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PM des Infrastrukturministeriums MV vom 26.3.2025


Kaiserbahn“ und weitere Strecken: Untersuchungsergebnisse zum Fahrgastpotenzial liegen vor
Ines Jesse: „Das ist ein erster Meilenstein auf dem Weg zur Kaiserbahn 2.0“

Gibt es ein ausreichend großes Potenzial von Fahrgästen, um stillgelegte Bahnstrecken wie die sogenannte Kaiserbahn zu reaktivieren? Das hat die landeseigene Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV) im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit untersuchen lassen. Jetzt liegen die Untersuchungsergebnisse vor.

Für die „Kaiserbahn“ genannte Strecke Hagenow – Zarrentin – Landesgrenze MV/SH (-Ratzeburg) wurde ein Fahrgast­aufkommen prognostiziert, das eine Reaktivierung möglich erscheinen lässt. Mit Blick auf die Untersuchungsergebnisse sagt Staatssekretärin Ines Jesse: „Es sieht gut aus, für die Kaiserbahn 2.0. Die Grundvoraussetzung ist gegeben – das Untersuchungsergebnis ist ein erster Meilenstein auf dem Weg zur Reaktivierung.“ Voraussichtlich bis Mitte des Jahres soll auch die sogenannte standardisierte Bewertung, eine Wirtschaftlichkeitsanalyse nach Kriterien des Bundes, abge­schlossen sein.

Ebenfalls untersucht wurden die Chancen einer Reaktivierung folgender Strecken:
- Neubrandenburg – Friedland
- Greifswald – Lubmin
- Blankenberg – Sternberg – Dabel
- Neustrelitz Hbf – Feldberg
- Stralsund Hbf – Stralsund Ozeaneum

Auf diesen Strecken liegen die zukünftigen Fahrgastzahlen deutlich unterhalb denen der „Kaiserbahn“. Die Strecken Neubrandenburg – Friedland (534 Personen an Werktagen) und Greifswald – Lubmin (369 Personen an Werktagen, aber 522 Personen an Wochenendtagen) liegen dabei in einem Bereich, der für den ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpom­merns tragbar erscheint. Für diese beiden Strecken werden deshalb weiterführende Untersuchungen angestrengt.

Für die anderen Strecken Blankenberg – Sternberg – Dabel, Neustrelitz Hbf – Feldberg und Stralsund Hbf – Stralsund Ozeaneum wurden so niedrige Nachfragewerte ermittelt, dass die Reaktivierung nicht mehr weiterverfolgt werden kann. Hier sollen künftig im Rahmen der Mobilitätsoffensive verstärkt Regiobuslinien zum Einsatz kommen. In Stralsund kann das bestehende Angebot des Stadtbusses genutzt werden.

Zur Frage der Reaktivierung der Mecklenburgischen Südbahn Parchim – Malchow sowie der Strecke Güstrow – Plau – Meyenburg läuft derzeit noch eine gemeinsame Untersuchung mit dem Land Brandenburg. Hier werden erste Ergebnisse im zweiten Quartal dieses Jahres erwartet.

Mit der Untersuchung des Fahrgastpotenzials möglicher Streckenreaktivierungen in Mecklenburg-Vorpommern war im Oktober 2023 die PTV Transport Consult GmbH beauftragt worden.

>>> Pressemitteilung


Gruß, Marko

- Stralsund Hbf – Stralsund Ozeaneum

geschrieben von: PeGe

Datum: 29.03.25 14:44

Moin,
Gibt es eine Info, auf welcher Basis die Ergebnisse entstanden sind? Ich habe leider nichts gefunden.

Meine Frage wäre, ist denn eine Durchbindung der RB von Prerow, Zingst, Barth mit untersucht worden?

Dies hätte aus meiner Sicht doch Potential und zwar auf beiden Enden.
1. Entlastung Darß/Zingst vom Autoverkehr insbesondere im Sommer, da dieser teilweise. sehr chaotisch ist und damit auch
2. Entlastung der Altstadt und Umgebung von Parkplatzsuchenden und den damit einhergehenden Flächenverbrauch und Emissionen.
3. Steigerung der Attraktivität auf dem Barther Ende.

