli gegenüber liegt wirkungslos zu hoch im Grasstreifen. Sicherlich war hier baulich vieles mangelhaft.

Im Rutschungsschlamm sind noch meterlange Betonteile zu sehen. Vielleicht ist ein weiteres bis auf die Schienen gelangt.

Das es neben dem Gleisunterbau keinen auseichenden Graben und damit keine Sicherheitsreserven mehr gab, wurde oben schon geschrieben. Die gerutschte Erdmasse war ja eher gering. Da es unten im Dorf auch Schlammüberschwemmungen gab, wird es wohl auf höhere Gewalt hinauslaufen. Ein verstopftes Gulli kann ein dankbarer Schwarzer Peter sein und etwaige Gleiskörper-Unterhaltungsmängel zudecken.

Letztlich ist der Ansatz, nach einem starken Gewitter einfach langsamer zu fahren, wohl am besten.

Bildquelle: [www.mapillary.com]
zell-skizze.jpg

Re: In den Tz-Nummern liegt eine bittere Ironie

geschrieben von: 146 227

Datum: 28.07.25 22:21

IanAlena2602 schrieb:
Also meines Wissens nach fahren die 612 auf dem RE3 noch Bogenschnell sofern GNT/GST funktionieren.
Der Fahrplan war doch früher auf 628 ausgelegt. Egal was da gefahren ist. Wenn man irgendwo ein 612 gebraucht hatte wurde im Donautal irgendwas geschickt von 218 über 628, 650, 644..

VT schrieb:
Max__Mustermann schrieb:
Wenn man dort unten aber keine 612 braucht, um den Fahrplan zu halten, sollte man vielleicht lieber versuchen andere Dieseltriebwagen heranzuziehen...
Die braucht man meines Wissens nicht wegen der Neigetechnik sondern wegen der Geschwindigkeit. Und da schaut’s mit Alternativen mau aus
Mit 140er Material kann man da gut fahren. Ja es gibt 160 km/h Abschnitte, aber das ist Verhältnismäßig wenig relevant... hätte man damals Immendingen - Sigmaringen für GNT ausgebaut wäre das was anderes gewesen.

Neulich im ICE: Hässlich hier? Aber sind Sie schon mal im Güterzug mit gefahren?
Leider ist die 146 227-4 nicht mehr in BaWü - und wirbt auch nicht mehr für S21
Fußgänger schrieb:
Jürgen Utecht schrieb:
Ob es aber am Verhalten vieler Zugbegleiter etwas ändern wird, die sich oft bis ständig im Führerstand aufhalten?
Präsenz im Zug schafft auch für die Reisenden ein Gefühl von Sicherheit...
Wer sagt denn, daß es sich bei der 2. Person um einen ZuB handelte? Ich lese immer nur "Auszubildender", das kann genauso gut eine Tf-Ausbildung sein.
Hallo Leuts,

ich habe nicht unterstellt, dass im verunglückten Zug der Zub im Führerstand war, ich habe nur mal auf mögliche Konsequenzen hingewiesen, wenn man sich im Führerstand aufhält, statt im Zug unterwegs zu sein. Und dieses Verhalten beobachte ich halt oft....

Gruß Jürgen

Ich bin gegen die ungewollte Umleitung!!!

Re: Wie stark war der Zug denn besetzt?

geschrieben von: Sven939

Datum: 28.07.25 22:22

Novoma schrieb:
Dass es nicht mehr Tote geben hat, könnte ja auch daran gelegen haben, dass der Zug, und vielleicht besonders der erste Wagen, nur recht schwach besetzt war. Ein solches Unglück bei einem vollbesetzten Berufsverkehrszug mag man sich gar nicht vorstellen.
Normalerweise sind dort die Züge am Wochenende (bei trockenem Wetter) gut bis stark ausgelastet, vor allem mit Radler.

Auch verkehren viele Leistungen (wegen Fahrzeugmangel) außerplanmäßig nur mit 1x612.

