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Stockholm 1967 – erste Eindrücke von der schwedischen Eisenbahn – Fortsetzung (14 B)

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 03.10.12 08:02

Zuerst noch eine kurze Anmerkung zum ersten Teil: Ich habe mich sehr über die zusätzlichen Informationen und Korrekturvorschläge gefreut, die auch für mich einiges Neues gebracht haben. Dank der Erläuterungen von Frank58 habe ich auch begriffen, was die runden rot/gelben Schilder an den Lok-Ecken bedeuten (der Begriff Stangerllutscher ist für "Außer-Bayrische" aber auch nicht zu verstehen ;-) , gell, Wolfgang). Ich werde die Anregungen bei der Übernahme des Beitrags auf meine Seite berücksichtigen, im HiFo aber nicht mehr ändern, damit die folgenden Einträge verständlich bleiben. Doch nun weiter mit meinem Reisebericht.

Bei recht durchwachsenem Wetter hatte ich mich am Nachmittag des 20.08.67 auf dem Hauptbahnhof der schwedischen Hauptstadt – Stockholm Centralstation – herumgetrieben und war dabei nicht davor zurückgeschreckt, mich zum Fotografieren sogar in das (nördliche) Gleisvorfeld zu begeben. Nach einiger Zeit wurde es aber auch im Bahnhof selbst wieder interessant.

Denn schon wieder tauchte eine (für mich) neue Baureihe auf, die mich als Sechsachser per se in den Bann zog.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Schweden67/b15-Ma_877.jpg

Bild 15:
Ma 877 macht auf mich eher den Eindruck einer schweren Güterzug-Maschine, aber hier war sie mit einem langen Reisezug eingetroffen.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Schweden67/b16-Ma_877.jpg

Bild 16:
Im südlichen Bahnhofsvorfeld, jetzt aber ganz legal vom Rand des Bahngeländes, wird Ma 877 ein weiteres mal beim Umsetzen auf den Film gebannt.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Schweden67/b17-Hg+Du2.jpg

Bild 17:
Südlich der Centralstation überquert die Bahn den Riddarfjord und tangiert dabei auch die darin gelegene Insel Riddarholmen mit Altstadt und Königspalast. Beim Austesten der dortigen Fotomöglichkeiten kam vom Hauptbahnhof her dieses urige Gespann angebrummt: Eine Lok der Baureihe Hg schleppt eine kalte Dk und ein Sammelsurium aus Reisezug- und Güterwagen.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Schweden67/b18-Hg.jpg

Bild 18:
Weit kann die Fuhre nicht gegangen sein, denn schon nach kurzer Zeit kam die Hg als Lz wieder zurück. Auch ich hatte mich inzwischen zur Centralstation zurück begeben und diese Aufnahme entstand schon wieder in der südlichen Bahnhofseinfahrt.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Schweden67/b19-Du2_557.jpg

Bild 19:
Das nördliche Bahnhofsvorfeld erschien mir aber interessanter und so wanderte ich erneut dorthin. Hier konnte ich endlich auch DEN schwedischen Ellok-Klassiker schlechthin ablichten: Du2 Dk 557 mit einem Nahverkehrszug bei der Einfahrt in den Hbf.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Schweden67/b20-X9B.jpg

Bild 20:
In der Gegenrichtung verlässt kurz danach einer der eleganten E-Triebwagen Yoa2 (alte Baureihenbezeichnung, ab 1970 X9) den Bahnhof. Es führt der Kopfwagen ohne Stromabnehmer, also ein Yoa2-B. Im Bahnhof und rechts abgestellt zwei weitere Dk.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Schweden67/b21-X6.jpg

Bild 21:
Den nächsten Triebwagen habe ich damals für einen ganz normalen S-Bahn (ähnlichen) ET gehalten, wie er in Großstädten überall auf der Welt in Massen auftritt. Erst beim Verfassen dieses Beitrags stoße ich darauf, dass von der Reihe X6 Xoa6 überhaupt nur 3 Züge gebaut wurden.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Schweden67/b22-Oc_393.jpg

Bild 22:
Auch die Öc 393, die ich bereits ganz am Anfang im ersten Teilbetrag gezeigt hatte, konnte jetzt in der tief stehenden Sonne noch einmal schön ausgeleuchtet verewigt werden.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Schweden67/b23-Ra_994.jpg

Bild 23.
Die letzte Aufnahme am 20.08.67 zeigt die Ra 994, die sich in den Kopfgleisen vor einen Zug Richtung Norden gestellt hatte.