Aus Richtung Barth müsste auch kein Kopf gemacht macht werden und der HBF bliebe ebenfalls auf der Route.
Die Fahrplanexperten können wahrscheinlich auch abschätzen, ob es einen Mehrbedarf an Triebwagen dadurch gibt. Oder der zukünftig geplante Umlauf mit Durchbindung aus Barth reicht.
Die Fahrzeuge sollten auch passen, da beiden Enden der Strecken nicht elektr. wären.
Und ja - es ist ein Saisongeschäft, aber eines das sich lohnen sollte.

Achso, ich habe von Zingst/Prerow gesprochen, da dies sowie die Verlängerung zum Ozeaneum eine Aufgabe von Jahrzehnten ist.

Fröhliches Schaffen
PG
gleislatscher schrieb:
und Stralsund Hbf – Stralsund Ozeaneum wurden so niedrige Nachfragewerte ermittelt, dass die Reaktivierung nicht mehr weiterverfolgt werden kann (...) In Stralsund kann das bestehende Angebot des Stadtbusses genutzt werden.
Hallo,

für solche Verkehre muss/sollte ja nicht zwangsläufig eine Standard-Untersuchung (täglich Stundentakt 5 bis 24 Uhr, 80 km/h, Niederflur und Klimaanlage etc.) angesetzt werden. Sofern es die Infrastruktur ohne millionenschwere Sanierungen zulässt, wäre für so etwas auch ein "niederschwelliger" Bedarfsverkehr denkbar. Also klassischer Ausflugsverkehr auf der Schiene. Mal gesponnen: der sonnabends nach Mukran zur Fähre eingesetzte Hans-VT fährt sonntags und in den Ferien einen Pendel zwischen Stralsund Hbf und dem Ozeaneum/Hafen (mit der schnuckeligen Klappbrücke). Im besten Falle kann so etwas zu Grenzkosten angeboten werden, wenn z.B. das Fahrzeug sonst eh herumsteht. Eventuell gibt es noch einen Förderverein, der sich um die Strecke kümmert, mal einen Bahnübergangsposten stellt oder Kooperationen wie "wer mit dem Zug anreist, kommt zum Kindertarif ins Ozeaneum" auf den Weg vermittelt. Genau so werden z.B. diverse Ausflugsverkehre in Ba-Wü ermöglicht, die am 01. Mai 2025 wieder starten. Einfach mal machen! So, wie mit den Mukran-Zügen.

Nein, 1.000 Passagiere am Tag bekommt man da eher nicht. Aber bei niedrigeren Kosten braucht man das ja auch nicht zwangsläufig. Und die Begeisterung und Freude der Menschen bei solchen Fahrten mit der Eisenbahn ist eh in Geld kaum aufzuwiegen. Mit dem Zug über die Hafenpromenade und ein Ausstieg vor der Gorch Fock(en) 1 und dem dem Ozeaneum, näher als jeder Parkplatz und jede Bushaltestelle...

Viel Erfolg bei den Projekten im Nordosten! Ein dünn besiedeltes Land - kein einfaches Terrain für Eisenbahnen! Aber schön, dass da nach der schlimmen Pegel-Ära frischer (Küsten-)Wind weht!

Heiko
754-Pfullendorf4-Räuberbahn 2024-10-20.jpg

https://www.desiro.net/Signatur-W2026.jpg




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.03.25 16:27.

Ja klar!

geschrieben von: RBD-S

Datum: 29.03.25 18:29

Das glaubt die Ines doch selbst nicht! So ein Theater, so eine Volksbelustigung!

Gröte ut Pommern
RBD-S

MV Studie zu Stillgelegten Strecken

geschrieben von: K.Malzahn

Datum: 29.03.25 15:20

Moin

Vor ein Paar Tagen gab es eine Interesante Studie zu Stillgelegten Strecken ua. Greifswald Lubmin im Nordmagazin. Weiter hier [www.ardmediathek.de] (link Nordm Strecken in MV).

Bf. Zingst

MV Studie zu Stillgelegten Strecken

geschrieben von: ccar

Datum: 29.03.25 15:34

Moin,
K.Malzahn schrieb:
Vor ein Paar Tagen gab es eine Interesante Studie zu Stillgelegten Strecken ua. Greifswald Lubmin im Nordmagazin. Weiter hier [www.ardmediathek.de] (link Nordm Strecken in MV).
Greifswald - Lubmin, Hagenow - Ratzeburg und Neubrandenburg - Friedland werden da als Kandidaten genannt.
Ich schaue dann auf das Tempo, dass MV bei der Darßbahn an den Tag legt und freue mich, dass meine (noch nicht geborenen) Enkel vielleicht in den Nutzen der jetzt untersuchten Strecken kommen könnten. Immerhin hatte mein Opa die Strecke Hagenow - Ratzeburg als junger Mann auch schon mal bereist. So schließt sich der Kreis...

