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Mit HS unterwegs – Die Werkloks des AW Schwerte (6 B)

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 17.02.10 07:33

"Oh nein, nicht schon wieder die Schwerter Schrottlok-Sammlung", mag der eine oder andere bei der Überschrift denken. Wer den Beitrag nur deshalb nicht anklickt, verpasst allerdings etwas, denn in diesem Beitrag zeigen wir durchwegs Baureihen, von denen es im HiFo bisher nur wenige oder gar keine Bilder zu sehen gab.

Es geht los mit der Werklok 08/1, die HS bei einer Führung am 11.07.59 im AW Schwerte unter Dampf aufnehmen konnte.

Bild 1:
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Schwerte/b01-SRT_08-1.jpg

Hierbei handelt es sich um eine preußische T3 nach Musterblatt MIII-4e(2), die 1899 von Humboldt unter der Fabriknummer 32 an die KPEV geliefert wurde. Bei der KPEV lief sie zuletzt unter der Nummer Elberfeld 6221, bevor sie 1924 an das AW Schwerte abgegeben wurde. Eine (endgültige) Reichsbahnnummer erhielt sie also nie. Im vorläufigen Umzeichnungsplan von 1923 war für diese Lok die Nummer 89 7511 vorgesehen; andere Quellen, z.B. Moll in seinem T3-Baureihenbuch, sprechen von 89 7512 – was ist nun richtig?

Bild 2:
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Schwerte/b02-SRT_08-1.jpg

Nach einer Neuordnung des Werklokbestands im AW Schwerte wurde diese T3 ab Anfang der 60er Jahre als Werklok 2 geführt (WL1 = V45 006, WL3 = 89 7531). Weitere Bezeichnungen, die aber nur in den Akten zu finden gewesen sein dürften, waren 89 6002 und sogar 089 002-0. Dass für die Lok überhaupt noch eine neue (EDV) Nummer vorgesehen war, verwundert insofern, als dass die Lok bereits seit 1966 abgestellt war und zum 01.01.68 ganz sicher nicht mehr als Fahrzeug des Betriebsbestands zu berücksichtigen war.

Obwohl sich die Lok schon 1967 in einem jämmerlichen Schrott-Zustand präsentierte, wurde sie erhalten und kam 1972 zunächst als Spielplatz-Lok nach Leverkusen-Lützenkirchen (siehe die kürzlich gezeigten Bilder in Dampfloks mit und ohne Dampf in Leverkusen). Verrückterweise war sie dort als 89 7077 beschildert - eine totale Fantasienummer, deren Entstehung mir bisher nicht erklärlich ist. 1986 war auch dieser "Einsatz" beendet und die T3 kam in die Obhut eines Privatmanns in Lübeck.


Kommen wir nun zur großen Werklok des AW Schwerte: Werklok 0/12 ist zweifellos eine preußische T13, DRG Baureihe 92.5. Da anzunehmen ist, dass die Lok erst nach 1925 zum AW-Dienst abkommandiert wurde, dürfte sie noch eine Reichsbahn-Nummer getragen haben. Bloß welche??? Hier sind die HiFo Lokstatistiker gefragt.

Bild 3:
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Schwerte/b03-SRT_0-12.jpg


Schon auf der letzten Aufnahme mit der T13 war im Hintergrund eine weitere Werklok zu sehen, die sicher die interessanteste von allen dieser Tour ist:
Werklok 1 ist eine preußische T8, und zwar die ehemalige 7015 Elberfeld (Linke-Hofmann 514/1908) ex 7004 Posen, die keine DR Nummer mehr erhielt. Die bisherige Annahme, dass die Lok einmal die Nummer 89 066 (= Elberfeld 7014, LiHo 513/08) trug, scheint ein Übertragungsfehler in den Loklisten zu sein (siehe hierzu den Kommentar im Hinweis von Helmut/03 1008 in seinem Kommentar vom 14.09.11). Dieser erst kürzlich offenbar gewordene Fehler hat sich auch in die Lokomotivdatenbank von I.Hütter eingeschlichen, nach der die Lok bei AW Schwerte die Inventarnummer 805.800 besessen haben soll. Äußerlich angeschrieben war aber nichts. Dafür trägt die Maschine am Führerhaus ein Schild mit der Inschrift "Werklok 1 – AW Mülheim Speldorf". Eben dort selbst hatte HS genau diese Lok knapp zwei Jahre zuvor noch fotografiert.

