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Mit HS unterwegs – Dampf in Belgien – Teil 1

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 28.02.11 08:11

Wie es der Zufall will, gab es in der letzten Zeit auffallend viele Beiträge zum Thema Belgien hier im HiFo:

06.02.11 - Guido Rademacher: 1938: "Die belgische Baureihe 7 im Aachener Hbf"
07.02.11 - Martin Welzel: "Dampfloks und Anderes in Brüssel-Nord, 24.5.1985"
13.02.11 - Detlef Schikorr: "SNCB/NMBS Schnellzugdampflok 1.002 zwischen Leuven und Eeklo 1996-1998"
18.02.11 - ME 26-06: "Diesel in Belgien, Teil 4 (mit Links zu Teil 1 – 3)"
20.02.11 - Harald Sydow: "Die Linie38/La Ligne38 in Belgien"
25.02.11 - Ronald Krug: "SNCB/NMBS 1939 Schnellster europ. Dampfzug"

Da passt es gut, dass Herbert Schambach und ich bereits seit Längerem einen Beitrag über belgische Dampfloks vorbereitet haben, den wir heute starten wollen. Als geschlossener Vortrag wurden die Bilder kürzlich beim Stammtisch Ruhr in Bochum gezeigt - für die Teilnehmer dieses Treffens gibt es also nichts Neues zu sehen. Aber wir denken, das Interesse geht über diesen Kreis hinaus und zudem bietet sich so die Möglichkeit einer dauerhaften Zugänglichkeit zu den wirklich sehenswerten Aufnahmen (hier im Forum oder unter der Rubrik "DSo-Beiträge" in der Bundesbahnzeit


Teil 1: Lokomotiven aus belgischer Entwicklung

Das kleine Land Belgien im Westen Europas ist nicht nur reich an Kunst, Kultur und Architektur, sondern auch seit je her in puncto Eisenbahn ein hochinteressantes Terrain. Ein überaus dichtes Streckennetz und eine große Vielfalt an Fahrzeugen und Lackierungsvarianten sorgten und sorgen auch heute noch für reichlich Abwechslung.

Eine in dieser Hinsicht besonders reizvolle Zeit war die letzte Blüte des Dampfbetriebs in den späten 50er und frühen 60er Jahren, als neben den ureigenen Konstruktionen der einheimischen Lokfabriken auch die unterschiedlichsten Typen ausländischer Herkunft in Belgien anzutreffen waren. Die meisten davon Maschinen aus Deutschland, überwiegend preußischer Bauart, die nach dem Waffenstillstandsabkommen von 1918 als sog. "Armistice" Lokomotiven nach Belgien gekommen waren. Daneben gab es zahlreiche Loks und Lokbaureihen aus nordamerikanischer Wiederaufbauhilfe, die sowohl nach dem 1. als auch nach dem 2. Weltkrieg in großem Stil geleistet wurde.

Diese reizvolle Ausgangslage veranlasste HS, mehrere Reisen zu den belgischen Dampfern zu unternehmen. Genaue Informationen, wo welche Typen zu finden wären, gab es damals nicht. Einzige Quelle waren gelegentliche Gespräche mit anderen Eisenbahnfreunden, die davon zu berichten wussten, dass in der Stadt XY noch Loks einer bestimmten Baureihe zu finden wären. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass die Fahrten damals selbstverständlich mit der Bahn erfolgten, ist leicht nachzuvollziehen, dass die Fototouren nicht selten von Überraschungen positiver wie negativer Art geprägt waren.