Viel Erfolg den Reaktivierern!
Christoph

Die "Gorch Fock" sollte doch bekannt sein?

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 29.03.25 20:49

O.k., dass es davon zwei gibt, vielleicht nicht unbedingt. Aber jetzt. Und wer der Namensgeber war, weiß man vielleicht eher an der Küste.

Und wie ich heiße, ist ja beim Kick auf meinen Usernamen oder beim Blick ins Impressum der DREHSCHEIBE (Tfz-Redaktion) ersichtlich. Jetzt sollte es klingeln!

Gruß

Heiko F.

https://www.desiro.net/Signatur-W2026.jpg

Re: Ozeaneum und Ausflüge mit der Bahn statt dem Auto

geschrieben von: frank_le_

Datum: 29.03.25 21:15

Es verkehren 2 Buslinien vom Hauptbahnhof zum Ozeaneum in 5 bzw. 7 Minuten Fahrzeit. Wo soll da der Bedarf für eine zusätzlich Bahnlinie herkommen?

Die Bahnlinie würde außerdem nicht das Zentrum bedienen wie der Bus wo das zugehörige Meereskundemuseum ist. Also warum sollte die Kommune oder das Land auch nur ein winziges Interesse an so einer Spielerei haben? Die Touristen würden an der Innenstadt vorbei geführt und die Touristen werden das Geld woanders ausgeben...

Für das Geld könnte man auch jedem potenziellen Fahrgast eine Sänfte vom Bahnhof Rügendamm finanzieren und würde vmtl. immer noch Geld sparen.

Der Zeuge Desiros schrieb:
gleislatscher schrieb:
und Stralsund Hbf – Stralsund Ozeaneum wurden so niedrige Nachfragewerte ermittelt, dass die Reaktivierung nicht mehr weiterverfolgt werden kann (...) In Stralsund kann das bestehende Angebot des Stadtbusses genutzt werden.
Hallo,

für solche Verkehre muss/sollte ja nicht zwangsläufig eine Standard-Untersuchung (täglich Stundentakt 5 bis 24 Uhr, 80 km/h, Niederflur und Klimaanlage etc.) angesetzt werden. Sofern es die Infrastruktur ohne millionenschwere Sanierungen zulässt, wäre für so etwas auch ein "niederschwelliger" Bedarfsverkehr denkbar. Also klassischer Ausflugsverkehr auf der Schiene. Mal gesponnen: der sonnabends nach Mukran zur Fähre eingesetzte Hans-VT fährt sonntags und in den Ferien einen Pendel zwischen Stralsund Hbf und dem Ozeaneum/Hafen (mit der schnuckeligen Klappbrücke). Im besten Falle kann so etwas zu Grenzkosten angeboten werden, wenn z.B. das Fahrzeug sonst eh herumsteht. Eventuell gibt es noch einen Förderverein, der sich um die Strecke kümmert, mal einen Bahnübergangsposten stellt oder Kooperationen wie "wer mit dem Zug anreist, kommt zum Kindertarif ins Ozeaneum" auf den Weg vermittelt. Genau so werden z.B. diverse Ausflugsverkehre in Ba-Wü ermöglicht, die am 01. Mai 2025 wieder starten. Einfach mal machen! So, wie mit den Mukran-Zügen.

Nein, 1.000 Passagiere am Tag bekommt man da eher nicht. Aber bei niedrigeren Kosten braucht man das ja auch nicht zwangsläufig. Und die Begeisterung und Freude der Menschen bei solchen Fahrten mit der Eisenbahn ist eh in Geld kaum aufzuwiegen. Mit dem Zug über die Hafenpromenade und ein Ausstieg vor der Gorch Fock(en) 1 und dem dem Ozeaneum, näher als jeder Parkplatz und jede Bushaltestelle...

Viel Erfolg bei den Projekten im Nordosten! Ein dünn besiedeltes Land - kein einfaches Terrain für Eisenbahnen! Aber schön, dass da nach der schlimmen Pegel-Ära frischer (Küsten-)Wind weht!

