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Die mysteriöse 66 6006 und andere 6-Geschichten (1 1/3 B/a)

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 11.01.10 07:39

Also, ich bitte doch genau auf die Wortwahl zu achten: Hier geht es nicht um sechs Geschichten und schon gar nicht um Sex-Geschichten, sondern um "6-Geschichten", also Geschichten rund um die Zahl 6. Wie ich darauf komme? 6 x dürft ihr raten.


1) Eine mysteriöse Geschichte

Beginnen möchte ich mit einer Lokomotive, die in sechs Jahren DREHSCHEIBE-Forum Historische Bahn bestimmt noch nie behandelt wurde: Die 66 6006.

Jeder kennt die die beiden DB Neubau-Dampfloks der Baureihe 66, von denen viele meinen, sie seien die besten und ausgereiftesten Maschinen des ganzen Programms gewesen. Nur kamen sie angesichts des fortschreitenden Traktionswandels leider zu spät und wurden deshalb von der DB nicht mehr in Serie beschafft.

Kaum bekannt ist allerdings, dass eine weitere Lok für eine Privatbahn gebaut wurde. Und zwar für die Mülheimer Ruhrtalbahn (MRT), direkt vor meiner Haustür, aber leider noch vor meiner fotografischen Zeit. Diese Bahn benötigte für den ständig zunehmenden Ausflugsverkehr nach Essen-Kettwig und an den Baldeneysee eine schnelle und kräftige Lokomotive und erwarb deshalb eine Lok in der Art der DB 66er. Einsatz ab 1959 unter der Betriebsnummer "MRT 6". Als die MRT kurze Zeit später von der DB übernommen wurde, reihte man die Maschine unter der Nummer 66 6006 ein. Eine gewisse Anlehnung an die 6000er-Nummernsystematik der DR ist hierbei unübersehbar, wenngleich man das im Westen natürlich nie zugegeben hätte.

Während die DB-66er den Weg allen alten Eisens gingen, gelangte die 66 6006 in den Bestand des Eisenbahnmuseums im nahegelegenen Bochum Dahlhausen, wo ich sie kurz nach der äußerlichen Aufarbeitung ablichten konnte. Mit vier Sechsen in der Nummer erscheint mir dieses Bild geradezu wie geschaffen für den heutigen Anlass.

Bild 1:

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/6JahreHiFo/b01-66_6006.jpg


Allerdings war man in Bochum der Auffassung, dass eine "richtige" Staatsbahn-Nummer der Lok doch besser stehen würde und so verpasste man ihr kurzerhand die Nummer 66 002, unter der sie bis heute zu besichtigen ist. Für manche Leute gibt es eben immer nur das Eine: Bundesbahn, Bundesbahn und noch mal Bundesbahn – und natürlich die Bundesbahnzeit .... ;-)))

Bild 2:
Unsere 66er in dem "Outfit", in dem wir sie alle kennen:

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/6JahreHiFo/b02-66_002.jpg

Soweit zu einer wenig bekannte Facette der deutschen Eisenbahngeschichte, zu deren Hintergründen unser HiFo-Experte "Baron von M" sicher noch einiges hinzufügen kann. Auch sonst sind Ergänzungen und Anmerkungen wie immer willkommen. Ich hoffe allerdings, dass die Diskussion dabei nicht ausartet.

Und damit komme ich zum ernsthaften Teil meines Beitrags.


2) Eine Erfolgsgeschichte

Ich bin wirklich froh, dass es das HiFo in dieser Form überhaupt noch gibt. Im Sommer/Herbst letzten Jahres hatte ich zeitweise ernsthaft Bedenken, dass wir den 6. Jahrestag noch erleben würden. Mehrfach hat es mich in den Fingern gejuckt, in die unerfreulichen Kontroversen einzugreifen. Ich habe es dann aber gelassen, weil ich der Meinung bin, dass hier im Forum nur Eisenbahn-Themen diskutiert und persönliche Streitereien woanders ausgetragen werden sollten.

