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DB adaptiert Beförderungsklassen der Airlines (NEU: Ergänzt um realen Hintergrund)

geschrieben von: QYG

Datum: 01.04.16 22:03

Guten Abend!

Auf der bekannten über das Darknet zu erreichenden Informationsplattform DBLeaks sind weitere Fakten zur Fernverkehrsoffensive der DB aufgetaucht. Der in der Vergangenheit als zuverlässige Informationsquelle erwiesene Whistleblower mit dem Pseudonym Hannes Weber hat hier Excerpte und Zitate aus einem Arbeitspapier der DB-Projektgruppe PreisManagementSystem (intern nur PMS genannt) veröffentlicht.


Die Kernpunkte:

1. Die DB adaptiert im Fernverkehr das bewährte Beförderungsklassensystem der Airlines.

2. Die DB strebt im Fernverkehr eine generelle Einheit aus Fahrkarte und obligatorischer Reservierung an.

3. Die Systematik der Bahncards wird erheblichen Modifikationen unterworfen.


Dabei wird aus Rücksichtnahme auf veraltete Buchungssysteme und nur einer teilweisen möglichen Vollkontrolle der Vertriebswege (beispielsweise bei nicht zur DB-Gruppe gehörenden Bahnen) das System der 1. und 2. Klasse zunächst prinzipiell beibehalten, jede Klasse wird aber in jeweils 3 Unterbeförderungsklassen mit unterschiedlichen Preisen, Wertigkeit und Wertschöpfungsmöglichkeit gesplittet.

In der 1. Klasse ergeben sich daraus die Beförderungsklassen 1. Business (Großraumwagen), 1. Business Plus (Abteil) und 1. First (Abteil mit max. 50%-Belegung). Dabei wird die Zuordnung der Abteile flexibel gehandhabt: In Zügen mit hoher Auslastungsprognose (Beispiel: Züge mit Sonderhalt in Hannover Messe/Laatzen) wird nur ein First-Abteil angeboten, umgekehrt wird bei geringer Auslastungsprognose Business Plus zugunsten von First massiv reduziert.

Ähnlich verhält es sich in der 2. Klasse mit 2. Economy (Großraumwagen) und 2. Economy Premium (Abteil). Neu ist die Einführung der 2. Klasse Basic (die exclusiv als zuggebundener Sparpreis vermarktet wird), mit der die DB durch offensive Preisgestaltung Kunden von Fernbussen zurückgewinnen will.

Die Beförderungsklasse Basic wird zunächst nur in bestimmten Zügen angeboten. Bei den IC2 findet sie sich auf den Plätzen 11-13, 101-105 und 171-175. In klassischen ICs wird Basic üblicherweise im Steuerwagen gebucht. Besonderheiten ergeben sich bei den ICEs: Im ICE T wird der Quick-Change-Bereich zu diesem Zweck (auch mit Fahrradstellplätzen) reaktiviert. Weiterhin werden zunächst die Schweiz-tauglichen ICE 1 (wg. des umlaufbedingt möglichen Einsatzes als reiner innerschweizer Binnenzug unter finanzieller Beteiligung der SBB) mit einer entprechenden Kombination aus Basic- und Fahrradplätzen erweitert.

Die damit in einer Testphase gewonnenen Erkenntnisse werden bei der dann anstehenden Modifikationen der restlichen ICE 1 sowie ICE 3 berücksichtigt. Als letzter Schritt soll dann neben der Einführung von Basic im ICE 2 (und auch im Velaro) auch in diesen Zügen voll abgegrenzte Abteile angeboten werden.

Vor allem der letzte Schritt wird aber davon abhängig gemacht, ob die Teile der Kundschaft, die Abteile als subjektives Qualitätsmerkmal empfindet, auch fähig ist, die Konsequenz, dass für die höher empfundene Wertigkeit ein höhere Preis objektiv am Markt gerechtfertigt ist, intellektuel nachvollziehen kann.