Einen halben Meter kürzer als die deutsche E41 und leistungsmäßig nur knapp darüber war diese kleine Lok in Schweden ursprünglich als Schnellzuglok vorgesehen und deshalb für eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h ausgelegt.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Schweden67/b24-T21_108.jpg

Bild 24:
Die Übernachtung in Stockholm erfolgte in einer preiswerten Unterkunft in Hafen-Nähe, wo ich beim Aufbruch am nächsten Morgen schnell noch T21 108 ablichten konnte.

Die Zugfahrt Richtung Heimat erfolgte wohl mit dem Schnellzug S127, 10:50 Uhr ab Stockholm, der einen Schlafwagen nach Paris mitführte. Schlafwagen war für uns natürlich zu teuer, weswegen in Kopenhagen (an 20:25 Uhr) vermutlich ein Umsteigen in den E/D376 "Skandinavien-Express" angesagt war, der uns bis Münster brachte, wo ein nochmaliges Umsteigen für die Reststrecke bis Wuppertal notwendig war. Ankunft in Oberbarmen 8:27 Uhr, nach insgesamt 21½ Stunden Reisezeit – das würde wohl heute kein "normaler" Mensch mehr auf sich nehmen.

Die restlichen Bilder entstanden bei dieser Fahrt von Stockholm nach Helsingborg aus dem Zug heraus. Leider habe ich mir damals keinerlei Notizen zu den einzelnen Aufnahmen gemacht, so dass die angegebenen Aufnahmeorte mit Vorsicht zu genießen sind – Bestätigungen und/oder Korrekturen sind deshalb sehr erwünscht.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Schweden67/b25-X16_971.jpg

Bild 25:
Ein Schienenbus-ET – das gab’s wohl nur in Schweden. X16 YBoa6 971 in Norrköping, 21.08.67.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Schweden67/b26-Z65_574.jpg

Bild 26:
In Linköping gab es die Kleinlok Z65 574 zu sehen.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Schweden67/b27-Y6.jpg

Bild 27:
Bei der Ausfahrt aus Linköping kamen wir an einigen abgestellten Schienenbussen der Baureihe Y6 YBo6 vorbei (oder waren es Y7 YBo7 – sind die beiden Baureihen eigentlich äußerlich zu unterscheiden?).


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Schweden67/b28-Ub_278.jpg

Bild 28:
Ein weiterer Schweden-Klassiker waren die dreiachsigen Rangier-Elloks Reihe Ub, von der sich hier die Ub 278 im besten Licht präsentiert. Als Aufnahmeort habe ich Alvesta (inzwischen bestätigt) rekonstruiert, aber es könnte natürlich überall sein. Einzige Eingrenzungsmöglichkeit ist die Randbedingung, dass unser Zug dort gehalten haben muss, da meine einfache Kamera für schnelle Bewegungsaufnahmen nicht geeignet war.


Auf der restlichen Fahrstrecke entstanden keine Fotos mehr. Auch an die beiden Fährstrecken über den Öresund und Großen Belt habe ich leider keinerlei Erinnerungen mehr.

Dafür, dass die Reise KEINE Eisenbahntour war und ich eigentlich nur so nebenbei ein paar Aufnahmen machen konnte, war das Ergebnis, rückblickend betrachtet, sicher recht ordentlich. Ich bin jedenfalls froh, wenigstens diese Aufnahmen "im Kasten" zu haben.

Schönen Tag noch,
Ulrich B.


Edit: Ortsangaben zu den Bildern 25 - 27 nach Rückmeldung aus Schweden korrigiert - Vielen Dank.





4-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:10:03:22:54:18.