Heiko
[attachment]

Reaktivierung Hagenow - Zarrentin

geschrieben von: Pollofan

Datum: 29.03.25 22:57

Hallo,
leider verrät die Pressemitteilung nicht wie viele Fahrgäste man dort erwartet. Wie mag die beauftragte Firma das wohl ermittelt haben, frage ich mich?
Zählt man die derzeitigen Busbenutzer oder befragt Anwohner ob sie zukünftig die Züge nutzen würden wollen?
Sollte man die Strecke bis nach Ratzeburg durchbinden, um so eine Reisemöglichkeit bis nach Lübeck schaffen, könnte ich mir einen Nutzen der Reaktivierung vorstellen.
Ansonsten eher nicht.

Grüße Detlef der Pollofan

Re: Reaktivierung Hagenow - Zarrentin

geschrieben von: ReneRomann

Datum: 30.03.25 00:26

Pollofan schrieb:
Hallo,
leider verrät die Pressemitteilung nicht wie viele Fahrgäste man dort erwartet. Wie mag die beauftragte Firma das wohl ermittelt haben, frage ich mich?
Zählt man die derzeitigen Busbenutzer oder befragt Anwohner ob sie zukünftig die Züge nutzen würden wollen?
Sollte man die Strecke bis nach Ratzeburg durchbinden, um so eine Reisemöglichkeit bis nach Lübeck schaffen, könnte ich mir einen Nutzen der Reaktivierung vorstellen.
Ansonsten eher nicht.

Grüße Detlef der Pollofan
Das Problem an der Durchbindung ist der Fakt, dass Teile der (alten) Strecke zwischen Schmilau und Hollenbek eine Draisinenbahn sind - und die restliche Strecke zum größten Teil komplett abgebaut wurde.
Wobei ich dir zustimme, dass eine Reaktivierung in Kombination mit einer Verlängerung über Zarrentin hinaus nach Ratzeburg mit Anschluss oder gar Durchbindung (oder auch als Flügelzug) nach Lübeck zu deutlich besseren Zahlen führen könnte - insbesondere für Fahrradtouristen...

Re: Ozeaneum und Ausflüge mit der Bahn statt dem Auto

geschrieben von: nozomi07

Datum: 30.03.25 09:23

Der Zeuge Desiros schrieb:
für solche Verkehre muss/sollte ja nicht zwangsläufig eine Standard-Untersuchung (täglich Stundentakt 5 bis 24 Uhr, 80 km/h, Niederflur und Klimaanlage etc.) angesetzt werden. Sofern es die Infrastruktur ohne millionenschwere Sanierungen zulässt, wäre für so etwas auch ein "niederschwelliger" Bedarfsverkehr denkbar. Also klassischer Ausflugsverkehr auf der Schiene.
Solche Spielereien kann man machen, wenn das Gleis ohnehin liegt, und keine Investitionen nötig sind.

Aber sobald nennenswert Geld in Fahrzeug und Strecke investiert werden müsste, ist das keine Option mehr. Dafür sind Steuergelder nicht da.
Wie kommt man auf diese Werte?

Gut, zwar hat Friedland mit über 6500 Einwohner etwas mehr als die Gemeinde Feldberg mit 4800, aber gerade im Sommer ist doch touristisch in Feldberg viel mehr los als in Friedland. Würde sich nicht wenigstens ein Sommerverkehr lohnen? Könnten die Mirower Triebwagen durchgebunden werden?
Wie waren die Fahrgastzahlen in den letzten Betriebsjahren?

Danke und Gruß
micky schrieb:
Wie kommt man auf diese Werte?

Gut, zwar hat Friedland mit über 6500 Einwohner etwas mehr als die Gemeinde Feldberg mit 4800, aber gerade im Sommer ist doch touristisch in Feldberg viel mehr los als in Friedland. Würde sich nicht wenigstens ein Sommerverkehr lohnen? Könnten die Mirower Triebwagen durchgebunden werden?
Wie waren die Fahrgastzahlen in den letzten Betriebsjahren?

Danke und Gruß
Zumindest im Ausflugsverkehr gab es bis zur Abbestellung des Reisezugverkehrs im Jahre 2000 durchaus Nachfrage, wie ich mich erinnern kann. Zugunsten der Friedländer Strecke dürfte bei der Untersuchung eine Rolle gespielt haben, dass hier im Prinzip noch Güterverkehr stattfindet und die Strecke saniert wird. Für die Feldberger Strecke fehlt meines Wissens beides derzeit.

