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Der Blick über den Zaun: Diesels und Anderes in Lubumbashi, 01/1991 (m. 23 B.)

geschrieben von: martin welzel

Datum: 30.03.09 19:39

Im Jahr 1991 stand eine Auslandsreise nach Zaire (heute: Demokratische Volksrepublik Kongo) an. Dort wollten wir mit der Staatsbahn SNCZ (Société des Chemins de Fer Zairois) sprechen und unsere bereits für die Schifffahrtsgesellschaft ONATRA (Office Nationale des Transports) gebauten GE-Lizenzbaulokomotiven vorstellen.
Natürlich war mit diesem Besuch auch eine Besichtigung der Werkstätten in Lubumbashi, der zweitgrößten Stadt in Zaire, verbunden.

Lubumbashi mit seinen Eisenbahnwerkstätten kann hier auf Google-Mäpps betrachtet werden: [maps.google.de]


Wir schreiben den 21.1.1991. Beginnen wir also unseren Rundgang durch die Werkstätten der SNCZ. Sogar eine Dampflok war noch vorhanden, wenn auch nur als Denkmal. Es handelte sich um die Lok 1 "Maramba" der ehemaligen CFK, der Chemin de Fer du Kongo. Maramba ist der Name eines Flusses, der kurz vor den Victoriafällen in den Zambezi fließt.
Lok 1 "Maramba" wurde 1905 von Manning Wardle unter der Fabriknummer 1656 hergestellt (Bild 1):

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/259-47_Maramba_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg

Die Lok ist heute als Denkmal vor dem Empfangsgebäude in Lubumbashi aufgestellt. Hier gibt’s noch weitere Infos: [www.geoffs-trains.com]



Lok 1410 war eine GE-Maschine mit der ungewöhnlichen Achsfolge (1'Co)(Co1'). Sie wurde 1960 unter der Fabriknummer 33764 hergestellt (Bild 2):

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/259-48_SNCZ1410_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg



Zwischen der zur Schiebebühne offenen Werkshallen hatte man diesen Einblick auf die Loks 1409 und 1412 (beide GE) (Bild 3):

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/885-32_SNCZ1409_1412_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg



Die Bilder 4 und 5 lassen einen Blick in die Drehgestell- und Radsatzwerkstatt zu. Im Bild 4 sehen wir hinter den beiden Radsätzen den gegossenen Drehgestellrahmen eines dieser (1'Co)-Drehgestelle; sehr schön kann man den Drehpunkt der Vorlaufachse erkennen. Rechts, im Bild 5, blicken wir auf diverse Radsätze, von denen der zweite bereits reprofiliert worden war:

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/885-33_Drehgestell_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/885-34_Radsatz_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg



Den vorderen Radsatz habe ich nochmals vergrößert, um zu zeigen, wie stark die Lauffläche abgenutzt war. Es hatte sich fast schon ein falscher Spurkranz gebildet (Bild 6):

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/885-34_Radsatz_Lubumbashi_21-1-91_S1.jpg



Wieder draußen, trafen wir auf einen Sechsachser aus Japan. Lok 1271 wurde 1969 von dem Firmenkonsortium Hitachi-Mitsubishi hergestellt (Bild 7):

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/259-49_SNCZ1271_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg



Hier haben wir einen Blick auf den Arbeitsvorrat des AW Lubumbashi. Wir sehen diverse GE- und Kisha-Seizo-Kaisha-Lokomotiven; gut zu erkennen Lok 1219 (Kisha-Seizo-Kaisha 3335/69) (Bild 8):

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/259-50_SNCZ1219_ff_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg



Diese Lok habe ich nochmals genauer in Augenschein genommen (Bild 9):

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/260-1_SNCZ1219_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg



Lok 1342, eine GE U15C, war bereits in Arbeit; sie stand auf Hilfsdrehgestellen und ohne Dieselmotor im Gelände (Bild 10):

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/260-2_SNCZ1342Lubumbashi_21-1-91_S.jpg



Nach dem Mittagessen war die Sonne "herum" und ich konnte die Denkmalslok "Maramba" erneut aufnehmen. Nebenbei bemerkt: Auf der Südhalbkugel dreht sich die Sonne anders herum als bei uns – das musste ich in Lubumbashi auch wieder feststellen (Bild 11):

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/260-3_Maramba_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg



