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Elztalbahn schrieb:
Das wäre insbesondere für Reisen mit leichtem Gepäck und BC 100 (kein Fahrkartenkauf, keine Zugbindung, keine Raumbegrenzung, damit Fahrgastrechte weitgehend eh egal) nützlich.
Also mir sind mit BC100 die Fahrgastrechte nicht egal.
Wenn der Umstieg aktuell 10 Minuten beträgt und ich verpasse den Anschluss, habe ich 60 Minuten Verspätung -> Fahrgastrechte.
Zukünftig "gibt" es diese Verbindung gar nicht mehr, ich "brauche" automatisch planmäßig 60 Minuten länger.

Für mich eine Bankrotterklärung von Netz und EVU inklusive einer eklatanten Schönung der Reisendenpünktlichkeit.
Trauriges Autoland Deutschland eben.

Re: Fahrgastrechte kontra Sinn der Zugbindung

geschrieben von: VT

Datum: 10.08.22 13:38

FHBH schrieb:
Hallo,

Die Frage ist, welche konkreten Umsteigeverbindungen jetzt geändert werden.
Wo gibt es (außer der S-Bahn) noch einen nächsten Anschlusszug in wenigen Minuten. Als Beispiel wurde ja eine mögliche Verlängerung der Umstiegszeit von 8 auf 14 Minuten genannt. Oder fallen einfach alle Umstiege unter 14 Minuten weg, und es ist dann eine Verlängerung um 30, 60, 120 Minuten?

Mannheim, und da bin ich tatsächlich schon ein paar Mal gestanden. Von ICE auf ICE sind es acht Minuten. Ab da gibt's sogar Umsteigezeiten von vier Minuten von den IC aus Frankfurt auf den ICE nach Stuttgart. Ansonsten ist es von Frankfurt in Richtung Gäubahn in Stuttgart auch regelmäßig knapp. Ich denke im Einzelfall kann das eine entsprechende Reisezeitverlängerung bedeuten 120 Minuten eher selten und zwischen den Fernverkehrsknoten gibt s ja oft mehrfach bediente Strecken. Dann gehts halt mit dem touristischen IC weiter und nicht mit dem ICE.
gastronomie1916 schrieb:
Es wird fast nur 1:1 die Abgänge kompensiert.
Das ist mir auch schon aufgefallen.
Man erwähnt immer nur die Neueinstellungen, aber nicht die Abgänge.

Re: De facto: Eine Aushebelung der Fahrgastrechte

geschrieben von: smarties

Datum: 10.08.22 13:48

Kann man so sehen, aber der Zweck einer Reiseplanung ist es, zuverlässig und komfortabel ankommen. Sobald Fahrgastrechte erforderlich sind, ist beides nicht mehr erfüllt. Zusätzlich kommt der Stressmoment für die Geltendmachung der Fahrgastrechte und möglicher Folgestress (Sitzplatzreservierung nicht mehr da, gewünschte Sitzplätze im Folgezug nicht verfügbar-> besonders ärgerlich wenn man mit mehreren Personen reist!)
Es mag ja militante Beförderungsfälle geben, die ihre Reise so optimieren, dass sie möglichst ein Fahrgastrechtefall wird. Um die tut es mir (nicht) leid.

Funktioniert wahrscheinlich nicht

geschrieben von: D 2027

Datum: 10.08.22 13:49

Bm235 schrieb:
Muss man dann mit den eigenen Auskunftssystemen der großen Verbünde (VRR und andere) oder ausländischer Bahnen wie ÖBB und SBB ausprobieren, ob die die längeren Übergangszeiten übernehmen oder nicht.
Ich würde sagen nein. Umgekehrt ist es ja jetzt schon so, dass die DB die kurzen Übergangszeiten seriöser Eisenbahnen wie z.B. den SBB nicht mehr korrekt darstellt. Da fliegen Anschlüsse von 3 Minuten wie sie in der Schweiz ja nicht unüblich sind (und natürlich im Binnenverkehr auch funktionieren) einfach raus und die Reisenden, die sich leichtsinnigerweise bei der DB informierten werden auf den nächsten Zug gelenkt. Mal gespannt wie das bei Auskünften von Singen nach Jestetten aussehen wird...

