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Was kommt nach der Hermann-Hesse-Bahn?

geschrieben von: Donald Duck 403

Datum: 09.11.22 14:41

Einsatz für schnelle Zugverbindung hält an

Nicht nur die Calwer setzen sich für einen Metropolexpress von Calw nach Stuttgart ein. Auch aus dem Kreis Böblingen melden sich weitere Fürsprecher.

Stuttgarter Nachrichten

[www.stuttgarter-nachrichten.de]

Re: Was kommt nach der Hermann-Hesse-Bahn?

geschrieben von: GoA2

Datum: 09.11.22 15:45

Hallo,

Es gibt viele Gestaltungmöglichkeiten. Die Brücke bei Zuffenhausen wäre ein Überwerfungsbauwerk. Aber hat der neue Bahnhof denn noch Platz für einen MEX, wenn alle Fahrplanentwürfe jetzt schon darauf ausgerichtet sind, Linien möglichst getreu der Topologie der Zuläufe zu führen (d. h. von Feuerbach weiter in den Fildertunnel, von Cannstatt Ri. Unter-/Obertürkheim und in Gegenrichtungen, s. Vorstellung der Regionalverkehre nach Inbetriebnahme S21)?
Das ergibt doch nur Sinn mit Erweiterung per Kopfbahnhof/Ergänzungsstation.

Man könnte alternativ mit Taktverdichtung durch ETCS die "Express"-S-Bahn (soweit sie denn in das Raster zwischen die an allen Stationen haltenden S6-Züge passt oder Überholgleise dazukommen) weiter in die S-Bahn-Stammstrecke führen. In aktuellen Präsentationen zum DKS ist zu lesen, dass die 100s-Zugfolge sicher kommt (nur noch unklar, wann die Technik soweit sein wird). Falls das hinsichtlich Fahrgastwechselzeiten stabil machbar wäre – woran ich persönlich nicht glaube, und es wäre hoch riskant, im Vertrauen dafür zu planen/bauen, bis es nicht empirisch belegt ist – kann man den Takt allgemein von 15 auf 10 Min. verdichten so wie der VRS das untersuchen lassen soll, oder stattdessen solche ergänzenden Linien einführen.

Warum muss man eigentlich sämtliche Ideen einzeln betrachten und Wirtschaftlichkeitsprüfungen unterstellen? Wäre es nicht einfacher, wenn sich alle einmal an einen Tisch setzen und abgestuft ein für alle Mal klären, was für die Zukunft gebraucht wird, statt nur Einzelinteressen zu verfolgen? Das Resultat ist doch Loose-Loose statt Win-Win.

Gruß
GoA2



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2022:11:09:15:45:50.

Re: Was kommt nach der Hermann-Hesse-Bahn?

geschrieben von: 3-Löwen-Takt

Datum: 09.11.22 16:09

Die Idee ist gut. Es gibt da nur ein Problem: Im Bahnhof Stuttgart '21 kann ein Zug nicht ewig herumstehen, der muss schnellstmöglich wieder raus. Folglich stellt sich die Frage, wohin man diesen MEX aus Calw durchbinden könnte. Gibt es in Waiblingen noch Kapazitäten, wo ein Zug mal 15 oder 30 Minuten bis zur Wende herumstehen könnte?
Waiblingen wäre als Umsteigebahnhof für einen RegionalExpress oder MEX aus Calw vielleicht gar nicht so schlecht. In Plochingen sehe ich da eher keine freien Kapazitäten mehr. Und in Richtung Mühlacker kommt man vermutlich von der Hermann-Hesse-Bahn her ohne Kopf zu machen nicht hin, diese Richtung fällt also eher raus.