Wir beginnen mit dem ältesten Loktyp in dieser Beitragsfolge, der Baureihe 44 (ursprünglich Type 32). Hierbei handelt es sich um eine dreifach gekuppelte Naßdampflok, von der zwischen 1902 und 1914 insgesamt 502 Maschinen gebaut wurden. Die Ausführung mit Innentriebwerk und die generelle äußere Gestaltung verraten den starken Einfluss der englischen Lokbauschule auf die belgischen Lok-Konstrukteure dieser Zeit.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Belgien/b01-44_322.jpg
Bild 1
Als 44.322 am 06.09.59 in Herbesthal aufgenommen wurde, ist sie natürlich schon längst keine Betriebslok mehr. Ganz offensichtlich befindet sie sich in Aufarbeitung zur Museumslok, nur Stangen und Lampen fehlen noch. Recht bemerkenswert finde ich die Tatsache, dass in Belgien bereits 1959 die Bereitschaft vorhanden war, eine doch eher unscheinbare Maschine für die Nachwelt zu erhalten.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Belgien/b02-62H54.jpg
Bild 2
Selbst 1960 waren in Belgien immer noch Lok des Typs 44 unter Dampf anzutreffen, wenn auch nur als stationäre Heizanlage. Im Ostkopf des Bahnhofs Oostende bildeten zwei 44er ein fest verbundenes Heizlok-Pärchen, von dem die vordere offensichtlich nur auf einem Hilfsgleis stand. Vor und hinter den Loks befanden sich Querbühnen für die Wartung und Kohlebeschickung der Kessel. Am Führerhaus ist die Nummer 62H54 zu entziffern. Oostende, 05.06.60.



Die Reihe 41, erstes Baujahr 1905, war die Heißdampfvariante der Reihe 44. Die ursprüngliche Typenbezeichnung lautete 32S (S = surchauffee = Heißdampf). Von dieser Bauart wurden insgesamt 307 Maschinen gebaut, von denen die letzten anscheinend noch bis in die 50er Jahre im Einsatz standen. Doch was mögen das für Einsätze gewesen sein?

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Belgien/b03-41_180.jpg
Bild 3
Gleich fünf abgestellte Loks der Reihe 41 fand HS am 05.09.59 abgestellt in Ottignies vor. Von vorn: 41.180 vor 41.199, 41.086, 41.020 und 41.004.

Auf mich machen diese Maschinen einen ungeheuer altertümlichen Eindruck. Ich hätte nie gedacht, dass Ende der 50er Jahre noch so viele dieser urigen Lokomotiven vorhanden gewesen wären.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Belgien/b04-41_180.jpg
Bild 4
Natürlich wurden die Loks auch alle noch einmal einzeln abgelichtet. Davon zeigen wir hier nur die erste, 41.180, weil vorne frei stehend. Das Kürzel "FT" unter der Fahrzeugnummer zeigt an, dass die Lok zuletzt im Bw Dendermonde beheimatet war, wie übrigens alle andere abgestellten 41er auch. Ottignies, 05.09.59.

In der Nahansicht erkennt man ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zu den Naßdampf-Schwestern der Reihe 44: Nämlich die vorn unter der Rauchkammer herausragenden Kolbenstangen-Schutzrohe, als Folge der leicht schräg angeodneten Innenzylinder.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Belgien/b05-41_115.jpg
Bild 5
An anderer Stelle in Ottignies standen weitere Schrottloks herum, so z.B. 41.115, ebenfalls ex Bw Dendermonde (FT). Dahinter steht die Tenderloks 53.321.



Damit sind wir bei der Baureihe 53 angelangt: Einem Naßdampf D-Kuppler, vergleichbar mit den diversen deutschen Länderbahn Maschinen BR 92. Zwischen 1904 und 1926 wurden insgesamt 437 Exemplare dieses Typs gebaut. Damit war sie über viele Jahre hinweg DIE klassische Rangierlok in Belgien, von der letzten noch bis 12/66 im Einsatz standen.

Charakteristische Merkmale dieser Lok waren der Stehkessel Bauart Belpaire, der etwas primitiv wirkende, tonnenförmige Sandkasten und die weit nach vorn gezogenen großen Wasserkästen. Hier erstmals zu sehen: Die bei belgischen Loks weitverbreitete Kaminabdeckung. Man achte auch auf die seinerzeit noch sehr uneinheitliche Spitzenbeleuchtung, die in diesem Fall aus nur einer Laterne an der Rauchkammertür besteht.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Belgien/b06-53_014.jpg
Bild 6
53.014, erledigt den Rangierdienst im Bahnhof Tournai, 05.09.59.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Belgien/b07-53_106.jpg
Bild 7
Bereits kalt abgestellt, ohne Treibstange und ohne Lampen, aber mit sorgfältig verhülltem Kamin: 53.106, Bw St.Ghislain-Hornu, 07.09.59.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Belgien/b08-53_045.jpg
Bild 8
Und auch ein Bild in Farbe können wir zeigen: 53.045 vom Bw Brügge (FR) ist am 05.06.60 mit Rangierarbeiten im Bahnhof Oostende, beschäftigt.