Bild 4:
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Schwerte/b04-SRT_T8.jpg

Wie so viele preußische (Tender-) Loks war die T8 nicht gerade eine Schönheit, aber offensichtlich robust und zuverlässig, so dass sie im Werkstättendienst auch noch lange nach ihrem Rückzug aus dem regulären Planverkehr nützliche Dienste leisten konnte.

Bild 5:
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Schwerte/b05-SRT_T8.jpg


Der Besuch im AW Schwerte am 11.07.59, bei dem alle hier gezeigten Aufnahmen entstanden, war offensichtlich ganz auf die Werkloks ausgerichtet. Nur so ist es zu erklären, dass nur noch eine weitere Lok abgelichtet wurde, und zwar die unfallbeschädigte 50 4003 vom Bw Kirchweyhe, die nach diesem AW Aufenthalt an das Bw Osnabrück Rbf weitergegeben wurde. Als erste 50.40 der DB hatte diese Lok einen vergrößerten Mischvorwärmerkasten auf dem Rauchkammerscheitel erhalten, der sich durch eine stärkere Ausrundung leicht von der späteren Serienausführung unterschied. Dahinter steht eine weitere 50.40, noch ohne Mischvorwärmerkasten.

Bild 6:
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Schwerte/b06-50_4003.jpg


Damit sind alle Aufnahmen vom 11.07.59 gezeigt. Wir hoffen, dass Euch der kurze Besuch im AW Schwerte gefallen hat.

Schönen Tag noch,
Herbert S. und Ulrich B.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:09:17:22:49:58.

Re: Mit HS unterwegs – Die Werkloks des AW Schwerte (6 B)

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 17.02.10 07:48

Hallo Herbert und Ulrich,
ich bin überwältigt, hier Aufnahmen solcher Raritäten zu sehen.
Im endgültigen Umzeichnungsplan von 1925 ist die Trier 6130 als 89 7511 vorgesehen; ich weiß nicht, ob Euch das weiterhilft.
Viele Grüße
Stefan

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/58/781958/6638303363633862.jpg http://foto.arcor-online.net/palb/alben/58/781958/3338386331616233.jpg

Re: Mit HS unterwegs – Die Werkloks des AW Schwerte (6 B)

geschrieben von: martin welzel

Datum: 17.02.10 08:58

Welche Schätzchen - von T3 über T8 (!) bis zur T13 alles dabei!

Lieber Herbert, Du hast damals wunderbare, hochinteressante und seltene Aufnahmen machen können - einfach toll. Vielen Dank an Dich, dass Du uns diese Aufnahmen hier zugänglich machen kannst!

Ulrich, Du hast in bewährter Manier die Bilder fürs HiFo exzellent aufbereitet und auch mit lesenswerten Kommentaren versehen. Danke auch dafür!

Zur ersten Lok habe ich noch eine Frage: Was ist das für ein offensichtlich hochklappbares Anhängsel in Höhe der Kupplung? Konnte man damit in herabgeklapptem Zustand etwaige Unfallloks wie die gezeigte 50.40 verschieben, wenn die Unfallloks keine Seitenpuffer mehr hatten?

Vielen Dank fürs Einstellen,

Martin



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:02:17:08:59:40.

Re: Mit HS unterwegs – Die Werkloks des AW Schwerte (6 B)

geschrieben von: Guido Rademacher

Datum: 17.02.10 09:50

Gut beobachtet Martin, die zusätzliche "Kupplung" ist mir erst durch Deinen Hinweis aufgefallen. Ich bin auf die Antwort sehr gespannt, denn so etwas habe ich noch nie gesehen.

Und damit kann ich überleiten zu Ulrich.
Solche Raritäten aus Schwerte habe ich noch nie gesehen und ich möchte Herbert Schambach und Dir danken, dass Ihr uns diese interessanten Fotos zeigt.

Beste Grüße

Guido

http://www.guidorademacher.de/Banner.jpg

Re: Mit HS unterwegs – Die Werkloks des AW Schwerte (6 B)

geschrieben von: Kohle

Datum: 17.02.10 10:10

war ich doch neugirieg und wurde reich belohnt............Kohle

Re: Mit HS unterwegs – Die Werkloks des AW Schwerte (6 B)

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 17.02.10 10:43

Moin Ulrich!

