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[AT] Umbau des Seefelder Bahnhofs gestartet

geschrieben von: Karwendelbahner

Datum: 12.03.17 22:31

[tirol.orf.at]

Bahnhof Seefeld in Tirol wird WM fit gemacht:

Zahlen, Daten & Fakten:
Baubeginn: März 2017
Fertigstellung: November 2018
Gesamtinvestition: 22,8 Millionen Euro
Vertragspartner: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), Land Tirol, ÖBB-Infrastruktur AG und Gemeinde Seefeld
Zugfrequenz: über 50 Zughalte (S-Bahn und REX) in Seefeld pro Werktag
Wochenende: direkte ICE-Verbindung Seefeld – Berlin; Seefeld in Tirol ist mit
Fast 1.200 Meter Seehöhe die höchstgelegene ICE-Haltestelle Europas
Reisendenfrequenz: 2.000 Ein- und Aussteiger pro Werktag
Busfrequenz: 5 Buslinien (Mösern, Leutasch, Mittenwald, Dorfbus, Skibus)

Verbesserungen im Überblick:
2 Personenlifte zu den Bahnsteigen
neue, helle Unterführung
neuer Busterminal direkt neben Bahnsteig 1
Bahnsteigüberdachung an beiden Seitenbahnsteigen
Erweiterte Park+Ride Anlage (inkl. mobilitätseingeschränkte Kunden)
taktiles Blindenleitsystem (Rillenplatten am Boden, tastbare Handlaufinformationen)
Attraktivierung des Aufnahmegebäudes
Gestaltung und Attraktivierung des Bahnhofsvorplatzes
2.000 Meter neue Gleise / 1.700 Stück neue Bahnschwellen / 4 neue Weichen
Anpassung der Leit- und Sicherungstechnik / Erneuerung der Fahrleitung
2 neue Bahnsteige mit mindestens 245 Meter Nutzlänge.

Re: [AT] Umbau des Seefelder Bahnhofs gestartet

geschrieben von: Michael Sieß

Datum: 13.03.17 07:36

Das heißt der Bahnhof verliert dadurch eine Gleisachse samt Bahnsteig? Das scheint mir für den Betriebsablauf der Mittenwaldbahn nicht unbedingt förderlich, die Gleisverbindung in Bahnsteigmitte macht das Kraut auch nicht fett. Gewinner dürfte wieder einmal die Straße sein, indem der Riehlweg zum zweispurigen Asphlatband aufsteigt.

mfg
MS

Re: [AT] Umbau des Seefelder Bahnhofs gestartet

geschrieben von: Karwendelbahner

Datum: 13.03.17 08:14

Der Riehlweg wird deshalb ausgebaut, weil der gesamte Bahnhofsvorplatz autofrei wird. Die Einsparung des zusätzlichen Gleises halte ich für nicht sinnvoll.

Re: [AT] Umbau des Seefelder Bahnhofs gestartet

geschrieben von: Michael Sieß

Datum: 13.03.17 09:46

Karwendelbahner schrieb:
Der Riehlweg wird deshalb ausgebaut, weil der gesamte Bahnhofsvorplatz autofrei wird.
Gut, wenigstens keine zusätzliche Verkehrsfläche. Beides ist wegen der vorherrschenden Platzverhältnisse wohl nicht drin, allerdings hätte es vielleicht auch andere Lösungen geben können.

mfg
MS




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.17 09:46.

Re: [AT] Umbau des Seefelder Bahnhofs gestartet

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 13.03.17 17:03

Michael Sieß schrieb:

Das heißt der Bahnhof verliert dadurch eine Gleisachse samt Bahnsteig? Das scheint mir für den Betriebsablauf der Mittenwaldbahn nicht unbedingt förderlich

Letztlich ist es die Degradierung zu einem reinen Kreuzungsbahnhof. Dabei muss man allerdings zugeben, dass Seefeld faktisch auch nichts anderes ist. Gleis 2 dürfte wohl seit der Jubiläumsveranstaltung 2012 nicht mehr benutzt worden sein. Wirklich flexibel im Fall von Sonderverkehren wäre man damit aber nicht mehr. Im Zweifelsfall würde Scharnitz als Abstellbahnhof herhalten müssen, was wegen der fehlenden Kreuzungsmöglichkeit in Gießenbach nur bedingt praktikabel wäre. Ausgezogene Abstellgleise in Seefeld würden ja bereits ausreichen, aber die gibt es eben nicht.