Re: Schlussfolgerungen

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 28.07.25 22:28

Hb- schrieb:
Letztlich ist der Ansatz, nach einem starken Gewitter einfach langsamer zu fahren, wohl am besten.

Haben die Fahrgäste also nur bei schönem Wetter das Recht nach Erwerb einer Fahrkarte auf Pünktlichkeit? Ok, kannste so machen; nur ist es dann halt doof ..

Vor allem: Wann ist ein Gewitter ein Gewitter? Wie lange soll dann mit reduzierter Vmax gefahren werden? Währenddessen? Danach? 20 min? 4 Stunden? 8 Stunden? Bis alles abgetrocknet ist? Merkst hoffentlich selber ..

Grüsse, Krischan.

"Mich über Dinge aufregen, die mich ärgern, regt mich zusätzlich auf, weil es mich im Grunde ärgert, dass es mich aufregt!"

(Unbekannt)









1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:07:28:22:29:55.

Re: In den Tz-Nummern liegt eine bittere Ironie

geschrieben von: linie7484

Datum: 28.07.25 22:29

146 227 schrieb:
IanAlena2602 schrieb:
Also meines Wissens nach fahren die 612 auf dem RE3 noch Bogenschnell sofern GNT/GST funktionieren.
Der Fahrplan war doch früher auf 628 ausgelegt. Egal was da gefahren ist. Wenn man irgendwo ein 612 gebraucht hatte wurde im Donautal irgendwas geschickt von 218 über 628, 650, 644..
Der RE3 fährt Friedrichshafen - Basel und nicht in Donautal.

Re: Wie stark war der Zug denn besetzt?

geschrieben von: Virlok Photography

Datum: 28.07.25 22:29

Zum Thema Auslastung habe ich mir auch schon Gedanken gemacht.

So sehr das Wetter Auslöser für das Unglück war... So wird es vielen vielleicht davon abgehalten haben, diesen Zug zu nehmen...

Sonntag, 18 Uhr ist eine beliebte Ausflügler Zeit. Bei Zügen aus dem Donautal/Schwarzwald ohnehin. Und dann wäre,
ausgerechnet der am meisten betroffene Teil, das Fahrradabteil an der Spitze des Zuges sicher noch voller gewesen....

100 Leute verteilt auf 4 Einheiten 612.
Wie viel Plätze hat eine Hälfte ?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:07:28:22:32:13.

Re: Wie stark war der Zug denn besetzt?

geschrieben von: tmmd

Datum: 28.07.25 22:42

Insgesamt standen 292 Sitzplätze zur Verfügung. Der Zug war also nur zu einem Drittel ausgelastet.

Virlok Photography schrieb:
100 Leute verteilt auf 4 Einheiten 612.
Wie viel Plätze hat eine Hälfte ?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:07:28:22:42:13.

Re: Kranzug eingetroffen

geschrieben von: kbs755

Datum: 28.07.25 22:44

Guten Abend,
noch ein paar Sätze dazu. Ich hatte Frühschicht in Rechtenstein und wusste dank DSO (vielen Dank !) was mich erwartet.
Kurz vor 11.00 Uhr kam der Hilfszug aus Ulm mit 2 Kränen (Fulda und Leipzig) an.
Danach wurde erst einmal heftig rangiert bevor gegen 12.30 Uhr der erste Kran als Sperrfahrt zur Unglücksstelle fuhr.
Was danach los war kann ich nicht mitteilen weil ich abgelöst wurde.
Ab morgen fährt ja dann der SEV Munderkingen - Herbertingen mit der Ersatzhaltestelle Obermarchtal Sebastian Sailer Straße für Rechtenstein (2,4 km Entfernung).
Gruß Norbert
Zauberer schrieb:
Wobei die Böschungen bei Straßeneinschnitten von den zuständigen Straßenverkehrsbehörden regelmässig auf Schäden kontrolliert werden - dafür sind die Fahrzeuge mit der Aufschrift "Straßenkontrolle" da. Sobald sich irgendwo auch nur ansatzweise ein Böschungsrutsch abzeichnet, ist der zuständige Baubetrieb da.
Nicht wirklich. Deswegen ist der auf der Fahrspur liegende "Umgebung" sogar eine Prüfungsfrage (in dem Fall Schnee) und es gibt Gefahrzeichen, die da nicht zum Spaß rumstehen. Wenn irgendwas auf die Fahrbahn fällt, sind nur ganz selten die Leute von der "Straßenkontrolle" die ersten, die dann da ankommen. Aus Dresden Schweden ist auch der Fall bekannt, dass man schauen sollte, ob die Brücke, die man im Nebel befahren will, nicht schon seit fast 40 Minuten weg ist durch eine saublöde Ereigniskette, die so keiner Kommen gesehen hat ...


