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Loklebenslauf 50 2694 ÜK <> 052 694-7 ( 1B.)

geschrieben von: Holger Vohns

Datum: 03.03.07 20:15

Heute stelle Ich euch den Lebenslauf der 50 2694 vor.

Die Lok wurde im RAW Göttingen abgenommen und von dort kam sie zur Erstbeheimatung ins Bw Stolberg.

Sie besaß 1942 einen St 34 SD-Kessel, ein langes Umlaufblech und Scheibenvorlaufräder. Entfallen waren die Windleitbleche, der Vorwärmer, die Glocke und der Zentralverschluß. Desweiteren hatte sie einen Frostschutz, sowie ein ÜK-Führerhaus mit Norm-Lüfter und war Hell Grau lackiert.

Sie kam mit 50 2692, 2693, 2695 und 2696 als Ersatz für die BR 56.20-29 (welche Nummern leider nicht bekannt sind) nach Stolberg und es waren die ersten 50er in Stolberg.

Im Dezember 1942 ging die Lok bis zum Juni 1943 zur GVD Osten nach Brest-Litowsk und kam anschließend wieder nach Stolberg zurück.

1944 kam sie dann für kurze Zeit nach Linz (Rhein).

In Dillenburg wird sie am 15.Juli 1945 als Fremdlok erfasst.

Im Jahr 1947 kommt die Lok dann nach Schwandorf von wo sie später nach Weiden umstationiert wird. Zwischen 1960 und 1966 wird sie nach Hof abgegeben welches sie bis Juni 1969 behielt.

Ihre letzte Dienststelle war dann das Bw Kirchenlaibach welches sie am 7.Oktober 1970 von der Ausbesserung zurück stellt und wird am 27.November 1970 aufgrund der Verfügung HVB 21.213 Fau 884 Ausgemustert.

Wie immer gilt, die Daten in Klammern sind aus Stichtagsbeständen bzw. Sichtungen.
In eckigen Klammern sind Direktionen.



50 2694.PNG
50 2694.JPG
50 2694 a.PNG


Über Ergänzungen, weitere Informationen und Bilder würde Ich mich natürlich freuen. Danke im voraus.

Edit : Daten und Bild ergänzt.





4-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:05:22:11:59:43.

052 694 – Das Bild zum Lebenslauf (1 B)

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 04.03.07 10:36

Hier kommt das Bild zum Lebenslauf. Zwar nicht als Stolberger Lok, sondern aus ihrer (vor-)letzten Zeit beim Bw Hof, aber immerhin. Aufgenommen wurde das Bild am 04.04.69 zwischen Hof-Moschendorf und Oberkotzau, wo uns die Lok auf unserem Fußmarsch entlang der Strecke Richtung Süden entgegen kam.
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Diverses/b01-052_694.jpg

Inzwischen ist aus der Lok eine typische DB-50er geworden: Mit Kabinentender, ÜkD-Kessel, mittig angeordnetem Lokschild auf der Kesseltür usw. Mit dem ursprünglichen Zustand stimmt eigentlich nur noch das vereinfachte Führerhaus mit einem Seitenfenster überein.

Schönen Tag noch,
Ulrich B.

Ein paar Ergänzungen zum Loklebenslauf 50 2694 . . .

geschrieben von: Hartmut Riedemann

Datum: 04.03.07 18:27

Hallo,

für die Lok muss nach 1945 ein zweites (Ersatz-) Betriebsbuch angelegt worden sein. Ich habe hier die Daten bis 1944, die aus dem Originalbuch stammen.

50 2694              ab 01.01.1968    052 694-7
Henschel 42/26762
Anlieferung:            16.07.1942
Abnahme:                18.07.1942
Probefahrt:             17.07.1942, Göttingen - Obernjesa und zurück

RAW Göttingen, Abn.     17.07.1942 - 17.07.1942
Bw Stolberg             19.07.1942 - 05.12.1942
Bw Brest-Litowsk        11.12.1942 - 16.06.1943

Bw Gremberg             22.06.1943 - 31.08.1943
Bw Köln-Kalk Nord       01.09.1943 - 30.04.1944
Bw Linz/Rhein           01.05.1944 - 18.06.1944
Bw Linz/Rhein                        (30.6.44;)

Bw Schwandorf                 (1.1.50; 1.7.50;)

