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 04 - Historische Bahn 

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44 an der Mosel (2 B)

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 14.08.06 21:00

In diesem Beitrag zeigte uns Hans-Joachim Krohberger gestern drei Bilder von der der Baureihe 44. Ausgelöst durch die Frage von Stefan (52 2006) nach der Diesellok am Zugende habe ich mir das erste Bild etwas genauer angeschaut. Je länger ich es betrachtete, desto bekannter kam es mir vor. Und siehe da, es ist zwar nicht von mir, aber wahrscheinlich von meinem Freund und damaligen Begleiter Wolfgang Bügel.

Hier zunächst noch einmal dieselbe Situation, wie ich sie am 01.04.71 aufgenommen habe: Die Ehranger 044 653 ist mit Dg6168 auf dem Pündericher Hangviadukt in Richtung Trier unterwegs. Das Bild entstand von einem Standpunkt oberhalb der Straßenzufahrt zum Bahnhof Pünderich. Heute ist nicht nur der Bahnhof restlos verschwunden, sondern auch das Motiv (wie an vielen anderen Stellen) total zugewachsen.
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Diverses/b01-044_653.jpg

Um die Bauarbeiten zur Elektrifizierung der Moselstrecke in den diversen Tunneln, speziell im Cochemer Tunnel, nicht zu sehr durch den Rauch schwer arbeitender Dampfloks zu belasten, sollte mit möglichst wenig Dampf in den Tunnel gefahren werden. Dazu wurden die schweren Güterzüge von Cochem bis Hetzerath durch Trierer 290 nachgeschoben, wobei die Diesellok im Tunnel einen Großteil der Traktion zu übernehmen hatte. Bei Dg 6168 war es 290 134, womit die Frage von Stefan nunmehr umfassend beantwortet ist.
Im Hintergrund ist noch ein Schnellzug mit 216 zu sehen, der justamente in Richtung Koblenz vorbeirauscht, als unser Güterzug langsam und mühevoll die Fotostelle passiert.
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Diverses/b02-290_134.jpg

Soweit so gut. Ich frage mich aber schon, ob es mit dem Copyright vereinbar ist, ein Foto (Originalabzug?), dessen Bildautor man nicht kennt bzw. ausfindig machen kann, einfach so zu veröffentlichen. Ich denke, H.J.K. wäre gut beraten, zukünftig mit Originalabzügen unbekannter Herkunft vorsichtiger umzugehen.

Nichts für ungut und schönen Abend noch,

Ulrich B.

Meine Herren! Ulrich,

geschrieben von: Horst Foege

Datum: 14.08.06 21:15

das sind ja grandiose Bilder.

Copyright-Debakel

geschrieben von: -kbf-

Datum: 14.08.06 21:23

guten Abend,

der richtige Adressat für die fragwürdige Verwendung der Bilder ist wohl in diesem speziellen Fall Märklin (Schweiz), wie auch von hjk mit "Quelle" unterhalb der Bilder beschrieben. Link: [www.maerklin.ch] Interessanterweise gibt es auch bei Märklin keinen Hinweis auf die Bildautoren.

Man kann natürlich geteilter Meinung über die Einlinkung von fremden Bildern (wie von hjk in deinem angesprochenen Beitrag praktiziert) sein, das Setzen eines "nur-Links" als Hinweis wäre wahrscheinlich der konformere Weg m Ärger aus dem Weg zu gehen.

Re: 44 an der Mosel (2 B)

geschrieben von: Norb€rtNL

Datum: 14.08.06 23:27

Hallo Ulrich,

Leider ist das ungefragte Veröffentlichen von Bildern ohne Nennung des Bildautors eine gar nicht so wenig verbreitete Unsitte. Es ist in diesem Falle sicher angebracht, einmal mit Märklin in der Schweiz Kontakt aufzunehmen und auf nachträglicher Autorennennung zu bestehen. Das dürfte sich auf einer Website mit relativ wenig Aufwand nachholen lassen. Es gab übrigens auch mal die Gepflogenheit, bei Veröffentlichungen ohne Namensnennung doppeltes Fotografenhonorar zu fordern. Ich weiss allerdings nicht, wie im Moment die rechtliche Situation ist. Nur, die feine Art ist es nicht, sich des geistigen Eigentums anderer zu bemächtigen, vor allem wenn es, wie in diesem Falle, um Produktwerbung geht. Gut dass sich die Autorschaft übers HiFo so schön nachvollziehen ließ!

Übrigens gefallen mir die Aufnahmen auch ausgesprochen gut! Weiß eigentlich jemand, wie die Betriebssituation an der Mosel vor Beginn der Elektrifizierungsarbeiten war? Da wurden die Grenzlasten der 44er doch sicherlich anders berechnet...

Grüße,
Norbert



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2006:08:15:00:53:37.

Re: 44 an der Mosel (2 B)

geschrieben von: Würzburger

Datum: 15.08.06 08:28

Hallo,

meine Meinung hierzu ist eindeutig!

Jeder (Miß-)Brauch fremden Eigentums verbietet sich und nicht nur von selbst!
Es ist eh eine Unsitte, hier oder anderswo fremde Werke zur Stärkung der Eigendarstellung einzustellen und zwar mit und ohne Nennung des Autors, wenn dieser nicht vorher sein Einverständnis ausdrücklich gegeben hat, diese Praktiken lassen den Betroffenen die Lust verlieren, etwas in Foren einzustellen.