Zauberer schrieb:
Zitat:
Inzwischen wird ja bereits Sensorik in Böschungen gefordert. Das braucht es m.E. nach nicht. Zielführend wäre es eher, wenn Bahn und die im Gebiet zuständigen Verkehrsbehören Vereinbarungen schließen, dass rutschungsgefährdete Einschnitte zusätzlich zu den Regelprüfungen noch mal von den Fachleuten der Straßenverkehrsbehörden routinemäßig in Augenschein genommen werden. Wenn man so vorgeht, ist das Thema ganz schnell durch und eine für alle praktikable Lösung da.
Und weil es keine 100%ige Sicherheit gibt, ist zusätzlich noch etwas Weiteres denkbar: heute sind die Regenradars so hochauflösend, dass man genau weiss, wo sich aktuell ein Starkregengebiet befindet und welche Regenmengen z.B. in den vergangenen 24 Stunden dort gefallen sind. Im Bedarfsfall kann dann unter bestimmten Bedingungen die Geschwindigkeit deutlich reduziert werden - z.B. auf 30 km/h oder noch weniger. So dass es im worst case keine Personenschäden, sondern eben nur Sachschaden gibt.
Der Hang in diesem Fall war sicher NICHT rutschgefährdet gewesen, sonst wäre dort kein Zug gefahren, solange da auch nur der Hauch eines Zweifels bestanden hätte.

Das Problem war nicht der Hang, der war eigentlich eher harmlos, von selbst hätte sich der vermutlich auch die nächsten 150 Jahre nicht bewegt. Das Problem war das Wasser. Dass irgendein Schlammwasser die Straße oder die Wiese langläuft kann bei Starkregen im Grunde sogar mit nur minimalem Gefälle fast in der Ebene passieren, wenn's einfach nur genug Wasser ist. Das sieht man ja bei Starkregen bei fast jedem Bericht im Fernsehen ... Allerdings kann man relativ leicht feststellen, wo das gewöhnlich passiert und hat die Strecken schon vor über 150 Jahren nach hydrologischen Gesichtspunkten gebaut und immer wieder angepasst. Oder anders gesagt: An der Stelle hat's über 150 Jahre lang geregnet, bis gestern ist da nie was passiert oder hat auch nur so ausgeschaut, als könnte da was passieren.

Das Wasser, dass wohl zu dem Unglück geführt hat, kam dummerweise nicht wie sonst vom Himmel, lief nicht irgendwo, wo's immer gelaufen ist und kam laut Medienberichten auch nicht von der Straße, sondern aus einem (wegen Überlastung durch zu viel Regen, ggf. aber auch wegen unzureichender Reiniung) übergelaufenen Kanal vom Privatgrundstück (!) und hat so das Erdreich auf die darunterliegende Bahnstrecke geschwemmt. Da muss man nichts regeln, es ist schon geregelt, dass das nicht sein darf. Theoretisch könnte aber bei bestem Sommerwetter auch jeder nicht sofort entdeckte und abgestellte Wasserrohrbruch mit ausreichend Wassermenge minimal oberhalb eines Bahngleises einen ähnlichen Effekt haben. Das kannst du nur verhindern, indem die Bahn immer der höchste Punkt ist, kann dann aber dazu führen, dass der Bahndamm selbst durch Wasser oder andere Einflüsse irgendwie instabil wird. Es bringt also alles nix.