Einen so frühen fotografischen Einblick in das AW Schwerte - wie hier gezeigt - hatte ich wirklich nicht erwartet. Ich gehöre zwar nicht zu den "Wegklickern" und hätte mir schon allein aufgrund des Autors "Ulrich Budde" diesen Beitrag angesehen! Aber Dein Vorwort ist dennoch angebracht, denn bei "AW Schwerte" denkt man ja in erster Linie an die damalige Lokausstellung der späten sechziger Jahre und liegt bei Deinem Beitrag dann prompt daneben!

Dieser Beitrag ist in der Tat für mich ein Erlebnis, denn so tief (zeitlich gesehen) konnte ich bisher noch nie in die fotografische Geschichte des AW Schwerte eintauchen. Euer hier abgebranntes "Triebfahrzeugfeuerwerk" hat mächtig gefunkelt!

Vielen Dank - auch an Herbert Schambach

Helmut

Zur "89 7077"

geschrieben von: Lothar Behlau

Datum: 17.02.10 10:46

ulrich budde schrieb:
-------------------------------------------------------
> Obwohl sich die Lok schon 1967 in einem
> jämmerlichen Schrott-Zustand präsentierte, wurde
> sie erhalten und kam 1972 zunächst als
> Spielplatz-Lok nach Leverkusen-Lützenkirchen
> (siehe die kürzlich gezeigten Bilder in Dampfloks
> mit und ohne Dampf in Leverkusen). Verrückterweise
> war sie dort als 89 7077 beschildert - eine totale
> Fantasienummer, deren Entstehung mir bisher nicht
> erklärlich ist.

Die Bezeichnung "89 7077" wurde für diese Lok schon 1967/68 in diversen Eisenbahnfreunde-Zeitschriften "gehandelt", sie wurde also nicht für die Spielplatz-Lok extra neu erfunden.

Als Erklärung für diese Nummer habe ich mal irgendwo gelesen (was ich jetzt natürlich nicht wiederfinde), die stamme von einem Aktendeckel (dem Betriebsbuch ?), auf dem in Ermangelung einer "ordentlichen" Betriebsnummer die Baureihe in der Form 89.70-77 (das müßt Ihr Euch jetzt hochgestellt vorstellen) aufgemalt war, und das habe sich dann zur Betriebsnummer verselbständigt. Bevor jetzt Einwände kommen: nach dem vorläufigen Umzeichnungsplan wären tatsächlich die Nummern 89 7001 - 7745 belegt gewesen, es hätte also tatsächlich eine solche Baureihenbezeichnung geben können. Und da die simpelsten Erklärungen oft die richtigen sind, könnte das auch in diesem Fall zutreffen.

Dieser Beitrag hebt sich mal wieder wohltuend von vielen anderen in seiner Umgebung ab, wofür ich herzlichen Dank an die Urheber richten möchte!

Lothar Behlau, der zumindest dieser T 3 auch noch leibhaftig in Schwerte begegnet ist

Ein bißchen Reklame kann ja nicht schaden:
http://666kb.com/i/dhfrdrhib144hb1cj.jpg
Womit ich aber nicht meine Lieblingsfirma meine, sondern das Symbol rechts außen - wer durchschaut, was es damit auf sich hat?

Re: Mit HS unterwegs – Die Werkloks des AW Schwerte (6 B)

geschrieben von: Achim Schorb

Datum: 17.02.10 11:10

Ich war leider nie in Schwerte aber für die spezielle Mittelkupplung am Rangierteckel kann es mehrere Erklärungen geben:
1. zum Verschieben der auf Hilfsdrehgestellen lagernden Lokteile, etc.
2. falls in Schwerte Schmalspurschienen für Loren etc. eingebaut waren zum Schieben derselben oder/und
3. auch zum Verschieben, falls dort auch mal Triebwagen ohne normale Zug- und Stoßvorrichtungen ausgebessert wurden. ....spekuliert

Achim Schorb

Boah!

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 17.02.10 11:47

Da hat HS ja mal wieder Schätzchen abgelichtet - da lacht die Koralle! Die T 8 und die T 13 waren mir als Werksloks im AW Schwerte de dato unbekannt; wieder etwas gelernt.

Interessant ist auch, daß die T3 noch ihre pr. Gattungschilder und das Militärkennzeichen trägt

RUHRKOHLE - Sichere Energie

Re: Mit HS unterwegs – Die Werkloks des AW Schwerte (6 B)

geschrieben von: ingo st.