Durch die erweiterte Differenzierung der Beförderungsklassen ergibt sich die Notwendigkeit einer verbesserten Auslastungssteuerung. Um eine dafür notwendige qualitativ höhere Belegungsprognose zu erhalten, werden alle Fernverkehrsfahrscheine demnächst mit obligatorischer Reservierung angeboten, wobei bei zuggebundenen Tickets die Reservierung zu 0€ verkauft wird (und damit bei Sparpreisen auch nicht umbuchbar ist).

Umgekehrt wird die kostenlose Umbuchbarkeit einer kostenpflichtigen Reservierung beim Flexpreis Standard. Darüber hinaus wird ein System eingeführt, bei der eine real genutzte Reservierung dem Kunden die Kosten in Form eines Codes für die nächste Reservierung auf ein Kundenkonto gutgeschrieben wird (was natürlich bedeutet, dass bei weiterhin möglicher Reservierung ohne Zuordnung zu einem Kundenkonto diese Option nicht zur Verfügung steht).

Ermöglicht wird dies durch die Einführung einer neuen App (mit der auch ein Self-Check-In per QR-Code am gebuchten Platz erfolgt) und durch die neue Bahncard Flex: Diese wird NFC-fähig sein. Auf die Bahncard Flex können nicht nur Fahrscheine und Reservierungen geladen werden, sie bietet vielmehr neben der Grundfunktion der bisherigen BahnBonusCard auch die Möglichkeit, sowohl die klassischen Bahncards wie auch die dann generell angebotene 3-Monats-Variante aufzuladen (kunden, die beispielsweise eine BC50 im Jahresabo aufgeladen haben, können diese so um eine vergünstigte BC25 erweitern).

In den Zügen erfolgt dabei der Check-In mittels Bahncard Flex zunächst nicht sitzplatzscharf, vielmehr werden im Türbereich einfache, aber robuste Systeme installiert, die eine optimale Durchlässigkeit gewährleisten: Eine rote Anzeige bedeutet, das die aufgebuchte Fahrkarte nicht in diesem Zug gültig ist. Eine orangene Anzeige informiert den Kunden, dass er für diesen Zug ein gültiges Ticket besitzt, die Reservierung aber für einen anderen Wagen vorliegt. Die grüne Anzeige schließlich ist dann selbserklärend.

Die neue Bahncard Flex (in der Farbe Grün) ersetzt damit die bisherige BahnBonusCard sowie die Bahncards 25 und 50. Letztere werden aus rechtlichen Gründen weiterhin (in der Farbe Rot) angeboten, aber nicht mehr offensiv vermarktet. Die BC100 1. Klasse (berechtigt zur Nutzung aller Beförderungsklassen innerhalb der 1. Klasse; sowie bei Zügen, die lediglich über eine 2. Klasse verfügen, dort auch zur Nutzung derselben) wird weiterhin in schwarz angeboten. Gold ist die Farbe der BC100 2. Klasse Economy Premium, Silber die der BC100 2. Klasse Economy.

Unterstützt wird dieses System durch verbesserte Reservierungsmöglichkeiten für BahnComfort-Kunden in einer erweiterten App bzw. durch die kostenlosen Überlassung eines Kartenlesers zum indiviuellen Aufladen von signierten Tickets und Reservierungen auf die BahnCard. Diese Möglichkeit steht (gegen Gerätepfand) natürlich auch jedem Kunden offen, wobei als normaler Vertriebsweg neben dem personenbedienten Verkauf das Online-Tixen auf neue Self-Service-Punkte an den aufkommenstarken Bahnhöfen seitens der DB bevorzugt wird: Der Kunde holt sich seine online gebuchte Fahrkarte (oder auch beispielsweise nur seine Reservierung zu einem vorhandenen ausgedruckten Online-Ticket) quasi im Vorbeigehen auch beim Umsteigen ab.

Der Whistleblower Hannes Weber steht diesen Innovationen kritisch gegenüber. Er führt aus, dass man zur Jahrtausendwende das heutige Preissystem für einen bösen Scherz gehalten hätte und befürchtet für das kommende PMS weitere schier unvorstellbare Details. Letztlich sei diese Entwicklung ein weiterer Sargnagel für die gute alte Bahn.