Dabei ist die Sachlage doch eigentlich so einfach:

Die DS-online Foren sind ein kostenloses Angebot der DREHSCHEIBE an alle, die mitmachen wollen.
Dafür sollten wir dankbar sein – ich jedenfalls bin es.

Seitens DS-online besteht gegenüber den Usern keinerlei rechtliche Verpflichtung, da es keine Geschäftsbeziehung zu diesen gibt. Grundsätzlich können die Moderatoren also machen, was sie für richtig halten, z.B. auch Beiträge u/o Kommentare löschen oder User sperren. Eine extensive Ausübung dieses Rechts, die von den Usern als Willkür ausgelegt wird, wird zum Rückzug der User und damit zum Siechtum des Forums führen. Das regelt sich also von selbst.

Das einzige Recht, das wir User gegenüber den DSo Foren haben, besteht darin, uns jederzeit von der aktiven Mitarbeit oder sogar vom passiven Mitlesen zurückzuziehen.

Wir User haben gegenüber DSo ebenfalls keinerlei (rechtliche) Verpflichtung – wohl aber eine gegenüber uns selber !!!

Allen Usern sollte stets bewusst sein, dass wir uns mit jedem Klick, mit jedem Wort, weltweit und unauslöschlich im Internet verewigen. Die Urheberschaft ist leicht herauszukriegen - das verhindert auch kein Nickname o.ä.! Daraus leite ich für mich ab, mir stets vorher Gedanken darüber zu machen, was ich hier von mir gebe und wie ich mich der Öffentlichkeit präsentiere (auch wenn die mich in den wenigsten Fällen persönlich kennt).

Diese einfachen Grundlagen sind in der schlimmen Zeit des letzten Jahres leider oftmals nicht beachtet worden. Auch das Moderatorenteam hat m.E. anfangs etwas unglücklich agiert. Aber schließlich sind wir ja alle Menschen, die eben nicht perfekt sind. Umso beachtlicher finde ich, dass sie die Wogen letztlich haben glätten können und dass somit wieder Ruhe ins Forum eingekehrt ist.

Dafür spreche ich den Moderatoren meinen ausdrücklichen und großen Dank aus.

Dank auch an diejenigen User, die durch beruhigende Kommentare aktiv zur Deeskalation beitragen haben.

Ruhe im Forum - das heißt nicht Friede, Freude, Eierkuchen. Aussagen müssen in Frage gestellt, korrigiert werden dürfen. Schlechte Bilder müssen schlechte Bilder genannt werden dürfen. Aber Kritik muss immer sachbezogen sein und darf nicht in Rechthaberei ausarten. Im Großen und Ganzen haben wir das ja auch hingekriegt und damit im letzten Jahr wieder viele großartige Sachen zu sehen und zu hören bekommen. Besonderes und Alltägliches – Hauptsache historisch. Staatsbahn, Privat- und Werkbahnen, Stadtverkehr, Inland und Ausland – es ist das große Spektrum, was dieses Forum so einzigartig macht.

Dafür ebenfalls ein ganz großes DANKESCHÖN an alle Einsteller.

Ausdrücklich in meinen Dank einschließen möchte ich auch all diejenigen, die sich mit Fragen und Ergänzungen, mit Lob und Kritik an die Beiträge anhängen und damit vielfach erst dafür sorgen, dass sich ein Thema so richtig entfaltet. Verglichen mit anderen Foren haben wir hier eine wirklich einzigartige Gesprächskultur geschaffen, die zwar manchmal etwas entgleist (siehe oben), die insgesamt aber vor allem zu einem breit angelegten Informations- und Wissensaustausch führt. Darauf können wir alle stolz sein. Das gilt es zu pflegen und zu erhalten!

Damit aber genug der salbungsvollen Worte, widmen wir uns den eigentlichen Themen dieses schönen Forums.