Datum: 17.02.10 11:52

Hallo,

bei AW Schwerte klicke ich natürlich nicht weg, denke aber weniger an die Hinterstellung von einmaligen Dampfloks, sondern eher an den gescheiterten Beginn einer regionalen Straßenbahnsammlung und der Gründung des FSB Menden.

Die Anheizhalle ist leider das einzige große Gebäude auf dem ehemlaigen AW Gelände, das bislang keiner sinnvollen Folgenutzung zugeführt werden konnte und seit Jahren Brandschäden vorweist.

Vielen Dank für die Raritäten und weiterhin viel Erfolg bei der win-win Zusammenarbeit.

Gruß

Ingo

Re: Mit HS unterwegs – Die Werkloks des AW Schwerte (6 B)

geschrieben von: mavo

Datum: 17.02.10 12:46

Tausend Dank für diese Aufnahmen!

Wenn es eine Infektionsquelle für meine lebenslange Infektion mit dem Eisenbahnvirus gibt, dürften es diese Loks sein.
Mein Großvater war Schlosser im AW Schwerte und erzählte mir, anfang der 50'er Jahre auf diesen Loks eingesetzt worden zu sein.
Nebulös kann ich mich erinnern, das er eines Tages seinem damals 2 oder 3 jährigen Enkel "ganz viele Dampfloks" zeigte...
(Eine war *afair* in der Mitte aufgeschnitten.- Kann also nur in Schwerte gewesen sein!)
Da auch der Großvater meiner Frau im AW Schwerte beschäftigt war, suche ich auf jedem Bild aus dieser Zeit nach Verwandschaft...

Schöne Grüße aus dem Sauerland!
Marcus

Spekulation zur Identität der T 13

geschrieben von: Lothar Behlau

Datum: 17.02.10 12:51

ulrich budde schrieb:
-------------------------------------------------------
> Kommen wir nun zur großen Werklok des AW Schwerte:
> Werklok 0/12 ist zweifellos eine preußische T13,
> DRG Baureihe 92.5. Da anzunehmen ist, dass die Lok
> erst nach 1925 zum AW-Dienst abkommandiert wurde,
> dürfte sie noch eine Reichsbahn-Nummer getragen
> haben. Bloß welche??? Hier sind die HiFo
> Lokstatistiker gefragt.

0/12 - was für eine Nummer! Wie mag das System dazu ausgesehen haben?

Nun, diese Lok kann ich nicht auf Anhieb identifizieren, bis eben wußte ich nicht einmal etwas von ihrer Existenz! Als mögliche Kandidaten möchte ich aber mal die folgenden zur Diskussion stellen, von denen zumindest ein AW-Werklok-Einsatz in der Schwerter Umgebung bekannt ist:
92  528    Union    1910  1859                    --> 1935 Werklok          RAW Recklinghausen    / ++ 1960
92  572    Union    1911  1916    / + 13.08.54    -->      Werklok           AW Recklinghausen    
                                                  -->      Werklok           AW Mülheim-Speldorf
92 1062    Henschel 1922 19319    / + 15.11.57    --> 1958 Werklok           AW Paderborn
92 1081    LHL      1924  2939    / + 02.06.48    -->      Werklok 805.80.1 RAW Paderborn Hbf
Der Verbleib der 92 572 als Lok IV" auf der Zeche Victor, Castrop-Rauxel, schon ab 1937 dürfte hiermit widerlegt sein - vermutlich hat hier wieder das Kesseltauschproblem zugeschlagen.

Weiß also jemand etwas Weiterführendes zur Lok "0/12" bzw. zu den genannten vier 92ern? Auch wenn man alle vier ausschließen könnte, wäre das schon ein kleiner Fortschritt. Bei Ingo Hütter braucht Ihr aber nicht nachzuschauen, das habe ich natürlich schon gemacht....

Lothar Behlau, den Verdächtigen auf der Spur

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Re: Mit HS unterwegs – Die Werkloks des AW Schwerte (6 B)

geschrieben von: Grypsi2

Datum: 17.02.10 13:00

Hallo,

die zusätzliche vordere Kupplung an der T 3-Lok dürfte eine Rangierkupplung sein.
Diese wird nur in den Haken des nächsten Fahrzeuges durch Senkung der Kuppelstange eingehakt, so daß dieses hin und her bewegt werden kann. Zum Lösen der Kupplung von diesem Fahrzeug wird vom Lokführerstand der Lok ein Hebel in Bewegung gesetzt, der über einen Seilzug die Kuppelstange anhebt und das andere Fahrzeug mit der Lok nicht mehr verbunden ist.