Bw Regensburg           (31.12.58;)-    06.1959

Bw Weiden               (31.12.60; 31.12.62; 31.12.64;)
Bw Weiden                          -    04.1965
Bw Hof                     04.1965 - 31.05.1969
Bw Kirchenlaibach       01.06.1969 - 06.10.1970
Bw Kirchenlaibach, z    07.10.1970 - 
ausgemustert ab           
aufgrund der Verfügung der HVB vom   27.11.1970

Anmerkungen:
Bist Du sicher, dass die Lok ab 17.06.43 wieder im Bw Stolberg war? Und woher stammt die Information zum Bw Dillenburg? Im EK-Buch "Das Bahnbetriebswerk Dillenburg" habe ich nichts darüber gefunden.


Beste Grüße
Hartmut

Es zeigt wirklich schön.....

geschrieben von: Holger Vohns

Datum: 04.03.07 23:36

ulrich budde schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hier kommt das Bild zum Lebenslauf. Zwar nicht als
> Stolberger Lok, sondern aus ihrer (vor-)letzten
> Zeit beim Bw Hof, aber immerhin. Aufgenommen wurde
> das Bild am 04.04.69 zwischen Hof-Moschendorf und
> Oberkotzau, wo uns die Lok auf unserem Fußmarsch
> entlang der Strecke Richtung Süden entgegen kam.
> [www.bundesbahnzeit.de]
> 694.jpg
>
> Inzwischen ist aus der Lok eine typische DB-50er
> geworden: Mit Kabinentender, ÜkD-Kessel, mittig
> angeordnetem Lokschild auf der Kesseltür usw. Mit
> dem ursprünglichen Zustand stimmt eigentlich nur
> noch das vereinfachte Führerhaus mit einem
> Seitenfenster überein.
>
> Schönen Tag noch,
> Ulrich B.


...den Unterschied, Ulrich, wie sich die Lok im Lauf der Jahre geändert hat. Herzlichen Dank für das Bild.

Ein Bild aus der Stolberger Zeit das wäre zu viel des Guten, aber bestimmt nicht nur für für mich Interessant einmal zu sehen.

Re: Ein paar Ergänzungen zum Loklebenslauf 50 2694 . . .

geschrieben von: Holger Vohns

Datum: 05.03.07 00:38

Hartmut Riedemann schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo,
>
> für die Lok muss nach 1945 ein zweites (Ersatz-)
> Betriebsbuch angelegt worden sein. Ich habe hier
> die Daten bis 1944, die aus dem Originalbuch
> stammen.
>
>
> 50 2694 ab 01.01.1968 052 694-7
> Henschel 42/26762
> Anlieferung: 16.07.1942
> Abnahme: 18.07.1942
> Probefahrt: 17.07.1942, Göttingen -
> Obernjesa und zurück
>
> RAW Göttingen, Abn. 17.07.1942 - 17.07.1942
> Bw Stolberg 19.07.1942 - 05.12.1942
> Bw Brest-Litowsk 11.12.1942 - 16.06.1943
>
> Bw Gremberg 22.06.1943 - 31.08.1943
> Bw Köln-Kalk Nord 01.09.1943 - 30.04.1944
> Bw Linz/Rhein 01.05.1944 - 18.06.1944
> Bw Linz/Rhein (30.6.44;)
>
> Bw Schwandorf (1.1.50; 1.7.50;)
>
> Bw Regensburg (31.12.58;)- 06.1959
>
> Bw Weiden (31.12.60; 31.12.62;
> 31.12.64;)
> Bw Weiden - 04.1965
> Bw Hof 04.1965 - 31.05.1969
> Bw Kirchenlaibach 01.06.1969 - 06.10.1970
> Bw Kirchenlaibach, z 07.10.1970 -
> ausgemustert ab
> aufgrund der Verfügung der HVB vom 27.11.1970
>
>
> Anmerkungen:
> Bist Du sicher, dass die Lok ab 17.06.43 wieder im
> Bw Stolberg war? Und woher stammt die Information
> zum Bw Dillenburg? Im EK-Buch "Das
> Bahnbetriebswerk Dillenburg" habe ich nichts
> darüber gefunden.
>
>
> Beste Grüße
> Hartmut

Hallo Hartmut,

Einen Dank für die Ergänzungen. Die Info zur Beheimatung nach dem Osteinsatz stammt aus Erzählungen von alten Stolberger Lokführern. Sie sagten die Loks wären nach dem Osteinsatz wider zurück nach Stolberg gekommen.