Inspiriert von den 1899 aus England importierten Maschinen der Reihe 17 schuf die belgische Lokfabrik La Meuse im Jahr 1900 die Reihe 15, eine zweifach gekuppelte Tenderlok für den schnellen Personennahverkehr. Dafür wurde der Treibraddurchmesser auf 1800 mm festgelegt, was eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h ermöglichte. Auch Franco-Belge konstruierte eine ähnliche Lok. In verschiedenen Varianten wurden von beiden Herstellern über 120 Loks gebaut, bis dann 1907 erstmals auch eine Heißdampf-Version zur Verfügung stand. Von dieser wurden bis 1913 immerhin noch 78 Loks beschafft, die ab 1925 als Reihe 16 bezeichnet wurden.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Belgien/b09-16_016.jpg
Bild 9
Von der linken Seite zeigt sich 16.016 in ihrem Heimat-Bw St.Ghislain-Hornu (FGH), in dem seinerzeit anscheinend alle noch eingesetzten Loks der Reihe 16 konzentriert waren. 07.09.59. Die Spitzenbeleuchtung besteht hier aus 2 Laternen.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Belgien/b10-16_040.jpg
Bild 10
Am gleichen Tag am selben Ort präsentiert 16.040 die rechte Lokseite. Gut zu erkennen ist nicht nur der Schriftzug "St.Ghislain-Hornu" auf dem Wasserturm, sondern auch der zusätzliche Brennstoff-Vorrat auf dem Führerhausdach. Die sorgsam an der Vorderkante gestapelten Briketts sollen offensichtlich das Bord noch etwas erhöhen.

Ferner bemerkenswert: Der kleine Kasten oben an der Führerhausseitenwand, dessen Sinn uns nicht bekannt ist, sowie die einfache Frontbeleuchtung mit nur einer Laterne.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Belgien/b11-16_040.jpg
Bild 11
Die gleiche Situation noch eimal etwas mehr von vorn: 16.040, St.Ghislain-Hornu, 07.09.59.

Wie die Reihe 53 war auch die Reihe 16 mit einer Schornstein-Verschlußeinrichtung ausgestattet, aber in einer anderen Bauart.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Belgien/b12-16_040.jpg
Bild 12
Dieser Blick ins Bw St.Ghislain-Hornu zeigt nicht nur die mittlerweile bekannte 16.040, sondern im Hintergrund auch noch 81.432 (ex pr. G8.1) und 53.106 (siehe Bild 7).


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Belgien/b13-16_027.jpg
Bild 13
Am 07.09.59 steht 16.027 mit gut gefüllten Reserve-Brennstoffvorräten auf dem Dach Im Bahnhof St.Ghislain-Hornu abfahrbereit vor einem Personenzug. Die Spitzenbeleuchtung besteht diesmal aus einer Laterne unten rechts. Ein Bauteil, das bei den bisher gezeigten Maschinen der Reihe 16 noch nicht zu sehen war, ist das zwischen Schornstein und Dom auf dem Kesselscheitel angeordnete Luftansaugventil, das sich bei Fahrt mit geschlossenem Regler selbsttätig öffnet (wie bei der DB BR 39).


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Belgien/b14-16_045.jpg
Bild 14
Tender voraus sehen wir danach 16.045, ebenfalls im Bahnhof St.Ghislain-Hornu am 07.09.59.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Belgien/b15-16_045.jpg
Bild 15
Der Blick von der lichtmäßig richtigen Seite von hinten auf den Zug zeigt, dass der Kesselscheitel durch Wasserreißen o.ä. stark "geweißt" ist. Schade nur, dass von der alten Wagengarnitur und dem herrlichen Bahnhofsgebäude nicht mehr zu sehen ist. 16.045, St.Ghislain-Hornu, 07.09.59.