Diese Kupplungsart gab es ( bei der DR ) auch auf Rangierbahnhöfen sowie beim Akkuschleppfahrzeug und einigen Kleinloks in Bw, Bww und RAW.
Die Luftschläuche werden in diesem Fall nicht gekuppelt.


Ich hoffe, Euch geholfen zu haben.



Grypsi

zur 92 572

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 17.02.10 13:10

doch doch Lothar, diese Lok lief schon auf Victor!

Ich habe hier

Victor IV"
Dt n2
UKö 1916/11
+ 1960
1937 ex DRG "92 572"
!!! -----> Kessel UKö 1918/11 aus "92 573"

bzw. aus dem 1940er Verzeichnis (einer der wenigen Einträge, die auch die FN° angaben!!!)

Schachtanlage Victor 1/2 : Lokomotiven
1 Hohenzollern 2827 Bn2t 28,0t Typ Schlegel
1 Hohenzollern 2880 Cn2t 42,0t Typ Krefeld
1 Hohenzollern 3013 Dn2t 60,0t Typ T13
1 Union 1916 Dn2t 60,0t Typ T13

stellt sich nun die Frage: welche war dann im AW RE?? Vielleicht diese:

UKö 1917 aus 1910 pr. T 13 Dn2t 1435 neu KED Essen "7926" (vor 1925 v/v)

RUHRKOHLE - Sichere Energie

Was sagt man denn dazu?

geschrieben von: Lothar Behlau

Datum: 17.02.10 13:32

So ganz nebenbei ein neues Rätsel entdeckt, scheint mir.

Joachim Leitsch schrieb:
-------------------------------------------------------
> doch doch Lothar, diese Lok lief schon auf
> Victor!

> 1937 ex DRG "92 572"
> !!! -----> Kessel UKö 1918/11 aus "92 573"
>
> bzw. aus dem 1940er Verzeichnis (einer der wenigen
> Einträge, die auch die FN° angaben!!!)
>
> 1 Union 1916 Dn2t 60,0t Typ T13
>
> stellt sich nun die Frage: welche war dann im AW
> RE?? Vielleicht diese:
>
> UKö 1917 aus 1910 pr. T 13 Dn2t 1435 neu KED
> Essen "7926" (vor 1925 v/v)

Die ganz bestimmt nicht, denn die Recklinghäuser Werklok kam vom Bw Hamm erst nach der Ausmusterung 1954 in den AW-Dienst! Den genauen Angaben in den Bergbau-Unterlagen nach zu urteilen dürfte es sich bei der Nachkriegs-92 572 um eine Zweitbesetzung handeln!?? Oder wäre es denkbar, daß die Lok nur um 1937/40 bei der Zechenbahn war und anschließend wieder zur DR zurückkehrte? Wahrscheinlich nicht.

Kann mir jemand auf die Sprünge helfen?

Lothar Behlau, nicht unbedingt T13-Fan, aber an Rätsellösungen immer interessiert

Ein bißchen Reklame kann ja nicht schaden:
http://666kb.com/i/dhfrdrhib144hb1cj.jpg
Womit ich aber nicht meine Lieblingsfirma meine, sondern das Symbol rechts außen - wer durchschaut, was es damit auf sich hat?

Ist die 92 572 II DB vielleicht eine Beute-Polin? (o.w.T)

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 17.02.10 13:48

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Was soll man dazu noch sagen ...

geschrieben von: 03 1008

Datum: 17.02.10 14:08

... außer:

"Vielen Dank!!!"


an das bewährte Team.

An der T 13 habe ich mir schon im Vorlauf vergeblich die Zähne ausgebissen. Ergänzend zu den von L. B. aufgeführten Kandidaten möchte ich noch die 92 846 in den Ring werfen. Sie war laut

Hanjürgen Wenzel: Die preußische T 13 / T 13.1, in: EK 1/1977, S. 20

von 1953 bis zum 1. April 1958 Werklok # 010 im AW Schwerte, könnte also zum Aufnahmezeitpunkt noch abgestellt vorhanden gewesen sein.