Danke (mit Antwort zum Y6/Y7 und Ortskorrektur)

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 03.10.12 09:37

Hallo Ulrich,

besten Dank für diesen Bahnhofsbesuch und natürlich auch die Bilder von der anderen Seite des Meeres.

Zum Y6/Y7 schreibt [www.jarnvag.net], daß der Unterschied rein innerer Natur war, die Sechser hatten die Sitzeinteilung 2+3, die Siebener (ab 1956) 2+2. Weiter unten auf der Seite auch Fahrzeugskizzen. Das Schienenbusbuch schreibt das auch so.

Ich erlaube mir mal, Deine beiden Beiträge nach Schweden zu verlinken: [www.postvagnen.com].

Nachtrag: Als Antwort dort schreibt Jan Lindahl, die vier letzten Bilder seien aus Norrköping, zweimal Linköping und (wie Du schreibst) Alvesta.


Viele Grüße, Sören





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:10:03:10:26:03.

Lolipop

geschrieben von: 44 115

Datum: 03.10.12 09:52

Hallo Ulrich,
diese allerletzte Bermerkung zum Stangerllutscher darf ich noch anfügen. Die auch hier bekannte
Version in Englisch gab's früher mal auch als Lied.
"Keine Eisenbahntour" nennst Du das. Da machen Andere eine genau geplante Bahntour und bringen kaum die Hälfte
dieses Bildschatzes mit nach Hause!
Vielen Dank!
Olaf

Re: Stockholm 1967 – erste Eindrücke von der schwedischen Eisenbahn – Fortsetzung (14 B)

geschrieben von: 52 2006

Datum: 03.10.12 10:50

Interessante Bilder und Infos aus einer mir total fremden Eisenbahnwelt, danke dafür.

Aber das mit den 21 Stunden Reisezeit (ohne zu schlafen) bekommt man auch heute noch problemlos hin, flieg mal nach Südost-Asien oder gar Australien / Neuseeland, am besten mit einer Fluglinie, die irgendwo in der Mitte (Mittlerer Osten, Indien, Malayische Halbinsel, etc.) ihren 'Hub' hat. Mein persönlicher Rekord bis Bandung sind bislang 36 Stunden ohne Schlaf (und dann über 20 Stunden durch schlafen...). Mit der Transsib dürfte das aber noch zu toppen sein.

kondensierte Grüße, Stefan

http://www.stefan-matthaeus.homepage.t-online.de/52KON-1.gifhttp://www.stefan-matthaeus.homepage.t-online.de/52KON-2.gifhttp://www.stefan-matthaeus.homepage.t-online.de/SAR25sm.gif
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Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Wer sich über Signaturen aufregt, hat sonst nix zu sagen.

Re: Stockholm 1967 – erste Eindrücke von der schwedischen Eisenbahn – Fortsetzung (14 B)

geschrieben von: Christian Protze

Datum: 03.10.12 12:59

Moin moin!

Und auch hier der Lebenslauf der Kielerin:

MaK / 800136 / 1958 / T 21 / D-dh / 1435 mm
__.10.1958 Auslieferung an SJ - Statens Järnvägar [S] "T 21 108"
01.06.1989 Ausmusterung
__.__.19xx an Banverket, Borlänge [S](Abstellung als strategische Reserve in Oslättsfors [S])
__.__.2003 an NJM - Nynäshamns Järnvägsmuseum, Nynäshamn [S]

Quelle: loks-aus-kiel.de

Gruß
Christian

Re: Stockholm 1967 – erste Eindrücke von der schwedischen Eisenbahn – Fortsetzung (14 B)

geschrieben von: Uwe Busch

Datum: 03.10.12 15:03

Beim Foto des X6 dachte ich erst spontan, was macht denn ein polnischer EN57 in Stockholm ?

Grüße aus dem Volmetal
Uwe
http://abload.de/img/bahnhofschildmeinerzhy3qro.jpg

Re: Stockholm 1967 – erste Eindrücke von der schwedischen Eisenbahn – Fortsetzung (14 B)

geschrieben von: E-Lok-Woife

Datum: 03.10.12 16:42

Hej Ulrich,


auch der zweite Teil Deiner Schwedenexkursion war wieder äußerst interessant. Eine Ma mit noch nicht

umgebauten Führerständen habe ich leider nicht mehr erleben dürfen - Fluch der späten Geburt... Auch

der gemischte Zug mit der Holzkasten-D war ein echter Hinschauer! Und dann noch die Eleinlok in der

attraktiven Streifenlackierung - alles in Allem ein sehr feiner Bilderbogen!