Wir hoffen, dass euch der kleine Ausflug zu unserem belgischen Nachbarn und seinen alten Lokomotiven gefallen hat. Im nächsten Teil werden wir uns dann den moderneren Fahrzeugen aus belgischer Entwicklung, den Reihen 1, 7, 12 und 31, zuwenden, bevor es danach mit den Amerikanern und Preußen weitergeht.

Schönen Tag noch,
Herbert und Ulrich





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:02:28:09:15:02.

Re: Mit HS unterwegs – Dampf in Belgien – Teil 1

geschrieben von: wolle.bochum

Datum: 28.02.11 08:16

Hallo ihr beide,

auch beim 2. Blick ist dieser Beitrag immer noch hoch interessant und fesselnd.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Vielen Dank für die hervorragende Aufarbeitung dieses Themas!

Freundliche Grüße

Wolfgang

Re: Mit HS unterwegs – Dampf in Belgien – Teil 1

geschrieben von: martin welzel

Datum: 28.02.11 09:12

Moin Herbert und Ulrich,

es tut richtig gut, diese alten Schätzchen hier nochmals in Ruhe betrachten zu können! Einfach klasse, Herbert, was Du damals auf den Film bekommen hast; und Du, Ulrich, hast wieder einmal Deine virtuose Bildbearbeitung spielen lassen - Chapeau euch beiden!

Schon am Stammtisch Ruhr war ich begeistert von den alten Maschinchen, und wunderte mich auch, dass solch alte Geräte noch Ende der fünfziger Jahre im Dienst standen!

Noch eine Anmerkung zur Reihe 16: Hier sieht man endlich wirklich, wofür der Aufsatz auf dem Führerhausdach gebraucht wurde. Noch mit meinen Aufnahmen vom 24.5.85 in Brüssel-Nord vermutete ich eine Art Zisterne ;-)) zum Sammeln von weichem Regenwasser, aber Helmut (03 1008) kannte bereits die richtige Bedeutung. Als Heizer hätte ich nicht während der Fahrt auf das Dach steigen mögen, um die Briketts herunter zu holen...

http://www.eisenbahnhobby.de/sncb/232-01_16-042_Bruessel-Nord_24-5-85_S.JPG

http://www.eisenbahnhobby.de/sncb/232-02_16-042_Bruessel-Nord_24-5-85_S.JPG


Vielen Dank euch beiden für das Präsentieren dieser schönen Aufnahmen,

viele Grüße,

Martin

Zufälle gibt's! (Ein Foto mit Frage)

geschrieben von: 03 1008

Datum: 28.02.11 09:37

Hallo Herbert, hallo Ulrich,

ganz herzlichen Dank für diese klasse Kooperation! Da erwarten uns ja noch einige Schmankerln.

Es klingt zwar wie Grimms Märchen, aber gerade heute erhielt ich eine Anfrage von meinem englischen Freund Bryan Benn, der gegenwärtig seine Europa-Reisen für das Internet aufbereitet ([www.germansteam.info]). Am 26.03.1972 nahm er in der Nähe von Brüssel diese beiden 44er/41er auf:

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/64/811364/3933333330373466.jpg


Kann vielleicht jemand etwas zur Identität dieser beiden Loks sagen? Da die beiden C-Kuppler relativ gepflegt aussehen: Könnte es sich um die 44.021 und 44.225 handeln? Während 44.225 (Cockerill 2663/1908) ins Leuvener Museum kam, wurde die 44.021 erst im August 2002 (!) verschrottet (Steam Railway September/October 2002, No. 275, S. 6)

Viele Grüße, Helmut

Re: Mit HS unterwegs – Dampf in Belgien – Teil 1

geschrieben von: ME 26-06

Datum: 28.02.11 10:31

Hallo,

wenn man bedenkt das in Belgien bis 1967 alle Dampfloks abgestellt wurden, ist es schon sehr beindruckend diese Vielfalt zu sehen. Wundervoole Bilder einer vergangen Zeit.