Ein saisoaler Bahnverkehr auf der Strecke von Neustrelitz nach Feldberg scheint mir grundsätzlich durchaus sinnvoll. Die Frage ist halt, wer die Sanierung der Gleisanlagen bezahlen würde. Ich war vor etlichen Jahren im Rahmen einer gut besuchten Sonderfahrt auf der Strecke unterwegs. Die Rückfahrt erfolgte für unsere Gruppe per Bus. Obwohl die Gleise nur noch eine relativ niedrige Geschwindigkeit zuließen, war die Reisezeit zwischen Neustrelitz und Feldberg mit dem Zug praktisch genauso lang wie mit dem Bus. Dieser sollte laut Fahrplan übrigens einen Fahrradanhänger mit sich führen. Hatte er aber nicht. Ein Ausflug mit Bahn, Fahrrad und Bus von Berlin nach Feldberg wäre also an diesem sommerlichen Tag gar nicht möglich gewesen. Wenn man hier den Tourismus fördern will, muss man für meine Begriffe (auch) auf die Bahn setzen, zumindest an Wochenenden. Ein kombiniertes Angebot mit Zügen und Bussen nach Feldberg für touristische Zwecke scheint mir in diesem Falle der richtige Ansatz, denn dieses Potential ist vorhanden.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.03.25 14:29.

Re: Reaktivierung Hagenow - Zarrentin

geschrieben von: ETLA

Datum: 31.03.25 00:06

Moin, so weit ich weiß ist die Bahntrasse zwischen dem Bahnhof Zarrentin und der Landesgrenze nicht entwidmet. Die Strecke Ratzeburg - Hollenbek ist erhalten geblieben Dank eines Trassensicherungsvertrages zwischen dem Land SH und der damaligen DB. Dazu gehörte auch der Abschnitt bis zur Grenze. Dieses Stück ist bis heute nicht überbaut. Eine Durchbindung ist also nicht unrealistisch. Eine Reaktivierung wird auch vom VDV vorgeschlagen, speziell für de Güterverkehr.

Re: Reaktivierung Hagenow - Zarrentin

geschrieben von: ReneRomann

Datum: 31.03.25 01:04

ETLA schrieb:
Moin, so weit ich weiß ist die Bahntrasse zwischen dem Bahnhof Zarrentin und der Landesgrenze nicht entwidmet. Die Strecke Ratzeburg - Hollenbek ist erhalten geblieben Dank eines Trassensicherungsvertrages zwischen dem Land SH und der damaligen DB. Dazu gehörte auch der Abschnitt bis zur Grenze. Dieses Stück ist bis heute nicht überbaut. Eine Durchbindung ist also nicht unrealistisch. Eine Reaktivierung wird auch vom VDV vorgeschlagen, speziell für de Güterverkehr.
Nur weil etwas nicht entwidmet wurde, heißt das ja längst nicht, dass es einfach wird, dort eine Strecke wieder aufzubauen.

Um das klarzustellen: Es fehlen die Gleisanlagen von Zarrentin bis Hollenbek komplett!
Gerade im Bereich Klein Zecher (halbe Strecke zwischen Zarrentin und Hollenbeck) liegt ein Gehöft auf der einen Seite der Strecke, während die Zufahrt auf der anderen Seite der Strecke verläuft -- ich bezweifele mal, dass das toll ist, wenn dort quer über das Gehöft die Bahnstrecke (wieder) errichtet wird.

Und ich wäre mir auch nicht so sicher, was den Abschnitt zwischen Hollenbek, Schmilau und Ratzeburg anbetrifft, auf dem derzeit Draisinenverkehr stattfindet (in Kombination mit "Erlebnisbahnhöfen" und den dort derzeit ausgestellten Exponaten, die dann zwingend weichen müssten).

Es müssten also
* auf knapp 10 km zwischen Zarrentin und Hollenbek komplett neu gebaut werden (was dann aber nach heutigen Normen erfolgen müsste)
* auf knapp 13 km zwischen Hollenbek und Ratzeburg die Strecke vom Draisinenverkehr befreit und die Exponate an den beiden Bahnhöfen Schmilau und Hollenbek entfernt werden, damit dort wieder Zugverkehr durchgeführt werden kann
In Kombination mit der Errichtung einiger technisch gesicherter BÜ dürfte das schnell in die Richtung von mehreren 10 Millionen Euro gehen, wenn nicht sogar die 100 Millionen "geknackt" werden.