Re: [AT] Umbau des Seefelder Bahnhofs gestartet

geschrieben von: Michael Sieß

Datum: 13.03.17 17:24

kaufhalle schrieb:
Letztlich ist es die Degradierung zu einem reinen Kreuzungsbahnhof. Dabei muss man allerdings zugeben, dass Seefeld faktisch auch nichts anderes ist.
In Seefeld enden doch eine ganze Reihe an SB-Zügen, mit m.W. recht langer Wendezeit. Da sehe ich das neue Gleisbild im Bedarfsfall schon als etwas einengend, zwei lange Züge können dann nicht mehr kreuzen.

mfg
MS

Re: [AT] Umbau des Seefelder Bahnhofs gestartet

geschrieben von: RSXler

Datum: 13.03.17 19:46

Und dann gibt's da auch noch den Karwendel-Gz, der mitunter recht lange Standzeiten in Seefeld hat(te) und ein Gleis belegt; und hin und wieder wird die Strecke für Umleiter aus dem Inntal genutzt. Insbesondere in diesem Fall wird normal jedes Gleis gebraucht. Von den vier Gleisen zwei auszubauen und damit die Möglichkeit längerer Halte abzuschaffen, halte ich daher auch für sehr voreilig...

Mit Gruß aus der Hauptstadt,
Dennis

- "Solange lokale Interessen über den Interessen eines Kontinents oder eines Landes stehen, wird es keinen wirklichen Fortschritt geben." (Prof. Harald Lesch) -

Re: [AT] Umbau des Seefelder Bahnhofs gestartet

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 13.03.17 19:58

Michael Sieß schrieb:
In Seefeld enden doch eine ganze Reihe an SB-Zügen, mit m.W. recht langer Wendezeit.

Die Wendezeiten sind so üppig nicht, und da wird bei Ankunft und Abfahrt gekreuzt. Das liegt eine halbe Stunde auseinander, dazwischen ist also nicht.

Michael Sieß schrieb:
Da sehe ich das neue Gleisbild im Bedarfsfall schon als etwas einengend, zwei lange Züge können dann nicht mehr kreuzen.

Ich sehe beim Kreuzen von zwei Zügen kein Problem, es steht weiterhin die ganze Länge zum Kreuzen zur Verfügung.

RSXler schrieb:

Und dann gibt's da auch noch den Karwendel-Gz, der mitunter recht lange Standzeiten in Seefeld hat(te) und ein Gleis belegt; und hin und wieder wird die Strecke für Umleiter aus dem Inntal genutzt. Insbesondere in diesem Fall wird normal jedes Gleis gebraucht. Von den vier Gleisen zwei auszubauen und damit die Möglichkeit längerer Halte abzuschaffen, halte ich daher auch für sehr voreilig...

Der Bahnhof hat drei Gleise. Mit Umleitungen hat man anscheinend nicht mehr viel vor, wenn das überhaupt mal eine Rolle gespielt haben sollte. So sehr güterverkehrstauglich ist die Strecke schon wegen der Steigungen nicht. Und Umleitungen im Personenverkehr beschränken sich auf Nachtzüge, alles andere wird über Kufstein im SEV gefahren. Sofern nicht mal wieder Idioten bei den ÖBB auf die Idee kommen, entgegen der Planung Reisendenlenkung vom EC auf den REX zu betreiben, der das wundersamerweise nicht verkraftet und geräumt werden muss. Aber macht alles nichts, man kann ja die Schuld auf die DB schieben. Auch wenn die Fehler bei den ÖBB gemacht werden.

Re: [AT] Umbau des Seefelder Bahnhofs gestartet

geschrieben von: Michael Sieß

Datum: 14.03.17 00:29

kaufhalle schrieb:
Die Wendezeiten sind so üppig nicht
Also eine halbe Stunde, habe jetzt nachgeschaut, finde ich schon bedenkenswert.

Zitat:
Ich sehe beim Kreuzen von zwei Zügen kein Problem, es steht weiterhin die ganze Länge zum Kreuzen zur Verfügung.
Es geht mir darum, wenn ein wendender Triebwagen anwesend ist. Dass man im aktuellen Fahrplan durchkommt ist klar, aber wer weiß was sich künftig ergibt. Bei einer eingleisigen Strecke sind derartige Einschränkungen wenig hilfreich, überhaupt in einem Bahnhof mit Zugwenden. Verlegte Kreuzungen im Verspätungsfall, Umleitungen (ist zwar seit dem vierspurigen Ausbau im Inntal nicht mehr so relevant, trotzdem...), Sonderzüge etc.

mfg
MS

Re: [AT] Umbau des Seefelder Bahnhofs gestartet

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 14.03.17 22:35

Michael Sieß schrieb:
Also eine halbe Stunde, habe jetzt nachgeschaut, finde ich schon bedenkenswert.