Schaue Ich mir jetzt aber den Abgabetag von Stolberg und die Reisetage nach Osten an, scheint das mit der Rückreise mit der gleichen Länge an Tagen zurück nach Gremberg eher zu passen. Da deine Angaben aus dem Originalbuch stammen dürfte das eher stimmen als die Erzählungen.

Die Information zum Bw Dillenburg stammt von > [www.lokdata.de]

Ich vermute mal das sie dann in der RBD Frankfurt in ein AW kam und ausgebessert wurde.

Sie gehört dann wohl auch zu den 29 Lokomotiven die im Juni und September 1947 von der RBD Frankfurt zur RBD Regensburg kamen.

Auch mal eine Frage von mir, Du schreibst die Lok wurde am 16.7. angeliefert und am 18.7. wurde sie abgenommen. Im Lebenslauf schreibst Du aber Abnahme im RAW von 17.7. - 17.7.1942.

Müsste es da nicht heißen Abnahme 16.07.1942 - 18.07.1942 oder habe Ich da jetzt einen Denkfehler ?

Was auch auffällt ist die Abgabe von Linz am 18.06.44, aber in der Liste vom 30.06.44 im EK -Buch ist sie noch in Linz verzeichnet. Ist es mal wieder einer der vielen Fehler und man hatte sie schon in Sicherheit gefahren oder ob sie wirklich nochmal von unbekannt nach Linz zurück kam?

Es werden wohl offenen Fragen bleiben.

Mmmhh - da muss ich doch erst einmal nachsehen, . . .

geschrieben von: Hartmut Riedemann

Datum: 05.03.07 10:50

. . . Holger, und komme mit ziemlich zweispältigen Eindrücken zurück von lokdata.de.

Wenn Du da schonn siehst und Besonderheiten, dass die Kontrollziffer bei der Betriebsnummer ab 1968 fehlt. Das ist ja nun die einfachste Übung, diese herauszufinden bzw. auszurechnen.

Dann: Bw Limburg/Lahn am 28.8.73 bei einer Lok, die bereits am 26.11.1970 ausgemustert wurde. Ich habe mir die Quelle angesehen, ja, dort ist ein Bild abgedruckt von einer 50er mit Kabinentender. Und in der Bildunterschrift steht auch die Nummer 052 694. Nur das ist völlig unkritisch übernommen worden!
Natürlich ist das nicht die 52 2694, die dort abgebildet ist, meiner Meinung nach handelt es sich um 50 2604.

Und dann Merzhäuser/Wenzel:
Ja, die Quellenangabe stimmt, 50 2694 ist dort aufgeführt als z-Lok.
Aber was macht lokdata denn daraus? Ich verstehe das nicht . . .

Abgedruckt ist dort die Lokerfassung zum 15.07.1945 und nennt den Bestand des Bw Dillenburg zu diesem Datum. Dieser Bestand ist aufgeteilt in
- bestriebsfähig,
- eingeschlossen,
- abgestellt,
- Beschußlok, Bombentreffer
- Fremdlok
- Lok fremder RBD.

Dort steht 50 2694z aufgeführt unter der fetten Überschrift als Lok fremder RBD. Und das ist keine Fremdlok!

Unter Fremdlok werden die Triebfahrzeuge verstanden, deren Herkunft eine ausländische Staats- oder Privatbahn ist. Der Begriff Fremdlok ist für 50 2694 völlig falsch gewählt.
Leider steht nicht dabei, welcher RBD sie zu diesem Zeitpunkt angehörte. Zumindest ist sie nicht, sie "Bw Dillenburg" in den Dillenburger Bestand übernommen worden. Ob sie in den Bestand der RBD Frankfurt übernommen wurde entzieht sich auch meiner Kenntnis. Über den weiteren Verbleib von 50 2694 schweigt sich das Buch "Eisenbahnen im Westerwald" aus.

Also bitte bitte die Angaben von lokdata mit sehr kritischem Auge betrachten . . .

