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Tramper-Monats-Ticket vor 20 Jahren Woche 1 (14 B.)

geschrieben von: Nobbi

Datum: 19.07.06 16:28

Parallel zu den noch ausstehenden Teilen der Monatsnetzkarte von 1991 und den in etwa 1 Woche einsetzenden Erzählungen zum Tramper-Monats-Ticket 1981 startet heute die kleine Serie über meine Erlebnisse während meines letzten TMT im Juli/August 1986. Einen Tag nach der mündlichen Gesellenprüfung machte ich mich auf den Weg. Doch das ist glatt gelogen, denn von diesem TMT-Start weiß ich noch genau, dass ich mir schon für den Schaffner im Nachtzug nach Basel eine Ausrede hatte einfallen lassen, da dieser schon 2 Minuten vor dem ersten Geltungstag, nämlich am 15.07.86 um 23:58 in Köln Hbf Planabfahrt hatte. Es kamen dann aber keine Nachfragen...

Wie schonmal geschrieben war es altersbedingt das letzte TMT, dass ich benutzen konnte, insgesamt das neunte seit 1980. Ich weiß nicht, ob in diesem Jahr erstmals die kostenlose Fahrradmitnahme eingeführt wurde, jedenfalls hatte ich weitgehend mein Fahrrad dabei. Das erschwerte natürlich die Fahrtenplanung, insbesondere bei unvorhergesehenen Varianten, denn bis auf wenige Ausnahmen konnte man in IC/EC noch kein Fahrrad mitnehmen und längst nicht alle Nahverkehrszüge waren für Fahrradbeförderung freigegeben. Es musste fast zwangsläufig ein (Halb-)Packwagen (Dm, BDyg, BDms, MDyg, BDnf) im Zugverband sein. Das eine oder andere Mal gelang es mir durch gutes Zureden und Platzierung auf dem hintersten oder vordersten Perron, mein Fahrrad in solchen Zügen mitnehmen zu können, wenn ich mal den vorgesehenen Zug verpasst hatte.

Hier wieder eine subjektive Fotoauswahl der interessantesten oder seltensten Motive. Im Mai 1986 erwarb ich erstmals eine Spiegelreflexkamera, die lang ersehnte Canon AE 1 Program, deren Body bis heute im Einsatz ist, für knappe 1000,- DM mit einem Zoomobjektiv 35-200 mm (dieses fiel mir auch gleich am sechsten TMT-Tag herunter). Doch am Objektiv und an den Filmen hatte ich dann wieder am falschen Ende gespart. Ich kaufte mir einige 400 ASA-Filme von AGFA, deren Qualität wirklich nicht berauschend ist. So hatte jetzt sogar mein Filmscanner erstmals Probleme bereits mit dem Erkennen der Negative. Einige Aufnahmen fielen auch der Gewöhnung an die neue Kameratechnik zum Opfer.


16.07.86, 1086 km
Fahrtroute: Köln - Mannheim - Basel - Zell - Lörrach - Weil - Freiburg - Hinterzarten - ( mit Fahrrad) Himmelreich - Donaueschingen - Offenburg - Karlsruhe - Mannheim - Frankfurt.

Von der ersten Streckentour durchs Tal der Wiese ist kein einstellungswürdiges Foto übrig geblieben. Deshalb gleich drei von der zweiten Tour durchs Höllental, in dem ich die Strecke von Hinterzarten bis Himmelreich mit dem Fahrrad bergab verfolgt habe. Die ersten Serpentinen sind dabei mit Vorsicht zu genießen!

Leider lassen sich nur nach umfangreichen Kraxeleien (z. B. am Ravennaviadukt; dort hatte ich auch meine erste Begegnung mit den wirklich mächtigen Hornissen) oder in den aufgelassenen Haltepunkten wie hier in Posthalde gescheite Motive finden. Durch den Knick im E 3542 hinter der 139 135 lässt sich die Steigung der ehemaligen Zahnradstrecke erahnen:
http://www.lokfotos.de/fotos/1986/0716/06162.jpg

Der heute noch aufgelassenere Haltepunkt Hirschsprung bot damals noch drei mit Formsignalen bestückte Gleise. Hier kreuzen soeben die solo talwärts fahrende 139 315 und 139 314 mit dem E 3543, der gleich an einer Schachbretttafel vorbeifahren wird:
http://www.lokfotos.de/fotos/1986/0716/06164.jpg