Re: Was kommt nach der Hermann-Hesse-Bahn?

geschrieben von: GoA2

Datum: 09.11.22 16:27

3-Löwen-Takt schrieb:Zitat:
Und in Richtung Mühlacker kommt man vermutlich von der Hermann-Hesse-Bahn her ohne Kopf zu machen nicht hin, diese Richtung fällt also eher raus.
via Schusterbahn schon (unter Wechsel der S21-Zulaufseiten von innen nach außen)

Re: Was kommt nach der Hermann-Hesse-Bahn?

geschrieben von: Matti der Kleine

Datum: 09.11.22 16:42

3-Löwen-Takt schrieb:
Die Idee ist gut. Es gibt da nur ein Problem: Im Bahnhof Stuttgart '21 kann ein Zug nicht ewig herumstehen, der muss schnellstmöglich wieder raus. Folglich stellt sich die Frage, wohin man diesen MEX aus Calw durchbinden könnte. Gibt es in Waiblingen noch Kapazitäten, wo ein Zug mal 15 oder 30 Minuten bis zur Wende herumstehen könnte?
Waiblingen wäre als Umsteigebahnhof für einen RegionalExpress oder MEX aus Calw vielleicht gar nicht so schlecht. In Plochingen sehe ich da eher keine freien Kapazitäten mehr. Und in Richtung Mühlacker kommt man vermutlich von der Hermann-Hesse-Bahn her ohne Kopf zu machen nicht hin, diese Richtung fällt also eher raus.
Wenn man den Halt Bad Cannstatt weg lässt könnte man versuchen den MEX aus Calw mir dem MEX13 Richtung Geislingen verbinden.

Re: Was kommt nach der Hermann-Hesse-Bahn?

geschrieben von: Knupfer

Datum: 09.11.22 20:42

Es geht nicht um ein "nach der Hermann-Hesse-Bahn", sondern um einen Ausbau mit und auf Grundlage der Hermann-Hesse-Bahn.
Der Metropolexpress könnte die HHB im Abschnitt Calw - Weil der Stadt/Renningen flankieren (jede 2. Fahrt übernehmen) und dann nach Stuttgart weiterfahren.

Es hat keinen Sinn, über etwaige doch noch kommende vage Möglichkeiten der fragilen S-Bahn Richtung Stuttgart zu diskutieren (also auch nicht über eine "Express-S-Bahn" - schon ein Widerspruch in sich). Es ist eine weit darüber hinaus gehende Perspektive nötig: Der bisherige Entwurf zum Netz des Metropolexpress ist unpaarig. Es fehlt ein (weiteres) Ende im MEX-Netz, damit sich eine gerade Zahl von Endpunkten ergibt. Dazu würde der Calwer Ast dienen. Ein Durchmesser"bahnhof" wie S 21 soll auch für Durchmesserlinien genutzt werden. Aus Sicht der DB-Arbeitsebene wäre ein weiterer, an die Tiefstation angebundener Streckenast, der nicht S-Bahn-spezifisch festgelegt ist und nahe von S 21 abzweigt, sogar betrieblich sehr erwünscht.

Entscheidend ist, dass der MEX über Calw hinaus das Nordschwarzwaldnetz fakultativ mitbedienen kann (z.B. sonntags nach Bad Liebenzell oder Wildberg/Nagold - beides wird von den Kommunen im Mittelbereich Kreis Calw gewünscht). Entlang der Bestandsstrecke Zuffenhausen - Calw entstehen immer mehr Arbeitsplätze und Wohnplätze. Es geht um Auspendler, nicht nur um Einpendler. Alleine schon Bosch baut in Leonberg am Bahnhof für 1000 Mann, die künftig zunächst mal vor allem aus Richtung Stuttgart kommen (oder im Kreis Calw ansässig werden). Kein Bosch-Ingenieur fährt 20 km mit der zuckeligen und verspäteten S-Bahn hinter versprühten Scheiben. Der Nordschwarzwald ist eines der zentralen Erholungsgebiete für die Region Stuttgart mit ihren 2 Mio. Einwohnern. Niemand fährt da über 60 Minunten mit Halt an jeder Milchkanne und ohne WC. Eine S-Bahn wird nie umsteigefrei über Calw hinaus fahren und fahren können (nicht nur wegen ihrer unpassenden Nicht-Normbahnsteighöhen).

Der Verband Region Stuttgart hat durch sein unabgesprochenes Vorpreschen mit seiner S 62 und dem beschlossenen Bahnsteigumbau, mit denen er gezielt die HHB torpediert (für die HHB kein Publikumshalt mehr möglich), jedes Vertrauen bei den Calwern verspielt. Der Umkehrschluss: Der Kreis Calw wird unter keinen Umständen mehr eine S-Bahn-Lösung bis Calw mitragen. Der VRS ist als Vertragspartner indiskutabel geworden. De facto ist damit jede S-Bahn-Variante über Weil der Stadt hinaus tot (der VRS hat sich also selber ins Knie geschossen). Das ist politische Realität. Somit muss man hier auch keine technischen Erwägungen mehr wälzen.