Einzige Ellok im AW war Lok 2101, 1951 von ACEC/Nivelles aus Belgien geliefert. Vom elektrischen 25kV 50Hz - Betrieb habe ich ansonsten rein gar nichts mitbekommen (Bild 12):

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/260-4_SNCZ2101_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg



Eine weitere Hitachi-Lokomotive war "unter Dampf" und gab Rauchzeichen: Lok 1234 (Hitachi 13237/73) müsste mal wieder gesäubert werden (Bild 13):

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/260-5_SNCZ1234_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg



Interessanterweise hatte die ONATRA (Office National des Transports – Nationales Transportbüro), die Schifffahrtsgesellschaft für den Kongo, altbrauchbares Material aus Südafrika erworben. Hier sehen wir die ex SAR Lok 32-050, ebenfalls eine GE (1'Co)(Co1')-Maschine (Bild 14):

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/260-6_ONATRA32-050_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg



SNCZ 1420, eine Lok gleichen Typs, hatte einen schweren Unfall hinter sich (Bild 15):

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/260-7_SNCZ1420_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg



Ein weiteres Gerät nach diesem Muster kann ich euch zeigen, Lok 1417 (Bild 16):

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/260-8_SNCZ1417_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg



Hier sehen wir eine verdreckte GE-U15C (37738/71), wie wir sie von Krupp auch an die ONATRA geliefert hatten. Es ist SNCZ 1315 (Bild 17):

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/260-9_SNCZ1315_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg



Eine weitere ONATRA-Lokomotive konnte ich aufnehmen, die ex SAR-Lok 32-004 (Bild 18):

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/260-10_ONATRA32-004_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg



Hier habe ich mal einen Ausschnitt mit dem 1'Co-Drehgestell vergrößert (Bild 19):

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/260-10_ONATRA32-004_Lubumbashi_21-1-91_S1.jpg



Dann hörte ich es röhren und konnte gerade noch rechtzeitig am AW-Gleisanschluss an die Strecke treten, um einen "lebendigen" SNCZ-Zug aufzunehmen. Es führt Lok 1419 vor einer endlosen Reihe von Reisezugwagen (Bilder 20 bis 22):

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/260-11_SNCZ1419_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/260-12_SNCZ1419_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/260-12_SNCZ-Wagen385_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg

Hier sieht man auch die Streckenelektrifizierung. Übrigens: Wegen der Malachit-Transporte fand ich zwischen den Gleisen einige Brocken Malachit, die ich als Erinnerung an diese denkwürdige Reise mitnahm.



Wieder im AW, konnte ich noch als letztes Bild die ONATRA (ex SAR) 32-058 aufnehmen, dann schloss unser Besuch im AW Lubumbashi (Bild 23):

http://www.eisenbahnhobby.de/Zaire/260-14_ONATRA32-058_Lubumbashi_21-1-91_S.jpg


Auf dem Rückweg nach Deutschland schauen wir noch bei der ONATRA in Kinshasa vorbei!


Schöne Tage,

Martin


Meine HiFo-Beiträge


Edit: link wieder gangbar gemacht



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:11:11:10:44:42.
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Re: Der Blick über den Zaun: Diesels und Anderes in Lubumbashi, 01/1991 (m. 23 B.)

geschrieben von: 52 2006

Datum: 30.03.09 19:51

Da bekommt man ja die Tür nicht mehr zu, Drehgestell mit Vorlaufachse... Sowas aber auch! Dann bin ich ja mal auf Kinshasa gespannt, das wirst du uns sicher ja auch zeigen, oder?

kondensierte Grüße, Stefan

http://www.stefan-matthaeus.homepage.t-online.de/52KON-1.gifhttp://www.stefan-matthaeus.homepage.t-online.de/52KON-2.gifhttp://www.stefan-matthaeus.homepage.t-online.de/SAR25sm.gif
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Re: Der Blick über den Zaun: Diesels und Anderes in Lubumbashi, 01/1991 (m. 23 B.)

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 30.03.09 20:11

Moin Martin!

Ein Beitrag ganz nach meinem Geschmack - Exoische Bahn, anderer Kontinent und kein Präzisionsbetrieb Marke "Schweizer Chronometer"!