3) Eine Bildgeschichte über sechs Sechsachser

Am liebsten würde ich das sechste HiFo-Jahr mit ein paar Bildern der Baureihe 06 feiern – nur, damit kann ich leider nicht dienen. Eine ideale Nummer zum Sechsjährigen wäre auch 66 6666 – aber die gab’s nun mal nicht. Und selbst um die 66 6006 weht ein Schleier des Mysteriösen (siehe oben) ;-))

Ersatzweise knöpfe ich mir deshalb ein paar Sechsachser vor, genauer gesagt Loks mit sechs angetriebenen Radsätzen. Und zwar je zwei Dampf-, Diesel- und E-Loks. Da ich bekanntermaßen Techniker und Technik-Freak bin, habe ich mir sechs verschiedene Achsanordnungen vorgenommen – ein bisschen anspruchsvoll soll’s, dem Anlass entsprechend, schon sein.

Sechs Treibradsätze hintereinander in einem Rahmen ergibt die Achsfolge F. Auf den ersten Blick ganz simpel, aber man muss ja auch um die Kurven kommen. Perfekt gelöst von Chefkonstrukteur Karl Gölsdorf bei der österreichischen Zahnradlok Reihe KkStB 269, später ÖBB 197. Gebaut im Jahr 1912 für die steiermärkische Erzbergbahn, waren die drei Loks dort noch bis Mitte der siebziger Jahre im Einsatz. 197.303 kam mir am 28.01.75 im Rbf Vordernberg vor die Linse.

Bild 3:
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/6JahreHiFo/b03-197_303.jpg


Wesentlich günstiger als die Anordnung aller Radsätze in einem starren Rahmen war unter lauftechnischen Gesichtspunkten eine Aufteilung in mehrere Fahrwerksgruppen. Die Bauart Mallet erlebte dabei vor allem in Nordamerika eine große Verbreitung. Bei einer Dienstreise in die USA konnte ich 1991 rein zufällig einen Vertreter dieser Bauart erleben: Die Museumslok NW 1218 gehörte zur Class A der Norfolk&Western Railroad und galt zeitweise als die stärkste Lokomotive der Welt. Die Achsfolge der 1943 gebauten Maschine lautet (1’C)’C2’ (amerik. Bezeichnung 2-6-6-4). Dieser wirklich kapitale Brocken war am 22.06.91 mit einem Sonderzug entlang des Eriesees unterwegs, hier aufgenommen bei Westfield/NY, ca. 50 km östlich von Erie/PA.

Bild 4:
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/6JahreHiFo/b04-NW_1218.jpg


War bei einer Mallet-Lok die hintere Fahrwerksgruppe noch fest im Rahmen gelagert, so sind bei einer Drehgestell-Lok beide Fahrwerke gegenüber dem Rahmen beweglich angeordnet. Dabei können die Radsätze innerhalb eines Drehgestells entweder gekuppelt oder einzeln angetrieben sein. Den klassischen Fall der gekuppelten Radsätze findet man bei den Ellok-Oldtimern mit Stangenantrieb (z.B. E91, Ce6/8), oder aber, wesentlich moderner, bei dieselhydraulischen Loks mit Gelenkwellen-Antrieb.

Ein ebenfalls recht schwergewichtiger Vertreter dieser Spezies kam mir 24.11.93 in Peking vor die Flinte: Die 1972 von Henschel an die Chinesische Staatsbahn gelieferte NY6 0004, Achsfolge C’C’, 2 Motoren mit zusammen 3380 kW (4600 PS) und 23t Achsdruck.

Bild 5:
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/6JahreHiFo/b05-NY6_0004.jpg


Bei elektrischen und dieselelektrischen Lokomotiven war es dagegen schon frühzeitig möglich, alle Radsätze einzeln anzutreiben. Als Beispiel dafür soll die belgische Rundnase 204 005 dienen, aufgenommen am 15.06.66 in Köln Hbf. Achsfolge Co’Co’, 1 Motor mit 1140 kW (1550 PS), Gesamtgewicht 108 t.
Nur mal so zum Vergleich: Die dieselelektrische Lok kommt damit auf ein Leistungsgewicht von 10,6 kW/t, die etwa gleich alte V200 mit dieselhydraulischer Technik dagegen auf 24,5 kW/t !