Die DB hat großes Interesse am Bau des zusätzlichen Nordzulaufes zu S 21. Sie hat signalisiert, dass dadurch auf der oberirdischen Bestandsstrecke so viel Kapazität frei würde, dass (gemeinsam mit ETCS) eine höhengleiche Verbindung zwischen Vorort- und Ferngleis im Bereich Zuffenhausen/Feuerbach möglich wäre (wir brauchen also auch nicht über ein Überwerfungsbauwerk diskutieren). Diese Verbindung wird auf Wunsch des Verbandes Region Stuttgart als S-Bahn-Notverbindung ohnehin angelegt. Außerdem will die DB diese Gleisverbindung über Jahre als Umleiter für die IC der Gäubahn nutzen, wenn die Gäubahn im Stadtbereich Stuttgart unterbrochen wird. Wenn also die IC im Stundentakt planmäßig über Renningen - Zuffenhausen fahren können, kann das anschließend auch der Metropolexpress nach Calw und weiter ins Hinterland. Auf der Gäubahn zwischen Herrenberg und S-Vaihingen klappt der Mischverkehr (bei noch mehr Streckenbelastung) ja auch. Dieser Abschnitt ist nicht kürzer als zwischen Renningen und Zuffenhausen.

Calw sei "zu klein für den MEX", so eine Landessicht. Soll Calw dafür nun bestraft werden? Parität ist Grundgebot der Politik und nicht verhandelbar. Gewerbesiedlung und Wohnbau im Kreis CW wachsen kräftig, seitdem die HHB in den Startlöchern steht. Im übrigen muss sich die Infra dem Bedarf anpassen, nicht umgekehrt. Kein Spediteur und Busunternehmer wird vom Land davon abgehalten, die übervolle Autobahn zu benutzen, sondern man baut sie halt aus. Für die Anlieger in den Kreisen Calw und Böblingen (die mit einer verlängerten S-Bahn die mit Abstand langsamste überregionale Nahverkehrsverbindung in der ganzen Metropolregion Stuttgart erhalten würden!) geht es nicht um kleinliche Suche technischer Probleme, sondern um die politische Forderung nach Wahrnehmung und Gleichbehandlung bei der Mobilität. Der Hauptnutznießer für den Metropolexpress - mengenmäßig von der Einwohnerzahl her - wäre aber der Kreis Böblingen, d.h. Altkreis Leonberg. Vielleicht wacht man dort jetzt auf.

Euer Hans-Joachim

Re: Was kommt nach der Hermann-Hesse-Bahn?

geschrieben von: milz

Datum: 09.11.22 22:47

Das setzt aber voraus, dass der Nordzulauf wirklich kommt. Weil heute gibt es keine Möglichkeit im Bahnhof Stuttgart-Zuffenhausen von der Strecke 4810 aus Calw - Leonberg auf die Fernbahngleise und damit in den neuen Tiefbahnhof zu wechseln.

Re: Was kommt nach der Hermann-Hesse-Bahn?

geschrieben von: eberhard49

Datum: 09.11.22 23:40

Stuttgarter Nachrichten:

"Wie lauten die Gegenargumente? Bei den Argumenten gegen einen Metropolexpress geht es in erster Linie ums Geld. Dem Verband Region Stuttgart (VRS) zufolge, der die S-Bahn betreibt, würde sich die Verbindung einfach nicht rentieren. Denn um den MEX bei Zuffenhausen aufs Ferngleis zu bringen, müsste eine teure neue Brücke gebaut werden. Damit sich diese amortisiert, müssten sehr viele Menschen mit dem MEX fahren. Allerdings sei Calw im Gegensatz zu allen anderen Endpunkten, die mit einem MEX angefahren werden, mit seinen knapp 24 000 Einwohnern ziemlich klein."