Viele Grüße, Helmut

Tatsächlich, ein neues Rätsel so ganz nebenbei entdeckt, . . .

geschrieben von: Hartmut Riedemann

Datum: 17.02.10 15:25

. . . Lothar, ich komme da leider auch nicht weiter.

Die Lokzählung der RBD Essen zum Stande 01.12.1945 erfasst auch eine 92 572. Leider fehlen jegliche weitere Angaben wie Kesselnummer, letztes Untersuchungsdatum oder Baujahr. Das ist aber nicht ungewöhnlich, fehlen diese Daten auch bei einer Vielzahl weiterer Loks. Beheimatungsangaben fehlen leider generell.
Der Census vom 23.03.1947 führt die Lok im Bw Hamm auf, betriebsfähig. Zur Ausmusterung frei gegeben wird sie mit Verfügung HVB 21.213 Fau 52 vom 13.08.1954 mit dem Vermerk Lok wird Werklok AW Mülheim-Speldorf. Leider liegt mir nur eine Abschrift der Verfügung vor.

Joachim nennt ja Verkaufsdatum und auch Ausmusterung und die Daten scheinen mir insoweit eindeutig zu sein, wir dürfen also davon ausgehen, dass "unsere" 92 572 nicht die Union 1916 ist. Aber welche denn dann?

Und Wichtiges darf ich nichtvergessen:
Herzlichen Dank an Herbert Schambach und Ulrich Budde für den außergewöhnlichen und sehr guten Beitrag!

Beste Grüße
Hartmut

92 572 etc.

geschrieben von: KDH

Datum: 17.02.10 17:13

also ...

ich habe ja damals als Schüler den Bestand der BD Essen durchgeforstet,

92 572 war noch im Mai 1954 in Betrieb und wurde wie Hartmut schrieb am 13.8.54 ausgemustert. In meinen Unterlagen KEIN Hinweis, dass sie Werklok wurde.

Ausserdem war 1954 das AW Speldorf in Auflösung begriffen, wieso sollte es noch eine WEITERE Werklok bekommen, wo doch schon die 89 066 (die kam später nach Schwerte) dort war.

Nach meinen Aufzeichnungen wurde 92 599 am 14.5.57 an die Fa. Thies & Co in Speldorf verkauft (vorher Köln Bbf)

dann eine lange Pause

erst 1954 kam die 92 830 (vorher Bw Hamm P !) zum AW Paderborn (+ 26.1.54)

92 881 wurde 1952 WL in Oldenburg (+14.11.51 ED Münster kein Bw vermerkt)

die 92 891 vom Bw Uelzen stand angeblich 1962 in Hohenbudberg, hier konnte ich kein Ausmusterungsdatum (weder OBL West noch OBL Süd) ermitteln.

Jetzt wird es interessant:

Die Neumünsteraner 92 1062 (+ 15.11.57) wird im Juli 1959 Werklok in Paderborn.

Dazu kommt noch die 92 1081 (+12.6.48), die zunächst Werklok im AW Köln-Nippes wird und 1960 zum AW Paderborn kommt.

So hatte Paderborn gleich drei T13 als Werklok ???

Also dürfte es eine dieser drei Lokomotiven sein.

Leider hat die GDW oft gewechselt (Geschäftsführende Direktion im Werkstättendienst), Essen war es 1962/63, aber zu jener Zeit wurden offenbar die Unterlagen über Werkloks als nicht für nachreichendswert erachtet. So fehlen auch genaue Daten (die fehlten schon 1962/63 als ich die Akten durchstöbern durfte).

Später ab 1968 wurde Köln GDW, dem Umstand haben wir es auch zu verdanken, dass die 03 1013, 01 177, 78 368, 78 027, 64 001, 17 218, 62 003 u.a. dann verschrottet wurden.

Tut mir leid, aber vielleicht kann ja HJW hier klären, er hatte von mir leihweise zum Abschreiben die Kartei der BD Essen, die aber angeblich nach Nürnberg ins VM gekommen ist und seither dort irgendwo verlegt wurde ... Aber da ich diese auch ausgewertet hatte (bis auf die F-Nrn., die waren meine ich auch vermerkt).

Es ist halt ärgerlich, dass es damals noch keine Kopierer gab ...



...

Das Kuppeleisen ...

geschrieben von: KDH

Datum: 17.02.10 17:28

diente dazu, Tender an der Kohlenentnahmeseite anzudocken ...

Gruß
Klaus

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