Der Pflegezustand der Loks überrascht mich doch ein wenig (im positiven Sinne), denn den Betrieb hatte ich erheblich verwahrloster in Erinnerung (ich war mal 1980 in Elisabethville = Lubumbashi), allerdings bei einer Kupfergesellschaft. Ich vermute, das Zaire sich den von Dir gezeigten Fuhrpark im Rahmen einer Wirtschaftshilfe zusammengekauft hat. Die bei der SNCZ eingestellten GE-Loks der 1400-Serie könnten ebenfalls aus SWA/Namibia stammen und nur farblich verändert worden sein. Bei meinem seinerzeitigen Aufenthalt dort wurde mir von den Bahnern erklärt, das der Umbau auf ein 4-achsiges Drehgestell (eigentlich 3+1´)ein südafrikanisches Patent sei, mit dessen Technik der Achsdruck der Loks auf ein erträgliches Maß gemindert werden konnte. Die dortigen Gleise waren teilweise auf sehr weichem Untergrund verlegt. Jedenfalls wurden diese Loks seinerzeit ausschliesslich in SWA und nicht in Südafrika eingesetzt.

Hier eine Aufnahme von einer solchen 8-achsigen Lok:

http://img256.imageshack.us/img256/2881/za2i32209bokahandja1191.jpg


Das Du auch eine der E-loks vor die Linse bekommen hast, freut mich besonders, aber natürlich sind auch die anderen Fotos für mich höchst interessant!

Besten Dank für diesen tollen Beitrag & Grüsse in den Pott

Helmut
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Re: Der Blick über den Zaun: Diesels und Anderes in Lubumbashi, 01/1991 (m. 23 B.)

geschrieben von: Olaf Ott

Datum: 30.03.09 23:06

Hallo Martin!

Wohl dem, der eine Dienstreise mit seinem Hobby verknüpfen kann.

Es ist wirklich grandios, einmal so über den Tellerrand blicken zu können.

Ich wünsche einen schönen Abend!

Olaf Ott
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Boah ey, Afrika gezz

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 30.03.09 23:14

Meine Güte, Martin, die Blicke über die Zäune werden immer interessanter!

RUHRKOHLE - Sichere Energie
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(1'Co)(Co1')-Lokomotiven, @ Helmut

geschrieben von: martin welzel

Datum: 31.03.09 06:55

Helmut, Du könntest Recht haben. Ich habe in der GE-Lieferliste Lokomotiven dieser Achsfolge nur als Lieferungen für die SAR gefunden. Die Loks der SNCZ und ONATRA waren Loks des Typs U18C1, also einer Lok mit angenähert 1800 HP.

Geliefert wurden die Loks 32-001 bis 32-115 zwischen 1959 und 1961 mit den Fabriknummern 33722 bis 33836 an die SAR, die einen Teil davon später altbrauchbar weiterveräußerte.

Dein Bild der Lok 32-209 scheint eine der 10 U20C1-Lokomotiven für SAR zu sein, die 1966 an die SAR geliefert wurden (Betriebsnummern 32-201 bis 32-210?). Leider kenne ich hier die Fabriknummern nicht.

An einen Umbau auf 1'Co-Drehgestelle glaube ich allerdings nicht, da bei konventionellen Co'Co'-Loks der Platz für die beiden Laufachsen nicht ausreicht. Daher müssten diese Loks bereits von Anfang an für die längeren 1'Co-Drehgestelle vorgesehen gewesen sein. Dass es sich um ein südafrikanisches Patent handelt, glaube ich gerne. Und unbestritten ist auch die Tatsache, dass man mit dem Vorläufer die Achslasten vermindern wollte, um auf schlechtem Untergrund fahren und mit geringeren Achslasten höhere Leistungen installieren zu können.

Danke für Deinen ergänzenden Beitrag,

Martin
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Re: (1'Co)(Co1')-Lokomotiven, @ Helmut

geschrieben von: La Grange

Datum: 31.03.09 12:05

martin welzel schrieb:
> Dein Bild der Lok 32-209 scheint eine der 10
> U20C1-Lokomotiven für SAR zu sein, die 1966 an die
> SAR geliefert wurden (Betriebsnummern 32-201 bis
> 32-210?). Leider kenne ich hier die Fabriknummern
> nicht.

Hallo Martin,

danke für einen tollen Beitrag. Heute dürfte der Kongo wohl ein verbotenes Territorium für Touristen aller Art sein...