Es ist ein Armutszeugnis von Herrn Bopp, wenn er aus Kostengründen ein Überwerfungsbauwerk in Zuffenhausen ablehnt und das Märchen einer "teuren Brücke" erfindet. Vielleicht hat er auch deshalb schnell den Murks einer Express S-Bahn erfunden. Der Grund hierfür, Überlastung der S6. Gerade dann benötigt man den Metropolexpress, der auch das Milliardenprojekt Stg Hbf Tief anfährt. Was nützt eine Express S-Bahn, die ein paar Minuten reinholt, die man dann beim Anschluß in Zuffenhausen als Wartezeit vertrödelt. Und was nützt ein Milliardenprojekt das nicht angefahren werden kann.

Weiter sind es nicht nur die 24 000 Calwer, es sind bedeutend mehr die vom MEX profitieren würden. Auch Anwohner zwischen Weil der Stadt und Zuffenhausen würden statt der überlasteten S6, den MEX nutzen.

Bereits die Deutsche Bundesbahn hat durch Sparmaßnahmen die Strecke WdSt-Calw kaputtgemacht. Jetzt will der VRS dies weiterentwickeln und auch damit vertuschen, was für Planungsfehler bei S21 gemacht worden sind. Die gesparten Mittel werden dann lieber dem Länderfinanzausgleich oder der EU zur Verfügung gestellt, statt bei und eine vernünftige Infrastruktur zu schaffen.


gruss eberhard

Re: Was kommt nach der Hermann-Hesse-Bahn?

geschrieben von: 3-Löwen-Takt

Datum: 10.11.22 04:51

Definitiv. Die Planungsfehler, die man da wohl zu vertuschen versucht und die du ansprichst, scheinen wohl die zu sein, dass ein Wenden bei S21 gar nicht vorgesehen ist. Das heißt, selbst wenn es eine Überführung in Zuffenhausen auf die Ferngleise gäbe, lässt es das Betriebskonzept nicht zu, mit einem MEX aus Calw in den Tiefbahnhof einzufahren, zu warten und in die selbe Richtung wieder zurückzufahren – denn bei solchen Umständen hätte man den Kopfbahnhof ja lassen können 🤣

Re: Was kommt nach der Hermann-Hesse-Bahn?

geschrieben von: rad3m

Datum: 10.11.22 07:51

eberhard49 schrieb:
....
Weiter sind es nicht nur die 24 000 Calwer, es sind bedeutend mehr die vom MEX profitieren würden. Auch Anwohner zwischen Weil der Stadt und Zuffenhausen würden statt der überlasteten S6, den MEX nutzen.
....
Wenn man die obigen Beiträge liest und sich in die 24000 Calwer hinein zu versetzen versucht (Bei den anderen an der S6 versuche ich das garnicht, denn die sind sowieso auf Stuttgart fixiert.), dann muss man doch davon ausgehen, dass es nicht um den Zug- Typ geht, sondern um die Linie. Interessant also die Überlegungen: "Wohin die MEX- Linie in Stuttgart Hbf durchbinden?"

Denn sich im überfüllten Stuttgarter Tiefbahnhof in das Gewühle zu stürzen, das wird nur der freiwillig tun, der sich nicht auskennt und dies zum erstenmal versucht. Ob ich mich von Calw aus Richtung Pforzheim oder nach Süden orientieren würde, wäre von weiteren Argumenten abhängig. Wahrscheinlich hätte ich in Calw das Autofahren noch nicht aufgegeben. Wäre noch kein Bahnkunde geworden. Weil ich meistens mein Fahrrad dabei habe, wird der künftige Stuttgarter Tiefbahnhof sicher von meiner Liste gestrichen. Nicht nur wegen der Aufzüge, sondern eher wegen der überfüllten engen Bahnsteige. Übrigens hatte ich auch den Kopfbahnhof bisher zu vermeiden versucht. Oftt kam ich von meinen Reisen mit einem IRE Heilbronn- Ulm zurück. Den es dann wohl nicht mehr geben wird.

Wie in Ulm ist auch in Calw das Radfahren eine lohnende Alternative. Etwas bergig, aber als ich dort einigemale hindurch kam, gab es noch keine E-Bikes. Man musste noch andes planen, die Etappen- Übernachtungsorte passend aussuchen. Calw selber war nicht dabei gewesen. Sondern jedesmal ein anderes Dorf in der Nähe der Wasserscheiden. Die Bahnlinien in den Tälern blieben als sichere Reserve. Für Abbrüche bei Schäden oder bei goßem Wetterwechsel.