Am Ausgang des Höllentals wird erstmals wieder in Himmelreich gehalten. 139 137 hat mit dem E 3544 freie Einfahrt ins Himmelreich:
http://www.lokfotos.de/fotos/1986/0716/06168.jpg

Die Schwarzwaldbahn im Anschluss bin ich schon immer gerne gefahren, das erste Mal sicherlich schon Ende der 60er Jahre mit Kurswagen Lindau - Dortmund. Mit einem beachtlichen Nahgüterzug sieht man in Villingen 211 343:
http://www.lokfotos.de/fotos/1986/0716/06171.jpg

Weitere Fotos:
141 057, 141 337 (Zell), 141 217, 260 140 (Steinen), 218 304, 290 181 (Weil), 260 556, 141 253, 110 131, 212 078, 323 771, 885 706, 323 659, 323 085, 140 363, 139 316 (Freiburg), 139 131 (Hinterzarten), 139 133 (Falkensteig), 290 117, 323 820, 260 101 (Villingen), 323 734 (Triberg).


17.07.86, 1479 km
Fahrtroute: Frankfurt - Fulda - Göttingen - Hannover - Hamburg - Westerland - Hamburg - Osnabrück - Dortmund - Duisburg - Köln.

Fotos: 218 114, 260 284, NVAG T 3 (Niebüll).


18.07.86, 984 km
Fahrtroute: Köln - Mainz - Darmstadt - Heidelberg - Stuttgart - Amstetten - (mit Fahrrad) Geislingen - Mannheim - Frankfurt - Gießen - Siegen - Köln.

Eines der wenigen Fotos von Geislinger Schiebeloks zeigt 194 155 und 107 nach meiner Höllenfahrt die Geislinger Steige hinunter (ca. 70 km/h max.):
http://www.lokfotos.de/fotos/1986/0718/06184.jpg

Weitere Fotos:
110 343, 103 167, 110 174, 260 105, 103 236 (Amstetten), 797 505+998 272+997 604 (Göppingen).


19.07.86, 153 km
Fahrtroute: Köln - Wuppertal-Vohwinkel - Essen - Düsseldorf - Köln.

Fotos: 323 133 (Köln), 140 582 (Wuppertal-Elberfeld).

Wer die "Tagesschau vor 20 Jahren" guckt (z. B. NDR täglich um 6:45 Uhr), der weiß, wie das Wetter in diesen Tagen war...


20.07.86, 688 km
Fahrtroute: Köln - Duisburg - Hamm - Löhne - Hameln - Hannover - Hamm - Duisburg - Köln.

Gleich ein ganzer Zug aus mindestens fünf LHB-Wagen mit einer grünen 141 als Lok stand abgestellt im Bahnhof Hameln, an der Spitze ein (korrigiert) BDnrzf 732 (50 80 82-35 002-8):
http://www.lokfotos.de/fotos/1986/0720/06189.jpg

Weitere Fotos:
141 285, 211 008 (Herford), 141 152 (Hameln), 110 287 (Hannover), 701 114 (Bielefeld), 261 240, 261 241 (Hamm), 141 201, 924 428 (Dortmund).


21.07.86, 368 km
Fahrtroute: Köln - Koblenz - Trier - Saarbrücken - Kaiserslautern.

An diesem Abend wurde erstmals der Nachtzug Saarbrücken - München (D 897) angetestet und in der Folge noch des Öfteren benutzt. Ebenso machte ich die ersten Streckenaufnahmen am Stadttor von Kobern-Gondorf; ein Foto folgt im letzten Teil dieser Saga.

Fotos: 110 245 (Köln), 141 233, 141 114, 260 282, 333 002 (Koblenz), 181 221, 151 121+099, 181 224, 140 869 (Kobern-Gondorf), 701 155 (Cochem), 110 257, 140 254, 140 863 (Ediger-Eller), 141 206, 181 214, 181 212, 110 326, 181 224, 141 226, 998 132+773, 151 115+094 (Bullay), 323 656 (Trier), Dm 905.0 518095-80077-8 (Saarbrücken).


22.07.86, 919 km
Fahrtroute: Kaiserslautern - Heidelberg - Stuttgart - München - Berchtesgaden - Rosenheim - Kufstein - München.