Bild 6:
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/6JahreHiFo/b06-204_005.jpg


Wer glaubt, mit zwei dreiachsigen Drehgestellen wären wir durch, der irrt - man kann das Fahrwerk ja auch in drei zweiachsige Gruppen aufteilen. Zum Beispiel, indem man die beiden mittleren Achsen fest im Rahmen lagert und davor und dahinter je ein zweiachsiges Drehgestell anordnet. So gemacht bei diesem italienischen Ellok-Saurier, den ich am 25.03.68 im Bahnhof Roma Termini ablichten konnte: E626 006, Achsfolge Bo’Bo Bo’.

Bild 7:
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/6JahreHiFo/b07-E626_006.jpg


Dreiachsige Drehgestelle haben den grundsätzlichen Nachteil, durch höhere Führungskräfte einen höheren Verschleiß an Fahrzeug und Fahrweg zu verursachen als zweiachsige DG. Je schlechter die fahrtechnische Auslegung, desto höher der Verschleiß. Eine 103 würde nach heutigen Regeln gar nicht mehr zugelassen, geschweige denn solche "Schienenmörder" wie die DR 120 und 130 ff. Den Ausweg suchte man, zuerst in der Schweiz, durch die Verwendung von 3 zweiachsigen Drehgestellen, von denen das mittlere natürlich nicht nur drehbar, sondern auch seitenverschiebbar angelenkt sein muss. Nach vier Prototypen (mit starrem und mit Knick-Kasten) ging ab 1975 die Re6/6 in Serie. Hier die erste Serienlok, Re6/6 11605, Achsfolge Bo’Bo’Bo’, am 03.09.87 in Pratteln.

Bild 8:
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/6JahreHiFo/b08-Re6-6_11605.jpg


Ich hoffe, mein bunter Geburtstags-Strauß an Geschichten rund um die Zahl Sechs war nicht zu langatmig und ermüdend. Wie ihr sicher festgestellt habt, habe ich zur Feier des Tages mal weit über meinen sonst üblichen Bundesbahn-Tellerrand hinaus geschaut. Ich denke, das ist dem Jahrestag angemessen und auch als kleiner Hinweis/Wunsch zu verstehen, im nächsten HiFo-Jahr auch historische Themen aus dem Ausland nicht zu kurz kommen zu lassen.

Ich freue mich mit euch auf das nächste HiFo-Jahr,
Ulrich B.





3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:08:16:20:54:45.

Danke für Deine gute Idee ...

geschrieben von: sc

Datum: 11.01.10 08:38

... und den facettenreichen Beitrag, lieber Ulrich.

Deinen Wünschen möchte ich mich fast uneingeschränkt anschließen, den mich interessieren halt am meisten Themen aus der Bundesbahnzeit ... :-)

Viele Grüße aus HH
Stefan

Hier geht es zu meinen bisherigen Beiträgen
und weiteren Inhaltsverzeichnissen
http://www.abload.de/img/012061104kl41bk.jpg

Alles Gute!

geschrieben von: Olaf Ott

Datum: 11.01.10 08:42

Guten Morgen, liebe HiFo-Freunde!

Nach dem Lösen der ersten witterungsbedingten Logistikproblem"chen", ein kleiner Kontrollblick zur Entspannung ins HiFo.

Sind es nun wirklich schon 6 Jahre her? Wie heute kann ich mich an die ersten Beiträge erinnern.
Und auch die Frage, ob es wohl genug Informationen für solch ein Forum gibt, wurde gestellt.

Für mich brachten diese 6 Jahre sehr viele neue Informationen, gruben verschüttete Wissensreste wieder auf und
brachten mir viele Gelegenheiten sich als "Altpapierassel" zu betätigen.