Schusterbahn?

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 10.11.22 07:57

GoA2 schrieb:
3-Löwen-Takt schrieb:Zitat:
Und in Richtung Mühlacker kommt man vermutlich von der Hermann-Hesse-Bahn her ohne Kopf zu machen nicht hin, diese Richtung fällt also eher raus.
via Schusterbahn schon (unter Wechsel der S21-Zulaufseiten von innen nach außen)

Hallo,

aus Calw - Leonberg kommt man nicht auf die Schusterbahn. Die verschwindet ja schon im Bereich Kornwestheim nach Südosten, und von der Güterkurve ("Abzw. Salzweg") kommt man auch nicht auf diese Strecke.

Heiko

https://www.desiro.net/Wal.jpg

Das nächste Eigentor?

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 10.11.22 08:05

"Der Verband Region Stuttgart hat durch sein unabgesprochenes Vorpreschen mit seiner S 62 und dem beschlossenen Bahnsteigumbau, mit denen er gezielt die HHB torpediert (für die HHB kein Publikumshalt mehr möglich), jedes Vertrauen bei den Calwern verspielt."

Dass die Express-S-Bahn 62 (fährt die eigentlich wieder, nachdem sie kurz nach der Betriebsaufnahme gleich wieder eingestellt wurde?) hat sich die zickende Stadt Renningen ja selbst ins Knie geschossen. Das war hier schon mehrfach Thema. Die wollten die HHB mit ihren schlimmen stinkendenden, lärmenden Dieseltriebwagen verhindern. Nun fährt die S62 in den HHB-Trassen, kann in Renningen aber nicht halten. Und anstelle der VT kommen nun saubere leise Akku-ET. Freut mich irgendwie für diesen seltsamen Bürgermeister. Im Sport würde man das als Eigentor bezeichnen.

Durch den nun anstehenden Bahnsteigumbau in Leonberg, einer Stadt mit fast 50.000 Einwohnern, wird die HHB, so deren Züge einmal Richtung Stuttgart verlängert würde, nicht oder nur mit Stufe nach unten (!) halten können. Dort soll nun auch der letzte Bahnsteig (Gleis 3) auf 96 cm hochgepflastert werden, was zu den zunächst eingesetzten 55-cm-Triebzügen der HHB nicht und zu einem S21-kompatiblen 76-cm-Fahrzeug nur bedingt passt. Für einen ausschließlichen S-Bahn-Verkehr sicherlich eine gute Entscheidung. Aber heute weiß man ja aus den laufenden Diskussionen, dass da dort auch andere Perspektiven gibt. Es wäre mal interessant zu erfahren, ob so ein Umbau bei (bestellten) Halten von Niederflurzügen noch diskriminierungsfrei wäre.

Der 2021 ff umgesetzte Umbau von Renningen auf reine 96er-Kanten war aus damaliger Sicht dagegen eine richtige Entscheidung. Auch, dass der VRS auf eigene Kosten einen dritten "Reservebahnsteig" erbauen ließ. Blöd nur, dass der ausrechnet aus Weil der Stadt nicht erreichbar ist.

Heiko

https://www.desiro.net/Wal.jpg




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2022:11:10:08:14:16.

Re: Was kommt nach der Hermann-Hesse-Bahn?

geschrieben von: Matti der Kleine

Datum: 10.11.22 09:32

rad3m schrieb:
eberhard49 schrieb:
....
Weiter sind es nicht nur die 24 000 Calwer, es sind bedeutend mehr die vom MEX profitieren würden. Auch Anwohner zwischen Weil der Stadt und Zuffenhausen würden statt der überlasteten S6, den MEX nutzen.
....
Wenn man die obigen Beiträge liest und sich in die 24000 Calwer hinein zu versetzen versucht (Bei den anderen an der S6 versuche ich das garnicht, denn die sind sowieso auf Stuttgart fixiert.), dann muss man doch davon ausgehen, dass es nicht um den Zug- Typ geht, sondern um die Linie. Interessant also die Überlegungen: "Wohin die MEX- Linie in Stuttgart Hbf durchbinden?"