Was jetzt aber neu wäre und Gegenstand der heutigen Forderung von Herrn Prof. Iffländer (ich nehme an, das bezieht sich auf dieses Interview) wäre eine technische Überwachung, ob die bestehenden Soll-Regelungen auch aktuell dem Ist-Zustand wirklich entsprechen. Ob das sinnvoll, machbar und zielführend wäre mit der Glasfaserleitung am Gleis kann ich nicht beurteilen, aber es ging da nochmal nicht um weitere Soll-Regelungen, nach denen hätt's vermutlich in den letzten 100 Jahren kein Zugunglück gegeben, weil im Grunde alle Ursachen eh bereits verboten sind, sondern um die kontinulierliche (!) Überwachung des Ist-Zustands. Auch der in einer Interview-Frage beim ZDF erwähnte Streckengeher hätte auch eine halbe Stunde vorher vermutlich keinen Mangel festgestellt. Eine Echtzeitprüfung und sofortige Informationsweitergabe an den Tf hätte aber ggf. eine Minute vor der Zugdurchfahrt tatsächlich den Zug noch stoppen können. Es bringt ja auch nichts, nur einmal im Jahr, einmal im Monat, einmal in der Woche oder auch einmal am Tag zu schauen, ob's in einem Gebäude brennt oder nicht. Deswegen gibt's da zumindest in Fällen mit besonders großem Schadenspotential Anlagen, die den Zustand permenent überwachen und ggf. dreimal in der Woche für einen Fehlalarm bei der Feuerwehr führen ... ;-)

Re: In den Tz-Nummern liegt eine bittere Ironie

geschrieben von: diezge

Datum: 28.07.25 22:50

Hallo,

die Ulmer 612 kamen damals alle aus dem Stillstandsmanagement.


Grüße,

diezge



Matti der Kleine schrieb:
Im Stillstandsmanagement befinden sich schon 612 davon sollten in nächster Zeit zwei wieder reaktiviert werden.

Re: Schlussfolgerungen

geschrieben von: Jürgen Utecht

Datum: 28.07.25 22:53

Nahmd...

Jetzt sprechen die Experten in den Nachrichten davon, was "die Bahn" alles tun muss, um mit dem Klimawandel umzugehen. Geld ist ja da....
Eine Gewitterzelle kann sich überall bilden (siehe Erzgebirge, Bogatynia 2010, Ahrtal). So unverständlich es für manche Experten sein mag: Es gibt keine absolute Sicherheit.
Wenn man wirklich Leben retten will, kann man ohne Investitionen schnell eine Tempobegrenzung auf deutschen Autobahnen einführen...

Wie weiter oben schon geschrieben: Nach einem Autounfall wird nicht über Maßnahmen zur Verhinderung diskutiert, passiert halt....

Gruß Jürgen

Ich bin gegen die ungewollte Umleitung!!!

Vor dem Tasten ...

geschrieben von: Gleis MA 11-12

Datum: 28.07.25 22:59

Jürgen Utecht schrieb:
Fußgänger schrieb:
Jürgen Utecht schrieb:
Ob es aber am Verhalten vieler Zugbegleiter etwas ändern wird, die sich oft bis ständig im Führerstand aufhalten?
Präsenz im Zug schafft auch für die Reisenden ein Gefühl von Sicherheit...
Wer sagt denn, daß es sich bei der 2. Person um einen ZuB handelte? Ich lese immer nur "Auszubildender", das kann genauso gut eine Tf-Ausbildung sein.
Hallo Leuts,

ich habe nicht unterstellt, dass im verunglückten Zug der Zub im Führerstand war, ich habe nur mal auf mögliche Konsequenzen hingewiesen, wenn man sich im Führerstand aufhält, statt im Zug unterwegs zu sein. Und dieses Verhalten beobachte ich halt oft....