Als ganz besonderen Gewinn für mich waren in diesen vergangenen Jahren die Auffrischung von alten Kontakten, die
teilweise schon 30 Jahren geruht haben. Und auch neue Kontakte, die nicht nur im Netz, sondern auch im wirklichen
Leben stattgefunden haben, gaben mir viel Freude.

Neben all den Teilnehmern und den "Machern" im Hintergrund möchte ich hier noch einmal Horst Foege danken, der die grandiose Idee
vorangetrieben hat, dieses Forum zum Leben zu erwecken.

Ich hoffe, Ihr werdet mich in den nächsten Jahren mit meinem trockenem Altpapier ertragen, da ein Scannen von Bildern
sicher erst nach 2019 (Wenn ich denn gesund bleibe), intensiver durchgeführt werden kann.

Seid dort draußen in der Welt gegrüßt und bleibt diesem Forum gewogen.

Besondere Grüße an diejenigen unter uns, die mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben und
denen das HiFo Kraft gibt.

Viele Grüße aus dem verschneiten Süden sendet

Olaf Ott

@Ulrich: Danke für diesen Strauß verschiedenster Eisenbahnfahrzeuge und an das "Erinnern"



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:01:11:12:43:23.

Re: Die mysteriöse 66 6006 und andere 6-Geschichten (1 1/3 B/a)

geschrieben von: martin welzel

Datum: 11.01.10 08:44

Solch ein schöner Geburtstags-Strauß, Ulrich!

Du wirst lachen, die MRT6 habe ich noch dunkel aus Erzählungen in Erinnerung - war nicht der Vater unseres ehemaligen Kollegen Johann Wolfgang Lokführer auf der Strecke Saarn - Kettwig vor der Brücke? Diese Strecke endete aber dort und man konnte nicht zum Baldeneysee gelangen.
;-))

Das Bild der "richtigen" 66 002 entstand übrigens am 30.9.85, nicht wahr? Dahinter steht 64 446, links ist noch die 75 1118 zu sehen.

Deine Ausführungen zum HiFo teile ich uneingeschränkt und ich hoffe, wir können so in Ruhe noch viele Jahre weitermachen.

Und für das Potpourri Deiner Lokomotivgiganten kann ich nich nur bedanken - die US-Dampflok auf der Tressel ist eine Wucht!

Danke für Deine Einlassung,

bis heute Mittag,
Martin

Re: Die mysteriöse 66 6006 und andere 6-Geschichten (1 1/3 B/a)

geschrieben von: HeinzH._MS

Datum: 11.01.10 08:53

ulrich budde schrieb:
-------------------------------------------------------


Moin Ulrich,
ganz herzlichen Dank für Deinen launigen Beitrag so früh am Morgen!
Deine folgende Anmerkung wirft allerdings (Nach)Fragen auf:

> (....) Dreiachsige Drehgestelle haben den grundsätzlichen
> Nachteil, durch höhere Führungskräfte einen
> höheren Verschleiß an Fahrzeug und Fahrweg zu
> verursachen als zweiachsige DG. Je schlechter die
> fahrtechnische Auslegung, desto höher der
> Verschleiß. Eine 103 würde nach heutigen Regeln
> gar nicht mehr zugelassen, geschweige denn solche
> "Schienenmörder" wie die DR 120 und 130 ff. (.....)

Immerhin gibt es mit der Voith Maxima einen in Deutschland frisch zugelassenen Sechsachser und auch die sechsachsige dänische Drehstromlok EG 3100 ist nicht gerade als Oldtimer zu bezeichnen....

Bis später,
HeinzH.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:01:11:08:54:17.

Super-Idee, ich füge noch ein Bild der 52 6666 bei ...

geschrieben von: KDH

Datum: 11.01.10 09:00

http://img27.imageshack.us/img27/5296/526666lwspgraefenroda19.jpg

23.2.91 Gräfenroda (mal 'ne andere Stelle ...)



...