Erst auf Deinen dezenten Hinweis, daß man "Stangerllutscher" im außerbayerischen Sprachraum vielleicht

auch nicht so recht verstehen könnte, ist mir bewußt geworden, daß das ja ein etwas dialektmäßig gefärbter

Begriff ist. "Lutschstange" für "slickepinne" trifft´s wohl noch am Ehesten.


Ha det bra!


Woife



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:10:03:16:43:57.

Re: Stockholm 1967 – erste Eindrücke von der schwedischen Eisenbahn – Fortsetzung (14 B)

geschrieben von: frank58

Datum: 03.10.12 18:36

Hej Ulrich,

auch von mir ein Dankeschön für die Fortsetzung der Skandinavien-Tour. Beeindruckend die Fahrzeugvielfalt, die Du damals ablichten konntest. Wunderbare Zeitdokumente, um die man Dich wirklich beneiden kann.

Einige Anmerkungen und Ergänzungen seien mir gestattet.

zu Bild 19:
Die 557 wurde erst 1970 in eine Du2 umgebaut. Die Steckdose für die Mehrfachsteuerung (das typische äussere Kennzeichen für eine Du2) fehlt hier. Diese Steckdose wurde an der Fronttür angebracht, zwischen den beiden Scheinwerfern. Die 557 ist zu diesem Zeitpunkt noch als Dk 557 unterwegs.
Interessant ist aber auch der Wagen hinter der Lok. Ein Vierachser mit offenen Endbühnen und einem Mitteleinstieg. Es dürfte sich wohl um einen Bo13-Wagen handeln. Vergleiche mit der Zeichnung im folgenden Link: Str 422_Personenwagen 2. Klasse. In dieser PDF-Datei ist der Wagen auf der Seite 49 dargestellt; Achtung: die Datei ist 10,7 MB groß.

zu Bild 21:
Bis 1970 wurden diese Triebzüge als Xoa6 bezeichnet. Sie waren für den Vorortverkehr von Stockholm gedacht. Obwohl sich diese Triebzüge bewährt haben, unterblieb jedoch ein Weiterbau. Grund hierfür waren Unklarheiten darüber, wer für den Verkehr im Großraum Stockholm zuständig sein soll. Erst 1965 waren diese Kompetenzstreitigkeiten geklärt und es kam zu einer Bestellung von Triebwagen. Die Erfahrungen des X6 flossen in die Neukonstruktion dieser Triebwagen ein, die dann als X1 bezeichnet wurden.
Als Zugabe ein weiterer Link zu einem nun historischen Dokument: Str 422_Motorwagen. Hier findest Du in dieser PDF-Datei auf den Seiten 9 bis 12 Zeichnungen und weiter Angaben zu diesem Triebzug. Die Datei ist 1,3 MB groß.

zu Bild 25:
Bis 1970 wurden diese Elektro-Schienenbusse als YBoa6 bezeichnet.
Schienenbusse wurden unabhängig von der Traktionsart in die Hauptlittera Y eingereiht. Zur Kennzeichnung der Elektotriebwagen diente der Kleinbuchstabe a. Erst 1970 wurde die Trennung Schienenbusse und Motorwagen (Hauptlittera X) aufgegeben. Alle Verbrennungstriebwagen erhielten ab diesem Zeitpunkt die Hauptlittera Y und alle Elektrotriebwagen die Hauptlittera X.

Wolfgang hat noch etwas zu den "Stangerllutscher" angemerkt. Diese Signale hatten noch einen weiteren (heute allerdings wenig gebräuchlichen) Spitznamen, nämlich "polkagrisar" ("Polkaschweinchen"). Diese Name entstand in Anlehnung in die bekannten und beliebten rot-weissen schwedischen Süßigkeiten. Denn bis 1941 hatten diese Signale eine rot-weisse Farbgebung.