Dem ist nur eins hinzuzufügen: Und das ist auch gut so!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:04:09:22:19:27.

Re: KISS

geschrieben von: RBD-S

Datum: 01.04.16 22:45

Wie sagen die Amerikaner? Keep it simple, stupid. Halte es einfach, Dummkopf! Sinngemäß: Mach's so einfach wie möglich. Und hier ist mir schon beim Lesen schlecht geworden. Der Zugang zum System Bahn wird durch dieses 6-Klassen-Modell nur erschwert. Da muss man echt studiert haben und im oberen Bahnmanagement arbeiten, um auf diesen Mist zu kommen.

Re: KISS

geschrieben von: tbk

Datum: 01.04.16 22:53

KISS ist das richtige stichwort: Um all diese klassen unterbringen zu können, werden zukünftige IC2 von Stadler beschafft, als doppelstockzüge des typs dieses namens. Dies auch aufgrund der enttäuschenden erfahrungen mit der ersten IC2-generation.

Re: DB adaptiert Beförderungsklassen der Airlines

geschrieben von: SenecaMed

Datum: 01.04.16 22:56

Whistleblower Hannes Weber. Das ist aber ein richtiger Insider. Aber wer könnte diese Informationen besser wissen als der ehemalige Zweite vom Kursbuchleserwettbewerb ?

Soweit ICH weiß, ist Hannes unterwegs mit ICE, X2000, ... und fährt (den SCHÖNSTEN Weg) über Haparanda nach Nordfinnland. Und von da aus nach Seinajöki, wo seine Herzensdame ihre Rosenzucht eröffnet hat.

Merke:

Departure from Dortmund 19:54 (Nineteen-fifty-four), Change in Bozen and Bologna, Arrival in Napoli 19:00 (nienteen-Zero Zero).

Und seien Sie nicht traurig wegen Haparanda. Viel Glück Ihnen. Ihnen Beiden.

Re: DB adaptiert Beförderungsklassen der Airlines

geschrieben von: Alf_H

Datum: 01.04.16 23:45

WOW. So etwas ähnliches gab es schon mal bei dem UR-InterConnex. Tourist- und Business-Class.
Die ÖBB versucht es ja auch mit dem RailJet. Und Versuche gab es ja in Deutschland auch mit dem Metropolitan.
Vielleicht gibt es dann ja auch Fahrkarten mit "C" und "Y"-Klassen- Aufdruck...

... aber wohl doch nur am 1.April 2017... 2018...

Re: DB adaptiert Beförderungsklassen der Airlines

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 02.04.16 05:10

Aha, die Bahn kommt, und natürlich alles wird besser. :) April, april. :)

Dabei gibt es dann künftig noch Billette inklusiv Am-Platz-Verpflegung. Sonst macht das Reisen ja keinen Spass und die Vertriebskanäle kommen auch nicht auf ihren Umsatz, gäll? :)

Herzliche Grüsse
Martin



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:04:02:05:21:49.

Re: DB adaptiert Beförderungsklassen der Airlines

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 02.04.16 15:26

Nachdem aus den ehemaligen Raucherabteilen der Zigarettengestank eh nicht ganz rauskommt und diese von den Nichtrauchern deshalb eh nicht als Nichtraucherabteile akzeptiert werden, gibt es seit gestern eine neue Aufteilung: Bläher- und Nichtbläher. Die ehemaligen Raucherabteile werden zu Bläherabteilen, wo jeder unginiert seinen Darmabgasen freien Lauf lassen kann und sich niemand über anale Geräusche und Gerüche beschweren kann.

Re: DB adaptiert Beförderungsklassen der Airlines

geschrieben von: andreas +

Datum: 02.04.16 16:30

Schön für den 1. April, aber, DB - typisch, etwas verspätet.