Auch von mir ein 6er, ... (m.1B.)

geschrieben von: Bernhard Terjung

Datum: 11.01.10 09:14

... nämlich der 795 666 vom Bw. W.-Steinbeck zusammen mit seinem Kollegen 795 665 im unermüdlichen Einsatz auf der Samba-Strecke W.-Elberfeld - W.-Cronenberg am 14. Februar 1976, aufgenommen bei W.-Hindenburgstraße.

http://img192.imageshack.us/img192/3409/7600234a.jpg

Ich danke allen Machern und Moderatoren und wünsche diesem fantastischen Forum viele weitere gedeihliche Jahre!

Bernhard



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:01:11:15:20:49.

6-achsig? - gab es auch mit Jakobs-Drehgestellen

geschrieben von: christoph beyer

Datum: 11.01.10 09:30

Bei 6-achsig fallen einem Strassenbahnfreund natürlich die Erzeungisse aus dem Hause Düwag ein!

Nach dem gleichen Prinzip hat es aus dem Hause Krupp sogar eine Diesellokomotive mit Jakob-Drehgestellen gegeben - und die wäre eine nette Ergänzung zu den Geburtstagsüberlegungen von Ulrich Budde: Krupp lieferte im Juni 1954 unter der Fabriknummer 3118 eine sechsachsige diesel-hydraulische Lok an die EFVM (in Brasilien) aus. Dort lief sie unter der Nummer 551 und wurde 1963 abgestellt. Die dieselelektrischen B12 hatten da eher überzeugt.

Nachlesen kann man ihre Geschichte ab Seite 31 hier: [books.google.de] . Auf dieses Buch bin ich nur "nebenbei" gestossen - aber vielleicht ist er ja für Ulrich Budde oder Martin Welzel von Interesse ...

Liebe Grüße - christoph beyer



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:01:11:10:42:43.

Re: E626

geschrieben von: joh

Datum: 11.01.10 10:03

Bei der E626 habe ich Zweifel, ob das mittlere Fahrwerk wirklich ein "Dreh"-Gestell im klassischen Sinne ist. Es scheint mir mit den Lokuntergestell und -kasten fest verbunden zu sein.

Darauf lassen zumindest die anscheinend fest verlegten Sandfallrohre schließen, sonst kann man durch den Schatten nicht viel erkennen. Dann wäre deren Achsfolge Bo'BoBo', ein bisschen so ähnlich wie bei den österreichischen Baureihen 1570 und 1670 mit (1A)'Bo(A1)'.

Das heißt, die Enddrehgestelle müssen durch ihre Querfederung die nicht unbeträchtliche restliche Masse der Lok im Gleis führen, ähnlich wie bei einer 2'B2'-Dampflok.

Gruß
Johannes

Re: Die mysteriöse 66 6006 und andere 6-Geschichten (1 1/3 B/a)

geschrieben von: 52 2006

Datum: 11.01.10 10:17

In der Tat ein erstaunliches Forum, sehr vielfältig, in seiner Vielfalt sogar weltweit einzigartig würde ich sogar sagen, und ein Ende ist zum Glück nicht in Sicht. Kommentar entfernt ... Allerdings es gibt immer noch ein fettes Problem in diesem Forum, und da geht es in der Tat um das Ende, und um den Anfang. Hier müssten mal die Moderatoren aktiv werden, denn das Ende, und damit der Anfang, ist wirklich nicht in Sicht, es sei denn man hangelt sich seitenweise durch, wenn man in der Themenübersicht oben hinter 1 2 3 4 5 ... auf "Ende" klickt, um mal die allerersten Beiträge zu fröhnen, so kommt man an den Anfang, also an das Ende der derzeitigen Diskussionskette, also nach "Heute". Wie ist das zu verstehen? Ein simpler Fehler, oder symbolhaft?