Anyway: in meinen Augen ist das nur der verzweifelte Versuch die Fahrgastrechte zu umgehen.

Erik

Wer in Deutschland das öffentliche Eisenbahnwesen benutzt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. (Karl Lagerfeld, 1933 - 2019, ehem. Modeschöpfer)

Mehr Ausreden für Züge, die nicht warten

geschrieben von: Vesko

Datum: 10.08.22 13:53

Das Anpassen der Umsteigezeiten ist schlau und geschickt. Es hat aber Licht- und Schattenseiten.

Oft wünsche ich mir beim Zugpersonal einen Anschlusszug. Wenn sie zum Ergebnis kommen, dass das kein planmäßiger Anschluss ist, lehnen sie meinen Wunsch meist ab. So werden sie im Zukunft noch großzügigere Räume haben, sich herauszureden, warum ein bestimmter Zug nicht wartet.

Anschluss ICE 684 auf IC 2212 in Hamburg Hbf. Im Normalfall 13 Minuten Umsteigezeit (wird im RIS angezeigt). Letzten Freitag waren es wegen längeren Fahrzeiten nur zwei Minuten Umsteigezeit. Ich habe den Zugbegleiter gebeten, dass IC 2212 noch 1-2 Minuten wartet. Er hat abgelehnt: Kein planmäßiger Anschluss und im Hamburger Hauptbahnhof ist es sowieso so eng, da läuft man lange von Bahnsteig zu Bahnsteig. Also gut. Ich weiß aber, dass fast kein Zug den Hamburger Hauptbahnhof pünktlich verlässt. Also laufe ich gemütlich zum IC 2212 und, natürlich, er steht da und fährt erst 10 Minuten später ab.

jetzt auch in der Tagesschau

geschrieben von: FHBH

Datum: 10.08.22 14:17

Hallo,

jetzt auch bei der ARD / Tagesschau - mit dem Hinweis verlässlichere Auskunft und Reise kontra längere Fahrzeit (weil derzeitige Umstiege nicht mehr angezeigt und gebucht werden können) und Verlust der Fahrgastrechte, weil 60 Minuten später (als heute), morgen vielleicht keine Verspätung, sondern planmäßige Ankunft ist.

LG Daniel
Werntalbahn schrieb:
Elztalbahn schrieb:
Das wäre insbesondere für Reisen mit leichtem Gepäck und BC 100 (kein Fahrkartenkauf, keine Zugbindung, keine Raumbegrenzung, damit Fahrgastrechte weitgehend eh egal) nützlich.
Also mir sind mit BC100 die Fahrgastrechte nicht egal.
Wenn der Umstieg aktuell 10 Minuten beträgt und ich verpasse den Anschluss, habe ich 60 Minuten Verspätung -> Fahrgastrechte.

Für mich war das wichtigste Fahrgastrecht immer die Aufhebung der Zugbindung. Und genau die ist bei der BC100 nicht relevant. Die Entschädigung ist eher zweitrangig, und sie fällt bei BC100 mit 10 € ja eh nicht so hoch aus, erst recht, wenn man den Aufwand für das Ausfüllen und Einreichen des Formulars bedenkt.

Re: Bahn passt Umsteigezeiten an

geschrieben von: Stephan Behrendt

Datum: 10.08.22 14:30

Steht auch so in einer Mail an die Bestandskunden.