Von etwaigen Streckenverbesserungen Hagenow Land - Zarrentin mal ganz abgesehen, wo man zumindest in Wittenburg dann auch eine vernünftige Anbindung hin zum Alpincenter schaffen sollte...

Re: Reaktivierung Hagenow - Zarrentin

geschrieben von: Herr Nilsson

Datum: 31.03.25 08:09

Hej!

ReneRomann schrieb:
Gerade im Bereich Klein Zecher (halbe Strecke zwischen Zarrentin und Hollenbeck) liegt ein Gehöft auf der einen Seite der Strecke, während die Zufahrt auf der anderen Seite der Strecke verläuft -- ich bezweifele mal, dass das toll ist, wenn dort quer über das Gehöft die Bahnstrecke (wieder) errichtet wird.


Oh, da ist ein Bauernhof, da kann die Strecke auf keinen Fall reaktiviert werden...

Geht's noch? Wegen einer Zufahrt eines Bauernhofs?

Viele Grüße
Herr Nilsson

Re: Reaktivierung Hagenow - Zarrentin

geschrieben von: ReneRomann

Datum: 31.03.25 09:12

Herr Nilsson schrieb:
Hej!

ReneRomann schrieb:
Gerade im Bereich Klein Zecher (halbe Strecke zwischen Zarrentin und Hollenbeck) liegt ein Gehöft auf der einen Seite der Strecke, während die Zufahrt auf der anderen Seite der Strecke verläuft -- ich bezweifele mal, dass das toll ist, wenn dort quer über das Gehöft die Bahnstrecke (wieder) errichtet wird.

Oh, da ist ein Bauernhof, da kann die Strecke auf keinen Fall reaktiviert werden...

Geht's noch? Wegen einer Zufahrt eines Bauernhofs?
Schau dir doch einfach das Luftbild an, dann weißt du, was ich meine.
Der Verlauf der Strecke geht mittig durch den Hof, mit einem Teil der Gebäude links und einem Teil der Gebäude rechts der ehemaligen Trasse.
nozomi07 schrieb:
Der Zeuge Desiros schrieb:
für solche Verkehre muss/sollte ja nicht zwangsläufig eine Standard-Untersuchung (täglich Stundentakt 5 bis 24 Uhr, 80 km/h, Niederflur und Klimaanlage etc.) angesetzt werden. Sofern es die Infrastruktur ohne millionenschwere Sanierungen zulässt, wäre für so etwas auch ein "niederschwelliger" Bedarfsverkehr denkbar. Also klassischer Ausflugsverkehr auf der Schiene.
Solche Spielereien kann man machen, wenn das Gleis ohnehin liegt, und keine Investitionen nötig sind.

Aber sobald nennenswert Geld in Fahrzeug und Strecke investiert werden müsste, ist das keine Option mehr. Dafür sind Steuergelder nicht da.
zum Ozeanium liegt das Gleis und wird auch rege genutzt, nur wer auf so einen Schwachsinn kommt dort Personenverkehr durch führen zu wollen, dass Gleis gehört zum Hafen, dort ist eh nicht viel Platz und wenn dort ein Ganzzug entladen wird geht da nix.
Einen Sonderzug hin und wieder kann man einrichten, aber planmäßige Reisezüge würden das tägliche Geschäft des Hafen sehr einschränken oder unmöglich machen.

Re: Reaktivierung Hagenow - Zarrentin

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 31.03.25 09:33

Moin.

ReneRomann schrieb:
Schau dir doch einfach das Luftbild an, dann weißt du, was ich meine.
Der Verlauf der Strecke geht mittig durch den Hof, mit einem Teil der Gebäude links und einem Teil der Gebäude rechts der ehemaligen Trasse.
Auf der einen Seite ist ein Wohnhaus, auf der anderen Seite ist ein Hof mit Wohnhaus. Da wäre also erstmal zu klären, ob das Solo-Wohnhaus überhaupt zum Hof gehört. Den Hof kann man immer noch vom BÜ Alte Marktstraße erschließen.
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