Zum Sechsten habe ich hier auch einen kapitalen Hirsch für euch, so sagt doch der Jäger, wenn er einen Sechsender erlegt, und diese hier sind bis auf zwei Exemplare alle leider erlegt:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/6/6b/Hanomag_Lok_00.jpg
Entliehen aus dem Hanomag-Artikel in der Wikipedia, meine Fotos dieses kapitalen Sechsenders, alle beide leider im bewegungsunfähigem Ruhestand, sind ja nicht wirklich historisch. Die Achsfolge 1F1 dieser formschönen Hanomag-Lok bezeichnet man übrigens als "Javanic", und so wünsche ich mir, dass in diesem sechsten Jahr doch einige mal endlich ihre Java-Sammlungen aufmachen, Sumatra ist natürlich auch willkommen, immerhin sind diese Javanics auch auf dem Gleisnetz von Süd-Sumatra gelaufen, natürlich sind auch die kleineren Spurweiten, zum Beispiel 600mm, willkommen, es kommt ja immer wieder mal der eine oder andere Beitrag ins Forum geflogen, wie dieses Wochenende, etwas hervor...

kondensierte Grüße, Stefan

http://www.stefan-matthaeus.homepage.t-online.de/52KON-1.gifhttp://www.stefan-matthaeus.homepage.t-online.de/52KON-2.gifhttp://www.stefan-matthaeus.homepage.t-online.de/SAR25sm.gif
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Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Wer sich über Signaturen aufregt, hat sonst nix zu sagen.

Zur Achsfolge der E626

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 11.01.10 10:30

Hallo Johannes,

Du brauchst keine Zweifel bezüglich der Anordnung der beiden mittleren Radsätze bei der E626 zu haben - es ist genauso, wie von Dir beschrieben.

Allerdings hatte auch ich das exakt so in dem Bildtext (über dem Bild) ausgeführt. Deshalb habe ich auch bei der Angabe der Achsfolge den Apostroph hinter dem mittleren "Bo" weggelassen.

Nix für ungut und schönen Tag noch,
Ulrich B.

Re: Die mysteriöse 66 6006 und andere 6-Geschichten (1 1/3 B/a)

geschrieben von: Rolf_311

Datum: 11.01.10 11:09

Den Glückwünschen und Danksagungen an die Macher der Drehscheibe-Foren schließe ich mich gerne an!
Speziell das HiFo ist einzigartig und ohne würde mir sicher was fehlen!

Sorry:
Von mir kommen keine Beiträge und Bilder für die DSO-Foren, bis die Umleitungen rückstandsfrei weg sind!

Re: Zur Achsfolge der E626

geschrieben von: joh

Datum: 11.01.10 12:08

Hallo Ulrich,

Stimmt, Du hast ja schon alles beschrieben. Wer lesen kann...

Gruß
Johannes

Ich bin zwar erst ...

geschrieben von: 01 1066

Datum: 11.01.10 13:19

... seit einem knappen Jahr dabei, aber dennoch auch von mir dreimal 6:

1971-09-16 Rheine 035 (043 666).jpg

Und DSO, insbesondere dem HiFo weiterhin gutes Gelingen und viele interessante Beiträge.

666, the Number of the Beast..,

geschrieben von: Josef-Schwejk

Datum: 11.01.10 16:50

Moin,
zwar kratzen meine ersten Bilder gerade erst an der Hifo-10-Jahres Grenze und ich bin entsprechend selten hier aktiv, aber allen Einstellern sei mit dem satanistischen Gagarin im streng katholischen Nachbarland gedankt:

http://img.webme.com/pic/t/taigatrommel/666-6-6.jpg
ST44 666, Bw Tarnowskie Gory.

Grüße, der Schwejk

Es ist schon traurig, dass ich nun im ...

geschrieben von: domino

Datum: 11.01.10 17:22

... 2. Jahr hintereinander dieses Datum verschlafen habe.
Hallo Ulrich,
schön das du uns wenigstens noch daran erinnerst hast. Die ersten 4 Jahre war es auch in meinem Kopf noch ein festes Datum.

mfg Klaus

http://www.dominobahn.de/jk6.jpg

Danke...