------
Gruß
Stephan

Re: De facto: Eine Aushebelung der Fahrgastrechte

geschrieben von: Elztalbahn

Datum: 10.08.22 14:46

smarties schrieb:
Kann man so sehen, aber der Zweck einer Reiseplanung ist es, zuverlässig und komfortabel ankommen. Sobald Fahrgastrechte erforderlich sind, ist beides nicht mehr erfüllt. Zusätzlich kommt der Stressmoment für die Geltendmachung der Fahrgastrechte und möglicher Folgestress (Sitzplatzreservierung nicht mehr da, gewünschte Sitzplätze im Folgezug nicht verfügbar-> besonders ärgerlich wenn man mit mehreren Personen reist!)
Es mag ja militante Beförderungsfälle geben, die ihre Reise so optimieren, dass sie möglichst ein Fahrgastrechtefall wird. Um die tut es mir (nicht) leid.
Ich habe sowas früher auch gemacht: Mittels Fahrgastrechten zuverlässig und komfortable ankommen. Damals hatte ich Termine bei Köln. Ich habe meist den billigen Sparpreis ab Elzach und durch das Rheintal genommen. Bei Anschlussverlust war ich mittels Fahrgastrecht (Aufhebung der Zugbindung) über die KRM trotzdem pünktlich am Ziel.

Re: Funktioniert wahrscheinlich nicht

geschrieben von: Löschzug

Datum: 10.08.22 14:56

D 2027 schrieb:Zitat:

Anyway: in meinen Augen ist das nur der verzweifelte Versuch die Fahrgastrechte zu umgehen.

Erik
Ich denke das wird ein Aspekt gewesen sein aber im allgemeinen hilft es den Fahrgästen eher zur gewünschten Zeit am gewünschten Ort zu sein. Tempo spielt aktuell anscheinend keine Rolle sondern eher möchte man die Pünktlichkeit verbessern. Wenn sich das mit der Pünktlichkeit wieder gebessert hat wird man wieder versuchen auf die Tube zu drücken.
Als Student hab ich mir selbst gern Verbindungen herausgesucht wo eine Umstieg vermutlich nicht klappt nur um später im besten Fall die Hälfte zu zahlen, der Ärger war groß wenn man mal pünktlich war ;-)

Ich bin gespannt wie sich das auf die Verbindungssuche auswirkt... Kursbuch steht schon bereit :-)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2022:08:10:14:56:27.

Re: Fahrgastrechte kontra Sinn der Zugbindung

geschrieben von: kukuk

Datum: 10.08.22 15:04

FHBH schrieb:
Die Frage ist, welche konkreten Umsteigeverbindungen jetzt geändert werden.
Wo gibt es (außer der S-Bahn) noch einen nächsten Anschlusszug in wenigen Minuten. Als Beispiel wurde ja eine mögliche Verlängerung der Umstiegszeit von 8 auf 14 Minuten genannt. Oder fallen einfach alle Umstiege unter 14 Minuten weg, und es ist dann eine Verlängerung um 30, 60, 120 Minuten?

Umsteigen in Hannover wenn ich in die alte Heimat will. Da verlängert sich jetzt der Umstieg von 8 Minuten auf 24 Minuten. Der 8 Minuten Anschluß wird auch schon nicht mehr angezeigt (oder fällt der aus wegen Bauarbeiten?).
An anderen Tagen/anderen Zeiten heißt das 1:08 Stunden warten.
Wobei fairer Weise gesagt werden muß, dass die 8 Minuten schon sehr häufig nicht zu erreichen waren.

Es ist Kundenverarschung

geschrieben von: pm

Datum: 10.08.22 15:08

Umsteigezeiten von 68 Minuten zum Bahnsteig gegenüber ist nichts Anderes-wenn Dir die bisherigen Umsteigezeiten zu knapp waren kannst Du sie ja selbst verlängern.

Re: Fahrgastrechte kontra Sinn der Zugbindung

geschrieben von: pm

Datum: 10.08.22 15:09

aber dann hast du wenigstens 25% Erstattung erhalten-dies will die DB jetzt sparen.

Re: Bahn passt Umsteigezeiten an

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 10.08.22 15:21

VT schrieb:
Michael89 schrieb:
Hallo,

redheat21 schrieb:
Wer dennoch einen früheren Zug erwischt als den gebuchten soll keinerlei Probleme bekommen bei der Kontrolle.
auch beim Sparpreis?
Bei allem anderen sollte man doch keine Probleme zu befürchten haben. Über den Rest habe ich noch keine Meinung.