Neben Streckenaufnahmen bei Bernau, die mir heute nicht mehr gefallen, widmete ich mich der Strecke nach Berchtesgaden, die ich teilweise von Hallthurm aus in beide Richtungen mit dem Fahrrad abfuhr. Im Hbf von Berchtesgaden umfuhr die kürzlich z-gestellte 140 002 ihre Garnitur über die Fortsetzung der Strecke ins Tal der Berchtesgadener Ache durch einen Tunnel (wer weiß wohin die Strecke führte?):
http://www.lokfotos.de/fotos/1986/0722/06229.jpg

Bei Winkl ist 140 035 mit Üg 66985 nach Berchtesgaden unterwegs:
http://www.lokfotos.de/fotos/1986/0722/06234.jpg

Weitere Fotos:
140 028 (Hallthurm), 701 065 (Piding), 1044.22, 194 121, 601 019/006 (Bernau), 1110 025, 2060.03, 1110 014, 1061.02 (Kufstein), 322 055, 322 181 (Kiefersfelden).


23.07.86, 875 km
Fahrtroute: München - Stuttgart - Heidelberg - Saarbrücken - Bingerbrück - Bad Kreuznach - Mainz - Köln - Bonn.

Ich weiß nicht mehr, wie ich auf die Idee kam, eine Übergabe auf einer Mittelgebirgsstrecke mit dem Fahrrad zu verfolgen. Jedenfalls gelang es mir, 212 200 mit Üg 67006 aus Türkismühle in Nonnweiler wieder einzuholen. Dort rangierte auch 260 377 mit Üg 67007:
http://www.lokfotos.de/fotos/1986/0723/06257.jpg

Weitere Fotos:
218 375, 141 207 (Türkismühle), 323 584 (Neubrücke), 103 177 (Mainz).


24.07.86, 1341 km
Fahrtroute: Bonn - Mainz - Mannheim - Stuttgart - München - Mühldorf - Passau - Nürnberg - Nürnberg Rbf - Stuttgart - Neuoffingen.

Eine Porträtaufnahme der ÖBB 1018.08 (ex DRG E 18 208) muss einfach sein:
http://www.lokfotos.de/fotos/1986/0724/06266.jpg

Und weil's so schnöde war, gleich noch eine von 141 006 hinterher, die bereits bei Bender auf dem Hof stand und inzwischen in Dieringhausen erhalten wird:
http://www.lokfotos.de/fotos/1986/0724/06271.jpg

Und dann war da noch 140 033, die unter den einäugigen 140ern damals mit ihrer Regenrinne und dem grauen Dach eine Einzelgängerin war und im April 2002 bei Bender zerlegt wurde:
http://www.lokfotos.de/fotos/1986/0724/06279.jpg

Weitere Fotos:
323 679 (Eggenfelden), 140 226, 211 195 (Passau), 218 237 (Plattling), 218 010, 211 256, 211 087, 218 006, 140 784, 140 518, 140 227, 290 293, 141 033, 218 203, 614 020+914 010+614 010, 614 054+914 027+614 053 (Nürnberg).


25.07.86, 915 km
Fahrtroute: Neuoffingen - München - Stuttgart - München - Mittenwald - Murnau - Jägerhaus - (mit Fahrrad) Ohlstadt - München - Gessertshausen.

Eine einmalig verrückte Idee wurde in dieser Nacht Wirklichkeit: Mit dem D 14164, eigentlich ein Postzug mit zwei Silberlingen, überbrückte ich die Nacht, um morgens wieder in München zu sein.

Heute standen wieder Streckenaufnahmen an. Zweimal stieg ich in Klais aus, einmal, um nach Mittenwald, und einmal, um nach Garmisch den Berg hinunterzufahren. Dabei entstand dieses Foto von 111 001 mit dem E 3682 bei der Einfahrt von Klais:
http://www.lokfotos.de/fotos/1986/0725/06290.jpg

Auf der Strecke nach Oberammergau war nach dem Abschied der 169 seit 1981 bis zum Eintreffen der Quietschies 2002 (?) nur noch die Baureihe 141 zu sehen. 141 218 schiebt N 6617 Richtung Oberammergau:
http://www.lokfotos.de/fotos/1986/0725/06299.jpg

Weitere Fotos:
111 005 (Klais), 140 045 (Kaltenbrunn), BZB 3, 323 681 (Garmisch), 141 040 (Jägerhaus), 601 011/015, 140 041, 140 502, 140 033 (Ohlstadt).