Die GE U20C1 mit den SAR-Betriebsnummern 32.201-32.210 wurden von GE im April/Mai 1966 gebaut und haben die Werksnummern 35842-35851.
Die ungewöhnliche Achsfolge hatte in der Tat mit dem leichten Gleismaterial in SWA zu tun.
Mit den U18C1 wurde bereits zu Beginn der 60er Jahre die Vollverdieselung in Südwestafrika erreicht, wobei den 115 Loks dieses Typs die oben erwähnten 10 Stück U20C1 folgten.
Interessant mag sein, dass dieser Auftrag fast schon ein Lebensretter für den GE-Lokbau darstellte. GE schlug - obwohl man bis dato hauptsächlich Elloks und kleinere Diesel, aber relativ selten Großdieselloks baute- die Etablierten namens GM und Alco aus dem Feld. Historiker sind der Meinung, dass GE den Lokbau fast schon aufgeben wollte, bevor der SA-Auftrag nach Erie hereinschneite. Und das, obwohl man 1959 die revolutionäre Domestic-U25B auf die Schienen stellte. Sei's drum.

Die Standard - U18C und U20C wurden übrigens auch in die Türkei geliefert.

Die Achsfolge 1-Co-Co-1 ist allerdings kein südafrikanisches Unikat.
So erhielten Alco/MLWs für Nigeria und Kenia/Tanzania sowie English Electrics für Kenia/Tanzania und Rhodesien dieses Achsbild verpasst.
Auch Hitachi baute Loks dieser ungewöhnlichen Achsfolge, beispielsweise für Nigeria.
Mit der späteren Aufwertung des Gleismaterials kam dann auch Standardware von der Stange zum Einsatz. War wahrscheinlich auch billiger..

Toller Bilderbogen. Keep 'em coming please...
Gruß, LG
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Ergänzungen, @ La Grange

geschrieben von: martin welzel

Datum: 31.03.09 13:01

Hallo LG,

vielen Dank für diese Ergänzungen! HiFo, wie ich es liebe!

Das mit den Alco/MLW's und EE's war mir bekannt; nur bei GE scheints keine weiteren Loks dieser Achsfolge gegeben zu haben. Jedenfalls weist meine Referenzliste kein weiteres Exemplar aus.

Bis bald, in Kinshasa!

Viele Grüße,

Martin
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Spektakulär und beeindruckend, danke !! MfG Niels (o.w.T)

geschrieben von: Niels Munch

Datum: 31.03.09 18:37

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
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Sehr beeindruckend und informativ..

geschrieben von: Donni

Datum: 31.03.09 19:53

Hallo Martin,
..dieser Blick über den Zaun (und auch die weiteren bisher gezeigten Zaunblicke): eine betriebsame Hauptwerkstätte, ein ellenlanger Reisezug, Ellok und (1'Co)(Co'1)-Dieselmaschinen von einer Bahnverwaltung, von der es nur selten etwas zu sehen gibt. Dienstreisen und Vergnügungsbetätigungen, da ist Dir eine optimale Synthese gelungen! Glückwunsch.
Vielen Dank für diese Exoten & Gruß
Donni
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Re: Der Blick über den Zaun: Diesels und Anderes in Lubumbashi, 01/1991 (m. 23 B.)

geschrieben von: coche motor

Datum: 01.04.09 00:06

Hallo
Gute Bilder und selten dazu!
Herzliche Gratulation.
Die Bahn heisst übrigens seit einigen Jahren nicht mehr SNCZ (Société Nationale des Chemins de fer Zaïrois), sondern SNCC (Société Nationale des Chemins de fer du Congo Démocratique), aber man nimmt es mit den Anschriften nicht so genau.
Die ONATRA Loks waren eigentlich nie für das Südnetz der SNCC, welches die Strecken ab Lubumbashi nach Sakania, Dilolo, Kalémié, Kindu und Ilebo umfasst, bestimmt, sie hätten auf der ONATRA Strecke Kinshasa - Matadi zum Einsatz kommen sollen, da aber der Schiffsverkehr von Ilebo nach Kinshasa so schlecht funktioniert und oft über Monate ausfällt, wurden die Loks gar nie zu ihrem Ziel gebracht.
Zur ONATRA gehört auch noch die meterspurige Strecke Kisangani - Ubundu, welche im Bürgerkrieg "berühmt" wurde, als hunderte von Flüchtlingen in den überfüllten Güterwagen starben.
SNCC und Kinshasa - Matadi haben 1067 mm Spur.
Die ex-Vicicongo, bzw. Chemins de fer de l'Uélé, 610 mm Spur, wurde vor Kurzem ganz stillgelegt, nachdem sie von der SNCC an die regionalen Behörden abgetreten wurde.