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 11.01.10 17:25

* Dir Ulrich für diese wohlgesetzten Worte, denen ich nichts mehr hinzuzufügen habe - an vielen Stellen habe ich zustimmend nickend vor dem Bildschirm gesessen!

* Den Machern der Arbeistgemeinschaft Drehscheibe e.V., die es ermöglichen, diese Online Plattform im Netz für alle verfügbar zu machen - ganz besonders an Frank und Michael.

* Unserem unermüdlichen Admin Alfons und all' seinen moderierenden Helfern, die oft genug ihre liebe Not mit Entgleisungen mancher user haben und wenig genug mal ein "Danke" zu hören bekommen.

* allen HiForianern, die diese einmalige Plattform mit prallem Leben und einer Expertise gefüllt haben, das einem oft Hören und Sehen vergeht - die gerahmten Dankesschreiben von Tastaturherstellern an meiner Wand veröffentliche ich dann mal in 20 Jahren ;))

* für die netten virtuellen, aber mittlerweile doch sehr zahlreichen persönlichen Kontakte, die sich durch dieses Forum ergeben haben und ich nicht mehr missen möchte.

und last not least

* Danke an Horst F. aus E. für sein unermüdliches Wirken am Zustandekommen des Forums Historische Bahn

RUHRKOHLE - Sichere Energie

Jahrestage

geschrieben von: Klaus Habermann

Datum: 11.01.10 17:58

Guten Abend,

da habe ich mal nachgeschaut, Alfons hat gerade noch so am 10. Januar 2004 das HistFor eröffnet. Damit ist das Forum "Historische Bahn" genau 10 Jahre jünger als die Deutsche Bahn AG. Der entsprechende Staatsakt fand am 10. Januar 1994 auf dem Berliner Ostbahnhof, Bahnsteig 1, statt. Mal sehen, wann es für das HistFor einen Staatsakt gibt :-) Meine ersten Bilder im Jahre 1994 machte ich jedoch erst am 14. Januar auf dem Dresdner Hauptbahnhof, eines davon war schon mal hier im Forum zu sehen, hier nun in neuer Bearbeitung:

http://klaushabermann.privat.t-online.de/hf_6_03001.jpg

Und auch noch etwas passendes zu den 666er Loks, möglichst mit 6 Achsen:

http://klaushabermann.privat.t-online.de/hf_6_TschS2-666.jpg

Dies war im August 1995 im Bahnhof Tatarskaja der Transsib. In der 666 bin ich dann von Omsk bis Nasywajewskaja mitgereist. Zugnummer 35 oder 36 - firmenni poesd "Altai".

Diese beiden Bildern allen hiesigen Aktiven als Dank dargereicht, möge es weiterhin friedlich und konstruktiv zugehen!

Noch ein Hinweis auf einen weiteren Jahrestag: Übermorgen jährt sich die Bestellung eines Reko-Kessels in Halberstadt zum 50. Mal. Allerdings ist dieser Kessel mittlerweile als Moniereisen, Coladose oder Lkw unterwegs, die Lok ist jetzt mit anderem Kessel unterwegs.

Beste Grüße

Klaus

http://www.klaushabermann.privat.t-online.de/zugparty0903banner.jpg

Chinesische V 460

geschrieben von: Die Lorenmagd

Datum: 11.01.10 18:52

Ulrich, klasse Bilder!

Besonders die Chinesische "V 460" im Einsatz hat es mir angetan, sie kannte ich bislang nur von Werkfotos!

Die Lorenmagd grüßt!

Jahrestag

geschrieben von: domino

Datum: 11.01.10 19:09

Hallo Klaus,
vom Datum der Ankündigung her mag der 10.1. richtig sein, nutzbar für die Allgemeinheit war es aber definitiv
erst ab den Nachmittagsstunden des 11.1.04.

mfg Klaus

http://www.dominobahn.de/jk6.jpg

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