Re: DB adaptiert Beförderungsklassen der Airlines

geschrieben von: EC-Goethe

Datum: 02.04.16 19:42

Wenn man es mal umsetzen würde. Zusätzliche Premium 1.Kl einzuführen wie Railjet. Oder im Tagesverkehr im ICE so ein CNL Comfortline Deluxe Single Abteil. Das währe es mit eigenen Bad.

Re: DB adaptiert Beförderungsklassen der Airlines

geschrieben von: tbk

Datum: 02.04.16 19:46

Etwas näher läge übrigens "personal pricing" - schon heute gibt es hotel- und flugbuchungsportale, die apple-benutzern teurere preise vorschlagen. Und je öfter du suchst, desto teurer wird der preis, damit du panik kriegst und schnell buchst.

(Dafür könnten dann die apple-benutzer mit ihresgleichen in den selben wagen gebucht werden, dann haben sie gleich ein gemeinsames thema.)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:04:02:19:46:57.

Sammelantwort und realer Hintergrund

geschrieben von: QYG

Datum: 09.04.16 22:18

Hallo!

RBD-S schrieb:
> Wie sagen die Amerikaner? Keep it simple, stupid.
> Halte es einfach, Dummkopf!

Die Schnappatmung kann eingestellt werden. Meine letztjährige Ankündigung über einen neuen Marktteilnehmer im Fernbusmarkt ist ja auch nicht eingetroffen.


RBD-S schrieb:
> Und hier ist mir schon beim Lesen schlecht geworden.

Danke. Ich nehm das mal als Kompliment.


RBD-S schrieb:
> Der Zugang zum System
> Bahn wird durch dieses 6-Klassen-Modell nur
> erschwert.

Aah, Bullshit-Bingo:

Ad1: Unter "System Bahn" trifft man oft genug auf erst noch zu belegende oder auch zu hinterfragende persönliche Einstellungen oder Erwartungshaltungen, die durch diesen Ausdruck aber als allgemeingültig klassifiziert werden sollen.

Ad2: Der Begriff "Zugang" wird ja geradezu inflationär benutzt (u.a. auch von Personen, die ihr "Ich will billig, billig, billig!" durch die Forderung nach einem "besseren Zugang zu Sparpreisen" zu kaschieren versuchen).


tbk schrieb:
> KISS ist das richtige stichwort: Um all diese
> klassen unterbringen zu können, werden zukünftige
> IC2 von Stadler beschafft, als doppelstockzüge des
> typs dieses namens.

Ich sehe: Noch jemand mit dem richtigen Zugang zu DBLeaks. ;-)


SenecaMed schrieb:
> Whistleblower Hannes Weber. Das ist aber ein
> richtiger Insider. Aber wer könnte diese
> Informationen besser wissen als der ehemalige
> Zweite vom Kursbuchleserwettbewerb ?
[...]
> Merke:
> Departure from Dortmund 19:54
> (Nineteen-fifty-four), Change in Bozen and
> Bologna, Arrival in Napoli 19:00 (nienteen-Zero
> Zero).
> Und seien Sie nicht traurig wegen Haparanda. Viel
> Glück Ihnen. Ihnen Beiden.

Oh ja. Es wird mal wieder Zeit für Popcorn und einen Filmabend:

Zunächst Up in the Air, danach Zugvögel … Einmal nach Inari und zum Schluß Journey into Fear.


Weltreisender schrieb:
> Dabei gibt es dann künftig noch Billette inklusiv
> Am-Platz-Verpflegung. Sonst macht das Reisen ja
> keinen Spass und die Vertriebskanäle kommen auch
> nicht auf ihren Umsatz, gäll? :)

Ernsthaft: Die Möglichkeit, bereits beim Fahrkartenkauf über eine App gleich einen Kaffe etc. zu ordern und zu bezahlen, könnte durchaus im Bereich des Möglichen liegen. Mehr dazu weiter unten...


tbk schrieb:
> (Dafür könnten dann die apple-benutzer mit
> ihresgleichen in den selben wagen gebucht werden,
> dann haben sie gleich ein gemeinsames thema.)