Schön und gut. Wenn ich aber dann stehen muss im früheren Fernzug dann lieber warten auf den gebuchten. Ob die neuen ausgebildeten Mitarbeiter im Service wirklich bleiben wird sich zeigen. Wie Stress erbrobt die Leute sind. Leider überall so .Überall werden Quereinsteiger genommen. Die nicht das mitbringen was erforderlich ist. Aber Unternehmen nehmen jeden hat man das Gefühl. Nur um stellen zu besetzen. Dann hört man huch muss ja Weihnachten arbeiten und Silvester nee das geht nicht und weg sind sie. Muss man doch vorher alles abklären.

Re: längere Umsteigezeiten

geschrieben von: burovier

Datum: 10.08.22 15:27

Wenn auch im Regionalverkehr 10 Minuten Mindestumsteigezeit eingeführt würden, würden ganz viele extra so eingerichtete, seit vielen Jahren meist problemlos funktionierende Anschlussbeziehungen nicht mehr angezeigt, statt dessen unsinnige mit 65, 125 oder 128 Minuten Wartezeit.

Und auch im Zulauf zum Fernverkehr gibt es viele stabile Verbindungen. Wenn ich jetzt 8 Minuten (nicht mehr angezeigte) Übergangszeit habe, darf ich die zwar nutzen, die eigentliche Zugbindung habe ich dann aber für den Folgezug in 68 Minuten. Zweckmäßigerweise nehme ich also Zugbindung und Reservierung auseinander, denn in mehr als 90 % der Fälle werde ich ja den direkten Anschluss erreichen. Für die Zugbindung auf den müsste ich aber die Verbindung 60 Minuten früher wählen. Das wäre unvernünftig, denn zum einen ist nicht ganz klar, ob in dem knappen NV-Vorlauf meine Fahrkarte ("im NV vor den gebuchten Zügen") überhaupt gilt, zum anderen würde meine Fahrkarte wertlos, wenn der knappe Anschluss doch mal nicht erreicht wird.

Re: längere Umsteigezeiten

geschrieben von: Löschzug

Datum: 10.08.22 15:38

NV im Zulauf zum FV: Dein Fahrschein mit dem Aufdruck "NV" wird gelten, im Verspätungsfall mit einem NV Zug nach der gebuchten Verbindung wirst du aber bei den Fahrgastrechten probleme bekommen.

Re: Bahn passt Umsteigezeiten an

geschrieben von: burovier

Datum: 10.08.22 15:40

redheat21 schrieb:
Wer dennoch einen früheren Zug erwischt als den gebuchten soll keinerlei Probleme bekommen bei der Kontrolle.
Die Frage wird auch sein, ob das rechtlich in den Beförderungsbedingungen geregelt wird, oder als sogenannate "Kulanz", wo dann keiner so richtig weiß, was eigentlich gilt.

Und was ist mit Verbindungen, die schon jetzt nicht angezeigt werden? Auch bei 3 Minuten Übergangszeit kann man einen früheren Zug erwischen. Ebenso ist die Frage, ob man auch verspätete frühere Züge benutzen darf, die man nur wegen deren Verspätung erreicht.

Re: Bahn passt Umsteigezeiten an

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 10.08.22 15:54

Hej,

damit versucht man also den Scherbenhaufen zu retten?

Dann haben wir ja bald MÜZ von 30-60 Minuten :P

Gruß
Tz 4683
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Re: Mehr Ausreden für Züge, die nicht warten

geschrieben von: ingo st.

Datum: 10.08.22 16:00

Die Umsteigezeiten sind in der Schweiz auch großzügiger und daher ist dort der Verkehr letztlich auch pünktlicher.
Mein reden Zügen verlängern, dafür weniger Züge, dafür freiere Trassen. Lieber pünktlich, als mit dem "Sprinter" hetzen und verspätet eintreffen.
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