Danke, dass Du uns auf Deine Ferientour mitgenommen hast.

Viele Grüße
Frank

Re: Stockholm 1967 – Vorbild PKP ET

geschrieben von: bengt

Datum: 03.10.12 20:20

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Schweden67/b21-X6.jpg

Uwe Busch schrieb:
-------------------------------------------------------
> Beim Foto des X6 dachte ich erst spontan, was
> macht denn ein polnischer EN57 in Stockholm ?

1951 hat ASEA, ASJ und Kockums 16 dreteilige ET an PKP geliefert. Als Vorbild diente zum Teil die SJ ET Litt X7. Nachher wurde weitere ETs in Polen nachgebaut.
Als Vorbild für die 1959 gelieferte SJ ET Litt X6 diente z T die in SE gebauten polnische ET.

Re: Stockholm 1967 – erste Eindrücke von der schwedischen Eisenbahn – Fortsetzung (14 B)

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 03.10.12 20:23

Moin Ulrich!

Auch ich bin von Deiner heutigen Fortsetzung sehr begeistert und schließe mich daher gern den Komplimenten der Vorschreiber an. Die Südausfahrt des Stockholmer Hauptbahnhofes ist übrigens bis auf den heutigen Tag nach wie vor nur 2-gleisig und stellt deshalb einen sehr engen Flaschenhals dar - Änderungen sind bisher nicht in Sicht...

Die 3 X6-Triebwagen wurden übrigens am Ende ihrer Einsatzzeit im Großraum Göteborg eingesetzt. Als dort allerdings genügend Triebwagen der (damals)neuen Baureihe X10 - ab 1984 - ausgeliefert worden waren, wanderten die X6 schnell aufs Abstellgleis und fristeten dort noch 2 Jahre als Reserveeinheiten.

Für Deinen Beitrag dankt Dir mit Grüßen aus Norddeutschland
Helmut

Re: Stockholm 1967 – Vorbild PKP ET

geschrieben von: frank58

Datum: 03.10.12 21:31

Hej Bengt,

tack för informationen.

Aus welchem Grund wurde der Xoa6 (X6) als Motorwagen eingereiht und der "Paprikazug" Yoa2 (X9) als Schienenbus?

Beide Triebzüge hatten Mittelpufferkupplung.
Die Haupteinteilung in Schienenbus und Motorwagen war:
Schienenbus: Spezialkupplung = Mittelpufferkupplung (Hauptlittera Y)
Motorwagen: normale Zug- und Stossvorrichtung (Hauptlittera X)

Gab es auch eine Einteilung nach Gewicht?
Gesamtgewicht für X6 = 144,6 t und
Gesamtgewicht für X9 = 79,0 t.

Beide Triebzüge unterscheiden sich ebenfalls in der Antriebseinheit.
X6 = Mittelteil ohne Führerstand
X9 = Beide Endwagen waren angetrieben und mit Führerstand ausgestattet.

Tack på förhand
Hälsningar
Frank

Stockholm 1967 – erste Eindrücke von der schwedischen Eisenbahn – Fortsetzung (14 B)

geschrieben von: Detlef Schikorr

Datum: 03.10.12 22:59

Hallo Ulrich,

auch ich bin von Deinen Aufnahmen aus Schweden des Jahres 1967 einfach nur begeistert! Was dort für eine Typenvielfalt noch unterwegs war. Zwei Jahre später bin ich mit dem Pkw von Helsingborg an der Küste bis nach norwegen gefahren, ohne auch nur einmal nach rechts und links zu sehen! Wenn ich jetzt Deine Aufnahmen betrachte, was dort noch alles an interessanten Fahrzeugen unterwegs war, die ich einfach ignoriert hatte, kann ich mich heute noch sonstwohin treten!

Danach war ich nur einmal in Schweden, im Juni 1981 zur 125-Jahr Feier der Schwedischen Eisenbahnen.

Zum Glück warst Du vorausschauender und hast uns auf Deine Reise mitgenommen.

Vielen Dank für diese tollen Aufnahmen aus Schweden!