St Ghislain ist heute nur noch ein Schatten seiner selbst, der Rbf weitgehend ungenutzt, hier werden nur noch die Züge nach Tertre und in die nähere Umgebung behandelt, das Depot ist jetzt an das PFT / TSP vermietet, wie auch das alte Wagenwerk.

Bei Bild 8 liegt die Vermutung nahe, das die Lok vorher in Schaerbeek beheimatet gewesen sein könnte. Schaerbeek hat die Abkürzung FSR und der Abstand zwischen F und R ist schon recht groß...

Die Reihe 41 lief zum Ende ihrer Zeit noch im Rangierdienst.

Bin schon gespannt auf die Fortsetzung...

Gruss

Alex



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:02:28:10:32:11.

Re: Zufälle gibt's! (Ein Foto mit Frage)

geschrieben von: martin welzel

Datum: 28.02.11 10:53

Hallo Helmut,

ich kann zwar nicht wirklich beitragen, habe aber bemerkt, dass beide Loks einen G8.1-Tender mit sich führen, der im Gegensatz zu den Tendern, die Herbert gezeigt hat, einen Ausgleichshebel zwischen den letzten Achsen montiert hat. Könnte man daraus den Schluss ziehen, dass es sich bei beiden Maschinen damit um die jüngere (Heißdampf-) Bauart handelt?

Viele Grüße,
Martin

Re: Mit HS unterwegs – Dampf in Belgien – Teil 1

geschrieben von: Rolf_311

Datum: 28.02.11 11:00

Tolle Raritäten, brillant präsentiert!

Sorry:
Von mir kommen keine Beiträge und Bilder für die DSO-Foren, bis die Umleitungen rückstandsfrei weg sind!

Alter ist relativ

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 28.02.11 12:48

Hallo Herbert und Ulrich,
danke für's Zeigen dieser Raritäten aus einer mir bislang wenig bekannten Welt!
Auch wenn die Lokomotiven uns heute ungewohnt altertümlich vorkommen, sollten wir bedenken, daß sie damals "nur" rund 50 Jahre alt waren - so wie heute die älteren E 10 und E 40 der DB.
Viele Grüße
Stefan

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/58/781958/6638303363633862.jpg http://foto.arcor-online.net/palb/alben/58/781958/3338386331616233.jpg

Re: Mit HS unterwegs – Dampf in Belgien – Teil 1

geschrieben von: Christian Kehr

Datum: 28.02.11 13:01

Die Bilder sind von einer hervorragenden Qualität. Der Beitrag bzw. die noch zu erwartenden Beiträge greifen ein , so denke ich, publizistisch bisher kaum beackertes Feld auf. Alleine dieser Beitrag gibt mehr Bildmaterial von der alten SncB wieder, als wahrscheinlich den meisten, mich eingeschlossen, in ihrem "Eisenbahnleben" bis dato untergekommen ist. Also in jeder Hinsicht ein verdienstvolles, weil sozusagen den Horizont aufweitendes Unterfangen. Vielen Dank dafür. Die Neugier auf die Fortsetzungen ist allemal geweckt.

Nicht meine Welt - aber trotzdem interessant! (o.w.T)

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 28.02.11 14:36

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
http://www.nachdenkseiten.de/upload/banner/nds_banner_468x60_rounded.jpg

Dank,Bild und Frage

geschrieben von: Bahnwärter

Datum: 28.02.11 16:31

Hallo zusammen,

zunächst einmal meinen Dank für dieses, zumindest für mich, nicht alltägliche Thema. Leider konnte ich den Beitrag in Bochum nicht bis zum Schluß verfolgen - die Pflicht rief. Beim Betrachten der Bilder keimte die Erinnerung an ein Photo aus meiner Ahnengalerie, auf dem hinter meinem Urgroßvater und seinem Heizer eine recht ähnlich aussehende Lokomotive zu sehen ist. Außer dem Aufnahmejahr 1916 sind meinerseits leider keine weiteren Angaben möglich. Vielleicht könnt ihr noch einige Details nennen...





Es grüßt
der Bahnwärter



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:06:13:19:05:31.