Die Verwendung der Lok bei der GVD Osten war ja nur eine leihweise, d. h. die Lok wurde während dieser Zeit weiter im Bw Stolberg geführt. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass sie noch zum Bw Stolberg zurückgekommen ist, bevor sie ans Bw Gremberg weiter gereicht wurde. Nur erfasst wurde das im Betriebsbuch nicht mehr.

Die Eintragungen im BB enden am 18.06.1944, was ja nicht ausschließt, dass andere Quellen, die mir nicht zur Verfügung stehen, die Beheimatung dortselbst auch darüber hinaus bestätigen.

Zur Abnahme im RAW Göttingen.
Wie es wahrscheinlich heißen müßte und wie es dokumentiert ist, sind immer noch zwei paar Stiefel. Im Betriebsbuch steht es, wie angegeben. Diese Merkwürdigkeit tritt aber recht häufig beim RAW Göttingen auf. Ob man hier in der Verwaltung nur schnell das Papier wieder loswerden wollte oder ob man nach oben hin schnelle Abnahmeuntersuchungen damit belegen wollte, keine Ahnung.

Beste Grüße
Hartmut

Edit : Bild und Daten ergänzt. (o.w.T)

geschrieben von: Holger Vohns

Datum: 07.03.07 20:46

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Ein paar Ergänzungen zur 50 2694 ÜK !

geschrieben von: Holger Vohns

Datum: 17.05.10 13:03

Zur 50 2694 ÜK habe Ich dann folgende Ergänzungen diesmal ohne viele Worte und Fragen meinerseits :
RBD FRANKFURT - Bw ?             - __.09.47
RBD REGENSBURG – Bw ?   __.09.47 -
Schwandorf (Inn)        23.07.48 - 07.10.54
Regensburg              08.10.54 - 27.09.59
Weiden (Oberpf.)        28.09.59 - 08.06.65
Hof                     09.06.65 - 31.05.69
Kirchenlaibach          01.06.69 - 06.10.70
Kirchenlaibach                   z 07.10.70
Kirchenlaibach                   + 27.11.70


Auch für diese Ergänzungen, ...

geschrieben von: Hartmut Riedemann

Datum: 18.05.10 12:32

... Holger, herzlichen Dank!

Ich habe für die Lok noch gefunden, dass sie beim Census vom 23.03.1947 beim Bw Frankfurt/M 3 gezählt wurde, beschädigt abgestellt in Isenburg (vmtl. Neu Isenburg) und zur Aufarbeitung in 1947 vorgesehen ist. Es ist kein Heimat-Bw angegeben (in der Spalte seht: unbekannt), vermutlich steht die Lok daher seit Kriegsende abgestellt. Natürlich ist sie aber dem Bw Ffm 3 zuzurechnen.

Beste Grüße
Hartmut

Und hier auch die Ergänzungen dankend eingearbeitet ! (o.w.T)

geschrieben von: Holger Vohns

Datum: 22.05.10 12:00

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Tender-"Kleinigkeit"-Korrektur

geschrieben von: Lothar Behlau

Datum: 12.06.10 17:57

Hallo, liebe Leser-Minderheit,

zum ersten Tender der 50 2694 muß ich leider anmerken, daß es sich hierbei nicht um das Exemplar Henschel 26762 handelt, sondern um ein anderes, mir noch nicht bekanntes Teil. Der Tender "Henschel, Werk Wiener Neustadt, 1942 26762" (also in Wirklichkeit von den Rax-Werken zugeliefert) wurde hingegen schon über vier Wochen vorher mit der 50 2327 in Dienst gestellt. Insgesamt scheint es bei allen Serien der Henschel-50 erhebliche Abweichungen betreffs Tender-Beistellungen gegeben zu haben, so daß man in keinem Fall automatisch die Lok-Fabriknummer für den Tender übernehmen sollte.

Lothar Behlau, mal kurz aus dem 50er-Daten-Wust aufgetaucht

Ein bißchen Reklame kann ja nicht schaden:
http://666kb.com/i/dhfrdrhib144hb1cj.jpg
Womit ich aber nicht meine Lieblingsfirma meine, sondern das Symbol rechts außen - wer durchschaut, was es damit auf sich hat?




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:06:12:18:34:32.

Serverüberwachung / Servermonitoring mit Livewatch.de
Servermonitoring mit Livewatch.de