Weiter geht es mit Woche 2 in einigen Tagen.





9-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:12:30:04:31:25.

Der Tunnel in Berchtesgaden...

geschrieben von: gasbahn

Datum: 19.07.06 18:00

war der Beginn eines Streckenneubaus nach Elsbethen an der Tauernbahn, der in den 30er Jahren begonnen, im WKII aber abgebrochen wurde. Das Gleis reichte bis zur Saline und wurde als Anschluss genutzt. Ich war im vorigen Jahr dort im Urlaub und habe den jetzigen Zustand festgehalten:

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/27/1913827/3531646465623134.jpg

Die Bahnhofsgleise wurden gekürzt und nur noch Gleis 1/2 und 3/4 sind jeweils mit einer Weiche verbunden. Hinter dem Tunnel wird die Trasse auch als Parkplatz genutzt, im weiteren Verlauf dann als Rad- und Wanderweg.

Vielen Dank für den interessanten Beitrag.

Viele Grüße

Heinz


Verzeichnis meiner Beiträge





? BILD 9

geschrieben von: 41erFreund

Datum: 19.07.06 19:01

Ist das wirklich eine 212? Die Rangiertritte etc. sehen mir eher nach V 60 aus...

Bitte um Aufklärung,

Daniel

?? bilder 11/12

geschrieben von: Der_Flo

Datum: 19.07.06 19:25

Kanns sein das die Bahnsteigdächer in Nürnberg 1986 erneuert wurden da die Konstruktion auf beiden unterschiedlich ist (die auf Bild 12 ist ja die noch heute existierende)???

Gruß Florian

steht doch dort, daß es 260 377 ist (oT)

geschrieben von: Schwandorfer

Datum: 19.07.06 20:23

steht doch dort, daß es 260 377 ist (oT)


http://www.vt610.de/banner/bahnbilder-nordbayern.jpg

Merke: Erst ganz lesen, dann evtl. doof fragen ;-) (o.w.T)

geschrieben von: 41erFreund

Datum: 19.07.06 22:33

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Danke und eine Korrektur

geschrieben von: Frank Stephani

Datum: 20.07.06 02:23

Hallo Norbert,

danke für Deine Bilder, aber der BDnrzf hat die Bauart-Nr. 732 nicht 722.

Beste Grüsse aus Freising.

Frank Stephani

Der Tunnel in Berchtesgaden führte

geschrieben von: OLL

Datum: 15.08.06 18:58

ebenfalls nach Salzburg. Die zweite Eisenbahnstrecke, die Berchtesgaden erreichte wurde am 18.07.1907 eröffnet und führte von Salzburg über St. Leonhard und Schellenberg. Sie war von Anfang an Elektrifiziert mit Gleichstrom 1000V. Eine direkte Anbindung bestand an die Strecke Berchtesgaden - Königssee, die 29.05.1909 in Betrieb genommen wurde.
Ihre Einfädelung in den Berchtesgadener Bahnhof erfolgte durch den Tunnel.
Die (längere) Strecke von Salzburg über Freilassing nach Berchtesgaden wurde zwar schon 1886 / 1888 eröffnet, aber erst 1916 elektrifiziert. Dies aber schon mit 15 kV 16 2/3 Hz.
Diese unterschiedlichen Stromarten führten auch zu einigen betrieblichen Besonderheiten im Bf Berchtesgaden.
Stillgelegt wurde die Schellenberger Linie dann in den späten 30'er Jahren. Als lokaler Witz wurde erzählt, das sich ein zugereister Sommerfrischler mit gewissem politischem Einfluss (Geburtsort Braunau) an den Geräuschen der Bahn gestörrt habe. Wahrscheinlicher erscheint mir aber die Erlklärung, das die 1000 V Gleichstrom zu Störungen im Funkverkehr geführt haben (vgl. Türkheim - Bad Wörishofen) und deshalb nicht mehr betrieben werden durfte.

Auf jeden Fall war der Tunnel kein Streckenneubau, sondern der Rest einer durch Vorbereitungen auf den II. WK stillgelegten Strecke. Auf der Homepage der Salzburger Lokalbahn war vor einiger Zeit mal ein wenig darüber zu finden. Sonst ist im Netz leider kaum etwas über diese Strecke zu finden.

http://www.ping-timeout.de/sig/129.jpg

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