Denn sich im überfüllten Stuttgarter Tiefbahnhof in das Gewühle zu stürzen, das wird nur der freiwillig tun, der sich nicht auskennt und dies zum erstenmal versucht. Ob ich mich von Calw aus Richtung Pforzheim oder nach Süden orientieren würde, wäre von weiteren Argumenten abhängig. Wahrscheinlich hätte ich in Calw das Autofahren noch nicht aufgegeben. Wäre noch kein Bahnkunde geworden. Weil ich meistens mein Fahrrad dabei habe, wird der künftige Stuttgarter Tiefbahnhof sicher von meiner Liste gestrichen. Nicht nur wegen der Aufzüge, sondern eher wegen der überfüllten engen Bahnsteige. Übrigens hatte ich auch den Kopfbahnhof bisher zu vermeiden versucht. Oftt kam ich von meinen Reisen mit einem IRE Heilbronn- Ulm zurück. Den es dann wohl nicht mehr geben wird.

Durchbinden könnte man den MEX aus Calw in Richtung Geislingen/Ulm.
Nach aktueller Planung soll der MEX 16 Ulm - Geislingen- Plochingen- Stuttgart Hbf- Stuttgart Bad Cannstatt fahren. Zwischen Stuttgart und Geislingen im 30 Minuten Takt. Da Richtung Calw denke ich nur einmal die Stunde gefahren werden soll würde in Cannstatt nur jeder zweiter MEX enden. Da auch die P Option gebaut werden soll wird nicht so große Probleme geben im Nordzulauf die Tunnel zu wechseln.

Re: Schusterbahn?

geschrieben von: GoA2

Datum: 10.11.22 10:46

Der Zeuge Desiros schrieb:GoA2 schrieb:
GoA2 schrieb:
3-Löwen-Takt schrieb:Zitat:
Und in Richtung Mühlacker kommt man vermutlich von der Hermann-Hesse-Bahn her ohne Kopf zu machen nicht hin, diese Richtung fällt also eher raus.
via Schusterbahn schon (unter Wechsel der S21-Zulaufseiten von innen nach außen)
Hallo,

aus Calw - Leonberg kommt man nicht auf die Schusterbahn. Die verschwindet ja schon im Bereich Kornwestheim nach Südosten, und von der Güterkurve ("Abzw. Salzweg") kommt man auch nicht auf diese Strecke.
Im Kontext der Suche nach Weiterführungen des MEX aus Calw neben anderen Zielen im Beitrag wie Waiblingen und Plochingen bin ich davon ausgegangen, dass es über den neuen Hauptbahnhof geht. Das wäre dann am Abstellbahnhof in Untertürkheim vorbei und auf die Schusterbahn gen Norden (habe es gegen den geplanten Gleisplan geprüft), wo man sogar die Wahl zwischen NBS und alter Strecke hat.

Gruß
GoA2

Re: Was kommt nach der Hermann-Hesse-Bahn?

geschrieben von: Andy0711

Datum: 10.11.22 12:19

Donald Duck 403 schrieb:
Einsatz für schnelle Zugverbindung hält an

Nicht nur die Calwer setzen sich für einen Metropolexpress von Calw nach Stuttgart ein. Auch aus dem Kreis Böblingen melden sich weitere Fürsprecher.

Stuttgarter Nachrichten

[www.stuttgarter-nachrichten.de]
Zitat
Was ist ein Metropolexpress? Bei einem MEX handelt es sich um einen Regionalzug, [...] Die Züge fahren zudem auf den Ferngleisen und sind daher nicht betroffen von Störungen und Verspätungen der S-Bahnen.
Seit wann will man die Strecke Zuffenhausen - Leonberg viergleisig ausbauen? Da wird der Leser schon für strohdumm verkauft und mit unrealistischen Versprechungen geködert.
Zitat
In den kommenden Jahren sollen an mehreren Stationen die Bahnsteige auf S-Bahn-Niveau (96 cm) angehoben werden: 2026 in Leonberg, 2027 in Zuffenhausen, Weilimdorf und Ditzingen (jeweils 2028) sowie Neuwirtshaus und Korntal (jeweils 2029).
Wo soll der MEX dann eigentlich noch halten?