Aus welcher Richtung kam der fotografierte Personenzug? War es "Le Diamant" aus Tenke? Dem "guten" Zustand der Wagen nach zu urteilen könnte es dieser Luxuszug sein, es gibt nämlich noch Züge nach Lubumbashi, die sich in wirklich haarsträubendem Zustand befinden. Ohne Türen, ohne Fensterscheiben, ohne Sitze....

Freundliche Grüsse
Samuel
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Der Zug,@ Samuel

geschrieben von: martin welzel

Datum: 01.04.09 06:39

Hallo Samuel,

vieln Dank für Deine erhellenden Ergänzungen. Da habe ich doch glatt das Wort "Nationale" bei meiner Erklärung zu SNCZ vergessen. Klar: SNCZ = Société Nationale des Chemins de Fer Zaïrois. Dass Die Bahngesellschaft nun SNCC heißt, habe ich nicht gewusst; so etwas war aber anzunehmen.

Damals hatte ich bereits angenommen, dass die gesichteten ONATRA-Loks in Lubumbashi nur "geparkt" waren. Allesamt machte sie einen Eindruck, als seien sie erst kurz zuvor von der SAR übernommen worden; ja, sie trugen fast alle noch deren Loknummern. Und für die Strecke Kinshasa - Matadi hatte die ONATRA ja "unsere" 13 Krupp-GE-Lokomotiven.

Der fotografierte Personenzug kam aus südlicher Richtung. Da ich mit der Ortskenntnis in Lubumbashi nicht so genau vertraut bin, kenne ich den Abfahrort leider nicht. Weil jedoch von dieser dreigleisigen Strecke nur zwei Gleise elektrifiziert sind und der Zug auf dem dritten, nicht elektrifizierten Gleis fährt, lässt es sich vielleicht eingrenzen?

Viele Grüße,
Martin



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:04:03:06:24:18.
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Re: Der Blick über den Zaun: Diesels und Anderes in Lubumbashi, 01/1991 (m. 23 B.)

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 01.04.09 18:17

Hallo Martin,
Du hast meine Vorfreude nicht enttäuscht! Klasse, was wir hier zu sehen bekommen!
Haben die Fahrzeugnummern dort etwa Kontrollziffern?
Viele Grüße
Stefan

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/58/781958/6638303363633862.jpg http://foto.arcor-online.net/palb/alben/58/781958/3338386331616233.jpg
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Kontrollziffern, @ Stefan

geschrieben von: martin welzel

Datum: 02.04.09 06:43

Ja, Stefan, das hast Du richtig erkannt. Die SNCZ-Lokomotiven haben Kontrollziffern. Allerdings werden sie nicht nach "unseren" Verfahren berechnet, wie ein schneller Überschlag zeigt.

Ich habe versucht, mir das Verfahren in Lubumbashi erklären zu lassen, aber mangels damaliger Sprachkenntnisse hat das leider nicht geklappt. Vielleicht wusste der SNCZ-Kollege es selbst nicht so genau.

Viele Grüße,
Martin
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Namibia

geschrieben von: Michael Kelter

Datum: 02.04.09 18:58

Hallo!

Ich war im Jahr 2000 mit dem Shongolo Express durch Namibia und Südafrika unterwegs.

[buspass.de]

Das mit den 1`Co Drehgestellen ist ja hier schon erklärt worden.

Die ex SAR Lok 32-001 steht vor dem Bahnhof von Windhuk als Denkmal:

[fotoserver.ruthner.at]

Ich habe mir damals im Eisenbahnmuseum Windhuk das sich im Bahnhof befindet ein original Lokschild der 32-030 als Souvenir gekauft.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2009:04:02:19:08:54.
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Re: Namibia

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 02.04.09 19:34

Bei der Aufnahme der 32-001 finde ich es bemerkenswert, das scheinbar das Drehgestell auf der Motorvorbauseite nur noch 3-achsig ist, während das Drehgestell unter dem Führerhaus vollständig zu sein scheint.

Grüsse

Helmut
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Re: Namibia

geschrieben von: tks021971

Datum: 02.04.09 22:11

Dabei handelt es sich bei der 32.001 eigentlich um die 32.002 (die richtige war schon verschrottet).

Schöne Grüsse.
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Re: Namibia

geschrieben von: Michael Kelter

Datum: 01.11.13 19:54

Hallo!

Das täuscht. Siehe hier:

[farm6.staticflickr.com]
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