Die könnte man auch in einen seperaten aufpreispflichtigen iBahn-Bereich buchen. Das Zielpublikum würde sich der gesamten Fahrt über gegenseitig versichern, dass es den Aufpreis für das i wert war. :-)


andreas + schrieb:
> Schön für den 1. April, aber, DB - typisch, etwas
> verspätet.

"Mit Bedauern müssen wir Ihnen mitteilen, dass Ihr Ansinnen auf eine Entschädigung aufgrund der Forumsgastrechte leider abschlägig beschieden werden muß. Der ursprüngliche Beitrag erreichte seinen Zielserver am Plantag und war darüber hinaus auch nicht das letzte Posting des Tages. Als wertgeschätzter Leser erhalten Sie jedoch aus Kulanz und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht ein Amenity-Enhancement: Nennen Sie bei Ihrer nächsten erstklassigen Fahrt mit DB Fernverkehr bei der Süßigkeitenrunde dem freundlichen Personal der Deutschen Bodenhansa die geheimen Kennwörter "Oh, die mag ich ganz besonders! Darf ich ausnahmsweise bitte einmal zwei haben?" und greifen Sie dann beherzt zu. Thank you for choosing DSO, take care and good bye." :-)


Und nun zum durchaus ernsthaften Hintergrund:

"Zusätzlich wird der Zeitaufwand für Fahrgeldsicherung
durch Self-Check-In deutlich zwischen 2018
und 2020 reduziert. Die gewonnene Zeit investieren
wir in mehr Service, vor allem in den Ausbau
des Am-Platz-Service in der 2. Klasse."

"Digitale Kundenschnittstelle. Eine der zentralen
Produktinnovationen ist die Vision des „Live Ticket“.
Es vereint Ticket, Reisendeninformation, aktive
Reisendenbegleitung, Feedbacksystem und Kundenbindungsaspekte
in einem Produkt und ermöglicht
eine völlig neue Intensität der Kundenbeziehung. Um
dies zu erreichen, werden wir im Personenverkehr ein
neues, modernes Kundensystem installieren, das die
notwendige IT-Basis bereitstellt."

Zitiert aus "zukunft Bahn", Seite 24. Wer es noch nicht gelesen hat: Hier zu finden.

Das Usenet hat hier übrigens (falls ich es nicht übersehen haben sollte) gegenüber DSO einen Informations- und Diskussionsvorsprung; dort wurde das bereits zum Jahresbeginn thematisiert und um die glaubwürdige Information bereichert, dass der Self-Check-In über eine App realisiert werden soll. Gleichzeitig wurde die Frage aufgeworfen, welche Vorteile der Kunde denn davon hat.

Und da könnte ich mir verschiedene Szenarien vorstellen. Beispielsweise könnte eine Reservierung über die App günstiger angeboten werden. Oder man gibt beim Check-In gleich die Bestellung für den APS auf. Oder man macht ein Reservierung im Zug umbuchbar, damit man eventuell dem Damenkegelklub oder hygienisch herausgeforderten Mitreisenden aus dem Weg gehen kann. Oder man verkauft dem ganz flexiblen Fahrgast ohne Fahrkarte über die App eine solche zwar mit Reservierung, aber ohne Bordpreisaufschlag.

Oder (Achtung: Falle!) man verkauft einen Flexpreis mit Flexreservierung. Das würde allerdings einen hinreichend großen Anteil an Plätzen im Zug bedingen, die als "Nur mit Reservierung" gekennzeichnet sind. Wenn man das macht, kann man in höher ausgelasteten Zügen auch durchaus zusätzliche Reservierungen günstig über die App oder für andere halt eben teurer mit Bordpreis verkaufen (ausgenommen Comfort-Status-Kunden).

Kann natürlich auch sein, dass der Self-Check-In erstmal nur für Technik-Geeks im Vorlauf zur "Vision Live Ticket" angeboten wird...


Guten Abend und angenehme Träume.

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