Gruß Jürgen
Moin Jürgen,

vielleicht solltest Du Dir in einem solchen Fall (Unfall, Tote und Verletzte - Pietät) vorher überlegen, ob Dein Beitrag etwas Sinnvolles beiträgt.

Entsetzt über den Unfall und einige Beiträge in diesem Faden.

Gruß aus Mannheim
Rolf

Re: Schlussfolgerungen

geschrieben von: Rohrbacher

Datum: 28.07.25 23:07

Jürgen Utecht schrieb:
Wie weiter oben schon geschrieben: Nach einem Autounfall wird nicht über Maßnahmen zur Verhinderung diskutiert, passiert halt....
Das stimmt so auch nicht. Sicher, die Gefahr "Straßenverkehr" ist präsent und alltäglich, dennoch haben über 50 Jahre Unfallfolgenforschung dazu geführt, dass wir trotz steigender Verkehrszahlen und viel höheren Geschwindigkeiten keine 20.000 Verkehrstote im Jahr mehr haben. Auch kann's sein, dass nach einem Verkehrsunfall Empfehlungen oder sogar Anordnungen an den Straßenbaulastträger ergehen vom örtlichen Tempolimit mit ggf. Blitzer über Einschränkungen für bestimmte Verkehre bis hin zu baulichen Veränderungen. Nur weil das Ottonormalverbraucher meistens nicht im Zusammenhang mitkriegt (oder nicht diskutiert), heißt das nicht, dass es nicht stattfindet. ;-)
Train Jaune schrieb:
(...) aber das, was da unten als Wulst rechts neben dem Gleis liegt, ist nicht nur Schwemmmaterial.
Aus dem Vergleich von Wetterdaten und Daten der Reiseauskunft komme ich zur Erkenntnis, dass das Gleis ca. 45 Minuten* verschüttet war bevor das Unglück passierte. Jeder Passant oder Autofahrer mit gesundem Menschenverstand hätte von der Brücke aus die Böschung gesehen. Dann müsste man nach unten schauen. Dann ist sofort klar, dass hier große Gefahr herrscht. Dann Notruf wählen und Strecke sperren lassen. Dass das nicht passiert ist, ist absolut tragisch. Es wäre lebensrettend gewesen. Ich vermute, dass aufgrund des Starkregens niemand dort spazieren war, die Anwohner auch nichts genau beobachtet oder gehört haben und Autofahrer, wenn sie denn die Brücke passiert haben, hatten wohl aufgrund des Starkregens sehr schlechte Sicht.

*45 Minuten, wenn Starkregen direkt die Ursache war. Falls es nur indirekt war, z.B. verstopfte Kanalleitung läuft über, dann können es auch weniger als 45 Minuten gewesen sein.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:07:28:23:14:22.
Rohrbacher schrieb:
… An der Stelle hat's über 150 Jahre lang geregnet, bis gestern ist da nie was passiert oder hat auch nur so ausgeschaut, als könnte da was passieren.
…
Das Wasser, …, kam … aus einem (wegen Überlastung durch zu viel Regen, ggf. aber auch wegen unzureichender Reiniung) übergelaufenen Kanal vom Privatgrundstück (!) …
Beides falsch, denn das Wasser kam vom kürzlich fehlerhaft asphaltierten öffentlichen Feldweg, weil es nicht in den öffentlichen Regenwasserkanal der Gemeinde gelaufen ist.

Zuvorderst dürften die Fahrgäste den Rechtsanspruch haben, gesund anzukommen. Dem hat sich die Pünktlichkeit unterzuordnen.

Zur Geschwindigkeitsanpassung schlug Zauberer vor:
Zitat:
... heute sind die Regenradars so hochauflösend, dass man genau weiss, wo sich aktuell ein Starkregengebiet befindet und welche Regenmengen z.B. in den vergangenen 24 Stunden dort gefallen sind. Im Bedarfsfall kann dann unter bestimmten Bedingungen die Geschwindigkeit deutlich reduziert werden ...
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