Auch wenn es für mich eine Wiederholung ist ...

geschrieben von: ASa

Datum: 28.02.11 19:06

... so habe ich es mir doch gerne noch einmal angesehen.

Kommt auf dem PC auch noch ganz gut an, finde ich.

Grüße!

Asa

Die am Langkessel aufgemalte Nummer ...

geschrieben von: 03 1008

Datum: 28.02.11 20:05

... wurde von der deutschen Militär Eisenbahn angebracht (MA = Maschinenamt). Die Nummerngruppe 01501 - 02100 war für die (alten) Reihen 25 bis, 30 und 32 vorgesehen. Das Foto dürfte eine Lok der alten Reihe 32, der späteren Reihe 44, zeigen. Vielleicht ist auf dem Original-Foto noch die Loknummer auf dem ellipsenförmigen Schild am Führerhaus zu lesen?

Besten Dank fürs Zeigen und viele Grüße, Helmut

Re: Dank,Bild und Frage

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 28.02.11 20:29

nach Rücksprache mit Herbert möchte auch ich mich noch mal zu dem wirklich sehr alten Bild vom Bahnwärter melden.

wie Helmut (03 1008) sind wir der Meinung, dass es sich um eine Lok der späteren Reihe 44 handeln muss (s. Bild 1 und 2), also die Nassdampf-Variante, erkennbar an den nicht vorhandenen Kolbenschutzrohre unter der Rauchkammer bzw. direkt auf der Pufferbohle aufliegend (s. Bild 3 bis 5).

Schönen Abend noch,
Ulrich B.

Re: Danke

geschrieben von: Thomas Splittgerber

Datum: 28.02.11 21:10

Lieber Ulrich Budde!
Tolle Aufnahmen von Herbert Schambach. Wirkliche Leckerbissen!!!
Der Kohlevorrat auf dem Führerhaus bei BR 16 ist schon etwas skurril. Da wurde früher dem Dampflokpersonal schon ne Menge
abverlangt.
Vielen Dank an Euch Beiden!
Gruß von
thomas.splittgerber, berlin

DAS ist HIFo, wie es sein soll!

geschrieben von: Karabük

Datum: 28.02.11 21:11

Schwerstbeeindruckt dankt und grüßt
Karabük

Loknummer

geschrieben von: Bahnwärter

Datum: 01.03.11 01:28

Hallo zusammen,

nach etlichen Versuchen hat mein Scanner nun endlich die Loknummer (3569) einwandfrei, sowie das Bw ansatzweise verraten. Bei dem Bw entziffere ich Mohon. Das wäre ein 1000-Seelen-Ort in der Bretagne.





Es grüßt
der Bahnwärter



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:06:13:19:07:40.

Re: Loknummer

geschrieben von: Michael Kelter

Datum: 01.03.11 05:10

Hallo!

Dazu sollte man anmerken das in Großbrita<nnien auch der Dampfbetrieb früh zu Ende ging (totz zahlreicher Neubauloks nach 1945) und dort auch sehr alte Loks noch im Einsatz standen.

Die 3569 ...

geschrieben von: 03 1008

Datum: 01.03.11 08:31

... ist vermutlich im Oktober 1931 nicht mehr umgezeichnet worden (Kriegsverlust?), zumindest kann ich sie in der Aufstellung bei Dambly, Band II nicht finden. Da 3568 und 3570 letztendlich zur 44.168 bzw. 44.170 wurden, dürfte es sich tatsächlich um eine Lok der alten Reihe 32 gehandelt haben.

Viele Grüße, Helmut

inzwischen...

geschrieben von: Bahnwärter

Datum: 01.03.11 17:05

...habe ich mir bei meiner Mutter das Original (Feldpostkarte) besorgt. Leider ist das Bild auch nicht besser als meine Kopie (auch damals wurden schon Puffer abgeschnitten!). Die Rückseite verrät jedoch noch einige Details, die ich Euch nicht vorenthalten möchte - als kleines Dankeschön für den Einsatz bei der Bestimmung der Baureihe.





Es grüßt
der Bahnwärter



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:06:13:19:04:32.

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