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/58/781958/6331313862616564.jpg

Re: Stockholm 1967 – erste Eindrücke von der schwedischen Eisenbahn – Fortsetzung (14 B)

geschrieben von: martin welzel

Datum: 04.10.12 07:37

Moin Ulrich,

ich freue mich für Dich, welch schöne und interessante Aufnahmen Du in Stockholm und auf der Weiterreise zu Stande gebracht hast! Wie schön, dass wir nun diese Reise mit Dir ebenfals miterleben durften - die alten Schweden sind immer wieder hochinteressant.
Auch ich meinte, da komme im Bild 21 ein polnischer EN57 daher - warum sich die Fahrzeuge gleichen, wurde ja bereits weiter unten dargestellt.

Das Hifo ist mal wieder klasse, die vielen Zusatzinformationen machen das Bild nun noch runder - daher ein Dank an alle, die mit weiteren Infos geholfen haben.

Vielen Dank fürs Mitnehmen,

Martin

Sammeldank

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 04.10.12 08:38

ich möchte mich an dieser Stelle recht herzlich für die vielen zustimmenden Kommentare bedanken, vor allem aber für die zahlreichen Ergänzungen und Korrekturen. Ich habe einiges dazu gelernt, was die schwedischen Baureihenbezeichnungen vor 1970 angeht, was die "Dauerlutscher" an den Lokecken bedeuten und meine Fotoliste freut sich über korrekte Fahrzeugdaten und Aufnahmeorte.

So macht die Mitwirkung im HiFo wirklich Spass.

Danke, und einen schönen Tag noch,
Ulrich B.

[off-topic] Flaschenhals

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 04.10.12 09:47

Helmut Philipp schrieb:
-------------------------------------------------------
> Änderungen sind bisher nicht in Sicht...


Hallo Helmut,

das liegt daran, daß Tunnel die Eigenschaft haben, an der Erdoberfläche zumeist nicht sichtbar zu sein. ;-)
2017 soll ein innerstädtischer S-Bahn-Tunnel fertig sein, der Entlastung bringt: [de.wikipedia.org].


Viele Grüße, Sören

Noch eine unbedeutende Aufnahme am Riddarfjord (1 B.)

geschrieben von: Marcus Benz

Datum: 04.10.12 14:07

Hallo Ulrich,


ich erlaube mir, kurz diese unbedeutende Aufnahme eines Containerzugs mit Rc 1075 auf der Centralbron am Riddarfjord mit dem Königshaus im Hintergrund anzufügen. Ganz links das schwedische Sekretariat des Ostseerates.

Die Aufnahme stammt vom 13.Mai 1998 und hat damit auch bereits HiFo-Alter erreicht.

Der Standpunkt befindet sich nicht weit von der Stelle, an der Du das eigenartige Gespann mit der Hg, der kalten Dk und dem Wagensammelsurium erwischt hast. Heutzutage würde man das wohl in Deutschland einen PbZ nennen, wobei dieser keine Güterwagen mitführt.


http://www.marcusbenz.de/fbf/20110101/Rc1075_Gz_XVS_19980513_1_1024.jpg


Leider ist das eine meiner wenigen Aufnahmen aus Schweden, ich war bislang - entgegen meiner Absichten - nicht mehr dort.


Viele Grüße


Marcus


PS: Du bekommst noch eine Antwort auf die PN zum Thema BR 151, mir fehlt gegenwärtig aber die Zeit dazu.

Re: Stockholm 1967 – erste Eindrücke von der schwedischen Eisenbahn – Fortsetzung (14 B)

geschrieben von: 01 1066

Datum: 08.10.12 21:31

Moin Ulrich,

Schweden ist schön, die schwedischen Eisenbahnen waren schön - und Dein Bericht ist Klasse!

Ist Dir übrigens aufgefallen, daß auf Bild 3 noch etwas Besonderes zu sehen ist? Der alte Kadett verkehrt (noch) im Linksverkehr!

"Dagen H" war erst am 03.09.1967!

Ich war zwar schon einige Male in Schweden (und bin auch häufiger mit "SJ" und "SL" gereist), aber Fotos habe ich leider keine...

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