Wie lange sind eigentlich die MEX nach Geislingen? Reichen die 140 80 Meter (70 + Reserve?), die für den S-Bahn-Ausbau eingeplant sind oder müssten die MEX sowieso in Weil der Stadt gestärkt/geschwächt werden?

Nein, ich kann darin keinen Sinn erkennen.

Dass der Vorlaufbetrieb der S62 wenig bringt (weniger als der S60-Vorlauf Böblingen-Sindelfingen vermutlich) und auch in der zweiten Stufe bis Feuerbach kaum mehr, ist klar. Aber sobald sich auf der Stammstrecke die Möglichkeit ergibt, ihn durchzuschleusen wird man das auch angehen. Selbst wenn ETCS keinen 10-Minuten-Takt auf allen Linienästen ermöglichen wird, werden einzelne zusätzliche Fahrten drin sein und da wird der Leonberger Ast wohl die oberste Priorität haben. Welche Optionen dann fahrplantechnisch sinnvoll sein werden, muss man dann gegeneinander abwägen: eine Option könnte sein, dass man die S62 ganztägig als MEX-Ersatz und Expresslinie durchbindet, eine andere, dass zumindest die Züge nach Calw nicht zeitaufwändig geflügelt werden müssen oder insgesamt weniger geflügelt werden muss und so die Fahrzeiten wieder etwas gestrafft werden könnten.

Edit 16.11.2022: Es sind wohl doch nur Erweiterungen für eine 80-Meter-Bahnsteiglänge eingeplant; ich muss mich bei meiner flüchtigen Suche irgendwo verschaut haben.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2022:11:16:17:42:39.

Re: Was kommt nach der Hermann-Hesse-Bahn?

geschrieben von: Ralf785

Datum: 10.11.22 12:35

Zitat
Wo soll der MEX dann eigentlich noch halten?
Dies ist für einen MEX mit 76cm kein Hinderungsgrund.
Auf der Murrbahn halten auf den 96er Bahnsteigen in Winnenden und Waiblingen auch die MEX

Gruß Ralf

Re: Was kommt nach der Hermann-Hesse-Bahn?

geschrieben von: Ralf785

Datum: 10.11.22 13:11

3-Löwen-Takt schrieb:
Definitiv. Die Planungsfehler, die man da wohl zu vertuschen versucht und die du ansprichst, scheinen wohl die zu sein, dass ein Wenden bei S21 gar nicht vorgesehen ist. Das heißt, selbst wenn es eine Überführung in Zuffenhausen auf die Ferngleise gäbe, lässt es das Betriebskonzept nicht zu, mit einem MEX aus Calw in den Tiefbahnhof einzufahren, zu warten und in die selbe Richtung wieder zurückzufahren
Bei der Murrbahn geht's doch auch, daß die Züge im Tiefbahnhof enden. Fahren diese dann weiter in den Abstellbahnhof?

siehe
[www.drehscheibe-online.de]
glx schrieb:
Zitat:
Künftiges Liniennetz ab 2027:

IRE 1: KA – Stuttgart – SFS – Friedrichshafen - (Lindau); Stream HC, 60min Takt. Eventuell wird ein REX aus Voralberg bis Friedrichshafen alle 2h verlängert, so dass der IRE dann zwischen Friedrichshafen und Lindau nur alle 2h verkehrt
IRE 6: Crailsheim – Aalen – Stuttgart – Nürtingen; Flirt; 120 min Takt
RE5a/b: KA- Bruchsal/Pforzheim – Stuttgart – GP – Ulm; Flirt, 60min Takt; Der Zug fährt zwischen Bruchsal und Stuttgart auf der SFS
RE8: Würzburg – Stuttgart (- Nürtingen), Flirt; 60min Takt
RE90: Stuttgart – SHA – Nürnberg; Flirt; 120 min Takt
MEX13: Aalen – Stuttgart – Plochingen – Tübingen; Stream HC; 30min Takt
MEX16: Bad Cannstatt - Stuttgart – GP – Geislingen (- Ulm); Flirt; 30min Takt
RE17: Pforzheim – Bietigheim – Stuttgart – Flughafen – Tübingen (irgendwann bis Sigmaringen); Stream HC; 30min Takt
MEX 18: Heilbronn – Stuttgart (irgendwann auf die Gäubahn); Stream HC; 30min Takt
MEX19 Stuttgart – SHA; Stream HC; 60min Takt
MEX90: Stuttgart – Schwäbisch Hall; Stream HC; 120min Takt