Gruß, Thomas

Wie gesagt, die Kritik sollte nicht an HJK gehen, sondern...

geschrieben von: bloem

Datum: 15.08.06 09:36

...an Märklin. HJK hat ja auch die Quelle angegeben. Auch bleibt die Frage, ob Märklin dieses Foto nicht sogar ganz legal von Ulrichs Freund erworben haben könnte. Vielleicht war die Nichtnennung des Autors sogar ausgemacht?

Grüße,
Hendrik.

Anmerkungen zur Betriebssituation und Frage

geschrieben von: Rolf Schulze

Datum: 15.08.06 10:37

Hallo,

erstmal:
@Ulrich: 2 sehr schöne Aufnahmen, das läßt erahnen, was Du uns irgendwann (ich beziehe mich da auf die Ankündigung auf bundesbahnzeit.de) noch präsentieren wirst. Die Aufnahme war allerdings auch in den 70ern nur zur kalten Jahreszeit möglich, wenn die Weinstöcke "beblättert" waren, mußte man schon weiter nach rechts auf die Mauer.

@Norbert: Soweit ich das notiert habe bzw. mich erinnere, wurden die Grenzlasten wegen der Elektrifizierung nicht verringert, aber einige Züge ganz umgeleitet. Nachgeschoben wurde übrigens schon immer, nicht nur wegen der Elektrifizierung. Wenn in einem Tunnel gearbeitet wurde, mußte der Lokführer auf der Dampflok für die Tunneldurchfahrt den Regler schließen und die 290 hielt den Zug in Fahrt. Logischerweise achteten die Personale auch sehr darauf, ein gut durchgebranntes Feuer zu haben, um qualmen zu vermeiden, dazu gehörte natürlich auch, daß auf dem entsprechenden Streckenabschnitt (es wurden ja nicht in allen Tunnels gleichzeitig gearbeitet) nur wenig gefeuert wurde. Deshalb wurden während der Arbeiten im Kaiser-Wilhelm-Tunnel (1973) und den nachfolgenden schwere Züge in Richtung Ehrang mit 2 x 290 nachgeschoben, die hintere 290 ging dann schon in Pünderich vom Zug (immer während der Fahrt, die 290 hatten eine automatische Kupplung), da auf der nachfolgenden Rampe bis Kinderbeuren die Dampflok wieder arbeiten durfte. Mein Kenntnisstand ist, daß die andere 290 dann in Ürzig abhängte . Außerdem wurden auch alle (Ausnahmen kamen selten vor) Güterzüge in Richtung Koblenz bis Cochem von einer 290 nachgeschoben, was normalerweise nicht erforderlich gewesen wäre. Dies auch deshalb, weil der 4,2 km lange Kaiser-Wilhelm-Tunnel während der Arbeiten an der Tieferlegung der Gleise nur eingleisig befahrbar war; oft kam es dadurch in Eller, einige hundert Meter vor dem Tunnel, zu einem Betriebshalt. Bei der nachfolgenden Anfahrt in den Tunnel hinein konnte die ziehende 44er nur kurz bei der Anfahrt helfen, die 290 mußte den Zug fast völlig ohne Hilfe beschleunigen.

Meine Frage bezieht sich auf die Kokszüge, wie im Bild von Ulrich zu sehen. Sie waren immer sehr lang, ich habe gelegentlich Wagen (bzw. Achsen) gezählt und oft waren es zwischen 60 und 70 offene Zweiachser. Weiß jemand, was ein solcher, mit Koks beladener Wagen wiegt? Es würde ermöglichen, mal das Zuggewicht in etwa zu bestimmen.

Gruß Rolf

Re: Anmerkungen zur Betriebssituation und Frage

geschrieben von: Norb€rtNL

Datum: 15.08.06 10:51

Hallo Rolf,

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Ich habe im Sommer '72 während eines Kurzurlaubs mit meinen Eltern in Cochem erlebt, wie dort die schweren Züge anhielten um das Doppelgespann 290 aufzunehmen. Es kann natürlich sein, dass die Stops mit Überholungen zu tun hatten. Anlauf vor dem Kaiser-Wilhelm-Tunnel wurde dann mit allen drei Loks genommen bis zu einem Schild vor dem Tunneleingang, das den Lokführer der 044 zum Schließen des Reglers aufforderte. Ich war damals gerade 12 Jahre alt und deshalb nur ab und zu in Begleitung an der Strecke. Reinen Dampfbetrieb auf der Moselstrecke habe ich leider nicht mehr erlebt.

Grüße,
Norbert

Re: Wie gesagt, die Kritik sollte nicht an HJK gehen, sondern...

geschrieben von: Norb€rtNL

Datum: 15.08.06 10:57

An Märklin: so wars gemeint. Du hast recht Hendrik, das können die natürlich auf vorher vereinbart haben. Ich habs nur in anderen Zusammenhängen selbst ein paar mal anders erlebt und war dann entsprechend 'erfreut'.
Grüße,
Norbert

Re: 44 an der Mosel, wo ich in Urlaub ...

geschrieben von: 010522

Datum: 15.08.06 11:06

war.

Nun Ulrich versuche ich mich da rein zu denken Dank Deiner Bilder.

Gruß Ralf

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