Die Strecke ist auf Halbstundentakt ausgelegt, und in Seefeld wird planmäßig gekreuzt. Innerhalb dieser halben Stunde kann also nichts passieren. Es gibt zwar zwischen Innsbruck und Seefeld alternative Kreuzungsmöglichkeiten, die reichen aber nur aus, um eine Zwischenfahrt durchzubringen (so wie derzeit noch mit der ICE-Lz-Fahrt am Samstagmorgen), für einen stabilen 15-min-Takt reicht es nicht. Und hinter Seefeld ist seit dem Rückbau von Gießenbach sowieso Schluss mit dem Zwischentakt. Es ist also nahezu ausgeschlossen, dass in dieser halben Stunde eine Zugkreuzung in Seefeld ansteht.

Michael Sieß schrieb:
Es geht mir darum, wenn ein wendender Triebwagen anwesend ist. Dass man im aktuellen Fahrplan durchkommt ist klar, aber wer weiß was sich künftig ergibt. Bei einer eingleisigen Strecke sind derartige Einschränkungen wenig hilfreich, überhaupt in einem Bahnhof mit Zugwenden. Verlegte Kreuzungen im Verspätungsfall, Umleitungen (ist zwar seit dem vierspurigen Ausbau im Inntal nicht mehr so relevant, trotzdem...), Sonderzüge etc.

Anscheinend kann man bei Belegung eines Gleises mit einem Triebwagen trotzdem noch kreuzen. Da darf dann halt nur noch einer der beiden (eh schon außerhalb des Taktfahrplans verkehrenden) Züge länger als ein normaler Triebwagen sein. Tatsächlich gibt es solche Züge wohl nur in Form des gelegentlichen Güterzugs und den im Winter am Wochenende verkehrenden ICEs.

Ich kann ja verstehen, dass man solche Rückbauten erst mal negativ sieht. Ich bin davon auch nicht begeistert. Man bemüht sich aber mit den Gleisverbindungen ernsthaft, die Folgen zu minimieren. Man müsste aber schon genau begründen, in welchen Situationen der Rückbau Probleme verursachen würde. Und die würde man wohl ziemlich heftig an den Haaren herbeiziehen müssen.

Umleitungen: Gibt es de facto nicht (außer vielleicht mal ein Nachtzug, der sowieso freie Bahn hat), die würde die Strecke auf bayrischer Seite aufgrund dichterer Belegung auch kaum verkraften.
Verlegte Kreuzungen: In Seefeld wird planmäßig gekreuzt, also landen dort keine verlegten Kreuzungen. Und selbst die wären kein Problem.
Sonderzüge: Kriegt man problemlos durch. Eine halbe Stunde Aufenthalt in Seefeld ist allerdings nicht drin.

Die größte denkbare Herausforderung wäre wohl ein veranstaltungsbedingt verdichteter Betrieb. Allerdings liegt auch da das Limit beim 30-min-Takt. Ein 15-min-Takt ist nicht stabil fahrbar, weil die dafür benötigte Kreuzungsstelle in Reith nicht exakt in der Mitte zwischen Hochzirl und Seefeld liegt. Einen Halbstundentakt mit Doppeltraktionen könnte man durchaus fahren, allerdings würde man dann wohl Scharnitz als Abstellbahnhof benutzen.

Re: [AT] Umbau des Seefelder Bahnhofs gestartet

geschrieben von: r125

Datum: 15.03.17 09:07

Problematisch ist halt dass so ein Rückbau eine kaum revidierbare Entscheidung ist, ohne die genauen Pläne zu kennen gehe ich davon aus dass selbst wenn man sich in 20 Jahren für ein anderes Betriebskonzept ein drittes Gleis wünschen würde, selbiges nicht mehr sinnvoll einzubauen wäre.

Re: [AT] Umbau des Seefelder Bahnhofs gestartet

geschrieben von: Michael Sieß

Datum: 15.03.17 10:00

r125 schrieb:
Problematisch ist halt dass so ein Rückbau eine kaum revidierbare Entscheidung ist
Genau darum gings mir. Dass man mit den aktuell angedachten Kozepten durchkommt ist klar, sonst würde man den Rückbau nicht durchführen. Man verliert aber nicht wiederzugewinnenden Spielraum und Flexibilität.

mfg
MS

Re: [AT] Umbau des Seefelder Bahnhofs gestartet

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 16.03.17 18:42

r125 schrieb:

Problematisch ist halt dass so ein Rückbau eine kaum revidierbare Entscheidung ist, ohne die genauen Pläne zu kennen gehe ich davon aus dass selbst wenn man sich in 20 Jahren für ein anderes Betriebskonzept ein drittes Gleis wünschen würde, selbiges nicht mehr sinnvoll einzubauen wäre.

Normalerweise stimmt das, hier wurde aber durch die Gleisverbindung eine Alternative geschaffen. Welche anderen Betriebskonzepte solen dss denn sein, die ein drittes Gleis brauchen würden?

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