Re: Was kommt nach der Hermann-Hesse-Bahn?

geschrieben von: Matti der Kleine

Datum: 10.11.22 13:30

Die Züge der Murrbahn müssen zum Abstellbahnhof fahren zum wenden wird nicht anders gehen

Re: Was kommt nach der Hermann-Hesse-Bahn?

geschrieben von: 146 227

Datum: 10.11.22 17:54

Matti der Kleine schrieb:
3-Löwen-Takt schrieb:
Die Idee ist gut. Es gibt da nur ein Problem: Im Bahnhof Stuttgart '21 kann ein Zug nicht ewig herumstehen, der muss schnellstmöglich wieder raus. Folglich stellt sich die Frage, wohin man diesen MEX aus Calw durchbinden könnte. Gibt es in Waiblingen noch Kapazitäten, wo ein Zug mal 15 oder 30 Minuten bis zur Wende herumstehen könnte?
Waiblingen wäre als Umsteigebahnhof für einen RegionalExpress oder MEX aus Calw vielleicht gar nicht so schlecht. In Plochingen sehe ich da eher keine freien Kapazitäten mehr. Und in Richtung Mühlacker kommt man vermutlich von der Hermann-Hesse-Bahn her ohne Kopf zu machen nicht hin, diese Richtung fällt also eher raus.
Wenn man den Halt Bad Cannstatt weg lässt könnte man versuchen den MEX aus Calw mir dem MEX13 Richtung Geislingen verbinden.
Selbst wenn das eine Option ist bekäme die mehr Gegenwind als du dir ausmalen kannst. Bad Cannstatt ist gesetzt als Halt.
Ralf785 schrieb:
Dies ist für einen MEX mit 76cm kein Hinderungsgrund.
Auf der Murrbahn halten auf den 96er Bahnsteigen in Waiblingen auch die MEX
Waiblingen hat aber auch 76cm nach Aalen.

Ebenfalls wird übersehen das es ja noch zusätzliche Verstärker geben soll die man evtl. durchbindet. Also z.B. MEX aus der Murrbahn als HVZ-Verstärker nach Göppingen war so ein Gedanke. Ob das nun nur ein Gedanke bleibt oder nicht werden wir sehen.


Ich verstehe viele Grundlagen-Diskussionen hier überhaupt nicht.
Warum kann man nicht ganz simpel einen MEX Calw - Weil der Stadt mit Halt überall installieren und ab dort mit Halt in Renningen, Leonberg und Zuffenhausen nach Stuttgart Hbf? im 30-Takt? Malmsheim soll man mit nehmen oder lassen.
Über Stuttgart kann man von mir aus immer noch nach Esslingen oder Bad Cannstatt fahren.. was weiß ich.. oder es wird abgestellt.
Was ist daran so schwer? Im Idealfall schafft man in WdS bzw. Renningen dann gute Umsteigemöglichkeiten auf die S6 und fertig?

Wenn wirklich die Potenziale vorhanden sind kann man immer noch die S-Bahn nach Calw jagen?! Manchmal kann man da die Welt nicht mehr verstehen.


System Bahn.. kaputt an allen Enden.. Reparatur durch den Eigentümer nicht gewünscht.
Next Stop Frankfurt Airport Long distance Trains

Re: Was kommt nach der Hermann-Hesse-Bahn?

geschrieben von: graetz

Datum: 11.11.22 09:43

Donald Duck 403 schrieb:
Einsatz für schnelle Zugverbindung hält an

Nicht nur die Calwer setzen sich für einen Metropolexpress von Calw nach Stuttgart ein. Auch aus dem Kreis Böblingen melden sich weitere Fürsprecher.

Stuttgarter Nachrichten

[www.stuttgarter-nachrichten.de]
Da wird sich der VRS mit allem gegenstemmen. Die wollen einfach keine Pendler aus ausserhalb der Region mit besseren Bahnverkehr unterstützen. Deswegen torpedieren die ja schon jetzt mit der sinnlosen S62 die HHB.
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